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  • Ursinho4711
    antwortet
    Zitat von Lemi Beitrag anzeigen
    Das Problem ist der fehlenden Nachwuchs. Da kommt nichts ... außer nerviger Funk, Ivete und Sertanejo.
    Zwar kein Nachwuchs, aber auch noch lebendig: Zeca Baleiro, Nando Reis...

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Die brasilianische Funk-Musik ist wahrscheinlich älter als du denkst. Und so wie sie ist, hat sie auch ihre Rechtfertigung. Ich habe die Entstehung in einem meiner Bücher so beschrieben:

    "Die brasilianische Funkmusik entstand Anfang der neunziger Jahre als ein lupenreines Produkt der Unterschicht Rio de Janeiros. Die bassbetonte Musik wird elektronisch mit einem Drum-Computer erzeugt und über riesige Lautsprecherwände auf das Publikum der sogenannten Baile-Funks übertragen. Die Songtexte banalisieren Sex, verherrlichen Drogenkonsum und Waffenbesitz und verunglimpfen Staat und Politik. Meist sind die Interpreten extrem schlechte Sänger. Die Tanzbewegungen konzentrieren sich auf Perversion und Geschlechtsverkehr. Im Prinzip nimmt sich die vom Staat geächtete Bevölkerungsschicht mit dem Funk das Recht heraus, das Verbotene laut und öffentlich zu propagieren. Die Favela-Musiker sehen den Funk als ein legitimes Mittel, gegen die Machthaber im Land zu revoltieren. Es ist ihre Antwort auf die Politik der Diskriminierung zwischen Arm und Reich.
    Doch über viele Jahre wurde diese Art von Aufschrei aus der Favela überhört. Die Favelas wurden einfach sich selbst überlassen und entwickelten sich immer mehr zur Brutstätte krimineller Organisationen. Unter der Macht und dem Einfluss der Drogenkommandos veränderten die Baile-Funks ihr Gesicht. Von einem schrillen Musikkult verwandelten sie ihn in ein neues Monstrum. Die Ansammlung vieler, vor allem junger Menschen und deren Wunsch nach Vergnügen an einem solchen vom Gesetz verlassenen Ort versprachen von vorn herein einen gut gehenden Drogenhandel."

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  • apt
    antwortet
    zum thema "rock" sagte mal ein carioca zu mir: "rock brasileiro e' igual samba ingles". irgendwie geb ich ihm recht....
    dem nachwuchs gehts auch nur um kohle, also wird auf der seichten forro/sertanejo -welle rumgedudelt und genudelt.
    und was hier als "funk" verkauft wird, ist eine beleidigung für jeden schwarzen,amerikanischen musiker! nenns lieber "favela rap".

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von apt Beitrag anzeigen
    von den brasilianischen sängern sind aber (bis auf vinicius de morais, tom jobim, raul seixas und elis regina) alle wichtigen noch am leben!
    Zu den "wichtigsten" gehören meiner Meinung nach auch Renato Russo und Cazuso. Und die sind tot. Das Problem ist der fehlenden Nachwuchs. Da kommt nichts ... außer nerviger Funk, Ivete und Sertanejo.

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  • Alagomão
    antwortet
    Jetzt hab ich doch glatt den "Bob Marley" Brasiliens, Edson Gomes, vergessen. Im Nordosten ist Vibrações Rasta meistens eine, bzw. die Vorgruppe von ihm:

    https://youtu.be/zOYGkH08H0s

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  • Alagomão
    antwortet
    Du nennst aus der wirklich tollen Rock-Brasil-Szene, in den 70'-, 80'- und 90'er-Jahren nur Raul Saixas, der schon tot ist.

    Barão Vermelho, bzw. Cazuza, Cassia Eller, die gestorben ist als ich schon hier sesshaft war, Zé Ramalho, der noch lebt, aber seit 2008 "im Ruhestand" ist und bestimmt noch viele Andere, von denen wir noch nichts gehört haben.

    Ich mag auch Reggae, ganz besonders auch aus meiner Wahlheimat Maceió, aufgenommen in einer der besseren Diskotheken, dem Mai Kai (ACHTUNG: Kein Hd oder anderes Tralala...): https://youtu.be/_p9ezjb7wzg



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  • frankieb66
    antwortet
    @apt:

    das sehe ich aehnlich, aber es gibt doch nach wie vor viele Kneipen/Bars/Restaurants in denen die Klassiker live und in guter bis sehr guter Qualitaet dargeboten werden ... eher unwahrscheinlich, aber nicht unmoeglich, in Favelas ..

    Das mit dem immer weniger werdenden Koerperbewusstsein kann ich bestaetigen, allerdings auch ein Nebeneffekt des zunehmenden Wohlstands und Affinitaet zu westlich orientiertem Lebensstil (mcdoof, etc) in vielen Regionen ...

    Ein weiteres grosses Problem ist natuerlich die excessive Nutzung des celular....


    Frankie

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  • apt
    antwortet
    gemic:
    du meinst eher die amerikanische-englische popszene, ja da gabs schon etliche wichtige verluste (und chris de burgh darf noch leben, pahhh)!
    von den brasilianischen sängern sind aber (bis auf vinicius de morais, tom jobim, raul seixas und elis regina) alle wichtigen noch am leben!
    nein, es ist ein allgemeiner niedergang und eine zunehmende dekadenz die hier um sich greift.
    ich versuchs mal so zu erklären:
    die für mich 3 wichtigsten gründe warum mich brasilien so begeistert hat:

    1) die musik (wie oben besprochen)
    wer fühlt sich denn von diesem forro - u. sertanejo - dreck angesprochen? nur die allerflachsten von den flachhirnen. niveau? unter aller sau!

    2) "begnadete körper" dachte ich mir früher immer als ich in meinem "butequin" in catete meinen chop leerte und auf den bürgersteig schaute. jetzt die meisten nur noch fette pflunzen! und das noch in jungen jahren - gehts noch?

    3) die allgemeine lockerheit. wo ist das lässige, das verspielte, unbesorgte der brasilianer hin? geldsorgen gabs schon immer- aber die wurden immer weggedanct, weggeblödelt-"amanha outro dia".
    heutzutage überall gestresste, gehetzte, meist übergewichtige, die krampfhaft ihre handtaschen und geldbeutel sichern.....

    ich bin schon ein bisschen traurig.

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  • gemic
    antwortet
    Lemi - ich habe den Zenit überschritten... habe CD`s, MC`s und noch etliche Platten.... null Bock noch mal aufzulegen, wenn es mich gelüstet dann ziehe ich mir einen Youtube Song rein, meist mit Video - im Netz ist alles vorhanden.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Ist doch kein Problem. Man kann sich ja weiter die alte Musik anhören. Hab mir auch erst vor kurzen aus Sentimentalitätsgründen die Kaoma-CD aus den 80-ern geholt.

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