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Strassenkinder in Esperantina / Piaui

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      hier ein aktueller bericht von dem deutschen theologen johannes skorzak aus esperantina:
      ( Anm: Johannes Skorzak , mein Freund , stammt aus Siegburg und kümmert sich selbstlos seit über 25 Jahren in Brasilien um die Ärmsten der Armen .
      Sein ganzes Leben widmet er dem Hilfsprojekt Amare - er ist ein Mann Gottes und ein grossartiger Deutscher .
      Er wird mir ein Leben lang ein Vorbild sein .......)

      Kinderschicksale in Esperantina, Nordosten Brasiliens

      Seit Jahren machen zwei geradezu spukhafte Wesen die Strassen von Esperantina unsicher. Überall sind sie im Gewirre dieser kleinen Stadt im Nordosten Brasiliens unter der Äquatorsonne anzutreffen. Blitzschnell fliehen sie - kurzen Schatten ähnelnd - vor wild fluchenden Geschäftsleuten, um einen Pack Joghurtbecher in Sicherheit zu bringen. Plötzlich tauchen sie, eine Strasse weiter, auf, wo sie um ein Paar total verdatterter alter Leute herumtanzen, denen die Zunge herausstrecken und versuchen, ihnen ein “Beinchen zu stellen”.
      Im Sonntagsgottesdienst bringen sie den Pfarrer vollständig durcheinander, weil es ihnen gefällt, ausgelassen um den Altar “fangen zu spielen”.
      Es sind die “Biester”, die Strassenkinder Domingas und Francisco, so nennen sie die Bewohner und schauen sich dabei, ängstlich sichernd um, ob sich nicht der “Leibhaftige” damit angerufen fühlen möge.
      Ihr genaues Alter kennt eigentlich niemand, das Mädchen wird auf 11 und der Junge auf 8 Jahre alt geschätzt.
      Ihre kurze Lebensgeschichte ist tragisch und denunziert die Ohnmacht der lokalen Gemeinde.
      Die Geschwister stammen aus einem nahen Vorort Esperantinas. Ihr Vater, Senhor Francisco, etwa 70 Jahre, Landarbeiter, vom Alkoholkonsum und Krankheiten geschwächt, ist resigniert. Mit seiner halb so alten, aber geistesschwachen Frau lebt er in einer elenden Palmstrohhütte, ohne Wasser, Strom oder sonstigen Errungenschaften meinschlicher Zivilisation. Seine Frau gab ihm acht Kinder ans “Licht der Welt”; eine unbekannte Zahl von Nachkömmlingen zeugte er in flüchtigen Verhältnissen. Zwei starben gleich im Säuglingsalter. Die Erziehung der älteren Kinder gelang ihnen nicht.

      Die ältere Schwester sitzt im Jugendgefängnis wegen Rauschgifthandels ein. Der 19-jährige Sohn João wird im Jahre 2005 von einem seiner Halbbrüder ermordet. Letzterer musste mit ansehen, wie João unter der Macht von Drogen ihren Vater im Schlaf durch Messerstiche in den Hals umzubringen versuchte. Die jüngeren Geschwister Domingas und Francisco werden Zeugen dieses grausamen Gemetzels in den eigenen vier Wänden.

      Wenige Monate später bricht ein weiteres tragisches Ereignis über die Familie herein. Betrunkene legen in der Nacht Feuer an die elende Hütte. Wie Zunder geht sie in Flammen auf. Die Bewohner können sich zwar retten, ihre ganzen Habseligkeiten gehen aber in den Flammen zunichte.

      Domingas und Francisco schweissen in dieser Schicksalsgemeinschaft zusammen und bilden im Stadtbild ein untrennbares Duo. Sie reissen von zu Hause aus, während der Vater auf dem Feld arbeitet und deren geistig umnachteten Mutter, die Autoriät völlig abhanden gekommen ist. Sie verlieren sich auf den Strassen, machen immer mehr auf sich aufmerksam. Um die Schule schlagen sie einen weiten Bogen und verabschieden sich ganz von ihr. Mit kleinen Überfällen und Betteleien “gewinnen” sie ihren Unterhalt, Domingas beginnt, sich zu prostituieren.
      Verzweifelt legt der Vater die eigenen Kinder in Eisenketten an – wie Hunde.

      Der Vormundschaftsrat der Stadt ist zu tief ratlos und mit der Situation überfordert. Ersatzfamilien werden gesucht in der näheren und dann - immer weiteren – Umgebung, bis in der fast 200 km fernen Landeshauptstadt Teresina. Domingas und Francisco wehren sich dagegen. Es gelingt den Kindern, aus ihren Familien stets auszubüchsen, auf der Ladefläche eines Lastwagens versteckt oder mit Hilfe eines geklauten Fahrrades nach Esperantina zurück zu kommen.

      Endlich kommen die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung auf die Idee, die beiden in das Kinderhaus Amare am anderen Stadtrand von Esperantina mit einem Kleinbus zu bringen. Da kommen dann im März 2007 die Neuen an. Mitten unter den schon 367 meninos in der Amare fallen sie erst noch lange auf. Rastlos laufen sie von einer Gruppe in die andere, sitzen nicht still, bewerfen ihre Kollegen mit Steinen oder greifen sich sonst tätig an. Die Erzieherinnen der Amare wollen aufgeben, rufen um Hilfe. Es fällt schliesslich der Bus aus. Die Ersatzstücke mussten erst aus São Paulo angeschafft werden. Lange Zeit können die Kinder nicht gebracht werden. Die Erzieherinnen atmen erleichtert auf: “Endlich eine Erholung von diesen Plagegeistern!”

      Eines Tages kommen zwei rote kleine Köpfe auf einmal atemlos und prustend die steile Anhöhe zum Kinderhaus Amare hinauf gestürmt. Es sind die beiden. Den 7 km weiten Weg hinweg sind sie unter der Äquatorhitze alleine zu Fuss gekommen. Die beiden, verschwitzt, verdreckt und stinkend, werden von der Hausleiterin Sônia empfangen, bekommen von ihr ein Stück Seife ausgehändigt und werden von ihr unter die Dusche geschoben. Dann atmet Sônia tief durch und der Anflug eines leichten Lächelns scheint ihr übers Gesicht zu gehen.

      Seit dreizehn Jahren wird Amare von Freunden in der Heimat unterstützt. Viele ähnliche Schicksalen konnten zum Guten gewendet werden. Dank des solidarischen Einsatzes aller, die dazu beitragen.

      Johannes Skorzak

      Oktober 2007
      Angehängte Dateien

    • #2
      Zitat von buggyman Beitrag anzeigen
      Ihr Vater, Senhor Francisco, etwa 70 Jahre, Landarbeiter, vom Alkoholkonsum und Krankheiten geschwächt, ist resigniert. Mit seiner halb so alten, aber geistesschwachen Frau lebt er in einer elenden Palmstrohhütte, ohne Wasser, Strom oder sonstigen Errungenschaften meinschlicher Zivilisation. Seine Frau gab ihm acht Kinder ans “Licht der Welt”; eine unbekannte Zahl von Nachkömmlingen zeugte er in flüchtigen Verhältnissen. Zwei starben gleich im Säuglingsalter. Die Erziehung der älteren Kinder gelang ihnen nicht.
      Lest Euch mal genau durch, was da steht!!!

      "Senhor" Francisco? Alkoholkonsum? RESIGNATION?
      geistesschwache Frau?
      Eine unbekannte Zahl von Nachkömmlingen ZEUGTE er in flüchtigen Verhältnissen?

      Dieser sog. "Senhor" Francisco ist nichts weiter, als ein elender Säufer, der seinen Pimmel nicht unter Kontrolle hat - nie unter Kontrolle hatte, und ganz alleine für das ganze Elend seiner Familie verantwortlich ist!!! Pater Skorzak sollte diesem widerlichen Wixer mal snständig die Fresse polieren, damit die Kinder nur einmal sähen, dass Hochwürden den elendigen Lebenswandel ihres Vaters mal nicht akzeptiert... denn solche "Leute" benehmen sich wie die Axt im Wald und sind es innerhalb ihrersgleichen gewohnt wie die Paschas behandelt zu werden!
      Resignation? von Was?
      Solche "Leute" sind nicht resigniert - deren Leben besteht aus simplem Reiz -> Reaktion: Alkohol -> saufen... Frau -> ficken... Kinder -> schlagen...

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      • #3
        Schon klar, aber es geht ja um die Kinder...

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