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Projekt in Cruzeiro do Sul: Förderung behinderter Kinder

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    Förderung behinderter Kinder in Brasilien
    Für Jesuskinder in den Busch
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    Von Christoph Kleinau
    18 500 Flug-Kilometer von Neuss entfernt hat Dr. Lothar Biskup - erst Leiter der Kinderklinik am Lukaskrankenhaus , dann Chef der Einrichtung Kivitzbusch - eine neue Aufgabe gefunden. Die Förderung behinderter Kinder in Brasilien.


    Die Förderung behinderter Kinder ist in den Weiten Brasiliens oft noch ein Fremdwort. Ein Pilotprojekt im äußersten Nordwesten des Landes soll das ändern. Dr. Lothar Biskup fuhr jetzt für fünf Wochen dorthin, Aufbauarbeit leisten. Und er untersuchte 125 Kinder - meist daheim in ihren Hütten.
    Zweimal wurde Dr. Lothar Biskup schon in den Ruhestand verabschiedet, doch von seinem Thema, der Förderung behinderter Kinder, kann und will er nicht lassen. Sein jüngstes Projekt ist vielleicht eines der aufwendigsten seiner Laufbahn, denn zwischen den Kindern und dem pensionierten Kinderarzt liegen nicht weniger als 18 500 Flugkilometer.

    Am Ende dieses weiten Weges, in der nordwest-brasilianischen Stadt Cruzeiro do Sul, löste Biskup jetzt das Versprechen ein, das er bei seiner Verabschiedung als Leiter des Kivitzbusch gab. Er wolle die Idee dieses Zentrums für Neuro-Pädiatrie nach Brasilien exportieren, sagte er im Mai - und investierte in einem ersten Schritt fünf Wochen in diese Arbeit. Doch er wird noch öfter dorthin reisen müssen, Aufbauarbeit leisten.

    Förderung behinderter Kinder : In den Weiten Brasiliens war das bis vor einem Jahr ein Fremdwort. Bis nämlich mit finanzieller Unterstützung der Christoffel-Blindenmission das Projekt „Jesuskinder von Nazareth zur Behandlung behinderter Kinder“ angeschoben werden konnte. Ein Pilotprojekt in Brasilien, das der Spiritaner-Pater Herbert Douteil, seit dessen Knechtstedener Tagen ein Freund Biskups, auf den Weg brachte und das eingebettet ist in die Kinderpastoral der brasilianischen Bischofskonferenz. Dieses Vorhaben zielt vor allem darauf ab, die Kindersterblichkeit zu senken und das Gedeihen der Kleinen bis in ihr sechstes Lebensjahr zu begleiten. An Sonderbedürfnisse Behinderter war dabei zunächst weniger gedacht.

    Förderung behinderter Kinder: Das fängt mit einer kinderärztlichen Untersuchung an, weiß Biskup. Und genau diese Arbeit bestimmte seine ersten Wochen in Brasilien. Nicht weniger als 125 Kinder hat er so behandelt, dabei auf Fähigkeiten geachtet, die gefördert werden sollten. Jeden einzelnen Fall hat er dokumentiert, für jedes Kind eine Prognose versucht und Ideen für eine Therapie entwickelt. Ideen, die schon in den Familien der Kinder an Grenzen stoßen. Denn auch für die ist Förderung behinderter Kinder bislang ein Fremdwort gewesen.

    „Man findet in keiner Familie dort irgendetwas an Spielzeug“, war eine dabei gemachte erschreckende Beobachtung. Denn wie soll das Kind Sinneswahrnehmungen machen, wie soll (sprechen) Lernen stimuliert, die Motorik verbessert, wie eine weitergehende Beschäftigungstherapie entwickelt werden, wenn es schon am Elementarsten fehlt? Fragen, für deren Beantwortung Ute Biskup, die Nichte des Neusser Kinderarztes, derzeit Anregungen gibt.

    Die Ergotherapeutin besuchte ihren Onkel im Busch und blieb acht Wochen - um zum Beispiel Bastelkurse für Väter zu initiieren. Damit die Kinder Klötze bekommen. Und sie schult die einheimischen Helferinnen, die die Arbeit tragen, wenn die Freunde aus Deutschland nicht vor Ort sein können.

    Frauen, die Lothar Biskup beeindruckten. „Im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten leisten sie hervorragende Arbeit, mit vollem Einsatz und großer Hingabe. Und ohne auf die Uhr zu schauen“, hielt er im Abschlussbericht fest. Von diesen insgesamt 13 Frauen ist dabei keine wirklich vom Fach. Was sie wissen, hat ihnen eine Physiotherapeutin beigebracht, die vom Start weg wichtigste Kraft im Projekt „Jesuskinder von Nazareth“.

    Die aber hat Cruzeiro do Sul inzwischen den Rücken gekehrt. „Ein schwerwiegendes Problem“, sagt Biskup. Abhilfe sei dringend erforderlich. Doch gut ausgebildete Kräfte sind für diese Stadt im kulturell beinahe wüsten Hinterland schwer zu interessieren. Um dorthin zu gehen und den Menschen dort zu helfen, muss man aus besonderem Holz geschnitzt sein Wie Lothar Biskup, der in nächster Zukunft in Deutschland einfache medizinische Geräte besorgen will. Für den nächsten 18 500-Kilometer-Tripp.

    INFO:
    Als Dr. Lothar Biskup 1986 zum ersten Mal seinen Freund Pater Herbert Douteil im äußersten Nordwesten Brasiliens besuchte, wurde in der 80 000-Einwohner zählenden Stadt Cruzeiro do Sul gerade das erste Stück Straße asphaltiert. Seitdem hat sich einiges getan, wie er auf seinen inzwischen sechs Reisen dorthin beobachtete. Auch auf medizinischem Gebiet. So konnte Biskup, der bei früheren Aufenthalten akut-medizinisch helfend arbeitete, sich jetzt erstmals einer lange vernachlässigten Gruppe zuwenden: behinderten Kindern. Diese Arbeit möchte er im Sinne eines Pilo-Projektes fortgesetzt werden, für das die Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist in Knechtsteden ein Spendenkonto eingerichtet hat: Postbank Köln, BLZ 370 100 50, Konto-Nummer 646-500, Stichwort „Projeto menino Jesus de Nazare“ (Jesuskinder von Nazareth) Mehr Informationen im Internet unter www.herbertdouteil.de, www.projeto-meninojesus.de oder www.cssp-altojurua.de
    Gruss brasilmen Thomas
    www.brasilmen.de

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