Gewalt gegen Bauern und Viehzüchter angedroht - Reservat wurde den Xavante 1998 zugesprochen
Sao Paulo - Mitglieder der Xavante in Brasilien wollen Siedler gegebenenfalls mit Gewalt aus ihrem Reservat vertreiben. Die Indigenas setzten den Bauern eine Frist bis zum Mittwoch zum Verlassen des Gebiets. Ein Konflikt stehe möglicherweise bevor, hieß es am Sonntag in einer Erklärung des Bundesbüros für indigene Angelegenheiten.

Rund 500 Mitglieder der Xavante lagern seit neun Monaten in der Nähe des Maraiwatsede-Reservats im Norden des Staats Mato Grosso und fordern die Rückgabe des Landes.

Landbesetzung

Das Reservat wurde den Indigenas 1998 von der Bundesregierung in Brasilia zugesprochen. Örtliche Bauern und Viehzüchter besetzten jedoch umgehend große Teile des Gebiets. Ein lokales Gericht erlaubte den Siedlern 2001, in dem Reservat zu bleiben. Die Xavantes legten mit Unterstützung des Büros für indigene Angelegenheiten Berufung gegen die Entscheidung ein. Ein endgültiges Urteil steht aber noch aus. (APA/AP/red)