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EU und Mercosur verhandeln über Handelsabkommen

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      Lamy berät mit Mercosur-Staaten Zukunft der Welthandelsrunde
      Brüssel (vwd) - EU-Handelskommissar Pascal Lamy tritt am Mittwoch seine sechstägige Reise in die Mercosur-Staaten, um neben anderem für eine Wiederaufnahme der Welthandelsrunde zu werben. Bei dem Treffen mit den 4 Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gehe es auch um das zwischen den beiden Partnern geplante Freihandelsabkommen, erklärte Lamy am Dienstag. Brasilien gehört neben Indien und China zu den führenden Ländern der G-20, die im Rahmen der gescheiterten WTO-Verhandlungen in Cancun einen Gegenblock zu den Industriestaaten gebildet haben.

      Die G-20 fordern einen weitgehenden Abbau der Agrarsubventionen und -exporterstattungen in der EU, den USA, Japan und Kanada. Die Handelsrunde scheiterte jedoch hauptsächlich an den unterschiedlichen Positionen bei den Agrarverhandlungen. "Die EU ist bereit, die Verhandlungen wieder aufzunehmen", sagte Lamy vor seiner Abreise nach Lateinamerika. Doch Cancun habe gezeigt, dass keine Ländergruppe alleine die Welthandelsorganisation (WTO) zum Erfolg führen könne.

      Insbesondere mit Brasilien wolle man daher ausloten, welche Spielräume für die WTO-Verhandlungen möglich seien. "Wir wollen jetzt die Meinungen und Anliegen der Mercosur-Staaten einholen, um die Welthandelsrunde wiederbeleben zu können", führte die Sprecherin aus. Mitte Dezember sei die EU bereit, die Gespräche erneut anlaufen zu lassen, hatte Lamy zuletzt erklärt. Oberstes Anliegen der EU bleibe weiterhin ein multilaterales Abkommen im Rahmen der WTO. Am 15. Dezember wollen die WTO-Mitglieder in Genf die in Cancun abgebrochenen Verhandlungen wieder aufnehmen.

      Dabei will Lamy an den grundsätzlichen Zielen der EU festhalten - die Öffnung der Märkte gepaart mit einem strengen Regelwerk und einer Chance für die Entwicklungsländer. Die von der EU angestrebten Regeln für Wettbewerb, Investitionsschutz, öffentliche Auftragsvergabe und Handelserleichterungen waren teilweise in Cancun besonders umstritten gewesen. Laut Lamy ist die EU bereit, diese Bereiche von einer weiteren Verhandlungsrunde auszunehmen. Die Handelsrunde soll mit einem umfassenden WTO-Abkommen bis Anfang 2005 abgeschlossen werden. +++ Ali Ulucay
      vwd/9.12.2003/ul/apo
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

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