Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Üppige Ernte in Brasilien: Kaffee so günstig wie nie

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Üppige Ernte in Brasilien: Kaffee so günstig wie nie

    Üppige Ernte in Brasilien: Kaffee so günstig wie nie
    Rohkaffee: Die Preise sinken. Das Pfund kostet im Schnitt nur noch drei Euro. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht.

    Von Beate Kranz

    Hamburg - Die Verbraucher können sich freuen: Die Preise für ihr Lieblingsgetränk sind im Keller. "Das Pfund Kaffee kostet dieses Jahr im Schnitt nur drei Euro - und ist damit so günstig wie seit Jahrzehnten nicht mehr", sagte Hans-Georg Müller, Sprecher vom Deutschen Kaffee-Verband, gestern dem Abendblatt.

    Im Oktober lag der Durchschnittspreis für die schwarzen Bohnen pro Pfund bei 2,96 Euro. Zum Vergleich: 2002 kosteten 500 Gramm im Jahresdurchschnitt 3,06 Euro, 1980 sogar noch 4,94 Euro. Der Hamburger Kaffeeröster Tchibo rechnet zwar 2004 mit einer "leichten Erholung der Preise", so Pressesprecher Andreas Klähn. "Eine generelle Trendumkehr oder stark anziehende Preise sind aber nicht in Sicht", meint Müller.

    Die niedrigen Preise haben ihre Ursachen vor allem in den üppigen Kaffeeernten, entsprechend niedrigen Rohkaffeepreisen sowie dem harten Wettbewerb im deutschen Lebensmittelhandel. "Kaffee ist ein beliebtes Lockmittel", meinte Müller. So senkte der Discounter Aldi jetzt die Kaffeepreise auf nur 2,59 Euro pro Pfund, die entkoffeinierte Variante kostet sogar nur noch 2,39 Euro. Ein Preis, bei dem weder die Bauern in den Erzeugerländern, Röster noch Händler richtig viel verdienen können. Zumal der Staat für jedes Pfund Kaffee rund 1,30 Euro für Kaffee- und Mehrwertsteuer kassiert.

    Den Weg für die niedrigen Verbraucherpreise bereiten die seit Jahren sinkenden Rohkaffeepreise. "Seit 1998 fällt die jährliche Weltkaffeeernte höher aus als die Nachfrage", so der Verbandssprecher. Grund dafür seien die üppigen Erträge in Brasilien. Zugleich habe sich Vietnam in den vergangenen zehn Jahren praktisch aus dem Nichts zum weltweit zweitgrößten Kaffeeproduzenten entwickelt. "Erst 2003 lag die Ernte erstmals wieder etwas unter der Nachfrage, was zu einer leichten Preiserholung führte", so Müller. Insgesamt aber bleiben die Preise niedrig.

    Aktuell wird für Rohkaffee der Sorte Arabica, die deutsche Kaffeetrinker bevorzugen, 62 US-Cent pro Pound (454 Gramm) bezahlt, so Müller. Dies liege immerhin schon etwas über dem letzten Tiefstand von 55,77 US-Cent (August 2002). Zum Vergleich: 1997 kostete Rohkaffee mit 189 US-Cent noch gut das Dreifache. Unabhängig von den Weltmarktpreisen zahlt dagegen die Organisation TransFair den Bauern nach eigenen Angaben unverändert 126 US-Cents, um deren Lebensstandard zu sichern. Transfair-Kaffee kostet im Handel aber auch deutlich mehr.

    Trotz niedriger Preise stagniert in Deutschland der Kaffeeabsatz - jedoch auf hohem Niveau. Pro Kopf konsumierten 2002 die Bundesbürger 6,6 Kilo Rohkaffee - was 156 Litern entspricht. Damit ist Kaffee das beliebteste Getränk. "Während der Absatz von traditionellem Röstkaffee stagniert, wächst der Verkauf von Espresso und löslichen Kaffeegetränken zweistellig", so Müller. Größte Kaffeetrinker in Europa sind derzeit die Finnen mit elf Kilo. Deutschland steht auf Platz sechs. Die Teetrinkernation Großbritannien bildet das Schlusslicht mit nur 2,1 Kilo.
    Gruss brasilmen Thomas
    www.brasilmen.de

Online-Benutzer

Einklappen

227 Benutzer sind jetzt online. Registrierte Benutzer: 5, Gäste: 222.

Mit 2.135 Benutzern waren am 16.01.2016 um 01:30 die meisten Benutzer gleichzeitig online.

Brasilien Forum Statistiken

Einklappen


Hallo Gast,
Du hast Fragen?
Wir haben die Antworten!
Anmelden und mitmachen.
P.S.: Für angemeldete Mitglieder ist das Forum Werbefrei!

Themen: 23.932  
Beiträge: 175.330  
Mitglieder: 11.803  
Aktive Mitglieder: 71
Willkommen an unser neuestes Mitglied, fifa17sara.

Unconfigured Ad Widget

Einklappen
Lädt...
X