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    Brasilien: Proteste gegen Gebührenerhöhungen der Privatunis
    von traducao - 11.12.2003 18:54

    In Brasilien kam es im Laufe des vergangenen Monats zu zahlreichen Protesten gegen die exzessive Erhöhung der Studiengebühren an den dortigen Privatuniversitäten. In einigen Fällen wurden die Protestierenden Opfer von Repression durch die Universitätsleitungen. Die brasilianische Bundesregierung versprach, sich der Anliegen der Studierenden anzunehmen, ohne bisher jedoch wirksame Gegenmaßnahmen vorgenommen zu haben.
    Erhöhung der Gebühren verursacht Protest an den Privatuniversitäten
    (Artikel von CMI [Indymedia Brasilien], 4.12.2003)

    Die Geschichte wiederholt sich, aber im Grunde ist es eine unbekannte Geschichte. Jedes Jahr wieder sind die Studierenden der Privatuniversitäten von Erhöhungen der Gebühren betroffen. Im allgemeinen sind die Erhöhungsraten größer als die Inflationsrate. Angekündigt wird dies immer am Ende des Vorlesungsjahres, was die studentischen Mobilisierungen erschwert. Aber trotzdem kommt es Jahr für Jahr in größerem Maße zu Protesten gegen die mißbräuchlichen Steigerungen.

    Das Bildungsministerium signalisierte die Möglichkeit, durch einen provisorischen Erlaß übermäßige Erhöhungen der Gebühren an den Privatuniversitäten zu verhindern. Dem Staatssekretär für das Hochschulwesen, Carlos Antunes, zufolge, wird in den nächsten Tagen eine Richtlinie veröffentlicht werden, die die Fakultäten dazu verpflichtet, Ausgabenpläne vorzulegen, um die Erhöhungen zu rechtfertigen.

    Die Ankündigung des Erlasses erfolgte nach einer studentischen Demonstration am 13.11. auf der Esplanada dos Ministérios in Brasília.

    Die von der União Nacional de Estudantes (UNE) [Nationaler Studentenverband] und den DCEs (Diretórios Centrais dos Estudantes) [Studentenvertretungen der einzelnen Hochschulen] organisierte Demonstration war Teil des landesweiten Kampftages der UNE. Die Demontranten wurden vom Bildungsminister Cristovam Buarque empfangen, der die Forderungen der Studierenden aufmerksam anhörte. Sie sprachen über das Mißverhältnis zwischen den Erhöhungen und ihrem familiären Einkommen und über den Mangel an Achtung und Freiheit der Studentenbewegung.

    Die studentischen Verbände fordern von der Regierung eine Änderung des Gesetzes 9870 vom 23/11/99, das die Schul- und Hochschulgebühren regelt. Unter den Änderungsvorschlägen ist die Aufnahme eines Artikels, der jede Erhöhung des Wertes der Gebühren von einer vorherigen Verhandlung mit der Studentenvertretung abhängig macht.

    Die Studierenden fordern auch, daß das Gesetz einen Maßstab und eine Frist für die Vorlage von Ausgabenplänen der Hochschulen festlegt. Neben den Ausgabenplänen für das folgende Jahr soll die Fakultätsleitung dabei auch die Abrechnungen des Ausgabenplanes des Vorjahers vorlegen müssen.

    Für den Vorsitzenden der UNE, Gustavo Peta, ist "das Versprechen des Ministeriums, den Erlaß herauszugeben, ein Fortschritt, aber die zentrale Frage der Änderung des Gesetzes n.º 9870 ist bis jetzt offen", wie er schlußfolgerte.

    Mobilisierungen an den Universitäten

    Neben den Demonstrationen in Brasília kam es an verschiedenen Universitäten zu Protesten gegen die Erhöhung der Gebühren. Die Erhöhungsraten betrugen zwischen 10 und 20%. An der Universidade de Caxias do Sul (UCS) hörten die Studierenden nicht auf die Leitung des DCE [Studierendenvertretung der Hochschule], die eine Protestveranstaltung ohne Konflikt mit dem Rektorat durchführen wollte, und besetzten am 27. November die Hörsäle. Als Ergebnis dieser Demonstration bildeten sie eine von der offiziellen Studierendenvertretung unabhängige Verhandlungskommission, die aus Studierenden und Vertretern der Diretórios Acadêmicos [Studentenvertretungen der einzelnen Fächer] besteht.

    Die Studierenden der UniABC (Universidade do Grande ABC in São Caetano do Sul) blockierten am Abend des 20.11. die Avenida industrial für 40 Minuten.

    In Aracaju veranstalteten mehr als 4000 Studierende der Universidade Tiradentes am 13.11. eine Demonstration. Einer der Leiter des DCE [Studierendenvertretung] wurde dort zu Beginn der Demonstration von den Sicherheitskräften der Universität angegriffen, und während der Demonstration wurden auch andere angegriffen. Der Student Flaviano Correia ist in Gefahr, infolge der Demonstration von der Universität verwiesen zu werden.

    Am 19. November blockierten ungefähr 1000 Studierende der UNIFAI (Centro Universitário Assunção in São Paulo) die Avenida Nazaré, um gegen die Erhöhung der Gebühren um 15% im kommenden Jahr zu protestieren. Die Demonstration begann um 21 Uhr und dauerte 2 Stunden.
    Gruss brasilmen Thomas
    www.brasilmen.de

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