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TV-Reportage: Lulas Kampf gegen den Hunger

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    "Lulas Kampf gegen den Hunger"

    "Fome Zero - Null Hunger", hatte Lula, der neu gewählte Präsident Brasiliens, seinem Volk im Januar 2003 versprochen. Ein Jahr später hungern immer noch Millionen, gibt es mehr Arbeitslose, sind die Reallöhne um 15 % gefallen. Trotz oder wegen einer Wirtschafts- und Finanzpolitik, die die internationalen Finanzmärkte im Auge hat und auf die Exportwirtschaft setzt. Die Folge: immer mehr Menschen haben nicht genügend Geld, um sich drei Mahlzeiten am Tag zu leisten - wie es sich der Präsident für alle Brasilianer erträumt.

    Für Maria und ihre achtköpfige Familie ist dieser Traum bereits Realität. Mit einer Chipkarte kann sie 50 Real - etwa 14 Euro - pro Monat bei der Bank abheben. Das reicht für Bohnen, Reis und Mehl. Vom eigenen Acker können die Kleinbauern nicht leben, denn seit Monaten hat es nicht mehr geregnet. Keine Seltenheit im heißen Nordosten Brasiliens. Vielerorts sind die lokalen Behörden dabei, die Anspruchsberechtigten zu registrieren und der Zentralregierung zu melden. Die entscheidet dann - je nach Kassenlage - wer in das Programm aufgenommen wird.

    Aus Brasilia kommen auch die direkten Lebensmittelhilfen für die Landlosen. Zum Beispiel bei Passira in der Nähe von Recife hat die Landlosenbewegung MST ein notdürftiges Zeltlager aufgeschlagen. Alle vierzehn Tage werden Reis, Bohnen, Mais aus dem "Fome - Zero" - Programm verteilt. "Ohne diese Hilfe, könnten wir unseren Kampf um eine Landreform kaum fortsetzen", sagen die MST - Aktivsten. Seit Monaten belagern sie eine Fazenda, deren Enteignung sie fordern. "Was wir brauchen ist, Land, damit wir uns selbst ernähren können. Keine Almosen!". Eine Botschaft, die auch für den Präsidenten bestimmt ist, der auch eine zügige Landreform versprochen hat.

    In den Elendsquartieren der Großstädte ist "Fome - Zero" noch kaum angelaufen. Zum Beispiel Diadema, Sao Paulo. Hier hat die Stadtverwaltung gerade eine "Tafel" eingerichtet und verteilt Gemüse- und Obstspenden an lokale Hilfsorganisationen. "Die Hälfte unserer Familien hungert," sagt Ricardo, "Präsident" der Favella "Santo Ivo". Gemeinsam mit seiner Frau und Freiwilligen versorgt er bedürftige Familien bereits seit Jahren und ist auch bei der "Tafel" mit dabei. Doch die Lage hat sich weiter verschärft, vor allem für die Arbeiter in der Metall- und Automobilindustrie, die für einen Hungerlohn arbeiten müssen.

    "Desemprego Zero!" - "Null Arbeitslosigkeit!", lautet denn auch der Slogan einer landes-weiten Bewegung, zu der sich jetzt Gewerkschaften, Landlosenbewegung und Intellektuelle zusammengeschlossen haben. Mit spektakulären Aktionen wollen sie der Regierung Druck machen: "Wir fordern eine Wirtschaftspolitik, die Arbeitsplätze schafft", erklärt der Wirtschaftswissenschaftler Assís." Sonst wird der Hunger weiter zunehmen - trotz "Fome Zero". Martin Kessler war für ARTE in Brasilien unterwegs, für eine erste Bilanz des Anti-Hunger- Programms .

    ARTE Reportage - Reportage, D 2004 Mittwoch, 28.01.2004
    Beginn: 21.35 Uhr Ende: 22.30 Uhr Länge: 55 Min.

    VPS: 21.35
    Gruss brasilmen Thomas
    www.brasilmen.de

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