Brasilia (AFP) - Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat seine Regierung auf sieben Posten umgebildet. Zwei Politiker der rechtsliberalen Partei der demokratischen Bewegung (PMDB) halten Einzug in das Kabinett: Senator Amir Lando wird Minister für Sozialfürsorge, der Abgeordnete Eunicio Oliveira übernimmt das Ressort für Kommunikation. An der Spitze des neu geschaffenen Ministeriums für Soziale Entwicklung und Bekämpfung von Hunger und Armut steht der bisherige Abgeordnete Patrus Ananias von Lulas Arbeitspartei (PT).

Das ebenfalls neu geschaffene Ministerium für Politische Koordinierung leitet Aldo Rebelo von der Kommunistischen Partei (PCdoB). Der bisherige Chef der Regierungsfraktion im Parlament wird für die Beziehungen zwischen Regierung und Parlament sowie Parteien zuständig sein.

Neuer Erziehungsminister wird der frühere Bürgermeister von Porto Alegre, Tarso Genro. Die Sozialistische Partei (PSB) behält das Ministerium für Wissenschaft und Technologie. Der bisherige Amtsinhaber Roberto Amaral, der die Regierung mit positiven Äußerungen über Forschungen an der Atombombe in Verlegenheit brachte, wird aber durch seinen Parteifreund Eduardo Campos ersetzt. Neue Leiterin des Ressorts für Frauenrechte wird Nilceia Freire als Nachfolgerin von Emilia Fernandes.

Mit der Einbeziehung der PMDB in die Regierung sichert sich Lula eine stabile Mehrheit im Parlament, wo die rechtsliberale Partei zweitstärkste Kraft ist. Im Senat verfügt die Partei sogar über die Mehrheit der Sitze.