Straßenkindern in Brasilien und Indonesien mit Marsch helfen
Hungermarsch bewegt sich am Sonnabend, 25. März, durch die ganze Stadt

cn/mr. *- Straßenkinder in Brasilien und Indonesien sollen vom 10. ökumenischen Hungermarsch am Sonnabend, 25. März, profitieren. Möglichst viele Menschen sind zur Teilnahme aufgerufen.

An dem 16 Kilometer langen Sponsorenlauf kann jeder teilnehmen; auch Menschen, die keine Sponsoren ansprechen mögen. Sie werden um eine Spende gebeten. Teilnehmerkarten gibt es in allen Kirchen und Schulen.

Beginn ist um 10 Uhr in St. Marien, Ende gegen 16 Uhr. Als Proviant sind nur Wasser und Brot vorgesehen. Bitte gutes Schuhwerk und Regenbekleidung nicht vergessen. Das Gesamtergebnis wird gedrittelt und geht an Straßenkinderprojekte von Misereor, Avicres und Brot für die Welt. Hier ein paar Details zu den laufenden Projekten.

Den Satz „Tötet meine KInder nicht!” kann man an vielen Mauern in brasilianischen Großstädten lesen. Aufgesprüht wird dieser verzweifelte Appell von Sozialarbeitern, die Straßenkindern helfen, sie unterrichten und ihnen ihre Menschenrechte aufzeigen.

Schätzungsweise acht Millionen Kinder, davon etwa elf Prozent Mädchen, haben in Brasilien keine andere Wahl, als sich auf der Straße mit Betteln, Gelegenheitsarbeiten, Diebstählen und Prostitution durchzuschlagen. Viele verlieren durch den Zerfall ihrer Familien den letzten Halt.

Es bleibt weitgehend nichtstaatlichen Initiativen überlassen, sich um diese Kinder und Jugendlichen zu kümmern. So arbeitet das große katholische Hilfswerk Misereor z. B. in Recife und Caruaru mit brasilianischen Organisationen zusammen. Die bilaterale Initiative Avicres wirkt in Nova Iguacu. Sie bieten Anlaufstellen für die Kinder. Erwachsene stehen an ihrer Seite bei Konflikten mit Polizei und Justiz; Kinder lernen Lesen und Schreiben und können an berufsbildenden Kursen teilnehmen.

Brot für die Welt unterstützt ein Projekt in Medan, der Hauptstadt der indonesischen Provinz Nord-Sumatra. Rund um ihren zweitgrößten Busbahnhof liegt das Revier der Straßenkinder. Etwa 250 Kinder im Alter zwischen sechs und 18 Jahren verkaufen hier Plastiktüten, schrubben die Busse, sammeln Altmaterialien, arbeiten als Straßenmusiker oder putzen Schuhe. Nachdem sie einige Zeit auf der Straße gelebt haben, brechen sie die Schule meistens ab.

Hier hat das Zentrum für Studien und Kinderschutz (PKPA) ein Haus gebaut, in das etwa 30 Kinder täglich kommen. Hier wird ihnen medizinische Versorgung und Förderunterricht angeboten. Es geht es um das Erlernen von sozialen Kompetenzen wie Durchhaltevermögen, Teamarbeit und Selbstverantwortung. Die Kinder lernen, Schwächere zu respektieren und Fehler zu machen, ohne bestraft zu werden.


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