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Politischer Aktivist in Brasilien ermordet

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  • Politischer Aktivist in Brasilien ermordet

    Sao Paulo (AP) In Brasilien ist am Wochenende ein führender politischer Aktivist vor seinem Haus erschossen worden. Nach Medienberichten vom Sonntag schossen zwei Männer von einem Motorrad auf Jose Ribamar, als er am Samstagabend vor seinem Haus in Rondon do Para 2.000 Kilometer nördlich von Sao Paulo stand. Die katholische Gruppe Land Pastoral, die sich für die Landreform in Brasilien einsetzt, erklärte, Ribamar sei offenkundig wegen seiner Rolle bei der Besetzung von Farmen ermordet worden. Die Aktivisten nutzen die Taktik, um die Regierung zur schnelleren Umsetzung der Landreform zu zwingen. Streitereien zwischen Großgrundbesitzern und mittellosen Farmern sind in Brasilien fast an der Tagesordnung und enden oft mit blutiger Gewalt. Nach einem Bericht von Land Pastoral kamen bei derartigen Unruhen im vergangenen Jahr 46 Brasilianer ums Leben.
    Gruss brasilmen Thomas
    www.brasilmen.de

  • #2
    Ja, ja, die bösen bösen Grossgrundbesitzer und die lieben guten mittellosen Farmer... die sog. "sem terras", die wahllos gutgehende Landwirtschaftsunternehmen besetzen und dann auf ihrer langerstrittenen Scholle nichts weiter als Müll und Bagunça betreiben, ohne das dabei auch nur was annähernd was Anständiges bei rumkommt, geschweige denn die brasilianische oder die Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen... die etwas schlaueren verpachten dann ihr Land wieder zurück and die bösen Grossgrundbesitzer, die dann wieder Landwirtschaft betreiben (das natürlich nachdem sie wegen gestiegener Landkosten einige Arbeiter entlassen mussten und einige Bankkredite aufnehmen mussten....)!

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    • #3
      Hallo Takeo,

      ich wollte eigentlich nicht glauben, was Du in Deinem Beitrag so abgesondert hast. Wie ist es Dir gelungen, die alte Mentalität der Kolonialherren bis heute lebendig zu erhalten?

      Ich nehme an, Du verfügst über ausreichend Grundbesitz, auf dem natürlich nur zum Wohle der brasilianischen Bevölkerung produziert wird. Und wahrscheinlich ist der Grundbesitz so groß, dass Du von der heutigen Realität im Lande nichts mitbekommst.

      Harald

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      • #4
        Zitat von hs
        Hallo Takeo,

        ich wollte eigentlich nicht glauben, was Du in Deinem Beitrag so abgesondert hast. Wie ist es Dir gelungen, die alte Mentalität der Kolonialherren bis heute lebendig zu erhalten?

        Ich nehme an, Du verfügst über ausreichend Grundbesitz, auf dem natürlich nur zum Wohle der brasilianischen Bevölkerung produziert wird. Und wahrscheinlich ist der Grundbesitz so groß, dass Du von der heutigen Realität im Lande nichts mitbekommst.

        Harald
        Realität, hör mir doch auf damit! Das sind doch alles nur Klischees!!! Ein Grossgrundbesitzer ist BÖSE, ein Mittelloser Farmer ist GUT!!! Ich kenn' diesen Talk in Deutschland nur zu gut, und dann kommt man plötzlich nach Lateinamerika, und sieht, dass die welt leider nicht schwarz weiss ist, es gibt Graustufen!!!

        Ich find´s einfach zum Kotzen, wenn mittellose Farmer Grossgrundbesitz besetzen, und dann nichts als Raubbau betreiben, bspw. Erde abtragen und verkaufen, wo vorher ein Landwirtschaftsunternehmen funktioniert hat! Tja, leider passen solche geschichten nicht ins deutsche Weltbild!!! Es ist doch viel einfacher die alten Klieschees vorzuholen: die bösen grossgrundbesitzer und die guten mittellosen Kleinbauern, so nach dem Motto: wenn die leute nur ein bisschen mehr Geld in die Tsche bekommen würden, währe die ganze Misere sofort gelöst... leider funktioniert die Realität in Brasilien nicht so!!!

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        • #5
          Ich muß Takeo Recht geben, auch wenn er es vielleicht etwas überspitzt formuliert hat. Der ganzen MST-Bewegung geht es doch zunehmend nur noch um Krawall und nicht um Land für mittellose Bauern.

          Ich kann mich noch an einen Fall erinnern, da hat ein Typ in Rio seine gesamte Familie verloren, weil er in einer Baracke wohnte, die bei einem Erdrutsch verschüttet wurde. Später stellte sich heraus, daß er von der Kommune bei einer Umsiedlungsmaßnahme ein eigenes kleines Häuschen erhalten hatte. Statt aber dort hinzuziehen, hatte er es weitervertickt und blieb in der gefährdeten Gegend wohnen. Aber hinterher ist das Gejammer groß.

          Solches Verhalten ist in Brasilien leider symptomatisch und läßt sich eben teilweise auch auf die "armen, mittellosen Bauern" übertragen. Es wird da jede Menge Mißbrauch getrieben. Die verticken "ihr Land" nicht selten schnell weiter und reihen sich gleich wieder bei der MST-Bewegung ein. Das rückt leider eben auch die in ein schlechtes Licht, die sich ehrlich um Land bemühen und dort vernünftig arbeiten würden. Die gibt es ja zweiffellos auch.

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          • #6
            Hallo Jorginho,

            ja, mit Deiner Antwort kann ich leben. Natürlich gibt es immer "schwarze Schafe", warum nicht auch bei der MST?

            Sowenig das Bild vom "bösen" Großgrundbesitzer zu verallgemeinern ist, so wenig stimmt auch die Darstellung von Takeo vom dummen und geldgierigen Landbesetzer.

            Dass aber die seit Kolonialzeiten ungerechte Landverteilung ein zu lösendes Problem ist, darauf können wir beide uns vielleicht einigen. Auch darauf, dass es bei Besetzungen nicht um funktionierende Landwirtschaftsbetriebe gehen kann, sondern in erster Linie eben gerade um nicht produktiv genutztes Land.

            Und es gibt genug Familien, die das Land nutzen wollen, um ihre Familie zu ernähren.

            Bei Takeo hat man aber den Eindruck, dass er selbst "Opfer" der MST geworden ist; ob zu Recht oder zu Unrecht vermag ich nicht zu beurteilen.

            Viele Grüße

            Harald

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            • #7
              Porqué são vocês tão arrogantes?

              Para ver mais, vejam www.vivafavela.com.br

              Xangô

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