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Embraer greift Boeing und Airbus an

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    Embraer greift Boeing und Airbus an

    SAO JOSÉ DOS CAMPOS. Im Beisein von Staatspräsident „Lula“ da Silva kündigte Embraer-Chef Mauricio Botelho an, die weltweite Expansion des brasilianischen Jetbauers voranzutreiben. Seit vielen Jahren gehört Embraer zu den größten Exporteuren im Land. Trotz weltweiter Luftfahrtkrise habe der Auftragsbestand des viertgrößten Flugzeugbauers inzwischen die Grenze von 10 Mrd. $ überschritten, sagte Botelho. Für die aus vier Flugzeug-Typen bestehende Jet-Familie zwischen 70 und 110 Sitzen sammelte das Unternehmen bisher 245 Bestellungen und 305 Kaufoptionen ein.

    „Embraer hat im Bereich zwischen 90 und 100 Sitzen die beste Position“, glaubt Nelson Klug von der US-Unternehmensberatung Avitas Aviation. Martin Isler, Vorstand des Embraer-Kunden Swiss International Airlines, sieht in der neuen Jet-Familie „einen riesigen Produktionssprung“. Das sah auch die amerikanische Fluggesellschaft Jetblue so. Der Billigflieger hat im Sommer über 100 Flugzeuge und 100 weitere Optionen im Wert von rund 3 Mrd. $ bei Embraer geordert. Bisher betreibt Jetblue ausschließlich Airbus-Maschinen, mit der Embraer-Flotte sollen nach den Worten von Jetblue-Chef David Neeleman vor allem Verbindungen abseits der großen Metropolen bedient werden. Nach Ansicht von Luftfahrtexperten sind die Betriebskosten der brasilianischen Neuentwicklung den kleinsten Flugzeugtypen von Airbus (A318) und Boeing (717) deutlich überlegen. Wegen ihres größeren Rumpfs gelten deren Maschinen als zu schwer, um auch diese Marktnische noch erfolgreich abdecken zu können.

    Zudem erhält die neue Embraer-Familie auch in Sachen Passagierkomfort gute Noten, deutlich bessere jedenfalls als die Regionaljets des direkten Konkurrenten Bombardier. Der kanadische Mischkonzern muss in seinem einst so florierenden Regionaljet-Segment derzeit herbe Rückschläge einstecken. Kürzlich ging sogar die finanziell angeschlagene Air Canada fremd und bestellte ihre ersten Maschinen bei Embraer: Die Bestellung über 90 Jets aus dem Heimatland von Bombardier gilt als Beweis dafür, wie wettbewerbsfähig die Brasilianer mit ihren neuen Flugzeugmodellen geworden sind.

    Die Brasilianer, die in diesem Jahr 160 Flugzeuge bauen wollen, rechnen sich deshalb auch bei einem ausstehenden Großauftrag der Star Alliance gute Chancen aus: Der weltgrößte Luftfahrtverbund mit Lufthansa (Xetra: 823212.DE - Nachrichten - Forum) an der Spitze hat im Vorjahr erstmals eine gemeinsame Bestellung mit gleichen Flugzeug-Spezifikationen abgegeben. Vier Airlines aus der Star Alliance wollen insgesamt 250 Regionaljets bestellen, was einem Auftragswert von rund 8 Mrd. Euro entspräche. „Wir haben deutlich gemacht, dass Embraer bei unserer Ausschreibung eine realistische Chance hat“, sagte Lufthansa-Chefeinkäufer Nico Buchholz am Rande der Veranstaltung in Sao José dos Campos. Im Rennen um den begehrten Großauftrag sind neben Embraer auch alle anderen namhaften Flugzeughersteller: Airbus mit seiner A318 (107 Sitze), Boeing (NYSE: BA - Nachrichten) mit der 717 und Bombardier mit seiner CRJ-Modellreihe. Die Entscheidung, welcher Flugzeugbauer den Zuschlag erhält, werde allerdings „frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2004“ getroffen, betonte Buchholz. Bisher fliegt die Lufthansa-Regionaltochter City Line mit Jets von Bombardier.

    Flugzeuge mit einer Passagierkapazität zwischen 70 und 110 Sitzen gelten derzeit als lukrative Nische. Während klassische Fluglinien wie Air Canada oder US Airways (NASDAQ: UAIR - Nachrichten) zusehends von den großen Jets abrücken und abseits der Massenmärkte kleinere Strecken ins Visier nehmen, setzen auch die ersten Billigflieger auf Regionaljets: „Wir gewinnen mit den 100-Sitzern mehr Flexibilität“, sagte Jetblue-Chef Neeleman. Die erste Embraer 190, die in den nächsten Tagen ihre Flugtests beginnt, soll im dritten Quartal 2005 an Jetblue ausgeliefert werden.
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