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      Wer in Brasilien Verwandte hat oder selbst in Brasilien ansässig ist, kennt die oftmals sehr hohen Preise für Arzneimittel in den Apotheken.

      Aus diesem Grund wurden die so genannten "Farmácias Populares" - also "Volksapotheken" - eingerichtet, die es dem brasilianischen Bürger ermöglichen, eine ganze Reihe von Medikamenten (94 verschiedene, die rund 80% der häufigsten Erkrankungen abdecken) zu Billigpreisen kaufen zu können.

      Diese 94 Arzneimittel repräsentieren im Prinzip rund 2000 Medikamente, die - von unterschiedlichen Herstellern und in unterschiedlichen Packungsgrößen aber immer mit demselben Wirkstoff - in den normalen Apotheken angeboten werden.

      Zwei Grundbedingungen für den Zugang zu diesen preisgünstigen Medikamenten sind allerdings Voraussetzung:

      1. es muss ein Rezept eines Arztes vorhanden sein und
      2. es muss ein Arzt einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung sein (öffentliches Krankenhaus, Posto de Saude, etc.). Rezepte, die Privatärzte ausstellen, werden nicht akzeptiert)

      Das bedeutet für den Erkrankten das bekannte "Schlangestehen" in einigen Städten und Warten, bis man an die Reihe kommt.

      Viele Leute hier in Brasilien wissen nicht einmal, dass es diese "Volksapotheken" gibt und geben unendlich viel Geld aus für Arzneimittel, die subventioniert unendlich billiger sind!

      Ich habe auf meiner Website unter www.car-show.de/lista1.jpg und www.car-show.de/lista2.jpg die Liste eingescannt zur Verfuegung gestellt.

      Die angegebenen Preise beziehen sich immer auf die EINHEIT, also einzelne Tablette, einzelnes Zäpfchen usw.

      Diese "portionsweise" Abgabe hat den Vorteil, dass der Arzt genau angeben kann, wieviel Tabletten benötigt werden und somit nicht halbe Packungen ungenutzt im Müll landen!

      Gruesse aus dem Sueden Bahias!

    • #2
      Hier in Prado-BA zahl ich meistens gar nichts für Medikamente,die Prefeitura hat eine Farmácia die die wichtigsten Medikamente vorrätig hat,und die werden kostenlos gegen Rezept abgegeben.Wie es anderswo ausschaut weiß ich nicht,obs da auch sowas gibt,wäre interessant zu erfahren.

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      • #3
        Zitat von Knalli
        Hier in Prado-BA zahl ich meistens gar nichts für Medikamente,die Prefeitura hat eine Farmácia die die wichtigsten Medikamente vorrätig hat,und die werden kostenlos gegen Rezept abgegeben.Wie es anderswo ausschaut weiß ich nicht,obs da auch sowas gibt,wäre interessant zu erfahren.
        Ist nach meinen Erfahrungen in Goias, Tocantins, Para, Sergipe ebenso. Die Programme von Serra beginnen zu greifen. Was ich aber als besonders erfreulich hinzufügen möchte ist folgendes:
        di vollkommen freie Behandlung usw gilt für jedermann, Brasilianer oder ausländischer Tourist. Vorige Woche hat sich ein Schweizer Backpacker eine allgemeine Darminfektion geholt und ich habe ihn mit Schmerzen, Durchfall und Blut im Stuhl ins nächste SPA gebracht. Er musste nur den pass vorweisen wegen des Namens und nach 15 Minuten war er beim Arzt, nach 2 Stunden war der Befund aus dem Laboratorium auf dem Tosch. dann hing er noch 2 Stunden am Tropf, bekam einen Sandwich weil es so lange dauerte, wurde für nächsten Tag wiederbestellt, wieder 2 Stunden Infusion und Sandwich und alles gratis.
        Wird der Brasilianer in Europa ebenso behandelt?
        Prost
        AMAZONASTOUREN, REISEBÜRO, BETRIEBSBERATUNG
        Skype''' robertwolfgangschuster

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        • #4
          Der Hintergrund ist, ...

          Zitat von Knalli
          Hier in Prado-BA zahl ich meistens gar nichts für Medikamente,die Prefeitura hat eine Farmácia die die wichtigsten Medikamente vorrätig hat,und die werden kostenlos gegen Rezept abgegeben.Wie es anderswo ausschaut weiß ich nicht,obs da auch sowas gibt,wäre interessant zu erfahren.
          ... dass nicht jede Prefeitura die Medikamente immer parat hat. Oft ist nur eine ganz kleine Auswahl vorhanden und in vielen Staedten koennen sich die Buergermeister diesen Service gar nicht leisten (ist eine freiwillige Dienstleistung die nicht - leider nicht - flaechendeckend ist. Hier in TdF (knapp 80 km von Prado entfernt) sieht die Sache schon nicht mehr so gut aus. Hier war die Einrichtung der staatlichen "Volksapotheke" fuer viele, vor allem chronisch kranke Leute, eine echte Erleichterung. Die knapp 100 Medikamente werden immer in ausreichender Stueckzahl bevorratet.

          Serra konnte da leicht Ideen haben, war er doch der Chef einer Prefeitura mit hohem Steuereinkommen, und wenn genug da ist, koennen Medikamente natuerlich auf breiter Basis kostenlos bereitgestellt werden.

          Man darf auch nicht vergessen, dass es bei ganz bestimmten Krankheiten auf jeden Fall kostenlose Medikamente gibt, dazu gehoeren beispielsweise alle hochansteckenden, meldepflichtigen Krankheiten, die dann aber wieder von seiten des Bundes (nicht von der Prefaektur oder vom Bundesstaat) bereitgestellt bzw. fuer den Erkrankten gekauft werden.

          Mit der Behandlung von Auslaendern kenne ich hier nur den Fall eines Italieners, der als Tourist in TdF Verwandte besucht hatte und von einem Auto relativ unschoen "niedergemacht" wurde, bei dem musste seine Auslandsversicherung die Kosten uebernehmen, sonst haetten sich seine Verwandten dumm und daemlich bezahlt (Transport in Spezialklinik im Nachbarbundesstaat, mehrere Operationen mit Verschraubungen der Knochen und was weiss ich noch alles!).

          Da moechte ich lieber keine allgemeine Aussage treffen, wie kostenlos der Auslaender behandelt wird! Duerfte wohl von Region und Fall zu Fall extrem unterschiedlich sein.

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          • #5
            Zitat von Hebinho
            war er doch der Chef einer Prefeitura mit hohem Steuereinkommen, und wenn genug da ist, koennen Medikamente natuerlich auf breiter Basis kostenlos bereitgestellt werden.

            Man darf auch nicht vergessen, dass es bei ganz bestimmten Krankheiten auf jeden Fall kostenlose Medikamente gibt, dazu gehoeren beispielsweise alle hochansteckenden, meldepflichtigen Krankheiten, die dann aber wieder von seiten des Bundes (nicht von der Prefaektur oder vom Bundesstaat) bereitgestellt bzw. fuer den Erkrankten gekauft werden.
            .
            hast recht aber:
            1. Ist nach meinen Erfahrungen in Goias, Tocantins, Para, Sergipe ebenso. Die Programme von Serra beginnen zu greifen.
              es wurde nach einzelnen Erfahrungen gefragt.
            2. Ich habe mich auf Serra im Gesundheitsministerium unter FHC bezogen
            3. Da moechte ich lieber keine allgemeine Aussage treffen, wie kostenlos der Auslaender behandelt wird! Duerfte wohl von Region und Fall zu Fall extrem unterschiedlich sein
              wäre interessant wenn mehr Einzelerfahrungen dazukämen, es ist wirklich regional sehr unterschiedlich.
            Prost
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            Skype''' robertwolfgangschuster

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            • #6
              Womit wir dann ...

              Zitat von robertwolfgangschuster
              OK, da stimme ich zu, aber in den letzten 15 Jahren hat sich da allerhand verbessert und der Trend geht nach oben.
              Ich habe mich auf (und jetzt zum dritten mal auf ) bezogen
              Offensichtlich sollte deiner Meinung jeder der etwas positives über Brasilien auszusagen hat den Mund halten, OK, habe ich auch in anderen Foren beobachtet, aber mich mit einem Politiker zu vergleichen ist mir zuviel. Sei so freundlich und schiebe dir das obige Zitat in den A.... und bleib drauf sitzen.
              ... ja mal wieder am Rande der Themaverfehlung mit Abschieben in den Stammtisch entlanggeiern, nicht wahr?

              Ich moechte hier nochmals auf meinem anfaenglichen Post aufmerksam machen:
              Viele Brasilianer wissen NICHT, dass es Farmacias Populares gibt und laufen, nur weil das benoetigte Medikament NICHT bei der SUS vorhanden ist, zur naechstbesten Apotheke und zahlen dann dort im wahrsten Sinne des Wortes "Apothekenpreise"!

              Dass es in dem Zusammenhang interessant waere, von den in Brasilien verstreuten Deutschen mal zu erfahren, wie es denn mit der medizinischen Betreuung in den jeweiligen Gebieten aussieht, ist ja auch noch OK. Aber bitte bei der Sache bleiben und dann noch dazu sachlich (auch wenn es manchmal noch so sehr in den Fingern juckt, ein virtuelles Fingerhakln anzufangen).

              Danke fuer das allerseitige Verstaendnis!

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              • #7
                Zitat von Hebinho
                ... ja mal wieder am Rande der Themaverfehlung mit Abschieben in den Stammtisch entlanggeiern, nicht wahr?
                Oi!

                Ich habe das Thema geteilt. Zusätzlich gibt es in diesem Unterforum nun ein Thema "(Kostenlose) Medizinische Betreuung in Brasil?".

                Vorschläge zu diesem Topic (z.B. zu den Beiträgen oder in welchem Unterforum es laufen soll) nehme ich natürlich gerne entgegen.

                MB
                Ursinho
                Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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                • #8
                  Auch noch OK

                  Oi, Hebinho

                  guter Thread, interessantes Thema.

                  Fürs erste hab ich nur folgendes beizusteuern:

                  Die Qualität des SUS hängt im grossem Masse von der jeweiligen Gemeinde ab. Das Zusammenspiel zwischen BUND, Länder und Gemeinden ist ziemlich kompliziert geregelt (ein typ. brasil. Problem). Der Gemeinde bleibt aber genügend Spielraum um Mist zu bauen, oder auch nicht.

                  Zu den F.Pop., hier in Ceará gibts genau 11 Stück davon, was für eine Einwohnerzahl in der Grössenordnung von 7 Millionen herzlich wenig ist.

                  Unter

                  http://portal.saude.gov.br/portal/sa...fm?id_area=407

                  gibts noch mehr zu erfahren.

                  Gruss

                  Bruzundanga
                  Sabe o que eu acho? Eu acho coisas perdidas!

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