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Pädagoginnen berichten über Arbeit in Brasilien / Recife

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      Kinder zu neuem Leben motivieren
      Pädagoginnen berichten über Arbeit in Brasilien

      Vom 23.11.2006

      woz. OSTHOFEN Sie schlafen auf Straßen und unter Brücken, ernähren sich von dem, was sie finden und haben in aller Regel keinen Kontakt mehr zu ihren Familien. Sie haben wenig oder kein Gespür für einen Tages- oder Nachtrhythmus, und sie schnüffeln Klebstoff, den sie in kleinen Plastikflaschen mit sich herumtragen. Bei einigen dieser Straßenkinder sind die Folgen für das Nervensystem längst sichtbar, ihr Bewegungsapparat funktioniert nicht mehr so, wie er sollte.

      Zu einem Vortrag über das Leben dieser Straßenkinder hatte jetzt die Evangelische Kirchengemeinde Osthofen Schülerinnen und Schüler aus fünf verschiedenen Klassen der örtlichen Haupt- und Realschule eingeladen. Zu Gast in der Bergkirche waren die Pädagoginnen Rosileine Rodrigues und Monica Luiza de Almeida, die in dem Straßenkinderprojekt "Grupo Ruas e Pra´cas" in der nordbrasilianischen Stadt Recife arbeiten, sowie Herbert Nolden vom Verein "Rua - Hilfe für Straßenkinder" aus Weinheim, der das dortige Projekt nachhaltig unterstützt.

      Der Kontakt war zustande gekommen, weil die brasilianischen "Streetworker" wegen einer Konferenz in Freiburg nach Deutschland gekommen waren und diese Kontakt zu einem ehemaligen Konfirmanden von Pfarrer Volker Fey haben. Der ehemalige Konfirmand, Timo Kissinger, hatte nämlich bei dem Hilfsprojekt ein Praktikum absolviert.

      Die brasilianischen Pädagoginnen berichteten über ihren Arbeitsalltag und den Versuchen, die Straßenkinder "zu einem anderen Leben zu motivieren". In seiner Begrüßung stellte Pfarrer Fey fest: "Dieses Thema ist gar nicht so weit weg, wie viele vielleicht denken." Erst am Vortag habe eine Osthofener Seniorin ihm berichtet, dass ihr das Thema sehr nahe gehe, weil zurzeit eines ihrer Enkel ebenfalls auf den Straßen einer deutschen Großstadt lebe.

      Monica Luiza de Almeida erzählte, dass die Drogenproblematik unter den Kindern und Jugendlichen besonders groß sei. Deshalb versuche die Gruppe, zunächst auf den Straßen durch Gespräche und Spiele das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. In einem weiteren Schritt könnten diese dann eine Zeit im Projekt der Gruppe wohnen, welches etwas außerhalb der Großstadt liege. Dort erhielten die Jugendlichen häufig erstmals regelmäßige Nahrung, einen Schlafplatz und können auch eine Drogentherapie machen. Mit Spielen, Musik, Tanzen aber auch naturnahen Arbeitserfahrungen - etwa beim Pflanzen auf dem Feld - erhalten die Kinder ein Gegenkonzept zu ihrem gewohnten Leben auf der Straße.

      Die anwesenden Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse verfolgten sehr aufmerksam die Schilderungen und stellten im Anschluss Fragen. Eine Schülerin wollte wissen, warum diese Kinder nicht von anderen Familien adoptiert würden. Der "Rua"-Vertreter Herbert Nolden antwortete, dass Straßenkinder in Brasilien sehr verachtet würden - "und zwar so sehr, dass es sogar Todeskommandos gibt, um diese Kinder ermorden". Einen anderen Schüler interessierte, wofür genau die Spenden für den Verein "Rua" verwendet werden. Nolden beschrieb, dass im letzten Jahr davon Matratzen bezahlt wurden sowie das Gehalt von zwei Erzieherinnen. Außerdem sei man jetzt dabei, ein kleines Gebäude in der Innenstadt von Recife zu erwerben.

      Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.rua-ev.de.

      http://www.wormser-zeitung.de/region...kel_id=2612861
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

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