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Lula kommt nur schleppend voran, Süddt. zeitung 4.11.03

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  • #51

    Mag sein, dass die Schweiz Ansätze einer Direkten Demokratie hat. Habe jedoch nicht genug Infos über die Schweiz.
    Probleme gibt es dort ja auch noch genug: Pleite der größten Fluggesellschaft des Landes wegen zu ehrgeizigem Ziel, nämlich die Nummer 1 in Europa zu werden (da wurde die Bevölkerung übrigens nicht gefragt). Drogenprobleme in Zürich etc.
    Die Schweizer verdanken einen Teil ihres Wohlstands auch der Tatsache, dass es in anderen Ländern strengere Bankengesetze gab/gibt.

    Mit einem Land wie Brasil ist die Schweiz sowieso weder historisch noch gegenwärtig vergleichbar.
    So denke ich, dass die strengen Einwanderungsbedingungen der Schweiz ihre Ursache sicherlich in der Besitzstandswahrung haben.

    Kommentar

    • #52

      @O Baiano

      Wenn ich von einer direkten Demokratie spreche, meine ich nicht das Beispiel DDR, das dies nicht funktioniert weiss jeder.
      Ich gehe da eher von einem Modell wie in der Schweiz aus, jedoch noch direkter und auf einigen Ebenen verbesserten Version.

      Kein derzeitiges System, noch deren vergangenen haben aussreichend funktioniert, somit ist es mehr als an der Zeit etwas neues zu erschaffen, bei etwas neuem anzusetzen.

      Weisst du warum es niemand macht,...na weil die Mächtigen auf dieser Welt etwas dagegen haben, und da die Mächtigen heute noch die Macht haben, wird sich auch nie etwas ändern. Die Ideen haben sicher schon andere vor mir gehabt, auf dieeine oder andere weise, davon bin ich mir absolut sicher.

      Die Menschen sind sehr leicht zu diktieren, das sieht man doch am heutigen System, die Menschen (auch in der ersten WELT) werden für DUMM erklärt und man macht mit ihnen was man will.
      Denn sonst könnte gar nicht die Armut weltweit so stark zunehmen, wie dies heute der Fall ist.

      In einer direkten Demokratie wie ich diese mir vorstelle, da wird niemand diktiert, sondern die Menschen selbst werden erstmals in der Geschichte selbst über ihre Leben entscheiden (mitentscheiden) können, sie selbst werden über Erfolg und Misserfolg entscheidnen können, sie selbst werden bestimmen können wohin es geht, auf Basis einer freien Gesellschaft.

      Durch eine direkte Demokratie wie ich sie mir vorstelle wird kein Multi einfach bestimmte Erungenschaften in versteckten Schubladen stecken können um die Umwelt, den Menschen etc... weiter auszubeuten, etc...



      @ Holger

      Ja genau das ist der Punkt, man muss zu Gunsten der Allgemeinheiten auf bestimmte Dinge verzichten, kann aber dafÜr auf der anderen Seite mehr realisieren als dies in der heutigen Welt möglich ist.

      Gerade ein Land wie Brasilien das derart ungleich und vor allem Arm ist, ist eine direkte Demokratie mehr als ein Gewinn für alle (Ausnahme Superreiche und die obere Schicht), aber diese sind in der Minderheit und haben somit in eienr direkten Demokratie sich der Mehrheit zu fügen, oder können ja auch Auswandern (wenn sie meinen das sie woanders besser leben).

      Menschen sind zwar keine Maschinen, doch kann man sie sehr gut steuern, das sieht man doch in der heutigen Welt sehr gut, wie Meinungen gesteuert und manipuliert werden. Die menschen werden im derzeitigen System derart für Dumm verkauft, das sogar z.B. ein Schröder vor der Wahl sachen verspricht die er dann nach der Wahl nicht nur nicht einhält, sondern gerade gegenteiliges gemacht wurde.
      Und das alles ohne irgendwelche Konsequenzen zu tragen, ach wie Dumm doch der Mensch heutzutage ist und wie leicht dieser doch zu Steuern ist... ;-)

      Ich muss dir widersprechen!
      Wenn der Mensch maschinenähnlich wäre, dann bräuchte es ja erst gar keine direkte Demokratie da der Mensch an sich dann je keine eigenen Meinung hätte, da er dies jedoch hat, wäre eine direkte Demokratie das beste was einem Menschen passieren könnte, gerade deshalb weil wir alle unterschiedlich sind.

      Die direkte Demokratie gibt es sehr wohl, und zwar in der Schweiz, auch wenn man diese um einiges verbessern könnte.

      Ich sage sogar das eines Tages (weiss nicht wann und ob ich dann noch Leben), die direkten Demokratie sich weltweit etablieren wird, da es das einzig Sinnvolle und Überlebensfähige System ist.

      @ Cebolinha

      Was den Populisten betrifft, so ist dies doch heute der Fall. In einer direkten Demokratie wie ich sie mir vorstelle, würde es keinerlei Politiker mit Macht geben, sondern nur Administratoren die im Sinne des Volkes ihren Job tun. Daher wÜrde es diese heutige existierende Form eines Populisten, Korrupten etc... gar nicht mehr geben.

      Was die grösse eines Landes betrifft, so kann ich dir hinsichtlich nicht zustimmen, da für mich alles was im kleinen funktioniert auch im grossen funktionieren kann.
      Die Bildung selbst mag zwar ein Argument sein, doch bezweifel ich ernsthaft das das heutige System und deren Strukturen die heutige Bevölkerung versteht....


      Bis dann
      Alexander

      Kommentar

      • #53

        Hier habe ich gerade einen interessanten Artikel gelesen, der indirekt sehr gut zeigt das man keinen Auslandsschulden (bzw. kaum welche) machen müsste und trotzdem auf einem erfolgreichen Weg sein kann.

        __________________

        Spielt China falsch?
        von Joseph E. Stiglitz

        Unfaires Spiel! Wie wäre es sonst zu erklären, so fragt man sich in den USA, dass China die amerikanischen Produzenten in so vielen Bereichen unterbietet?

        Jahrzehntelang schien Amerika in der Produktion führend und so konzentrierte man sich auf die Liberalisierung des Handels mit Fertigerzeugnissen. Weniger Aufwand betrieb man bei der Schaffung gerechter Bedingungen im Bereich Landwirtschaft. Da wusste man, dass Amerika nicht konkurrenzfähig war.

        Heute setzt sich China gegen alle Konkurrenten durch und häuft im Handel mit den USA riesige Handelsbilanzüberschüsse an. Daher beschuldigt der amerikanische Finanzminister China den Wechselkurs seiner Währung absichtlich niedrig zu halten und fordert, die Marktkräfte mögen doch den Wert des chinesischen Renminbi bestimmen. Der scheidende Chefökonom des IWF, Ken Rogoff warnt, dass die Überschüsse die globale Stabilität gefährden.

        Wenn man sich an die Ostasienkrise vor fünf Jahren erinnert, hat es den Anschein, als wäre heute nichts mehr von dem gültig, was damals gesagt wurde. China wurde eindringlich geraten, den Wechselkurs seiner Währung nicht freizugeben. Bis zur Implosion des argentinischen Peso waren fixe Wechselkurse willkommen. Das amerikanische Finanzministerium begrüßte staatliche Interventionen auf den Devisenmärkten und ermutigte den IWF solche Interventionen mit Mega-Milliarden-Dollar-Krediten für Krisenländer zu unterstützen. Wäre die chinesische Währung damals nicht an einen fixen Wechselkurs gebunden gewesen, hätte sie an Wert verloren und so zur Verschlimmerung der Krise beigetragen.

        Länder wurden gewarnt: Vermeidet Handelsbilanzdefizite und legt euch Reserven an, denn diese sind euer wichtigster Schutz. Die Länder Ostasiens folgten diesem Rat aus gutem Grund: Sie kannten die Folgen fehlender Reserven.

        Die Regierungen Ostasiens wussten zu dieser Zeit, dass die Strategien des IWF den wirtschaftlichen Abschwung in ihren Ländern noch verschlimmern würden, aber sie konnten nichts dagegen unternehmen. Der IWF hatte das Geld, das sie brauchten. China und Malaysia, beide in der glücklichen Lage, nicht auf den IWF angewiesen zu sein oder tapfer genug, ihren eigenen Weg einzuschlagen, taten was in jedem Lehrbuch empfohlen wird: Sie verfolgten eine expansive Geld- und Fiskalpolitik. Die chinesische Wirtschaft wies weiterhin eine Wachstumsrate von 7 % auf und Malaysia erlebte den kürzesten und mildesten Abschwung.

        Um zu verstehen, was auf dem Spiel steht, sind zunächst ein paar grundsätzliche ökonomische Punkte zu klären: Erstens beruht der internationale Handel auf dem Prinzip des komparativen Vorteils. Länder exportieren Güter, bei denen sie einen relativen Vorteil haben und importieren Güter, bei denen sie einen relativen Nachteil haben. Im Großen und Ganzen hat Amerika in der Produktion heute einen relativen Nachteil und China einen relativen Vorteil. China sollte also Fertigerzeugnisse in die USA exportieren.

        Zweitens muss ein Land, das mehr investiert als spart, Geld leihen und die Aufnahme von Krediten führt zu einem Handelsbilanzdefizit. Das wachsende amerikanische Handelsbilanzdefizit ist die Folge eines beispiellosen Missmanagements der Bush-Administration. Durch Steuersenkungen, die sich Amerika nicht leisten konnte, wurde aus dem Haushaltsüberschuss ein massives Defizit. Statt zu sparen nimmt die amerikanische Regierung Kredite auf, einen Großteil davon im Ausland. Das ist der Grund für die Misere und nicht die chinesische Wechselkurspolitik.

        Eigentlich ist der gesamte chinesische Handelsbilanzüberschuss gering, er beträgt ungefähr 1 % des BIP. Natürlich möchte die Regierung Bush jemandem die Verantwortung zuschieben, aber weder China noch ein anderes Land sollten sich täuschen lassen. Dieser Vorgang erinnert auch daran, was vor zwanzig Jahren passierte, als Präsident Reagan enorme Steuersenkungen in die Wege leitete, die eigentlich positive Anreize schaffen sollten, aber dann zu einem ungeheuren Haushaltsdefizit führten, das wiederum ein enormes Handelsbilanzdefizit mit sich brachte. Damals schob man Japan die Schuld in die Schuhe!

        Die bittere Wahrheit ist, dass weder IWF noch die Bush-Administration wirklich an den freien Markt glauben. Wenn es ihren Zwecken dient, wird auf den Märkten interveniert. Die Bush-Administration unterstützte Rettungsmaßnahmen für amerikanische Fluglinien, bezahlte beispiellose Subventionen für die Landwirtschaft und machte sich für Schutzzölle im Stahlbereich stark.

        Der IWF hat Recht: Die globale Stabilität ist tatsächlich in Gefahr, aber der Grund dafür ist die massive Kreditaufnahme der USA im Ausland, die unter Präsident Reagan ihren Ausgang nahm. Damit wurden die USA zu einem Großschuldner. Wenn nun Amerikas Gläubiger eines Tages beschließen, weniger Dollars zu halten, könnte das zu hohen Wechselkursschwankungen und damit zu globaler Instabilität führen.

        Warum hat der IWF nicht die amerikanischen Defizite ernsthaft angeprangert? Warum sollte das reichste Land der Welt über seine Verhältnisse leben dürfen, während der IWF ärmere Länder für kleinere Sünden rügt?

        Zusätzlich verschärft wird dieses Problem noch durch das weltweite Reservesystem, wo hauptsächlich Nachfrage nach US-Dollars herrscht, die dann von den meisten Ländern einfach nur gehortet werden. Dieses System erfordert, dass das Reservewährungsland (die USA) ein Großschuldner ist - bis zu dem Punkt, an dem andere das Vertrauen verlieren. Um aber die tiefgreifenden Probleme im internationalen Finanzsystem zu lösen, müssen wir schon über die lange Zeit die G-7 prägende Selbstgefälligkeit und den Unilateralismus der gegenwärtigen US-Administration hinausgehen.

        China hat gut daran getan, den amerikanischen Forderungen nicht nachzugeben. Die Aufgabe fixen Wechselkurses seiner Währung würde zu Instabilitäten im Land und damit zu einer Reihe neuer Probleme führen, vor allem im unsicheren chinesischen Bankensystem. Ein höherer Wechselkurs würde die Schaffung von Arbeitsplätzen untergraben und zur Deflation beitragen, die China erfolgreich bekämpft.

        China ist glücklicherweise in der Lage, seine eigenen Wege beschreiten zu können. Seine enormen Fremdwährungsreserven ermöglichen es ihm, den IWF und das amerikanische Finanzministerium zu ignorieren. Das ist am Ende der wohl überzeugendste Grund weiterhin an seinen Handelsbilanzüberschüssen festzuhalten. Noch einmal: China hat gezeigt, dass es die grundlegenden Prinzipien der Ökonomie beherrscht. Andere Länder in der Region können sich nur wünschen, ähnlich gehandelt zu haben.

        ((Joseph E. Stiglitz ist Professor für Wirtschafts- und Finanzwissenschaften an der Columbia University und wurde 2001 mit dem Nobelpreis für Ökonomie ausgezeichnet. Er war Leiter des wirtschaftlichen Beraterstabs von US-Präsident Clinton und Chefökonom und Vizepräsident der Weltbank.))

        ________________

        Ich selbst bin ja fest der Meinung das Brasilien keinen einzigen Cent, Schulden machen müsste und das schon seit Jahrzehnten, aber sie verschulden sich immer weiter, bis der nächsten zusammenbruch kommt und er wird leider kommen....

        Alle nur an die eigenen Interessen interessiert und deshalb wird es bald wieder mal ordentlich krachen.... (

        Schade um das grosse Potential was im wahrsten Sinn verschenkt wird...

        BIs dann
        Alexander

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        • #54

          zum Thema direkte Demokratie

          Hallo Alexander,

          Demokratie an sich ist sehr schön und wenn es dann noch direkte Demokratie ist, dann ist das ganze noch sehr viel sinnvoller.

          Ich möchte Dich aber auf einen kleinen Widerspruch in Deiner Argumentation hinweisen: Das von Dir gebrachte Beispiel China ist sicherlich das schlechteste Beispiel, das es gibt, für eine direkte Demokratie.

          Deine Gedanken zur direkten Demokratie gefallen mir ganz gut. Aber sobald nur einer Deiner "direkten Demokraten" wegen seines Egoismus aus der Reihe tanzt, dann funktioniert das Modell nicht mehr. Oder? Also sollte ein Zwischenweg beschritten werden. Wie der aussieht? Keine Ahnung....

          Manchmal erinnere ich mich dann an einen alten Studienfreund, der immer gesagt hat: "Staaten mit mehr als 100 Millionen Einwohnern können nicht mehr demokratisch regiert werden" Da ist wohl ein wahrer Kern dabei....

          Gruß, Udo

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          • #55

            Hallo Udo !


            Mit dem Artikel zu China, wollte ich China selbst nicht mit der direkten Demokratie vergleichen, ist auch nicht möglich da nicht de Fall.
            Ich wollte nur damit zeigen wie China sich International auf der finanziellen Ebene behauptet, dies könnte Brasilien auch, macht es aber nicht.

            In einer direkten Demokratie können sehr viele aus der reihe tanzen, na und, da passiert dann nichts mehr, denn die Mehrheit entscheidet und nicht ein oder mehrere Egoisten.... ;-)
            Das ist ja der grosse Vorteil der direkten Demokratie !

            Das Staaten mit mehr als 100 Millionen Einwohner nicht mehr Demokratisch regiert werden können, ist fÜr mich nicht nachvollziehbar, mal abgesehen davon das es weltweit bis auf die Schweiz noch nie eine richtige Demokratie gegeben hat.
            Dennoch wiederhole ich mich gern nochmals und behaupte das eines Tages weltweit die direkte Demokratie als Teil einer Basis eines neuem gesellschaftlichen System behaupten wird, da der einzige mögliche Weg Probleme zu lösen, gleichberechtigung zu schaffen, Armut zu bekämpfen, ungerechtigkeiten entgegen zu wirken, etc...

            Bis dann
            Alexander

            Kommentar

            • #56

              OI Alexander,

              das was du schreibst über die direkte Demokratie, habe ich jahrelang im Geschichte- und Staatsbürgerkundeunterricht in der DDR zu hören gekriegt - geglaubt habe ich es aber schon damals nicht, weil ich selbst schon in meiner frühen Jugendzeit schon Theorie und selbsterlebte Praxis voneinander trennen konnte.

              In der Schweiz sehe ich übrigens kein anderes Land als z. B. Deutschland, Österreich oder Frankreich. Wieso sind denn die Banken dort so reich ? Etwa weil sie so fleissig arbeiten ? Eher wohl, weil sie sich an der Bevölkerung bereichern.

              Lies mal "Kapital" oder "Komm. Manifest" , dann wirst du viele deiner Ideen wiederfinden. Ich finde den Inhalt auch sehr gut - alle Leben in Gleichheit und Brüderlichkeit miteinander. Nur leider, wie die Realität zeigte, nicht realisierbar - da solange Geld existiert, immer das Streben nach Reichtum und Wohlstand da sein wird. Dazu werden dann wie in Brasilien auch geren unfaire Mittel angewandt - Die Korruption.

              Baiano

              Kommentar

              • #57

                Verstehst du was?

                @Alexander

                Dass du meinen Beitrag nicht verstehen kannst, kann ich nachvollziehen, denn du willst es nicht verstehen, dass die Menschen einfach zu viele sind, zu unterschiedliche Bildung haben, zu unterschiedliche Bedürfnisse haben und auch keine Zeit haben um alles wirklich bewerten zu können, was Millionen von Anträge zur Verbesserung für jeden einzelnen oder der Allgemeinheit aussagen und welcher jetzt der Bessere ist.

                Das sich was ändern muß, das bestreitet ja niemand, man braucht nur die wirklich gute kreative Leute, die in die Politik gehen, um etwas Positives für die Gesellschaft zu schaffen, die von morgens bis abends sich dafür einsetzen können, um wirklich etwas verbessern zu können - das wäre der Weg! Wenn du glaubst etwas mit deinen Ideen verändern zu können, dann gehe doch in die Politik und wenn dann das Volk deine Ideen von der Direkten Demokratie möchte, dann wählen sich dich doch und du kannst es dann verwirklichen, also laß doch die Direkte Demokratie entscheiden, ob sie deine Vorstellungen von Direkte Demokratie folgt!!!

                Versuch es - doch du wirst scheitern, denn ich habe nicht mal bei einem anderen Forenteilnehmer in diesem Forum gelesen, der deine Vorstellungen für durchführbar hält!!!
                Stelle dich doch der Demokratie, laß die Wahl entscheiden und du wirst erkennen, dass es nicht durchführbar ist!!!

                Kommentar

                • #58

                  Zitat von Holger
                  Mag sein, dass die Schweiz Ansätze einer Direkten Demokratie hat. Habe jedoch nicht genug Infos über die Schweiz.
                  Probleme gibt es dort ja auch noch genug: Pleite der größten Fluggesellschaft des Landes wegen zu ehrgeizigem Ziel, nämlich die Nummer 1 in Europa zu werden (da wurde die Bevölkerung übrigens nicht gefragt).

                  Zitat von O Baianoo
                  In der Schweiz sehe ich übrigens kein anderes Land als z. B. Deutschland, Österreich oder Frankreich. Wieso sind denn die Banken dort so reich ? Etwa weil sie so fleissig arbeiten ? Eher wohl, weil sie sich an der Bevölkerung bereichern. Baiano

                  Meiner Meinung nach werden hier zwei verschiedene Sachen durcheinander gebracht; die direkte Demokratie hat nicht die Aufgabe die Wirtschaft zu reglementieren oder zu regulieren. Allerdings gibt es verschiedene unterschiedliche Studien die sich über die begünstigende Auswirkung auf die Wirtschaft auseinander setzen. Sie widersprechen sich allerdings sehr stark.
                  Jedoch ist unbestritten, dass die direkte Demokratie einen hohen psychologischen Effekt hat; es findet eine starke Identifikation des Bürgers mit dem Staat statt. (Deshalb auch dieser sture Patriotismus der Schweizer gegenüber der EU). Der Wohlstand der Schweiz kommt unteranderem von einer sehr soliden Arbeit der Nationalbank…
                  Aber ich komme langsam völlig vom eigentlichen Thema weg. Zurück zu Brasilien: Meiner Meinung nach sollte man ein bisschen davon weg kommen über den Umbau des politischen Systems zu diskutieren, sondern vielmehr sich überlegen wie man die Wirtschaft beleben könnte. Es sind in der jüngsten Vergangenheit schon versprechende Ansätze gemacht worden wie z.B. die Senkung der Leitzinsen, fünf in fünf Monaten;
                  -stimulierend für die Binnenwirtschaft
                  -erleichterung der Staatsschulden; über 50% sind an den Leitzins gebunden

                  Durch Gespräche mit Brasilianern bin ich immer wieder darauf gestossen, dass es eine mehr oder weniger einheitliche Einstellung der Unternehmer gibt. Sie sind sich daran gewohnt "schnelles Geld" zu verdienen und sind nicht wirklich daran interessiert etwas Aufzubauen; Schaffung von Arbeitsplätzen, in langfristige, zukunftsorientierte Projekte zu investieren. Hier wäre ein Umdenken notwendig, die Schaffung eines Bewusstseins für die Bedürfnisse der Allgemeinheit und nicht das Ausleben von egoistischen Interessen. Dies ist natürlich nur eine subjektive Beobachtung, mit Sicherheit gibt es auch brasilianische Executives die gegenteilig handeln!

                  Cebolinha
                  Bilder von nackten Brasileiras

                  Kommentar

                  • #59

                    @ Baiano

                    Nun, du hast schon recht, wenn du die Korruption als eines der grossen Probleme ansiehst, sehe ich genau so.
                    Das Geld selbst ist leider durch die Zinspolitik und dem Zins an sich überhaupt zu dem geworden was es heute ist, und zwar ein Instrument des Egoismus und nicht mehr ein Tauschmittel, für das es eigentlich gedacht war.

                    Was das Geld an sich betrifft, so habe ich auch Ideen das Geld komplett abzuschaffen, aber dazu habe ich schon mal geschrieben und würde hier zuweit führen.

                    Ich kann nur eines sagen, das die direkte Demokratie wie ich sie mir vorstelle weit weg von einer direkten Demokratie einer damaligen DDR und auch moderner als die der Schweiz ist.

                    Aber da man meine Idee der Problemlösung durch eine direkte Demokratie eher negativ sieht und der Ansicht ist, das dies nicht funktionieren kann, werde ich mich halt nun mit der direkten Demokratie wieder in den Hintergrund stellen.


                    @Günther

                    Nun, deine Vorschlag ist echt gut, du wirst es vielleicht nicht glauben, aber an soetwas habe ich schon einige mal ernsthaft nachgedacht, doch bin ich zum schluss gekommen, das es nur dann möglich ist, wenn die Zeiten schlechter geworden sind und wir vor einer Revolution stehen, erst dann werde ich meine Idee nach aussen tragen.
                    Denn erst dann denke ich das ich reale Chancen hätte hier die Bevölkerung dafÜr zu begeistern.
                    Zuvor sind alle anderen Ideen besser und die Bevölkerung auch nicht bereit über neue Wege nachzudenken, da es ihnen relativ gut geht, noch zu gut....

                    Eines Tages werde ich mich dieser Aufgabe und Herausforderung schon allein aufgrund meines Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Menschen stellen.


                    @Cebolinha

                    Guter Ansatz, der Zins muss tatsächlich runter, leider geht dieser Prozess zu langsam voran.
                    Was deine Meinung zur Einstellung vieler brasil. Unternehmer betrifft, so muss ich dir leider recht geben, dies ist aber auch im privaten Leben so.
                    Ist zwar auf der einen Seite ein Vorteil, da der Brasilianer als eine Art aktiver Konsument gilt, der nicht an morgen denkt und lieber das Geld heute ausgibt, aber auf der anderen Seite ein Nachteil, da man zuwenig an die eigene Zukunft denkt.

                    Naja, jedes Volk hat eben seine eigenen Stärken und Schwächen.

                    Bis dann
                    Alexander

                    Kommentar

                    • #60

                      Hallo Leute.
                      Habe leider nicht viel Zeit,dem ganze ständig zu folgen.Habe mir die einzelnen Beiträge jetzt von Anfang an mehrmals durchgelesen und wede auc auf Beiträge eingehen,die schon vor einigen Tagen geschrieben wurden.

                      1. Was cebolinha geschrieben hat finde ich völlig OK.Sie ist auch der Meinung,daß Brsilien erstmal wirtschaftlich besser dastehen muß,damit man mit Innenpolitischen Verbesserungen beginnen kann.
                      Ihre Reienfolge war genau die richtige: Weltwirtschaft,Steuerreform,Bildung.
                      Jetzt ist nur die Frage,wie bekommt man das hin.
                      Fakt ist,daß Brasilien wirtschaftlich ein 3. Weltland ist.Darum ist es auch absolut nicht nur vom Export sondern auch vom Import der 1.Weltländer abhängig.Zieht Brasilien nun die Preise an,ist es nicht mehr wettbewerbsfähig,denn es gibt noch genug andere 3.Weltländer,die dann interessanter werden,weil sie das selbe bieten wie Brasilien,nur ,zu uns wohlbekannten Schleuderpreisen.Daran wird sich nichts ändern.

                      2.Alexander,du hast geschrieben,daß Präsident Lula einfach eine "direkte Demokratie "umsetzen soll.President Lula ist kein Monarch,noch ein Diktator.Er ist eine Marionette,der allen Seiten gerecht werden MUß!!!
                      Auch wenn er mehr für die "Armen" tuen will,mit wessen Geld denn?
                      Weißt du wie schnell Lula weg vom Fenster ist,wenn er nur einen Schritt zu weit in diese Richtung geht?
                      Die direkte Demokratie ist gerade in diesem Land ein Traum und nichts anderes.Dieser Traum scheitert an dem ewig egoistischen Mensch und daran wird sich schon gar nichts ändern.

                      Ich könnte noch viele Beispiele nennen,aber ich meine,daß sich diese Diskussion langsam im Kreis dreht,in dem Teufelskreis,in dem sich auch Brasilien dreht und sich auch noch lange drehen wird.Glaubt mir,es ändert sich nichts merklich.
                      Ich will nicht pessimistisch rüber kommen,nur realistisch.
                      Ich bin trotz allem gespannt,wie diese Diskussion weiter geht,aber ich glaube sie führt nur zur Einsicht,daß sich alles nur im Kreis dreht, sich aber nichts ändert.

                      Schönen Gruß

                      O sapo

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