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Lula kommt nur schleppend voran, Süddt. zeitung 4.11.03

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  • Holger
    antwortet
    Die Privatwirtschaft funktioniert so bürokratisch weil es die Regierung so vorschreibt.
    Vermutlich mussten die nachweisen, wo sie ihre Kekse gelassen haben. Das ist in D ganz ähnlich; nur existiert hier nicht diese allerheiligste CPF.
    ... und ich denke die standen alle nur wegen der Dose in der Schlange :twisted:

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Direkte Demokratie?

    Hahaha, diekte Demokratie in Brasilien... der Vorschlag ist lustig... meine Verwandten in SP brauchen drei Stunden, um zu entscheiden, ob sie nun Esfihas mit Käse, Gehacktem oder Huhn wollen. Sie bestellen zwar immer dasselbe, führen aber auch immer wieder dieselbe nichtnutzige Diskussion. Wenn sie dann endlich ihre Entscheidung getroffen haben, habe ich schon längst irgendwo anders ein opulentes Rodizio verzehrt und bin satt und zufrieden wieder zuhause.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Brasilien im 21. Jhdt.

    So, Leute, bin wieder da, war fünf Wochen in Brasilien und kann hier ein schönes Paradebeispiel liefern, weshalb es dort nicht vorangeht. Im Shopping Center Norte in SP gab es eine Weihnachtsaktion: Wer dort für 100 Reais Einkäufe getätigt hatte, konnte sich gratis eine ömmelige Blechbüchse mit ein paar billigen Keksen abholen. Allerdings mußte er nicht nur einen cupon fiscal präsentieren, sondern auch noch seine CPF- und RG-Nummern angeben sowie seine komplette Adresse samt Telefonnummer. Den Wert des Geschenks würde ich auf ein, höchstens zwei Reais taxieren. Da Brasilianer es ja lieben, in Schlangen anzustehen, waren diese entsprechend enorm. Bedenken muß man dabei immerhin noch, daß das Shopping Center Norte eine der etwas teureren Adressen ist und von weniger begüterteten (sprich: den durchschnittlichen) Brasilianern kaum frequentiert wird.

    Wie soll ein Land vernünftig funktionieren, in dem die Privatwirtschaft ähnlich bürokratisch ist wie die Behörden und in dem die schon etwas besser Verdienenden für billigen Gratisscheiß stundelang anstehen???

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Oi Vasco,

    nur ganz kurz: Reichtum und Bildung verwechsele ich grundsätzlich nicht. In Brasilien ist es so, dass sich die Reichen, die Bildung erkaufen können. Das heisst aber für mich noch lange nicht, dass sie deswegen intelligent sind. Intelligenz entspringt meiner Meinung aus einer anderen Quellen, d.h. eigentlich aus Dreien: ein bisschen Erbanlagen, der Wille intelligent zu sein und Lebenserfahrung.

    Für mich sind auch die Leute intelligent, die es schaffen mit 1,50 R$ pro Tag zu überleben. Andere jammern rum, weil sie weniger als 10 Euro pro Stunde verdienen und ihr Leben finanziell nicht mehr in den Griff kriegen. Das ist dann die wahre Stupidez.

    .....apropos Stupidez: Wenn ich Wahlrecht gehabt hätte, wäre meine Stimme auch an Serra gegangen, nicht weil ich ihn übermässig mag, sondern weil hinter der Regierungsform seiner Partei mehr "Intelligenz" gesteckt hätte.

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  • vasco
    antwortet
    @obaiano: dass diese regierungsform nicht realisierbar ist, ist schon klar. ich bin kein träumer. die regierung würde durch zwar durch die "bildungselite" gewählt, müsste aber (im gedanken des humanisums) für das wohl des gesamten volkes zuständig sein. gerau deshalb würde dieses system kaum funktionieren - der mensch ist egoistisch und korrupt.


    man kann nicht bestreiten, dass es die mangelnde bildung ist, die lula an die macht gebracht hat und schröder die macht erhalten hat.

    du verwechselst übrigens gebildet mit reich: es gibt viele reiche brasilianer, die ungebildet sind. die reichen brasilianer sind sehr dekadent, das ist noch schlimmer als in deutschland.

    es war auch mangelnde bildung, die hitler in deutschland und den kommunismus in russland an die macht gebracht haben. es sind immer wieder das kurzzeitgedächtnis, träumerei und die naivität, die schlaue politiker für sich auszunützen wissen.
    oder kann mir irgendjemand ernsthaft erklären warum die mehrheit der deutschen einen monat nach der bundestagswahl gegen die regierung war die sie kurz zuvor gewählt hatte ?
    jemanden zu wählen weil er mit gummistiefel durch hochwassergebiete stapft macht keinen sinn - sich einen monat später gegen ihn durch die medien aufhetzen zu lassen genausowenig.

    noch zu lula: hätte man in brasilien mit verstand statt mit gefühlen gewählt hiesse der präsident jetzt jose serra.

    .vasco

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von vasco
    @alexander: zuerst die höhere bildung, dann das erweiterte mitspracherecht (oder von mir aus direkte demokratie). andersrum geht's schief. also musst du mit der verbesserung der bildung erst mal anfangen.

    ein weitaus besseres und realistisches system ist die regierungform des bildungshumanismus - wer eine hohe ausbildung hat darf wählen, wer nicht hat kein wahlrecht. dann würde der ganze politische populismus der in brasil genauso wie in deutschland auf die mehrlich ungebildete bevölkerungsschicht ausgerichtet ist wegfallen.
    .vasco

    Lieber Vasco,

    politische Ansichten kann man sich teilen oder auch nicht. Aber Dein Beitrag ist schlicht und einfach grotesk. Ich gehe aber davon aus, dass Aufgrund Deiner Bildung Dein Mitspracherecht ebenfalls eingeschränkt sein würde (obwohl Du Deinen Beitrag schön mit Fremdwörtern geschmückt hast).


    Gruss
    Oberlehrer


    P.S.: Bildungshumanismus ist übrigens keine Regierungsform.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Oi Vasco,

    du meinst also, wenn man den Ärmsten, die sowieso schon keine Rechte haben, auch noch das Wahlrecht (man könnte es auch das Recht auf freie Meinungsäusserung nennen) entzieht, wird alles besser.

    Nun, wenn es so ist, hätte ein Lula gar nicht kandidieren dürfen, denn er hätte dann kein Recht zu wählen, geschweige denn, gewählt zu werden.

    Wenn du glaubst, dass nur gebildete Leute wählen dürfen, wie soll dann je die Meinung von den scheinbar "Ungebildeten" vertreten werden ? Wie trennst du diese beiden Gruppen überhaupt rein technisch voneinander ? Nach Schulabschlussnoten ? Meiner Meinung nach wird durch deine Methodik der Graben zwischen Arm und Reich nur noch grösser. Welche soziale Probleme das mitsichbringt, weisst du selber ---> Beschaffungskriminalität -----> und schon müssen die reichen Gebildeten wieder in Angst vor den Arm Dummen leben.

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  • vasco
    antwortet
    @alexander: zuerst die höhere bildung, dann das erweiterte mitspracherecht (oder von mir aus direkte demokratie). andersrum geht's schief. also musst du mit der verbesserung der bildung erst mal anfangen.

    ein weitaus besseres und realistisches system ist die regierungform des bildungshumanismus - wer eine hohe ausbildung hat darf wählen, wer nicht hat kein wahlrecht. dann würde der ganze politische populismus der in brasil genauso wie in deutschland auf die mehrlich ungebildete bevölkerungsschicht ausgerichtet ist wegfallen.
    .vasco

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    @vasco

    Sicher lebe ich in Brasilien!
    Und gerade deshalb was du da ansprichst, mit dem Wählerkauf, etc... ist eine direkte Demokratie mehr als notwendig, damit dies ein Ende hat.

    Das mit den an morgen denken kann nur durch die Bildung geändert werden, dabei würde die direkte Demokratie einen grossen Schub nach vorne bringen.

    Aber um das verstehen zu können muss man mal die Funktionen einer direkten Demokratie so wie ich sie mir vorstelle verstehen können und Überhaupt Interesse zeigen, da man aber hier keinerlei Interesse an einer solchen Diskussion hat, bringt es nichts hier weiter zu diskutieren.

    BIs dann
    Alexander

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  • vasco
    antwortet
    prust.. der mann lebt doch nicht wirklich in brasilien ?
    direkte demokratie in einem land in dem die bevölkerung nicht an morgen denkt und den politiker wählt, der ihm ein t-shirt und käppi schenkt.


    .vasco

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