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Beach-Volley-WM in Berlin beginnt mit Eklat

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      WM Berlin 2005 - Spielerinnen treten nur unter Protest an
      Dienstag, 21. Juni 2005 - 00:03 (7 Stunden)
      Quelle: beach-volleyball.de

      Es war ein Technical Meeting, das seines Gleichen sucht. Die 48 weltbesten Damen-Teams hatten sich am gestrigen Montag Abend zur obligatorischen Versammlung im Berliner Maritim Hotel getroffen. Es wurde eine unerwartet lange Nacht und als die letzten Spielerinnen den Sitzungssaal verließen, hatte die Weltmeisterschaft 2005 noch vor Beginn des ersten Spiels einen handfesten Eklat. Was sich in jüngster Vergangenheit bereits angedeutet hatte, wurde nun zur Gewissheit: Die Profis gehen auf Konfrontationskurs zum Weltverband und erwägen sogar ihren WM-Verzicht.

      Über drei Stunden hatten die Verhandlungen in Anspruch genommen, bevor die australische Spielervertreterin Natalie Cook den anwesenden Damen-Profis einen Kompromiss zur Abstimmung anbieten konnte. Zuvor wurde in zähen Verhandlungen mit Spielervertretern und in einer Telefonkonferenz mit FIVB-Offiziellen nach einem Ausweg gesucht, mit dem beide Seiten leben können. Doch eine Einigung kam an diesem Abend nicht zustande. Und so beschlossen die Spielerinnen unter sich eine per Handschrift formulierte Resolution zu unterzeichnen, die nach Aussage von der australischen Spielervertreterin Natalie Cook folgende Kernpunkte enthält: "Wir wollen, dass die FIVB sich damit einverstanden erklärt, den bestehenden Vertrag neu zu verhandeln, weil uns dieser Vertrag vier Jahre lang bindet. Zweitens soll uns bei den Verhandlungen mit der FIVB erlaubt werden, Spielervereinigung und Rechtsbeistand in Anspruch nehmen zu dürfen. Falls sie sich nicht einverstanden erklären uns damit zu helfen, dann werden wir schauen, dass wir am Donnerstag die Spiele beenden."

      Am Dienstag Abend wollen die Damen-Teams mit den Profis der Herren über das genaue weitere Vorgehen in dieser prekären Angelegenheit beraten. Es ist damit zu rechnen, dass die Herren ebenfalls geschlossen die Resolution unterschreiben. Es steht nicht weniger als die Weltmeisterschaft auf dem Spiel. Am Mittwoch Abend erscheinen FIVB-Präsident Rubén Acosta und der FIVB Technical Supervisor Angelo Squeo in Berlin. Dann wird sich herausstellen, ob diese Weltmeisterschaft tatsächlich schon am Donnerstag Morgen von Spielerseite für beendet erklärt wird. Der Schaden für die Sportart wäre kaum absehbar.

      Ausgangspunkt für den Ärger der Spielerinnen war die Entscheidung des Volleyball-Weltverbandes die amerikanischen Teams an der Weltmeisterschaft teilnehmen zu lassen, obwohl diese den vor der Saison vorgelegten Vertrag mit der FIVB nicht in der ursprünglichen Form unterschrieben hatten. Der Volleyball-Weltverband hatte im März dieses Jahres allen international spielenden Profis einen Vertrag zur Unterzeichnung zukommen lassen, der die Spieler über vier Jahre unter enorm strengen Konventionen an den FIVB bindet. Nicht wenige sprechen in diesem Zusammenhang von einem Knebelvertrag, dennoch ist die Unterzeichnung des brisanten Schriftstücks unabdingbare Grundlage zur Teilnahme an internationalen Wettkämpfen. Eine Zwickmühle für die Profis, die auf der einen Seite die Forderungen des Weltverbandes als Zumutung empfinden, auf der anderen Seite aber auf die relativ hohen Preisgelder der Worldtour angewiesen sind, um unter anderem die laufenden Kosten für ihre Reisen rund um den Globus zu decken.

      In der Tat ist das FIVB-Vertragswerk nichts für Freunde der Unabhängigkeit. Kritikverbot am Weltverband werden ebenso mit Sanktionen geahndet wie die "verfrühte" Abreise von einem Weltserien-Turnier. Noch Tage nach dem Ausscheiden müssen die Profis den Sponsoren des jeweiligen Turniers zur Verfügung stehen. Zudem brauchen sie eine Genehmigung der FIVB um an anderen internationalen Turnieren teilnehmen zu dürfen.

      Trotzdem haben sich nahezu alle Teams für die Unterzeichnung des brisanten Vertrages entschlossen, obwohl manche Passagen "eine echte Frechheit" sind, wie aus Spielerkreisen verlautet. Umso größer war nun die Entrüstung, dass den amerikanischen Teams kurzfristig noch Zugeständnisse gemacht worden sind, die den anderen Teams vorenthalten blieben. Diese Ungerechtigkeit nehmen die Spielerinnen nun zum Anlass, ihre Interessen zu bündeln und die Verträge neu zu verhandeln.
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

    • #2
      Hehe, schöne Stilblüte:

      Kritikverbot am Weltverband werden ebenso mit Sanktionen geahndet
      Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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