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      Parreira blickt über den Turniersieg hinaus
      30. Juni 2005 von FIFAworldcup.com

      Als die letzten brasilianischen Samba-Trommeln im Frankfurter Waldstadion verklungen waren, nahm Carlos Alberto Parreira Platz und machte sich - mit einem breiten Lächeln im Gesicht - an die Analyse des Erfolges von Brasilien beim FIFA Konföderationen-Pokal in Deutschland 2005. Genau und detailverliebt wie er ist, weiß er als Trainer sehr wohl, dass er stets das Wesentliche im Blick behalten muss.
      "Es war ein sehr wichtiges Turnier für Brasilien. Wir haben alle unsere Ziele erreicht. In den ersten Partien haben wir viele Spieler getestet. Die letzten beiden Begegnungen bestritten wir dann in derselben Besetzung und holten den Titel. Wir sind genau im richtigen Augenblick wach geworden. Ich glaube, es ist ein verdienter Titel, den wir in einer besonderen Partie geholt haben", erklärte er nach dem 4:1-Kantersieg gegen Argentinien. Was genau er damit meinte? Analysieren wir sein Team.

      Die Außenbahnen abgedeckt

      Wenn es Parreira darum gegangen war, Alternativen für die rechten und linken Außenverteidiger zu finden, so kann er jetzt beruhigt sein. Wenngleich sich Belleti zur falschen Zeit verletzte, da er der Vertreter Cafús ist, den er wohl am besten kennt, nutzte Cicinho seine Chance. Nachdem er an allen vier Toren Brasiliens im Finale beteiligt war, scheint er im Rennen um einen Platz beim Großereignis im nächsten Jahr Maicon einen Schritt voraus zu sein.

      Etwas anders ist die Lage auf der linken Außenbahn. Hier hat man den Eindruck, dass Gilberto gegenüber Leo im Kampf um den möglichen Ersatz für die Position von Roberto Carlos ein wenig im Vorteil ist. Neben seinen guten Leistungen spricht auch seine Erfahrung im deutschen Fussball als Schlüsselspieler von Hertha BSC für ihn. Im Augenblick gibt es jedoch nur einen, der von dem Konkurrenzkampf auf dieser Position profitiert: Parreira.
      Das Herzstück der Mannschaft ist intakt

      Der FIFA Konföderationen-Pokal Deutschland 2005 hat gezeigt, dass die Mittelfeldbesetzung, so wie sie auch in der Südamerika-Qualifikation zum Einsatz kam, mehr oder weniger steht. Emerson, Zé Roberto, Ronaldinho und Kaká bilden das Herzstück der Mannschaft, wenn Brasilien in Ballbesitz ist. Die Situation sieht anders aus, wenn man nicht am Ball ist, aber dieses Problem hat Parreira bereits erkannt. Die Lösung, die er hierfür gefunden zu haben scheint, heißt Renato.

      Der Mittelfeldspieler von Sevilla wurde vom Trainer immer dann eingesetzt, wenn er zusätzliche Stabilität im Mittelfeld gewinnen wollte. Heißt dies, dass Emersons Platz in der Startformation gefährdet ist? Nicht unbedingt. Dennoch hat Renato das Vertrauen von Parreira gewonnen und scheint das Ticket für eine Rückkehr nach Deutschland 2006 in der Tasche zu haben.

      Das gilt auch für Juninho Pernambucano. Wenngleich er nicht gerade viele Spielminuten aufzuweisen hat, deutet doch alles darauf hin, dass er als Alternative für einen immer stärkeren Ronaldinho gegenüber Edu im Vorteil ist. Auf dieser Position gibt es in der Tat Platz für zwei von drei Kandidaten.

      Falls das 'Festival der Meister' für Parreira in irgendeiner Weise nützlich war, dann auch, um zu bestätigen, dass Adriano der natürliche Vertreter von Ronaldo ist, wenn er nicht sogar schon einen Stammplatz sicher hat. Und beide zusammen? Warum nicht! Wie auch immer, die beeindruckende Leistung Adrianos gegen Argentinien in der entscheidenden Partie, zeigte dass O Fenónemo sich nicht ruhig zurücklehnen und darauf vertrauen darf, dass er einen Stammplatz sicher hat. Der Goldene Ball von adidas für den besten Spieler und der Goldene Schuh von adidas für den erfolgreichsten Torschützen des Turniers sind gewichtige Argumente, wenn es um einen Stammplatz geht…
      Zwei weitere Fragen gab es. Die erste: Ist Robinho in der Lage, die Verantwortung zu übernehmen, mit einem gemeinsamen Sturmpartner die Angriffsformation zu stellen? Die Antwort ist ein klares Ja. Er zeigte in diesem Turnier, dass das Trikot keine Bürde für ihn ist und dass er durchaus Spiele entscheiden kann. Die zweite Frage: Was ist nun mit Ricardo Oliveira? Eine gute Frage. Auch wenn man in Deutschland wenig von ihm gesehen hat, bleibt er dank seiner tollen Saison bei Betis Sevilla im Rennen um den dritten und letzten Platz eines Torjägers im Kader für die FIFA-Weltmeisterschaft.

      Schließlich gibt es ein weiteres Detail, das auch Parreira rasch erkannt hat: "Brasilien wird zum ersten Mal in seiner Geschichte als absoluter Favorit zu einer Weltmeisterschaft reisen. Daran werden wir uns gewöhnen. Meine Spieler werden sich von dem Druck der Favoritenbürde frei machen müssen." Neben dem Titel kehrt also der Trainer mit einen ganzen Korb voller wertvoller Erkenntnisse im Hinblick auf das große Ziel des nächsten Jahres - die erfolgreiche Titelverteidigung in Deutschland 2006- nach Brasilien zurück.
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

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