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      Confederations Cup
      Brasilien: Interview mit Robinho (21, FC Santos) - 05.07.2005 13:45
      "… dann haben andere keine Chance"

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      Er ist der neue Stern am Fußball-Firmament Brasiliens: Robinho (21). Hier spricht der heiß umworbende Jungstar nach dem Triumph beim Confed-Cup 2005.
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      Nach dem Confed-Cup will Robinho mit seinem Land nun auch die WM gewinnen.Er ist Brasilianer. Er gilt als eines der größten Stürmertalente im Weltfußball. Das ist keine ungewöhnliche Kombination. Ungewöhnlich aber ist, dass der 21-jährige Robson de Souza, genannt Robinho, noch in seiner Heimat beim FC Santos spielt. Obwohl dem amtierenden brasilianischen Meister verschiedene Angebote europäischer Spitzenklubs vorliegen, soll der Jungstar unbedingt gehalten werden. Santos-Präsident Marcelo Teixeira hat betont, dass Interessenten mindestens 50 Millionen Dollar hinlegen müssen, um ihn aus seinem laufenden Vertrag herauszukaufen.

      Am intensivsten wirbt Real Madrid um den Dribbelkönig und soll 25 Millionen Euro geboten haben. Trainer Vanderlei Luxemburgo, ein Landsmann von Robinho, plant bei den "Königlichen" einen grundlegenden Neuaufbau. Die sportliche Perspektive stimmt also und privat spricht die bessere Sicherheitslage ebenfalls für Madrid. Die bittere Erfahrung der Entführung seiner Mutter, die sich 40 Tage in der Gewalt von Geiselgangstern befand, hat bei Robinho tiefe Spuren hinterlassen.

      Doch in Brasilien gilt Robinhos Zukunft als nationale Angelegenheit. Sogar Staatspräsident Lula da Silva hat sich für einen Verbleib des Profis in Santos ausgesprochen. Viel entscheidender dürfte jedoch sein, dass der Klub inzwischen die finanziellen Möglichkeiten besitzt, um dem Jungstar bessere Konditionen als die Europäer zu bieten und ihn zu halten. So könnten Robinho jährlich bis zu zehn Millionen Euro garantiert werden. Ein neuer Sponsorenvertrag mit Vivo, Tochtergesellschaft des Telekommunikations-Riesen Telefonica, bringt allein die Hälfte dieses Betrages. Zudem werden der Sportartikelhersteller Nike und die Getränkefirma Antarctica groß einsteigen.

      Robinho selbst ist von dem wochenlangen Tauziehen mittlerweile genervt und hat sich einen Maulkorb verpasst, sprach aber mit dem kicker über andere Themen.

      kicker:
      Welche Eindrücke nehmen Sie vom Confederations Cup aus Deutschland mit nach Hause, Herr Robinho?

      Robinho:
      Das war alles sehr positiv: Wir haben gewonnen, in schönen Stadien gespielt und viele freundliche Menschen getroffen.

      kicker:
      Sie haben gegen den Gastgeber gespielt und 3:2 gewonnen. Wie beurteilen Sie Leistung und Qualität des deutschen Nationalteams?

      Robinho:
      Eine sehr gute Mannschaft, die ihren ganz eigenen Stil pflegt. Deutschland hat gute Chancen bei der kommenden WM.

      kicker:
      Ein Favorit auf den Titel?

      Robinho:
      Ja, sicher.

      kicker:
      Wer gehört noch dazu?

      Robinho:
      Brasilien und Argentinien.

      kicker:
      Beim 0:1 gegen Mexiko und beim 4:1 gegen Argentinien haben wir beim Confed-Cup zwei verschiedene Gesichter Brasiliens gesehen. Welches ist das wahre?

      Robinho:
      Wir haben auch gegen Mexiko gut gespielt, nur ein Tor zu viel kassiert. Aber alle haben gesehen: Wenn es wirklich um etwas geht und wir uns daran erinnern, dass wir fünfmaliger Weltmeister sind, dann haben die anderen keine Chance.

      kicker:
      Beim Confederations Cup haben Sie zusammen mit Adriano das Angriffsduo gebildet und gut gespielt. Aber die Konkurrenz ist groß und wird nach der Rückkehr von Ronaldo noch größer. Wie sehen Sie Ihre Stammplatz-Chancen?

      Robinho:
      Es ist doch letztlich egal, wer spielt. Wichtig ist allein, dass die Mannschaft gewinnt.

      kicker:
      Aber das Ziel ist doch sicher, in der Startelf zu stehen.

      Robinho:
      Ja, klar - jetzt bin im Kader der Selecao und will mir dort auch einen Stammplatz erobern. Aber wir haben viele gute Spieler in der Selecao und bei uns ist die zweite Elf genauso gut wie die erste.

      kicker:
      Worin müssen Sie sich noch verbessern?

      Robinho:
      In meinem Klub FC Santos werden vor allem noch mehr Tore von mir erwartet.

      kicker:
      Damit sprechen Sie selbst den Punkt an, den Kritiker bemängeln: Sie spielen spektakulär, aber zu uneffektiv. Stimmen Sie zu?

      Robinho:
      Natürlich will ich möglichst viele Tore machen. Aber in der Nationalmannschaft spielen wir ja praktisch mit vier Stürmern - Ronaldinho und Kaka sind da mitzuzählen. Und alle haben die Aufgabe zu treffen.

      kicker:
      Brasilien ist extrem offensiv ausgerichtet. Besteht nicht die Gefahr, in der Abwehr zu verwundbar zu sein?

      Robinho:
      Klar, auch disziplinierte Abwehrarbeit ist wichtig. Aber Brasilien muss immer offensiv spielen und auf Tore aus sein. Das entspricht unserem Naturell.

      kicker:
      Wie würden Sie dieses Naturell beschreiben?

      Robinho:
      Technik und Intelligenz zählen mehr als Kraft. Die Spielfreude ist wichtig, man muss mit Leidenschaft spielen und dabei natürlich den Gegner respektieren.

      kicker:
      Sie werden oft mit dem Jahrhundertfußballer Pelé verglichen. Ist das Ansporn oder Belastung?

      Robinho:
      Das ehrt mich natürlich sehr, aber Pelé ist unvergleichlich. Es gibt einfach keinen wie ihn.

      kicker:
      Gehört Pelé zu Ihren Vorbildern?

      Robinho:
      Ja, aber in Brasilien ist es schwierig, nur ein Vorbild zu besitzen. Auch Ronaldo, Ronaldinho oder Kaka sind Vorbilder. Es gibt gibt so viele fantastische Spieler.

      kicker:
      Gibt es Vorbilder, die nicht aus Brasilien kommen?

      Robinho:
      Nein.

      kicker:
      Stimmt es, dass Sie als Hallenfußballer begonnen haben?

      Robinho:
      Richtig. Ich habe einst mit fünf Jahren in der Halle angefangen. Später habe ich dann auch parallel dazu draußen gespielt. Die endgültige Entscheidung für das Feldspiel fiel erst, als ich 15 oder 16 Jahre alt war.

      kicker:
      Sie stammen aus einfachen Verhältnissen, jetzt sind Sie ein Star. Kommt Ihnen Ihr Leben manchmal wie ein Traum vor?

      Robinho:
      Ich hatte immer den Wunsch, Fußballer zu werden. Ich glaube, das ist angeboren. Mein Vater wollte, dass ich meinen Traum verwirklichen kann. Das habe ich geschafft und hoffe, dass ich so weitermachen kann, damit mir im Leben mehr Möglichkeiten offen stehen.

      kicker:
      Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

      Robinho:
      Ich hoffe, irgendwann einmal in Europa zu spielen. Aber ich weiß noch nicht, wann das sein wird. Ich möchte im WM-Kader der Nationalmannschaft stehen und mithelfen, dass wir zum sechsten Mal Weltmeister werden.

      Manfred Münchrath
      Zuletzt geändert von brasilmen; 18.07.2007, 06:23.
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

    • #2
      Pedala Robinho !!!!



      PEDALA ROBINHO!!!!

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