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Brasilianer gewinnt zum 1. Mal den NY Marathon!

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      ew-York-Marathon


      Noch härter als die schlimmsten Tour-Torturen

      Von Jürgen Kalwa, New York

      Armstrong am Ende: Gefühl von Müdigkeit und Schmerzen

      06. November 2006
      Die Erkenntnis war ihm schon mehrere Kilometer vor dem Ziel gekommen. Als sich die Schmerzen meldeten und das Reservoir an Energie so gut wie aufgebraucht war. Da wurde Lance Armstrong klar: „Ich habe heute mehr abgebissen, als ich kauen kann.“ Er quälte sich trotzdem im schweren Jogging-Trab weiter Richtung Central Park, angefeuert von Tausenden von Zuschauern entlang der Strecke.


      Denn die hatten nur auf ihn gewartet – auf einen eigentlich schon pensionierten Sportstar, der mit grimmigem Gesicht sein Marathon-Pensum abspulte, aber an diesem kalten, sonnigen Novembersonntag an seine Grenzen gekommen war. „Nichts in den 20 Jahren Sport, von Triathlon bis Radrennfahren, nicht mal die schlimmsten Tage während der Tour, sind so hart gewesen“, sagte der 35jährige Texaner nachher im Pressezentrum, ehe er davon humpelte. „Nichts hat je ein solches Gefühl von Müdigkeit und Schmerzen hervorgerufen.“


      „Meine Beine bringen mich um“

      Zieleinlauf: "Knoten in den Waden"


      Die Waden hatten sich in zwei Muskelknoten verwandelt. Der neue Held der Stadtstraße hatte alles gegeben. Er hatte in 2:59,36 Stunden den Zielstrich überquert. Das Ergebnis lautete: Platz 870. Aber ein anderes Resultat hieß: „Meine Beine bringen mich um.“


      Der siebenmalige Tour-de-France-Gewinner, der als Teenager bei den Triathleten angefangen hatte, aber nie mehr als 35 Kilometer am Stück gelaufen war, hatte den ersten Marathon seines Lebens absolviert und gestand: „Wenn Sie mich fragen, ob ich an anderen Marathons teilnehmen werde, lautet die Antwort momentan: Nein.“ Aber es könne auch sein, daß er seine Meinung in einem Monat ändere.


      600.000 Dollar für Lance-Armstrong-Stiftung

      "Härter als jede Bergetappe"


      Falls er noch einmal auf diese Klassikerdistanz gehen sollte, dann sicher nicht mit jener nonchalanten Einstellung, mit der er sich auf diese Herausforderung vorbereitet hatte.


      Sein tägliches Laufpensum lag bei maximal 45 Minuten. Daß dies nicht reichen würde, hätten ihm Männer wie Alberto Salazar und German Silva, die vor vielen Jahren den New York Marathon gewonnen hatten, von vornherein sagen können, ehe sie den mehr als 80 Kilogramm schweren Armstrong als persönliche Tempomacher durch Brooklyn und Queens zogen und ihm zwischendurch die Getränkeflaschen reichten. Sie hätten am Sonntag morgen, ehe sie hinter der riesigen Verrazano-Brücke auf die Strecke gingen, auch die Marschtabelle ändern können. Wer hätte sich schon beschwert, wenn der Texaner für die 42,195 Kilometer länger brauchte als drei Stunden?


      „Lance Cam" immer dabei

      "Meine Beine bringen mich um"


      Dann hätte die sogenannte „Lance Cam“, die vom Begleitmotorrad aus jede Phase seines Rennens übers Internet in alle Welt schickte, einfach noch mehr Bilder von diesem muskulösen Prominenten aufgenommen. Und vielleicht wäre auf diese Weise noch mehr an Spendengeld in die Kassen der Lance-Armstrong-Stiftung geflossen, die an diesem Tag rund 600.000 Dollar einnahm.


      Aber an so etwas denkt wohl niemand, wenn allen Beteiligten von dem Gefühl erfaßt sind, das der Nike-Manager Salazar nachher mit den Worten beschrieb: „Lance bringt andere Leute zu diesem Sport.“ Eine Einschätzung, die das Boulevardblatt „New York Daily News“ auf eine eher rüde Weise bestätigte, als sie am nächsten Tag den Marathon mit seinen 37.000 Teilnehmern als „größte Freak-Show der Welt“ etikettierte: „Endlich mal jemand, den wir auch erkennen konnten.“


      Überraschungssieger Dos Santos

      Start nach nonchalanter Vorbereitung



      Der schnellste Mann des Tages, der Brasilianer Marilson Gomes dos Santos, darf sicher auch nach seinem Sieg in 2:09:58 Stunden noch immer getrost ohne Tarnkappe durch die Stadt laufen – und wird doch nicht erkannt werden. Er gehörte bis dato nicht einmal auf der Webseite der neuen Werbegemeinschaft „World Marathon Majors“, mit der die Veranstalter der fünf bedeutendsten Stadtläufe von Boston, London, Berlin, Chicago und New York die Trommel rühren, zu den „beachtenswerten Männern“. Weshalb Vorjahressieger und Weltrekordhalter Paul Tergat später zugab, daß die Favoriten ein taktisches Eigentor produziert hatten, als sie den kleinen Südamerikaner zehn Kilometer vor dem Ziel einfach ziehen ließen: „Ich wußte nicht genau, wer er ist.“



      Der Kenianer, der hinter seinem Landsmann Stephen Kiogora Dritter wurde, hätte zumindest wissen können, daß so etwas gefährlich werden kann. Dos Santos war vor zwei Jahren Sechster in Chicago gewesen und hatte bei der WM 2005 den zehnten Platz belegt. Diesmal reichte es aus einem simplen Grund zu mehr: „Um einen Marathon zu gewinnen, mußt du Mut haben“, sagte der 29jährige Brasilianer nach dem Sieg über seinen wohl entscheidenden Zwischenspurt.


      Baltin läuft allen davon

      Armstrong vorneweg


      So viel Psychologie brauchte die Lettin Jelena Prokopcuka am Sonntag gar nicht ins Spiel zu bringen. Sie hatte keine Mühe, schon früh den Frauen-Troß abzuhängen. Die 30jährige Athletin, die bereits 2005 den New York Marathon gewonnen hatte, wirkte von Beginn an frischer als alle anderen und erreichte nach 2:25:05 Stunden das Ziel; eine passable Zeit. Zweite wurde die Ukrainerin Tatiana Hlady. Auch nach der Baltin wird sich in New York in Zukunft kaum jemand umdrehen und sagen: Ist das nicht die Siegerin des Marathons? Aber das wird ihr gleich sein. In ihrem Heimatland ist sie längst ein Star.
      Text: F.A.Z. vom 7. November 2006
      Bildmaterial: AFP, AP, dpa, REUTERS

      http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17...~Scontent.html

    • #2
      Endlich mal einer der es den Afrikanern mal wieder gezeigt hat. Glückwünsch für alle die so einen Marathon gepackt haben!!!

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