Gustavo verweigert Schalke den Dienst

04.01.2007


Frank Rost ist so gut wie weg, nun steht dem FC Schalke weiterer Ärger ins Haus. Neuzugang Gustavo weigert sich, seinen Dienst bei den Knappen anzutreten.


Andreas Müller ist sehr verärgert (imago)


"Es sieht so aus, dass er nicht für Schalke spielen will", sagte Müller nach einem Telefonat mit dem Berater des 24-Jährigen. Gustavo hatte im Dezember einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 bei den "Knappen" unterschrieben und sollte in der Winterpause wechseln.

"Offensichtlich will er nun aber aus familiären Gründen in Brasilien bleiben. Darüber bin ich sehr verärgert", meinte Müller. Der Manager machte klar, dass er auf den gültigen Kontrakt pochen werde. "Wenn ein Verein Interesse an ihm hat, muss er an uns herantreten und eine Ablösesumme zahlen", sagte Müller.

Neben Gustavo fehlte beim Trainingsauftakt auch Dario Rodriguez, der bei seinem erkrankten Vater in Uruguay verweilt. Rodriguez habe in einem Telefonat darum gebeten, noch ein paar Tage in seiner Heimat bleiben zu dürfen, teilte Slomka mit.

Auch Zlatan Bajramovic (Wadenverletzung) werde in den nächsten Tagen nur eingeschränkt trainieren können. "Ich gehe aber davon aus, dass er bald wieder voll einsteigen kann", sagte Slomka. Auf die Rekonvaleszenten Gerald Asamoah, Sören Larsen und Markus Heppke muss Schalke dagegen vorerst verzichten.



Obwohl mit Rost eine erfahrene Nr. 2 wegfällt, verzichten die Schalker darauf, einen weiteren Keeper zu verpflichten. "Bis zum Ende der Transferperiode ist noch genügend Zeit zu überlegen, ob noch Bedarf besteht", sagte Müller. Zunächst genießen Manuel Neuer und die 19-jährigen Dennis Lamczyk und Ralf Fährmann das Vertrauen des Trainerteams. U-19-Nationaltorhüter Fährmann rückt aus der A-Jugend in den Profikader auf.