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WM-Ärger

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  • AW: WM-Ärger

    ich bin kein Fan von Beckenbauer, aber ihm verbieten zu wollen privat in ein Stadion zu gehen sollte so langsam mal der letzte Tropfen im Fass sein, endlich mal was gegen die schweizer Cosa Nostra zu unternehmen. Ich höre aus den Stadien böse Rufe gegen Dilma und nicht gegen Blatter…. komisch.

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    • AW: Re: AW: WM-Ärger

      Zitat von valadares Beitrag anzeigen
      Muss man sich nicht daran hochziehen, dass ein paar Hirnis blöde Kommentaren im net setzen. So was passiert auch im brasil-web-forum hin und wieder.
      Also in meinem Umfeld ist das Eigentor über haupt kein Thema, schon gar nicht im Zusammenhang damit die Hautfarbe des Spielers. Lächerlich da wegen ein paar Bekloppten einen Aufschrei zu fordern.
      Das ist nicht anderes, als wenn ein paar Hirnis aus dem Publikum der Gegner von Real oder Barcelona die brasilianischen Spieler mit Bananen provozieren. Da wird aber eben gleich international "Rassismus" aufgeschrieen, obwohl es sich in der Regel schlicht um dumme Versuche handelt, die Spieler zu nerven. Das wollte ich damit sagen. Ich fordere hier keinen Aufschrei, würde vielmehr gerne, daß auch bei anderen Aktionen weniger aufgeschrieen wird. Sacou?

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      • AW: WM-Ärger

        Zitat von Jakobo Beitrag anzeigen
        Ich höre aus den Stadien böse Rufe gegen Dilma und nicht gegen Blatter…. komisch.
        Der Blatter hat keine 12 Stadien verlangt.
        Gruss aus Maceió
        Thomas

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        • AW: WM-Ärger

          Zitat von Alagomão Beitrag anzeigen
          Der Blatter hat keine 12 Stadien verlangt.
          Dilma aber auch nicht ....

          Interessanter (Gast-) Artikel vom Sportkolumnist Juca Kfouri (erschienen im April):

          Ein brasilianischer Blick auf die WM: Größenwahn und Ahnungslosigkeit - taz.de

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          • AW: WM-Ärger

            Mal was weniger ärgerliches. Ein kleiner Witz:

            Zum WM-Auftakt besucht die englische Mannschaft ein Waisenhaus in Brasilien. "Es ist sehr traurig, wenn man die Hoffnungslosigkeit in die Gesichter geschrieben sieht." (João Pedro, 7 Jahre alt)
            Zuletzt geändert von jorginho; 15.06.2014, 09:23.

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            • AW: WM-Ärger

              die diktatorische Stellung der Fifa ist hier Fehler Nr. 1, Fehler Nr. 2 ist, wenn Politiker etwas bauen, dann geht das idR schief, siehe hierzu den Katastrophen-Flughafen von Wowereit, welcher, wenn er irgendwann mal fertig werden sollte nicht die erforderlichen Kapazitäten haben wird. Hier kann man die gleiche Preisexplosion erkennen, eine Mischung aus Unfähigkeit und Korruption. Das ist international das Gleiche und unabhängig von Parteien. In Brasilien können die Stadien immerhin schon benutz werden, also scheint es in Brasilien doch besser zu laufen als in Berlin.

              Die Standards der Stadien wurden von der Fifa diktiert und gehen völlig an dem vorbei, was für Brasilien richtig gewesen wäre. Die Länder müssen sich wohl der Fifa-Diktatur fügen, da sollten mal alle gemeinsam überlegen eine vernünftige Lösung zu finden, aber so lange jeder Beteiligte privat von dem Kuchen profitiert, wird das wohl so bleiben.

              Neben der persönlichen Bereicherung einiger Akteure, bringt eine WM jedoch enorme Vorteile mit sich. Das Image von Brasilien entspricht durch mangelhafte Berichterstattung in der Welt nicht den Gegebenheiten. Die Werbung, die hier für das Land gemacht wird, ist anders nicht zu erreichen. Nun gibts aber viele Brasilianer, die sich sonst nur für Telenovelas und Amor interessieren und nicht fähig die Tragweite ihres Handeln zu begreifen. Sie schaffen es am Ende fast noch, die positive Werbung in eine Negative zu verwandeln, indem ständig über Demonstrationen und das schlechte Sozialsystem berichtet wird.

              Die WM ist eine Investition, das Geld ist nicht komplett weg, so wie das z. B. für Raketen und Panzer der Fall ist, die man produziert und wieder ungenutzt vernichtet. Es großer Teil geht auch in Infrastruktur und nutz dem Volk. Die einmaligen Ausgaben der WM sind in etwa die der jährlichen Ausgaben für das Militär. Also mir sind die Stadien doch sympathischer.

              Eine Investition auch, welche das Geld was sie kostet mehrfach wieder einbringen kann, auf vielen Wegen.

              Diese unrealistischen Forderungen nach mehr Sozialleistungen sind unglaublich dumm, man kann nur Geld dafür ausgeben was jährlich dafür vorhanden ist. Die WM bringt die Möglichkeit von Wirtschaftswachstum, danach ist dann mehr Geld für soziale Leistungen vorhanden. Man muss erst den Baum pflanzen, bevor man die Äpfel pflücken kann. Bei den Demonstranten sehe ich junge Menschen, welche noch keinen Beitrag für das System geleistet haben können, nur von der vorhanden Strukturen profitiert haben. Was ist denn das für eine Einstellung über Geld verfügen zu wollen, welches Andere erbracht haben?

              Diese Dummheit ärgert mich maßlos für Brasilien. Komisch auch das sich wohl niemand mehr daran erinnern möchte wo Brasil noch vor ein paar Jahren war. Brasil hat Potential, aber dazu müsste sich zunächst mal die Grundeinstellung der Masse ändern, sonst wird das nichts.

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              • AW: WM-Ärger

                @ jakobo : wenn ich mir als otto normalo mal südafrika anschaue , dann hat es seit der wm 2010 auch nicht großartig gebrummt ..................

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                • AW: WM-Ärger

                  von Südafrika kenne ich nichts, kann ich nichts zu sagen. Das BIP ist heute 40 % höher als 2009, das ist zumindest mal eine gewaltige Hausnummer. Was auch immer da hinter steckt, habe keinerlei Bezug zu dem Land. Wenn Brasil im BIP um 40 % zulegt, dann wären die Werbeaufwendung aber ein echtes Schnäppchen

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                  • AW: WM-Ärger

                    Oi Jakobo
                    Wenn man Brasilien kennt, dann weis man, dass die Investitionen in Stadien und Infrastruktur stark an den Bedürfnissen des Volkes aber auch der Industrie vorbeigehen. Und klar, wer gegen die Regierung demonstriert, demonstriert auch gegen die FIFA.
                    Die Investitionen haben nur eine kleine Oberschicht in Bauwirtschaft (-Mafia) und Politiker-Kumpel reich gemacht. Viele Projekte wurden teuer aufwendig geplant, wurden aber nie begonnen oder werden nie fertiggestellt. Das Geld ist aber weg.

                    Die Leute die demonstrieren sind Leute aus dem Mittelstand. Die Leute die sehen, wie die Regierungihre Chancen und die ihrer Kinder verspielt. Die letzten fetten 20 Jahre sind absolut ungenutzt in Brasilien verstrichen. Anstatt das Land zu entwickeln, wurden sich die Taschen vollgesteckt.
                    Das Volk tut genau das, was nötig ist: der Welt zu zeigen, was Brasilien für ein „verkorkstes Land ist, das halt aus mehr besteht als Fußball, Samba und Karneval. Nämlich aus einem Haufen selbst gemachter sozialer Probleme.
                    Wo wird denn da für mehr Sozialleistungdemonstriert? Schulen, Krankenhäuser, Nahverkehr, Sicherheit sind doch keine Geschenke. Brasilianer zahlen überdurchschnittlich mehr Steuern als andere Länder, vornehmlich Verbrauchssteuern, Das Geld für diese Schulen, Gesundheitssystem ist also da, kommt nur nicht wegen Korruption und Verschwendung beim Volk an.
                    Das mit den Bäumchen, die man erst Pflanzen muss um zu ernten ist wohl Ironie von dir. Die Brasilianer pflanzen seit 500 Jahren, hart und schwer, und ernten tun‘s immer die anderen.
                    Aber dazu passt auch die Einstellung, dass Leute die nie geschafft haben, gefälligst erst mal was leisten, bevor sie profitieren. Die sehen genau, was deren Eltern für einen Mindestlohn alles geschafft haben und was sie davon haben.
                    Das sind die Jungen Leute die grade anfangen, ihre „Grundeinstellung der Massen“, die du beklagst, zu ändern. Und die willst du zurück nach Hause schicken, weiter Duckmäusern, wie der Rest Brasiliens in den vergangenen Jahren. Diktatur und die Regierungen danach haben doch dieses Klima von „Dummheit“ wie du es nennst, bewusst erzeugt.
                    Du scheinst aber auch in einer Gegend zu leben, wo die Verhältnisse ganz anders sind als im übrigen Brasilien oder z. B. wie in Minas Gerais, wo ich wohne. Ich erlebe Brasilien hier anders.

                    Gruß
                    Tiradentes


                    PS: ein starkes Wachstum des PIB bedeutet gar nichts, das heißt für SA und Brasilien doch nur, dass die Eliten noch reicher geworden sind. Das Volk, wie man so schön sagt, der kleine Mann“ hat da erst mal nichts von außer harte Arbeit für (in Brasilien) für wenig Lohn.
                    Da würde ich langsam auch auf die Straße gehen, wenn es mein Problem wäre.

                    Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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                    • AW: WM-Ärger

                      das pro Kopf BIP von Brasil liegt bei 11.000 $ das BIP von Deutschland zum Vergleich bei 45.000 $. Brasil liegt da auf einer Stufe mit Gabun oder Libyen. Es sind halt 200 Mio Einwohner (+ X), da kann man bei dem pro Kopf BIP nicht die Sozialleistungen wie in Deutschland erwarten (ich fasst das einfach mal unter dem Wort "Sozialleistungen" zusammen). Ist schlicht nicht möglich, weder mit, noch ohne Korruption. Die Korruption ist in jedem Land das Gleiche, ich befürchte das der Großteil der Menschheit das ausnutzen würde, wenn er die Gelegenheit dazu hat. Insbesondere in Brasil scheint mir das noch mehr in der Natur zu liegen. Ich hasse Korruption wie die Pest aber offensichtlich gehts leider in dieser Welt nicht ohne.

                      Egal, die Demonstrationen gehören NICHT zu einer Sportveranstaltung. In Brasilien hat man die Möglichkeit bei der Wahl die Partei seiner Wahl zu wählen, diese ist somit demokratisch an der Regierung. Also mehr oder weniger, auch so wie überall auf der Welt. Die Demonstranten kosten den Staat Geld, erstens weil die Polizei dafür einsetzen müssen, zweitens, was schlimmer ist, weil es das Image in der Welt nicht verbessert. Was soll sich denn in Brasilien an der Politik ändern, wenn der deutsche Zuschauer am TV etwas über Demos in Brasil sieht? Nichts.

                      Mir kann das egal sein, aber ich finde es halt schade.

                      Der Teil meiner Familie, welcher in Minas wohnt, fand zunächst die Demos gut und war über meine Einstellung dazu verwundert, einschließlich meiner Frau. Inzwischen verstehen sie aber was dort angerichtet wird, sind dagegen und verstehen jetzt warum ich schon immer entsetzt darüber war.

                      Mal abgesehen von dem großen Anteil armer Bevölkerung, ist Brasil auch unproduktiv, deshalb klappt das halt noch nicht. Ich möchte ja die Politik nicht schön reden, aber man muss mal das Ganze sehen.

                      Das wir beide (Tiradentes) da nicht einer Meinung werden ist mir klar, aber das ist ja auch nicht so schlimm, darf ja auch mal unterschiedliche Meinungen geben. Wobei ich auch nicht 100 % anderer Meinung bin, ich sehe es eher auf das Ganze, in einigen Punkten bin ich ja bei dir, aber man kann diese verdammte Korruption wohl leider nicht aus der Welt bekommen.
                      Zuletzt geändert von Jakobo; 15.06.2014, 19:09.

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