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Immobilienerwerb

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      Oi gente,

      ich lebe mit meiner Freundin und unserem gemeinsamen Sohn (4 1/2 Jahre) in Deutschland.
      Ich war schon sehr oft in Brasilien und habe dort auch schon 6 Monate am Stück gelebt.

      Wir würden nun gerne eine Ferienwohnung in einem Condominio kaufen.
      Ich besitze jedoch leider keine CPF, die CPF meiner Freundin ist abgelaufen.
      Möchte die Immobilie natürlich auch gerne auf mich eintragen lassen.

      Laut der Webite weber(dot)bernardo(dot)nom(dot)br --> unter Immobilienerwerb werden folgende Punkte aufgeführt wonach ein Immobilienerwerb ohne Problem möglich sein sollte:
      Immobilienerwerb
      - Ist für Ausländer auch nur mit Touristenvisum möglich;
      - Der Erwerb findet mittels notariellen Kaufvertrag statt;
      - Eigentum wird ähnlich wie in Deutschland ins Grundbuch eingetragen,
      daher als sicher anzusehen;
      - Die Vertretung durch Bevollmächtigte beim Abschluss des
      Kaufvertrages ist möglich, die persönliche Anwesenheit des Käufers
      daher nicht zwingend;
      - Zur Sicherung des Kaufes zu einem späteren Zeitpunkt oder bei
      Teilzahlung können Kaufvorverträge mit einer Anzahlung geschlossen
      werden;
      - Es ist noch viel Agrarland in Form von fruchtbarem Acker- und
      Weideland erhältlich; für Ausländer bestehen bei Agrarland jedoch
      Erwerbsbeschränkungen


      Sind diese Aussagen richtig?
      Der derzeitige Besitzer des Objekts ist nach Auskunft des Maklers ein Schweizer. Für die Abwicklung kommt laut Makler beispielsweise die Inanspruchnahme eines Notaranderkontos im europäischen Raum in Frage. Die Verfahrensweise würde dann wie folgt aussehen:
      Nach erfolgter Unterschrift des Vorkaufvertrages überweist der Käufer den gesamten Kaufpreis auf ein Notaranderkonto. Mit der Vorlage des notariellen Kaufvertrages, welcher die Veräusserung an die Käufer ausweist, kann der Verkäufer dann seinen Anspruch auf die Einlage auf dem Notaranderkonto geltend machen.

      Was haltet Ihr von dieser Vorgehensweise?
      Was sollte ich noch vorher klären?
      Für den Eintrag ins Grundbuch müsste ich doch auf jeden Fall vor Ort sein oder?

      Wäre für Eure Tipps sehr dankbar!

      Baracuda
      www.salvadorbrasil.de

    • #2
      AW: Immobilienerwerb

      Immobilienerwerb in Brasilien ist relativ einfach.

      Allgemein Empfehlung:
      Konsulate halten eine Liste von Vertrauensanwälten bereit.

      Es empfiehlt einen Anwalt seines Vertrauens zu beteiligen,
      wie erzählte mir ein solcher Mal:
      Besser vor Kauf prüfen lassen wer Eigentümer ist und was im Grundbuch eingetragen ist.

      Evtl. sollte man auch darüber nachdenken, wer als Käufer auftritt, Du alleine oder Du mit Freundin, man sollte die Zukunft nicht aus den Augen verlieren.
      Wenn Deine Freundin kein eigenes Geld mitinvestiert würde ich auch alleine und auf meinen Namen kaufen.
      Eine andere Empfehlung ich würde das Objekt etc. selbst sehen wollen, d.h. nur während Brasilienaufenthaltes kaufen, wenn Du in Brasilien bist kannst Du Dir auch relativ schnell eine CPF besorgen.

      Kommentar


      • #3
        AW: Immobilienerwerb

        Solltest zunächst einmal kontrollieren, ob die Immobilie dem Verkäufer überhaupt gehört, und auch keine Lasten auf der Immobilie sind, z.B. Grundsteuern, Condominio, etc. bezahlt wurden.

        Die kriegt sonst nämlich der Käufer, also Du, hinterher rangehängt.

        Such mal hier nochmal rum, das haben früher schon ein paar Leute, die mehr Ahnung haben als ich, ausführlicher beschrieben.

        CPF bekommst Du problemlos bei der Receita Federal.
        ich habe mir erst im März eine besorgt... auf der Caixa Federal ging's irgendwie nicht, wegen Wehrdienst. Kam nur ein Zwischenbescheid, mit dem ich dann nochmal zur Receita Federal musste.

        Die Karte wird dann so nach 3 Wochen per Post übersandt.

        Auf dem Site der Botschaft, oder der Receita Federal, kannst Du die auch aus Deutschland beantragen (soll wohl 3 Monate dauern).

        Kommentar


        • #4
          Re: Immobilienerwerb

          Olá Baracuda

          Als dipl.Immobilienmakler hier in Brasilien, kann ich sicher kompetent Auskunft geben.

          1. Die CPF kannst Du mit wenig Aufwand bei der zuständigen RF in dem Bundesstaat (immer in der Hauptstadt) lösen. Dazu ist es am besten, wenn Du persölich anwesend bist. Bitte einen Geburtsschein mitnehmen, auf dem der Name Deines Vaters und Deiner Mutter eingetragen sind.Natürlich auch Deinen Pass.

          2. Eine "Procuração" (Vollmacht) nur an einen imatrikulierten Immobilienfachmann (mit CRECI Nummer*) abgeben. Er soll Dir seinen Ausweis zeigen, im Zweifelsfall kannst Du das bei der örtlichen CRECI per Telefon abklären, ob alles i.o. ist. Er soll Dir zeigen, dass die Liegenschaft auf den Verkäufer rechtsgültig eingetragen und unbelastet ist. Die vom Cartorio do Registro.

          3. Der Makler kriegt vom Verkäufer die Provision und nicht von Dir.

          4.Wenn Du nicht sicher bist, kannst Du eine Anwalt beziehen wie das Einbeck vorgeschlagen hat. Das ist natürlich mit Kosten für Dich verbunden

          5. Die Kosten für die Übertragung des Eigentumes, (Escritura und Registro) in den entsprechenden Cartorios sind vom Käufer zu tragen.

          6. Ops, in letzter Minute noch gesehen. Überweis nicht den gesamten Kaufpreis auf einmal. Anzahlung von ca. 30%, den Rest mit Check (z.B. von dem Konto Deiner Frau) von der Bank ausgestellt. Die Übergabe findet statt im Cartorio beim Aushändigen der Escritura.

          * CRECI ist eine Untersektion (in jedem Bundesland vorhanden) der COFECI
          (Dachorganisation der Immobilienmakler) mit Sitz in Brasilia. Ich kann Dir
          versichern, dass das eine seriöse Angelegenheit ist.

          abraço


          James


          Kommentar


          • #5
            AW: Immobilienerwerb

            Zitat von Einbeck Beitrag anzeigen
            Konsulate halten eine Liste von Vertrauensanwälten bereit.
            Ich hatte in letzter zeit viele Probleme mit den "Vertrauensanwälten".
            Die Kanzlei Weber & Bernardo in Salvador gibt das deutsche Honorarkonsulat auf ihrer Web-Seite als Referenz an. Beim Honorarkonsulat hat man mir dann erzählt, dass sie lediglich deutschsprachige Anwälte benennen. Mit "Referenz" hat das nichts zu tun.

            Ich wollte auch eine Immobilie erwerben. Und hatte mich dummerweise für Weber und Bernardo entschieden. Anwalt Weber hatte sein Honorar mit 3000BRL angegeben. Die CPF sollte mich nochmal zusätzlich 250BRL kosten.
            Für Immobilienangelegenheiten ist Daniel Moser zuständig. Damit die Sache ins Rollen gerät sollte ich 1500BRL Honorarvorschuss und 500BRL Kostenvorschuss bezahlen. Am 13.03.2009 Verbuchte die Kanzlei den Geldeingang. Obwohl Herr Moser wusste, dass es andere Interessenten für die Immobilie gab, geschah erstmal sogut wie garnichts.
            Mir wurden erstmal die Vollmachten für den Immobilienerwerb und für die CPF-Beschaffung zugeschickt. Anstatt dass Herr Moser in der Zeit bei der Prefeitura vorbei schaut und die notwendigen Dokumente für den Immobilienerwerb besorgt, wurde erstmal in aller Ruhe abgewartet, bis meine CPF vorhanden war.
            Mit dem Makler hat sich der Anwalt so gut wie garnicht befasst. Verhandlungen fanden nicht statt. Korrespondenz lief so gut wie nur über e-mail. Verzweifelt hat mich der Makler dann hier in Deutschland angerufen und mich gebeten, dem Anwalt zu sagen er solle ihn anrufen. Ich gab dem Makler dann die Nummer der Kanzlei.
            Letztendlich wurde die Immobilie dann anfang April an jemand anders Verkauft. Markler und Eigentümer waren das warten satt. Was der Markler über meinen Advocado gesagt hat, dass schreibe ich hier lieber nicht.
            Natürlich wollte ich dann eine Abrechnung, und einen Teil meines im Vorraus gezahlten Geldes zurück.Auf eine Abrechnung wartete ich erstmals vergeblich. E-mails blieben Unbeantwortet. Anruf in der Kanzlei: "Herr Moser ist krank". Was er hat und wie lange es vorraussichtlich ist, gehe mich nichts an. Ein paar Tage später erreichte Ich dann doch Herrn Moser, der mir versicherte, er würde sich darum kümmern. Es geschah wieder nichts.

            Am 14.05 habe ich mich dann an das Generalkonsulat gewendet.
            Siehe da, abends am gleichen Tag hatte ich dann die meiner Meinung nach völlig überteuerte Abrechnung(per email zugesendete Exel-datei). Und die nachricht: "entschuldigen Sie bitte, dass wir uns erst jetzt melden. Die Kanzlei war in den letzten Wochen rund um die Uhr mit Angelegenheiten anderer Mandanten beschäftigt, so dass wir uns nicht eher um Ihr Anliegen kümmern konnten......Den Gegenwert Ihres verbleibenden Guthabens in höhe von.....bis ende nächster Woche rückvergüten.

            Dass die Kanzlei so ausgelastet war, hatte mich gewundert. Herr Moser Verkauft nebenbei Immobilien bei Immobras. Als ein bekannter von mir dort wegen einer Immobilie anfragte, kam die Antwort mit Vorschlag zum Besichtigungstermin keine 5 Minuten später.

            Für die CPF wurden dann 300 statt 250BRL berechnet (erzähl das mal einem Brasilianer) und der Posten: 500BRL für Erbrachte Leistung in Bezug auf den Immobilienerwerb schlug mir besonders auf den Magen.

            Ich hatte blöder Weise wieder in die Tasten gehauen, den CPF-Posten der ja 50BRL teurer geworden ist bemängelt, und gefragt, ob ich das Geld und die CPF auch abholen lassen kann.
            Die E-mail blieb bis heute unbeantwortet, auf meinem Konto sind keine 844BRL erschienen, und morgen Rufe ich mal wieder Veronica beim Deutschen Generalkonsulat in Salvador an.

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            • #6
              Re: Immobilienerwerb

              Tut mir leid für Dich schubidudidu. Aber lehrreich ist Dein Beitrag alleweil.

              Nicht alle Anwälte in Brasilien sind so, aber da gibt es schon ein paar Helden, die das Geld von Leuten wie Dir das Geld des Kunden aus den Taschen ziehen und gar nichts unternehmen, ausser ein dicke Anzahlung einzustecken.

              Das die für das CPF R$ 300,00 verlangen, ist eine Frechheit.

              Hoffentlich lesen diesen Beitrag auch die User hier, die immer und sofort nach einer Anfrage über Immoblilienerwerb einen Anwalt empfehlen.

              Trau schau wem!

              abraço

              James


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              • #7
                AW: Immobilienerwerb

                Ich habe in den letzten 15 Jahren 11 Immobilien erworben und 2 veraeussert, alle durch den gleichen Notar abgewickelt. Ich habe nie einen Anwalt benoetigt. Wichtig ist ein serioeser tabelião (Notar). Der Rest ist Lauferei fuer den Verkaeufer. Er muss vom Cartório de registro den aktuellen "Certiedão de Ônus Reais" beibringen (sozusagen ein aktueller "Katasterauszug"). Aus dem geht hervor, wer der Besitzer ist und ob die Immobilie mit Hyphoteken belastet ist. Vor dem Kauf muss die ITBI (Grunderwerbsteuer), i.H.v. 2 % bezahlt werden. Den Guia de ITBI gibt es von der Stadtverwaltung nur, wenn keine IPTU(Grundsteuer)-Schulden bestehen. Weiterhin muss der Verkaufer sogenannte "Certidões Negativos" (Negativbescheinigungen) von dem Bundes- und Landesgericht anliefern, die besagen, dass die Immobilie nicht durch Gerichtsentscheidungen z.Bsp. gepfaendet wird. Bei Condomínios verlangt der Notar dann noch einen Bescheid, dass die "taxa de condomínio" (Wohngeld) bezahlt ist (von der síndica unterschrieben und die Unterschrift im Cartório beglaubigt).
                Ein Anruf beim Energie- und Wasserversorger verschafft Klarheit, ueber eventuelle Aussenstaende.
                Die Gesamtkosten, ITBI, Cartório (Notariat), Cartório de Registro (Katasteramt) belaufen sich auf ca. 5,5 % vom V.V.I. (Valor Venal do Imóvel), unabhaengig, ob ein niedrigerer Wert im Kaufvertrag angegeben ist.
                Gruss aus Maceió
                Thomas

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                • #8
                  AW: Immobilienerwerb

                  Am heutigen Tage hat Herr Nico Tetzner unter seinem Alias „Schubidudidu“ in diesem Forum einen Beitrag veröffentlicht, der unserer Kanzlei in Salvador, Bahia unrichtigerweise im Wesentlichen Untätigkeit und exzessives Honorar unterstellt. Ich widerspreche diesen Darstellungen scharf, sie sind grob unrichtig. Für Herrn Tetzner ist es relativ einfach, pauschale Verurteilungen auszustoßen, da er von der Komplexität der Sache natürlich keine Ahnung hat und zudem in einem einfachen Forum nichts beweisen muß. So unterläßt es Herr Tetzner leider mitzuteilen, daß es ohne eine C.P.F. (das ist die brasilianische Steuernummer) und eine entsprechende notarielle Vollmacht zum Immobilienerwerb, in der wiederum die zuvor einzuholende C.P.F. einzutragen ist, ein Immobilienerwerb in Brasilien unter keinen Umständen möglich ist.
                  Diese C.P.F.-Nummer hatte Herr Tetzner nicht und als er uns beauftragte, befand er sich bereits wieder in Deutschland, so dass wir diese C.P.F für ihn in seiner Abwesenheit mittels notarieller Vollmacht vor Ort beantragen mussten. Eine solche Vollmacht mußte aber von einem Notar ausgestellt, von uns abgeholt und an ihn übersandt und dann von ihm unterschrieben an uns zurückgeschickt werden, damit die C.P.F. beantragt werden kann. Erst dann, nach Erteilung der C.P.F. durch das Finanzamt und der Eintragung der C.P.F. in eine weitere notarielle Vollmacht für den Immobilienerwerb, kann diese Rechtskraft erlangen. Leider ziemlich kompliziert und auch ein bißchen Arbeitsaufwendig, aber Herrn Tetzner lag offenbar nicht daran, sich mit solchen Kleinigkeiten aufzuhalten. Immerhin hat er ja im Endeffekt ganze € 378,- an unsere Kanzlei gezahlt, da ging es um Größeres.

                  Die Darstellung ist aber auch sonst grob unrichtig. Im Folgenden daher die Richtigstellung, also der tatsächliche Ablauf unserer Tätigkeit in Bezug auf dieses Mandat in allen wesentlichen Schritten:

                  3.3.09 Herr Tetzner erteilt uns mittels E-Mail das Mandat zu einem Immobilienerwerb. In der Zeit vor Karneval, also irgendwann vor dem 18.2.2009 gab es hierzu einen ersten telefonischen Kontakt, jedoch ohne dass es dabei zu einer Mandatserteilung kam. Neben allgemeinen Angaben in Bezug auf das Objekt, wie Kaufpreis, Grundstücksfläche, etc., teilt uns der Mandant mit, dass er Kenntnis von der Existenz anderer Kaufinteressenten hat.

                  4.3.09 Die Kanzlei nimmt telefonisch Kontakt zu den Eigentümern auf, welche wiederum an den zuständigen Immobilienmakler verweisen.

                  4.3.09 In der ersten E-Mail der Kanzlei an den Makler werden alle dem Verkäufer bereits vorliegenden für die Veräußerung relevanten Dokumente eingefordert, welche zur Abwicklung des Immobilienerwerbs notwendig sind (das sind eine ganze Menge!).

                  6.3.09 Der Makler erklärt sich dazu bereit, alle Dokumente eingescannt per E-Mail zu übermitteln. Er weist dabei aber darauf hin, daß die in Rede stehende Immobilie weiterhin online inseriert wird.

                  10.3.09 Der Makler übermittelt die „Escritura Pública“ (notarieller Kaufvertrag) als PDF-Archiv. Das ist zur Einschätzung der rechtlichen Situation (Eigentumslage, Grund- und Steuerschulden, Baugenehmigung etc.) bei Weitem nicht ausreichend.

                  11.3.09 Unsere Kanzlei übersendet die notariellen Vollmachten für C.P.F.-Antrag und Immobilienerwerb per Eilpost (DHL) an den Mandanten. Zwischen der Mandatserteilung und der Versendung der notariellen Vollmachten für C.P.F.-Antrag und Immobilienerwerb vergingen exakt 8 Tage oder 6 Arbeitstage! In diesem Zeitraum erfolgten die Übermittlung der Personaldaten an das Notariat, die Ausfertigung der entsprechenden Vollmachten durch den Notar, sowie die Abholung und Versendung derselben. Ich möchte den Anwalt kennenlernen, der das schneller macht. Hinzu kommt, dass wir bis dahin weder einen Honorar- noch einen Kostenvorschuß erhalten hatten und somit mit den notariellen Kosten, den Portokosten sowie den Transport- und Kommunikationskosten in Vorleistung gegangen waren.

                  12.3.09 Der Makler teilt mit, dass anderweitige Kaufinteressenten einen Besichtigungstermin für den darauf folgenden Samstag anberaumt haben und stellt gleichzeitig klar, dass er bei einem konkreten Kaufangebot auf unseren Mandanten keine Rücksicht nehmen wird.

                  12.3.09 Unsere Kanzlei teilt dem Makler mit, dass wir die Vollmachten zum Immobilienerwerb sowie dem CPF-Antrag bereits an unseren Mandanten geschickt haben und einen entsprechenden Rücklauf seinerseits erwarten. Zudem wird informiert, dass in der Zwischenzeit die zur Abwicklung benötigten Bescheinigungen bezüglich der Immobilie und der Verkäufer von unserer Kanzlei eingeholt werden.

                  13.3.09 Der Makler behauptet, dass ihm alle benötigten Bescheinigungen bereits vorliegen (ohne diese jedoch vorweisen zu können). Zudem teilt er mit, dass ihm die Eigentümer freie Hand erteilten, um an den ersten konkreten Kaufinteressenten zu verkaufen, insbesondere auch deswegen, weil unser Mandant schon seit geraumer Zeit direkt mit den Verkäufern in Kontakt stand. Er will einen Kaufvorvertrag abzuschließen. Dies war aber nicht möglich, da es ohne die Vollmacht für den Immobilienerwerb zu keinem Vertragsabschluss kommen konnte. Beide Vollmachten (Immobilienerwerb, CPF-Antrag) lagen uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.
                  Von der Vorgeschichte, das heißt, den ausgedehnten Verhandlungen zwischen dem Eigentümer und unserem Mandanten, hatten wir bis dahin keine Kenntnis. Wir wussten lediglich, dass sich die Parteien auf einen konkreten Kaufpreis geeinigtt hatten, ohne zu wissen, wie lange sich die Verhandlungen bereits hingezogen hatten.

                  13.3.09 Unsere Kanzlei stellt dem Makler gegenüber klar, dass unser Mandant ein unverändertes Interesse am Erwerb der Immobilie hat und weist darauf hin, dass wir dabei sind, die Vollmachten beizubringen, welche uns in der Angelegenheit Verfügungsgewalt einräumen. Zudem erklären wir, dass sich unser Mandant im Ausland aufhält, was die Beibringung der Vollmachten verzögert.

                  Anmerkung: Am 13.3.09 verzeichnen wir den Eingang der Anzahlung in Höhe von € 677,-R$. Das entsprach R$ 1.500,- Anzahlung auf das vereinbarte Honorar (R$ 3.000,-) sowie R$ 500,- Kostenvorschuss. In der Konsequenz bedeutet dies, dass wir mit sämtlichen Tätigkeiten bis dahin in Vorleistung gegangen waren! Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es bei im Ausland wohnhaften Mandanten nicht üblich ist, ohne Anzahlung zu arbeiten, da Honorarforderungen im Rahmen der internationalen Gerichtshilfe nur schwer beizutreiben sind. Aber man vertraut ja, immerhin handelt es sich um Deutsche.

                  25.3.09 Die Kanzlei teilt dem Makler mit, dass nunmehr die Vollmachten vorliegen.

                  Der formelle CPF-Antrag wurde aufgrund der dafür erteilten Vollmacht am 31.3.09 gestellt. Die Nummer lag dann am 2.4.09 vor.

                  31.3.09 Der Makler drängt (aus seiner Sicht völlig zu Recht, schließlich will er seine Komission) auf den Abschluss eines notariellen Kaufvertrages. Er stellt klar, dass bislang keinerlei vertragliche oder rechtliche Bindung besteht. Wir teilen mit, dass wir umgehend die Verträge abschließen werden, sobald wir die C.P.F erhalten und mit durch Vollmacht vermittelter Verfügungsgewalt ausgestattet sind.

                  5.4.09 Der Makler teilt uns mit, dass die Immobilie bereits veräußert wurde. Wir erwarten die Stellungnahme des Mandanten.

                  Der Mandant hat sich irgendwann später telefonisch gemeldet und eine Abrechnung gefordert. Das ist auch vollkommen richtig. Allerdings, um ehrlich zu sein, war die Kanzlei in dieser Zeit dann zum Glück ausgelastet mit Mandaten, bei denen es nicht um € 677,- ging, von denen dann abzüglich Kosten € 280,- bei uns verblieben, sondern um richtiges Geld. Da wir eine recht teure Struktur aufrechterhalten müssen, sind wir darauf angewiesen, solchen Mandaten, an denen wir auch effektiv etwas verdienen, unsere erhöhte Aufmerksamkeit zu zollen. Tatsächlich musste der Mandant daher einige Male mahnen, bis wir dazu kamen, die Abrechnung zu machen.

                  14.5.09 Der Mandant erhält eine Abrechnung. Da die Erfüllung des Mandates nicht möglich war, ohne dass wir dies zu vertreten hatten, wurde nach der tatsächlich erbrachten Arbeitsleistung abgerechnet. Hierbei wurden die Tätigkeiten, welche zuvor in einem Pauschalhonorar in Höhe von R$ 3.000,- enthalten waren, in Einzelposten aufgesplittet. So kommt es zum Beispiel dazu, dass wir für die Erlangung der C.P.F. unser hierfür übliches Honorar in Höhe von R$ 300,- abgerechnet haben. Für die Tätigkeiten, welche wir zum Immobilienerwerb entfaltet haben, ohne dass dieser dann abgeschlossen werden konnte, erhoben wir ein Honorar in Höhe von lächerlichen R$ 500,- (in EURO: € 178,57).

                  Der Mandant hat den Betrag noch einige Male bemängelt, dann jedoch am 18.5.09 angenommen und uns mitgeteilt, er würde es vorziehen, die Rückerstattung in Bar in brasilianischen R$ vor Ort in Salvador zu erhalten. Hiermit waren wir einverstanden. Am heutigen Tage! wurde uns eine Person genannt, der der Betrag morgen übergeben werden sollte. Heute wurde ich von einem Bekannten aus Deutschland auf den Beitrag des Herrn Tetzner in diversen Internetforen hingewiesen. Aufgrund seines Gesamtverhaltens ist es uns nicht möglich, die vereinbarte Rückzahlung seinem Wunsch entsprechend in Bar an irgendwelche Dritte in Brasilien vorzunehmen, vielmehr haben wir den Betrag heute an sein deutsches Konto angewiesen.

                  So und nicht anders war der tatsächliche Verlauf dieser Angelegenheit. Unsere deutsche Korrespondenzkanzlei in Berlin prüft derzeit die rechtlichen Schritte, welche gegen Herrn Tetzner in Deutschland einzuleiten sind. Trotz oder gerade wegen der neuen Freiheit im Internet alles mit Leichtigkeit zu verbreiten, sind üble Nachrede und geschäftsschädigendes Verhalten relevante Tatbestände, die es zu bekämpfen gilt. Wir werden dies tun. Für weitere entsprechende Rückfragen stehe ich Interessierten jederzeit zur Verfügung: Weber und Bernardo Rechtsanwälte, Telefon 0055 71 32414291 oder 0055 71 88511427 oder mail weber@weber.bernardo.nom.br

                  Kommentar


                  • #9
                    AW: Immobilienerwerb

                    Ist das eigentlich so rechtens, dass die Sache hier so öffentlich gemacht wird, gibt es da nicht sowas wie Datenschutz? Also wenn mein Anwalt das so veröffentlichen würde, hätte er am nächsten Tag garantiert Post von einem Berufskollegen!! Zeugt auch nicht gerade von Professionalität sich in einem Brasilienforum in dieser Art zu einer Privatsache zu äussern!

                    Kommentar


                    • #10
                      AW: Immobilienerwerb

                      Zitat von Weber & Bernardo Beitrag anzeigen
                      Aufgrund seines Gesamtverhaltens ist es uns nicht möglich, die vereinbarte Rückzahlung seinem Wunsch entsprechend in Bar an irgendwelche Dritte in Brasilien vorzunehmen, vielmehr haben wir den Betrag heute an sein deutsches Konto angewiesen.[/FONT][/SIZE][/FONT]
                      So und nicht anders war der tatsächliche Verlauf dieser Angelegenheit.
                      Hervoragende Gegendarstellung Herr Moser.
                      ich habe mir jedenfalls Ihre Kontaktdaten notiert, wenn ich mal einen Anwalt für Imobilien brauche weiss ich an wen ich mich wenden muss.
                      Prost
                      AMAZONASTOUREN, REISEBÜRO, BETRIEBSBERATUNG
                      Skype''' robertwolfgangschuster

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