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Nochmal Geburt und Aufenthalt ....

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      Hallo,

      ich habe mich mal eingelesen hier in diesem Forum wegen der Geburt meines Kindes. Trotzdem habe ich leider noch ein paar Fragen:

      Ich, der Vater: Deutscher
      Mutter: Brasilianerin

      Klar ist, dass unser Kind (Junge: Thiago Leander, Mädchen: Jasmin Thiara, Geburtstermin: 15.11.04) automatisch die brasilianische Staatsangehörigkeit erhält. Soweit, so gut.

      Nun geht es los. Die Mutter ist noch in Paraguay mit einem
      Paraguayer verheiratet und die Scheidung läuft recht schleppend
      und schwierig.

      Ich werde sie also erst in ca. 1 Jahr in Brasilien heiraten können.
      Ich selbst lebe derzeit noch in Paraguay, wo ich einen super Job habe.
      Habe die Paraguayische Cedula (Personalausweis) mit 10 Jahren Gültigkeit. Angeblich soll das aber kein Vorteil sein, obwohl Mercosur, denn für Deutsche ist der Reisepass ausschlaggebend, auch in Brasilien.
      Also 90 Tage Visa? Oder doch aufgrund Cedula im Mercosur den Daueraufenthalt?

      Tja, und dann muss ich mein Kind bei der deutschen Botschaft anmelden, dann hat es 2 Staatsbürgerschaften auf Lebenszeit, richtig?
      Nur muss ich die Vaterschaft nach deutschem Gesetz nachweisen, was
      bedeutet dies? (Habe ich auf der Botschaftsseite gelesen)

      Gehen wir davon aus, ich lebe mit brasilianischer Freundin (die paraguayische Ehe ist in Brasilien nicht registriert, sie gilt als Soltera, faktisch könnte man heiraten, aber machen wir nicht weil illegal, etc.)
      und einem brasilianischen Kind in Brasilien, wie schwierig ist es, Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis zu erhalten?

      Habe logischerweise den Imigrationsstempel aus Paraguay im Paß. Machen die da Schwierigkeiten, oder akzeptieren sie das auch? Oder reicht etwa die Cedula aus PY?

      Ok, wir würden in der Nähe von Foz de Iguazu in Parana leben, ich könnte alle paar Monate mal nach Ciudad del Este (habe ich anfänglich in Asunción mit Argentinien so gemacht) um neuen Aus- und Einreisestempel zu holen.

      Aber wir tragen uns halt wirklich mit dem Gedanken, ganz in Brasilien zu leben, deswegen muss ich das auch Jobtechnisch ein bisschen planen.
      Zur Not muss ich halt auf Antarctica verzichten, Brahma gibts hier wenigstens in Asunción und weiter hier in Paraguay leben und arbeiten.
      Aber dem Kind zuliebe wäre Brasilien die weitaus bessere Wahl.

      Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tips geben, wie man das am besten deichselt. Und vielleicht auch wie man es macht und nicht wie es offiziell normal läuft. Ich weiss, in Brasilien ist das alles ein bisschen "ordentlicher" als in Paraguay .... hier kann man ne Menge Dinge auch mit Coima regeln ))))) Also, ich danke euch für eure Tips und Anregungen.

      Liebe Grüße aus Asunción

      DigDigger

      P.S.: Meine Frau ist übrigens bereits in Brasilien und wird dort auch das Kind zur Welt bringen ... nur zur Info


    • #2
      oh la la, das sind ja viele Sachen auf einmal... das wird kompliziert;

      Mal ganz langsam - zuerst gratuliere ich zur Vaterschaft !

      Deutsche Staatsangehörigkeit:
      Wenn Du als Vater in der Geburtsurkunde drin stehst, dann kann das Kind auch die deutsche Staatsangehôrigkeit erhalten (egal ob mit der Mutter verheiratet oder nicht)
      Aber Vorsicht: Nach deutschen Recht ist (oder war jedenfalls so), wurde als Vater bei verheirateten Damen immer automatisch der Ehemann angesehen !!!
      Dieses Gesetz sollte mal geändert werden, ich weiss jetzt nicht, ob dies schon gemacht wurde !!

      Notfalls würde ich Geburt in Brasilien als "solteira" empfehlen, und überall bei deutschen Behörden verschweigen, dass die Mutter bei der Geburt verheiratet war !!

      Stehst Du als Vater in der Geb.Urkunde drinne, dann kann das Kind auch recht problemlos die Deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.
      Die Botschaft benötigt u.a. die Geburtsurkunde des Kindes (wo Du halt als Vater drinne stehen müsstest), die von der Mutter, und Deine auch. + den ganzen anderen Krimskrams (gibt Dir alles die Botschaft auf)

      Das ganze geht an das Standesamt Berlin. Dauert ein paar Monate, es ist aber egal, ob Ihr verheiratet seid oder nicht...; das Kind bekommt die Staatsangehörigkeit, (solange du in o.g. Geb.Urk. als Vater genannt bist)

      Du kannst den Antrag auch direkt beim Standesamt in Berlin machen, die Botschaft ist dann aber schnell beleidigt war bei mir jedenfalls so.
      Da wollten die dann plötzlich eine Beglaubigung meines Passes, obwohl dieser von der Botschaft selber ausgestellt wurde !! hehe; grins
      +++
      Lebenslang: nein, ist es nicht, normalerweise muss das Kind mit 21 Jahren wählen, wenn es mehrere Staatsangehörigkeiten besitzt.

      Im Formular der Botschaft wird auch nach gefragt, ob das Kind eine andere Staatsbürgeschaft erworben hat, oder Anspruch hat. Und auch WARUM !!
      Da schreibst ruhig rein, dass dieses die andere Staatsbürgerschaft AUTOMATISCH durch Geburt im Lande erhält.

      In diesem Falle ist das Kind mit 21 Jahren nicht gebunden die andere Staatsangehörigkeit wieder abzugeben ...

      °°°
      Aufenthalt in Brasilen als Touri: darfst Du eigentlich nur 180 Tage pro Jahr !
      also maximal 2x 90 Tage.
      Es gab schon Tipps, dieses mit 2 Paessen zu umgehen, ich weiss nicht, ob dies klappt, oder noch klappt (.... jetzt evtl.Personendaten, etc. gespeichert im Computer an der Grenze??)

      Aber: wenn Du Vater eines brasilianischen Kindes bist - und mit der Mutter zusammenlebst - dann kannst Du normalerweise auch die Aufenthaltsgenehmigung bekommen.

      Also statt als Touri illegal, lieber ein paar Formulare ausfüllen und die Permanencia holen

      +++
      Kleiner persönlicher Tipp: ich würd den Vornamen schon so wählen, dass Deutsche auch keine Probleme mit der Aussprache haben.... Wer weiss, vielleicht will das Kind ja mal in D leben... dann ist es schon komisch wenn man ewig seinen Vornamen buchstabieren muss, dieser falsch geschrieben/ausgesprochen wird, etc. Das nervt dann schnell....
      Ging mir früher so, ich habe meine Eltern deswegen manchesmal verflucht !

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      • #3
        Re: Nochmal Geburt und Aufenthalt ....

        Zitat von digdigger
        Ich, der Vater: Deutscher
        Mutter: Brasilianerin

        Klar ist, dass unser Kind (Junge: Thiago Leander, Mädchen: Jasmin Thiara, Geburtstermin: 15.11.04) automatisch die brasilianische Staatsangehörigkeit erhält. Soweit, so gut.


        Tja, und dann muss ich mein Kind bei der deutschen Botschaft anmelden, dann hat es 2 Staatsbürgerschaften auf Lebenszeit, richtig?
        Nur muss ich die Vaterschaft nach deutschem Gesetz nachweisen, was
        bedeutet dies? (Habe ich auf der Botschaftsseite gelesen)
        Bei der Registrierung des Kindes unbedingt die Frist von 1 Jahr beachten. Du musst Dein Kind innerhalb von 1 Jahr nach der Geburt bei einem dt. Konsulat/Botschaft registrieren lassen, damit er/sie die dt. Staatsangehörigkeit erhält. Danach geht dies nicht mehr für Kinder die nach dem 1.Januar 2000 im Ausland (nicht Deutschland) geboren wurden :!: :!: :!:

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        • #4
          Ich erlaube mir an dieser Stelle eine kleine Korrektur.

          Laut eines Postings unsere lieben Paula, brauchen sich in Brasilien geborene Kinder aus Mischehen nicht nach einer gewissen Zeit zu entscheiden.
          (Ich dachte immer mit 18 Jahren).
          Sie behalten beide Nationalitäten.

          Bei der Permanencia, die digdigger, ohne Weiteres beantragen, kann ist zu beachten, das er nach Anttragstellung der Policia Federal eine intakte Familie vorzeigen muss. Also fester Wohnsitz in BR.
          Die PF kommt unangemeldet und schnüffelt in der Wohnung rum.
          Es werden auch 2 Zeugen aus der Nachbarschaft zur Unterschrift einer Beglaubigung gebeten.

          Ansonsten sieht das doch alles gar nicht so kompliziert aus.

          Viel Glück
          sigpic

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          • #5
            meinen Sohn (05.01.2000 geboren !!) hab ich auch erst nach 18 Monaten beim deutschen Standesamt gemeldet... und das ging auch problemlos durch.

            Darauf verlassen würde ich mich aber nicht !!! Besser so früh wie möglich !!
            Notfalls, sollte mal eine Frist von den Eltern verpasst worden sein, es können auch andere Verwandte den Antrag auf die deutsche Staatsangehörigkeit stellen, Z.B. Oma und Opa.
            Diese müssen ja nicht unbedingt von der Geburt in kenntnis gesetzt worden sein, sondern erst 5 jahre später davon erfahren haben.
            Auch für die Grosseltern gilt die Frist, aber erst nachdem diese Kenntnis davon erhalten haben. Das kann auch nach mehreren Jahren sein. (...mein Sohn ist untergetaucht... jetzt kreuzt er plötzlich mit 5 Kindern wieder auf...)

            Sollte alles abgelehnt worden sein, unbedingt die Korrespondenzen und Antragskopien aufheben.
            Mit spätestens 18 darf auch das Kind den Antrag selbst stellen. Es kann ja nichts dazu, dass sein Vater oder Mutter damals nicht wollten, dass es die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen sollte, bzw. Fristen versäumt haben.
            Das Kind hat jedenfalls ein Recht darauf und kann den Antrag auch selbst stellen. Da wird die 1 Jahres Regelung wohl kaum in Betracht kommen können. Da könnten Korrenzpondenznachweise mal nützlich sein,.. zumindest als Nachweis, dass der deutsche Elternteil auch schon einmal die entsprechenden Schritte machen wollte.

            Anmerkung zu den Fristen:
            ich glaube die wurden mehr eingeführt, um Osteinsiedler der 3.Generation abschmettern zu können.
            Halt jene, die gar keine Beziehung zur deutschen Kultur haben, und sich nur wegen der wirtschaftlichen Vorteile an den längst verstorbenen Opi deutscher Abstammung erinnern.
            Ich habe den Eindruck, dass die Fristen bei den Kindern von Deutschen im Ausland sehr tolerant gehandhabt werden. Ich jedenfalls hatte bei beiden Kindern die offiziellen Fristen verpasst, und beide Male kam nicht einmal eine Rückfrage diesbezüglich.

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            • #6
              Geburtsregistrierung

              Zitat von miki
              Kleiner persönlicher Tipp: ich würd den Vornamen schon so wählen, dass Deutsche auch keine Probleme mit der Aussprache haben.... Wer weiss, vielleicht will das Kind ja mal in D leben... dann ist es schon komisch wenn man ewig seinen Vornamen buchstabieren muss, dieser falsch geschrieben/ausgesprochen wird, etc. Das nervt dann schnell....
              Man kann in Brasilien als Vater (nachgewiesen bzw. von der Mutter bestätigt) bei der Geburtsregistrierung auch den eigenen Nachnamen als Namenszusatz dem Kind geben, obwohl man mit der Mutter nicht verheiratet ist. Somit verdeutlicht man dem deutschen Konsulat durch die brasilanischen Geburtsurkunde, dass es tatsächlich das eigene Kind ist. Also es wäre gut, wenn der Vorname gut in beiden Ländern ausgesprochen werden kann und auch, wenn das Kind ein deutschen Nachnamenzusatz besitzt.
              Wie es jetzt ist, wenn die Mutter noch verheiratet ist, weiß ich leider nicht. Es kann sein, dass es wegen der automatischen Vaterschaftsvermutung (Ehemann) nicht geht, vielleicht hilft in solchen Fällen ein DNA-Test, der zweifelsfrei (99,999%) die Vaterschaft feststellen kann und somit auch die Geburtsregistrierung gestattet?

              Bei der Registrierung im zuständigen Catorio sollte man eine internationale Geburtsurkunde (somit mehrsprachig; vom deutschen Vater) mitbringen (Vorschrift), wo auch die Namen der Eltern (vom Vater des Kindes) aufgeführt sind, diese Namen braucht man bei der Registrierung. Ich glaube die Geburtsurkunde sollte recht neu ausgestellt sein, aber da gibt es bestimmt ein jeitinho.

              Hans

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              • #7
                Es ist passiert

                Hallo,

                spät aber endlich kann ich euch folgendes berichten:

                JASMIN THIARA LANG

                wurde am 12.11.2004 geboren ... und ist inzwischen auch ordentlich in Brasilien unter diesem Namen registriert. Das ging mega-problemlos und hat mich ganze NIX gekostet .. meine Lebensgefährtin wollte jedoch ausser dem Schwarz/Weiss - Ausdruck auf Normalem Papier noch zusätzlich eine Geburtsurkunde mit farbigen Stadtwappen in einem kleinem Pappumschlag ... 20 R$ .... habe ich doch gerne bezahlt ....

                Bei der Anmeldung haben sie übrigens verlangt:
                - Identitätskarte der Mutter
                - Geburtsurkunde der Mutter
                - Reisepass des Vaters
                - Geburtsurkunde des Vaters (ich hatte eine internationale Geburtsurkunde aus Deutschland, keine Übersetzung war erforderlich)
                - 2 Zeugen (eine war die Mutter meiner Lebensgefährtin, der andere Zeuge war ein Mitarbeiter der Behörde)

                Superfreundlich, null Probleme, hilfsbereit ... wollten nur den Einreisestempel im Pass ... und wegen dem Namen, weil nur mein Familienname und keinen der Frau, und wir sind nicht verheiratet,
                NULL Rückfrage .... das ganze war in 10 Minuten erledigt ....

                Die Stadt war übrigens TOLEDO, PR.

                Ich bin happy ....

                Grüsse, Dig

                P.S.: Meine Geburtsurkunde war von 10/2001

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