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      Brasileirinho
      Sarau - Die brasilianische Choro Musik

      Eine faszinierende musikalische Entdeckungsreise zu den Wurzeln der Rhythmen Brasiliens: Der Filmemacher Mika Kaurismäki entdeckt den Choro, den ersten eigenen brasilianischen Musikstil. Heute ist der Vorläufer des Sambas und Bossa Novas wieder salonfähig. Durch den Film und die Geschichte des Choro führt die Combo "Trio Madeira Brasil", die in mitreißenden Titeln den Funken dieser Musik überspringen lässt.

      "Choro ist die Essenz und die Seele der brasilianischen Musik", stellte der brasilianische Komponist Villa-Lobos fest. In dem Film "Brasileirinho" - was übrigens der kleine Brasilianer bedeutet - wird diese faszinierende Form modernen städtischen Klangs genauer unter die Lupe genommen. Melodischer Reichtum, ein mittleres bis schnelles Tempo, sowie harmonische Vielfalt sind das Besondere an diesem Musikstil.

      Brasilianische Musiker begannen im 19. Jahrhundert mit den verfügbaren Instrumenten europäische Salonmusiken, Tänze, afro-brasilianische Rhythmen und die melancholische brasilianische Indianermusik zu mischen und schufen so einen eigenen Stil, den Choro. Zunächst wurde er meist instrumental vorgetragen, bevor daraus später auch bekannte vokale Titel wie "Tico-tico nu fubá" und "Brasileirinho" hervor gingen. Die Songtexte bringen die Lebensfreude zum Ausdruck, die in dieser Musik steckt.

      Obwohl die Musik nur wenig über Tonträger verbreitet wird, ist Choro auch heute besonders bei den Jüngeren beliebt und ist in den Straßen lebendiger den je. Außerdem dient der Choro den Sängern und Sängerinnen der Musica Popular Brasileira als Inspiration. Jeder große brasilianische Musiker lernte und ging durch die Schule des Choro. So sind auch in diesem Film alle Generationen vertreten, von jugendlichen Musikern bis hin zu erfahrenen Choro-Sängerinnen wie Teresa Cristina.

      Mittlerweile wird die Musik von Kammermusikorchestern bis hin zu Tanzensembles, so genannten "gafieiras", und in vom Jazz inspirierten Combos vorgetragen. Wie auch in seinen bisherigen Filmen gelingt es Mika Kaurismäki, das Milieu authentisch wiederzugeben. Er lebt selbst seit einigen Jahren in Brasilien, deshalb weiß er für den Charme des Landes und dessen Musik zu begeistern.

      Mika Kaurismäki wurde am 21. September 1955 in Orimattila, Finnland, geboren. Der Filmemacher, Produzent und Autor Mika Kaurismäki lernte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Unter seiner Regie entstand 1994 die Dokumentation "Tigrero - A Film that was never made" mit Sam Fuller und Jim Jarmusch, der bei den Berliner Filmfestspielen im gleichen Jahr den International Critics Award gewann.

      Beim deutschen Kinopublikum hatte sich Kaurismäki bereits Mitte der 80er Jahre mit den ironischen Gangsterfilmen "Reise in die Finsternis" (1985) und "Helsinki - Napoli" (1987) einen Namen gemacht. "Zombie and the Ghost Train", die lakonische Charakterstudie einer Drogenexistenz am Ende des Weges, brachte ihm 1992 den finnischen Filmpreis für die beste Regie ein.

      Internationale Koproduktionen wie der Thriller "Draußen lauert der Tod" (1995) mit James Russo und Cynda Williams oder der ökologische Abenteuerfilm "Amazon - Hölle am Amazonas" (1990) mit Kari Väänanen, Robert Davi und Rae Dawn Chong festigten seinen Ruf als Filmemacher mit eigener Handschrift.

      In seiner Heimat Finnland fungiert Mika Kaurismäki auch als leitender Direktor der Produktionsfirma Marianna Films Oy. Zusammen mit seinem Bruder, dem Regisseur Aki Kaurismäki, gründete er das Filmfest "Festival of the Midnight Sun", das alljährlich in Lappland veranstaltet wird.

      Während der Dreharbeiten zu seinem letzten Film "L.A. Without a Map" (1998) heiratete Mika Kaurismäki seine langjährige Freundin und Mitarbeiterin Pia Takke in der Gangster-Kapelle von Las Vegas.

      Weitere Filme von Mika Kaurismäki: "Valehtelija" (1980), "Salmaa-Ilmiö" (1981), "Die Wertlosen" (1982), "Der Clan - Die Geschichte der Frösche" (1984), "Rosso" (1985), "Schatten im Paradies" (1986), "Paperitehti" (1989), "Cha Cha Cha" (1989), "Die letzte Grenze" (1992), "Sambolico" (Beitrag zu "Erotic Tales", 1996), "Danske piger viser alt" (1997), "Sehnsucht nach Jack" (2000) und "Moro No Brasil" (2002).

      Erstausstrahlung

      Brasileirinho - Musik, CH,FIN,BR 2004 Samstag, 23.12.2006
      ARTE Beginn: 23.35 Uhr Ende: 00.30 Uhr Länge: 55 Min.

      VPS: 23.40

      Regie: Mika Kaurismäki
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

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