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Brasilianische Real hat Schwäche überwunden !

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  • Brasilianische Real hat Schwäche überwunden !

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      15. September 2004 Brasilien und seine Währung haben in den vergangenen Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt. Grundsätzlich steht der Real in längerfristiger Betrachtung sowohl zum Dollar auch zum Euro eher in der Defensive.

      Sie war insbesondere im Jahr 2002 ausgeprägt, als sich die Finanzmärkte in einem Umfeld extrem schwacher Börsen, großer ökonomischer Unsicherheit und der anstehenden Präsidentschaftswahl Sorge machten, das südamerikanische Land könne oder wolle möglicherweise seine Schulden nicht mehr bedienen. Daraufhin verlor der Real massiv an Wert, auch die Anleihen gaben nach. Im Oktober des Jahres 2002 mußte knapp 77 Prozent mehr für einen Dollar bezahlt werden, als noch im April des gleichen Jahres. Gegen den Euro war die Kursschwäche sogar noch ausgeprägter, denn der Kurs Euro/Real verdoppelte sich in etwa.

      Auf große Schwächephase im Jahr 2002 ...

      Aber nach der Wahl des ehemaligen Gewerkschaftsführers Luiz Inacio Da Silva, auch Lula genannt, bestätigte sich die Angst vor einer sozialistisch angehauchten Politik nicht. Das führte nicht nur zu einer beinahe schon sagenhaften Rally am Rentenmarkt des Landes, sondern auch die Währung konnte sowohl gegen Dollar und Euro wieder Boden gut machen. Auf Grund der extrem tiefen Zinsen in den Industriestaaten strömten die internationalen Anleger förmlich in den Markt und ließen die Renditen der brasilianischen Staatsanleihen von ihrem zuvor hohen Niveau wieder rasch und stark fallen.

      Die tieferen Zinsen erleichtern nicht nur die Bedienung der Schulden, sondern einige Tranchen konnten mittlerweile zu deutlicher günstigeren Konditionen erneuert werden. Gleichzeitig stimulieren sie die Binnenwirtschaft, die gleichzeitig von einer starken Exportnachfrage profitieren kann. Beides zusammen hat zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Landes geführt, obwohl Lula kaum Fortschritte bei der Lösung der strukturellen Probleme gemacht hat.

      ... folgte eine leichte im laufenden Jahr

      Im Frühjahr des laufenden Jahres zeigte sich, wie labil die Entwicklung am Renten- und Devisenmarkt ist. Denn da zu diesem Zeitpunkt viele Marktteilnehmer mit rasch steigenden Zinsen in Amerika rechneten, gerieten die brasilianischen Anleihen und indirekt auch der Real unter Druck. Steigende Zinsen Amerika würden brasilianische Rentenpapiere weniger interessant machen. Nach kurzer Zeit hat sich diese Einschätzung allerdings gelegt, die Anleger strömten wieder zurück in die brasilianischen Finanzmärkte. Auch der Real konnte wieder zulegen und liegt bald wieder auf dem Niveau zu Jahresbeginn.

      Sollten die Zinsen in Amerika und Europa trotz der großen Geldmengen und der Preisblasen in verschiedenen Märkten tief bleibe, dürften Schwellenländeranleihen auf Grund des Zinsvorsprungs weiterhin gefragt sein. Immerhin liegt die Rendite 20-jähriger Papier bei 10,75 Prozent und damit weit vor deutschen Bundesanleihen oder amerikanischen Treasuries. Das könnte dem Real weiterhin Rückenwind geben. Der Real hat in den vergangenen sechs Wochen gegen den Euro knapp drei Prozent auf zuletzt 3,5266 Real je Euro zugelegt. Der Markt rechnet auch mit einem steigenden Leitzins.

      Risiken dürften nicht übersehen werden

      Allerdings darf der Boom bei den Anleihen der Emerging Markets sicherlich nicht darüber hinwegtäuschen, daß solche Trends rasch drehen können. Vor allem auch deswegen, weil sie auch stark von Hedge Fonds getrieben werden. Sollten die Zinsen in den Industriestaaten steigen oder sollte es an den westlichen Finanzmärkten zu größeren Turbulenzen kommen, dürften Anleger rasch dazu neigen, Mittel aus diesen Staaten abzuziehen. Denn das rosige wirtschaftliche Bild dürfte über die anhaltenden Probleme hinwegtäuschen. Der brasilianische Real dürfte solchen Bewegungen nicht standhalten können.

      Gruss brasilmen Thomas
      Zuletzt geändert von brasilmen; 18.07.2007, 06:18.
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

    • #2
      Brasilien erhöht die Zinsen !

      Brasilien erhöht die Zinsen
      DekaBank

      Die brasilianische Zentralbank hat gestern die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 16,25% angehoben, berichten die Analysten der DekaBank.

      Damit sei der Zinserhöhungszyklus eingeleitet worden. Die von der Zentralbank veröffentlichten Inflationserwartungen für das Jahr 2004 seien erneut angestiegen. Ebenso habe der Median für das BIP-Wachstum in 2004 von 4,23% auf 4,31% yoy zugelegt.

      Die Preissteigerungsrate sei im August schwächer ausgefallen als noch im Vormonat. Sie habe mit 0,69% mom dennoch höher gelegen als von den Analysten erwartet.
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

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      • #3
        Hallo Brasilmen, herzlichen Dank für deinen interessanten Beitrag.

        Nachdem du dich scheinbar mit dem brasilianischen Finanzmarkt auskennst, weißt du eine Möglichkeit, wie ich zur Devisenkursabsicherung z.B. Wertpapiere in Nennwährung BRL erwerben kann ?

        Alfonsis

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