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    Börse in São Paulo tritt auf der Stelle

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      Aus der FAZ

      Recht interessant, besonders die Perspektiven für den Real (siehe auch unsere Diskussion "Wo geht die Reise hin mit dem Real..."

      +++++++++++++++++++++++
      Aktienmarktanalyse

      Börse in São Paulo tritt auf der Stelle

      11. September 2006
      Der brasilianische Aktienmarkt tritt seit etwa acht Wochen auf der Stelle. Möglicherweise warten die Anleger die Präsidentenwahl am 1. Oktober ab. Vielleicht sind es aber auch die sich verschlechternden makroökonomischen Bedingungen, welche die Anleger an der Börse in São Paulo allem Anschein nach kürzertreten lassen.


      Jedenfalls hat der brasilianische Aktienmarkt im Vergleich zu anderen bedeutenden Schwellenmärkten im Rahmen der seit Mitte Juni laufenden allgemeinen Erholung nicht bestechend abgeschnitten. Während sich manche Märkte wieder sehr dicht an ihre Anfang Mai verzeichneten Rekordstände heranarbeiten konnten, ist es der Börse in São Paulo bisher nicht gelungen, die Distanz zum Höchststand auf weniger als zehn Prozent zu verringern. Die Hausse dort hatte im Herbst 2002 bei einem Stand des Leitindex Bovespa von rund 8.370 Punkten begonnen und mit nur zwei größeren Korrekturen auf das Rekordhoch geführt. Am Montag lag der Index bei rund 35.560 Zählern.

      BRIC-Länder in einigen Portefeuilles weit überrepräsentiert

      Nicht wenige Anlagestrategen sahen im Frühjahr in den massiven Kapitalzuflüssen in die sogenannten BRIC-Länder Exzesse. BRIC steht für Brasilien, Rußland, Indien und China, im weiteren Sinne inzwischen aber auch für andere wirtschaftlich stark aufstrebende Länder. Aktien der BRIC-Länder seien in den Portefeuilles institutioneller Anleger weit überrepräsentiert und bildeten daher Verkaufspotential, heißt es.

      Im Falle Brasiliens vermuten kritische Strategen zunehmende makroökonomische Risiken. Sie verweisen auf die herausragende Bedeutung des Landes als Produzent und Exporteur einer beispiellos breiten Palette von Rohstoffen. Die Strategen beziehen sich konkret aber nur auf Industrierohstoffe wie Metalle und Erze, deren Preise zum Teil schon seit längerem unter Druck stehen.

      Sinkende Rohstoffpreise könnten Brasilien spürbar treffen

      Die Argumentation lautet, die amerikanische Wirtschaft befinde sich bereits auf einer Talfahrt,
      ......
      Die schwache Konjunktur in Amerika werde die Importe dort sinken lassen und damit eine starke treibende Kraft für die Wirtschaft anderer, nach Amerika exportierender Länder schwinden lassen. Zu diesen Ländern zählt China, das seinerseits seit längerem bemüht ist, seine Wirtschaft zu dämpfen. Folglich zeichnet sich auch in exportorientierten Ländern wie China geringere Nachfrage nach Industrierohstoffen bis hin zu Energie ab.

      Abnehmende Nachfrage nach Rohstoffen und sinkende Preise dafür könnten Brasilien in Form geringerer Exporte und schwindender Impulse für die nicht eben dynamisch laufende Binnenkonjunktur spürbar treffen. Strategen raten vor diesem Hintergrund, das Wechselkursverhältnis des brasilianischen Real besonders zum amerikanischen Dollar aufmerksam zu beobachten.

      Gleiches gelte für die Renditedifferenz zwischen brasilianischen Staatsanleihen und gleichartigen Papieren des Schatzamtes in Washington. Diese Differenz ist im langjährigen Vergleich noch immer extrem gering. Dresdner Kleinwort argwöhnt, daß sie sich zum Jahresende hin ausweitet. Dies wäre dann wohl ein weiteres Signal für international tätige Anleger, ihre bislang nur leicht rückläufige Risikobereitschaft kritisch zu überdenken.

      Lula baut Schulden ab

      Zum Thema Wahl heißt es weithin, trotz diverser Skandale bis in die Regierungsspitze hinein sei an einer Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva kaum zu zweifeln.
      .....

      Selbst kritische Strategen billigen Lula zu, daß in seiner bisherigen Regierungszeit bemerkenswerte Fortschritte bei der Eindämmung der Inflation und bei der Neuordnung der sehr hohen Staatsschulden erzielt wurden.
      Für die internationalen Finanzmärkte ist hier von besonderer Bedeutung, daß Brasilien dank steil gestiegener Devisenreserven... Auslandsschulden tilgen konnte. Goldman Sachs weist darauf hin, daß diese Schulden seit 2003 bis Juli dieses Jahres um 58,4 Milliarden Dollar auf 156,5 Milliarden Dollar gesunken sind.
    • #2

      Schuldentilgungen

      Hallo Titus

      "Für die internationalen Finanzmärkte ist hier von besonderer Bedeutung, daß Brasilien dank steil gestiegener Devisenreserven... Auslandsschulden tilgen konnte. Goldman Sachs weist darauf hin, daß diese Schulden seit 2003 bis Juli dieses Jahres um 58,4 Milliarden Dollar auf 156,5 Milliarden Dollar gesunken sind."

      Ist das nicht sehr erstaunlich? Innert 3 Jahren konnten 1/3 der Schulden getilgt werden! Wenn ich mir noch den Devisenkurs gegenüber CHF oder EURO während den vergangenen 3 Jahren anschaue, dann sieht man deutlich die Parallele, dass Schuldenabzahlen zur Währungsstärke verhilft (+30 % gegenüber dem historischen gesehen sehr starken CHF).

      Tendenz: wer wagt Prognossen zur wirtschaftlichen Entwicklung? Wer vertritt die These, dass es Brasilien auch weiterhin schafft, nebst den Zinszahlungen auch weitere Schuldenrückzahlungen vorzunehmen? Wie stark bleibt das Rohstoffangebot seitens Brasilien?

      Vielleicht kann mit dem Zusammentragen Euer Meinungen, jeder für sich selbstverständlich, sich eine Meinung über die weitere Entwicklung dieser Währung bilden.

      Meines Erachtens kann man diese ganze Entwicklung durchaus als sehr positiv werten, Fakt ist aber weiterhin, dass hinter dem Papiergeld keine Reserven stehen, sondern nur Versprechungen für die Zukunft.

      Gruss
      Alexcali

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      • #3

        GuMo!

        Die Welt sieht in ihrem Artikel Der Liebling der Märkte Chancen für ein Engagement; egal ob Lula oder Alckmin gewinnt. Ist ganz nett geschrieben. Vielleicht hat ja Takeo ein paar Gegenargumente zu bieten? Ich zitiere mal:

        Zu den Kandidaten:
        "Geraldo Alckmin ist der Liebling der Märkte. Er steht für weitergehende Reformen und mehr Wettbewerb", erklärt Mauro Toldo, Schwellenlandexperte bei der DekaBank. Der Volkswirt betont aber, dass auch Lula kein schlechter Kandidat aus wirtschaftspolitischer Sicht ist: "Er hat in der vergangenen Legislaturperiode gezeigt, dass er eine stabile Wirtschaftspolitik betreibt."
        Zu den Risiken:
        Trotzdem sollten sich Anleger des Risikos bewusst sein, das mit einer Anlage in ein Schwellenland einhergeht. Mauro Toldo von der DekaBank betont, dass "viele Schwergewichte im Bovespa nicht so sehr von der wirtschaftlichen Entwicklung Brasiliens abhängig sind, als vielmehr von der Weltkonjunktur und den Rohstoffpreisen."
        Zu den Zinsen:
        Bei vier Prozent Inflation und 13,75 Prozent nominalem Zinssatz, liegt die reale Verzinsung bei fast zehn Prozent. Vor zwölf Monaten betrug der Zinssatz allerdings noch 20 Prozent. Brasiliens Wirtschaftswachstum war mit 2,3 Prozent das niedrigste in ganz Südamerika. Viele Marktexperten gehen daher davon aus, dass die Zentralbank die Zinsen weiter senken wird, um private Investitionen und damit die Binnenkonjunktur anzustoßen. Eine Entwicklung dürfte sich positiv auf die Anleihenkurse auswirken.
        Viel Spaß beim lesen
        Ursinho
        Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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        • #4

          Aktualisierung

          Bovespa 27 Oktober 2006: 39328

          Höchststand war knapp unter 42000. Also ist defintiv die oben erwähnte 10% Grenze schon durchbrochen.
          Sabe o que eu acho? Eu acho coisas perdidas!

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