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Wie isst man eine Jaca?

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      Ich weiss, eigentlich gehoert dieser Artikel ins Wiki, aber Wiki begruesst mich in einer mir gaenzlich unbekannten Sprache, und egal, welche Einstellungen ich versuche, es bleibt immer auf "br" stehen ("Kemmoù diwezhañ degaset d'ar bajenn-mañ : 16:08, 25 Gwe 2007" und das ist KEIN brasialianisches Portugiesisch)!!

      Ein Bekannter hat mir eine E-Mail geschrieben und wollte wissen, wie man eigentlich eine Jaca isst. Hier also eine Anleitung und ein paar Daten zu dem "Monster".

      Die Jaca (ausgesprochen wird es "Schakkah") ist eine der maechtigsten Fruechte ueberhaupt und waechst entweder direkt aus dem Stamm des Jaca-Baums oder - wenn es mehrere Fruechte zusammen sind - an einem sich verzweigenden mindestens daumenstarken "Staengel".

      Die Jaca (im Deutschen meist mit "Jackfrucht" bezeichnet) kann bis 90 cm lang, 50 cm dick und 20 kg schwer werden.

      "Normale" Exemplare, die man auf den Maerkten kaufen kann, haben immer so um die 5 - 10 kg "Lebendgewicht".

      Die unreife Jaca ist gruen und wenn die Schale (5 bis 10 mm stark) verletzt wird, tritt eine milchaehnliche Fluessigkeit aus, die man notfalls als Klebstoff verwenden kann. Besser ist immer eine reife Jaca, die durch eine gelbgruene bis braeunliche Schale gekennzeichnet ist. Der Saft ist dann kaum noch klebrig und die mit vielen "stumpfen Stacheln" versehene Schale laesst sich ein bisschen mit dem Finger eindruecken.

      Typisch fuer die reife Jaca ist auch ihr etwas eigentuemlicher Geruch: intensiv und leicht suesslich und etwas gewoehnungsbeduerftig. Unreife Fruechte kann man nachreifen lassen, dazu muessen diese bei etwa 15 °C und hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Reife Fruechte kann man im Kuehlschrank ein paar Tage aufbewahren.

      Was stellt man nun mit so einem Riesenoschi an, wenn man ihn probieren/essen moechte?

      Ganz einfach: die ganze Frucht mit einem grossen Brotmesser quer in ein paar Zentimeter starke Scheiben schneiden, so dass sich tortenaehnliche Gebeilde ergeben.

      Aus dieser Scheibe kann man dann "Tortenstuecke" (Segmenete) herausschneiden. Im Inneren befinden sich die etwa eigrossen hellgelben bis leicht bernsteinfarbenen Fruchtstuecke, die ihrerseits in ein faseriges und weisses Stuetzgewebe eingelagert sind. Das Stuetzgewebe nicht essen!

      Die Fruchtstuecke sollten suess und aromatisch schmecken, wobei ein leichter Anflug von Zitrone mit dabei ist. Man kann auch die einzelnen Fruchtstuecke herausloesen und getrennt auf Tellern anbieten.

      Achtung: in den Fruchtstuecken befinden sich die Samen der Jaca, etwas groesser als eine Bohne und ungeniessbar (zumindest im rohen Zustand). Man kann den Samen auch vorher entfernen.

      Die Jacastuecke lassen sich entweder "pur" oder gemischt mit anderen Fruechten als Fruchtsalat essen.

      Achtung: bei nicht reifen Jacas tritt dieser milchige und vor allem stark klebrige Saft nicht nur aus der Schale, sondern auch aus dem weissen Stuetzgewebe aus. Das Verkleben der Finger kann man durch Einreiben mit Soja- oder Olivenoel verhindern. Ansonsten hilft anschliessend nur noch "agua raza" aus dem Baumarkt (Verduennung)!

      Angeblich koennen auch die Samen weiterverarbeitet werden. Dazu werden diese sorgfaeltig mit viel Wasser gekocht, das Kochwasser "entsorgt" und anschliessend die gekochten Kerne mehrmals gespuelt. die gekochten Kerne koennen wie heisse Maronen geroestet werden, mancherorts werden sie auch zur Zubereitung von Suppen verwendet.

      Und eines ist wichtig: von den 5 - 10 kg Frucht bleibt an Fruchtstuecken, die man essen kann eigentlich nicht mehr als 1 bis 1,5 kg uebrig.

      Viel Spass beim "Pê na Jaca"!

    • #2
      mhmmm köstlich, hab ich letztens in der kleinmarkthalle in frankfurt bekommen kg/11€
      schmecken in richtung banane


      Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
      ...
      Angeblich koennen auch die Samen weiterverarbeitet werden. Dazu werden diese sorgfaeltig mit viel Wasser gekocht, das Kochwasser "entsorgt" und anschliessend die gekochten Kerne mehrmals gespuelt. die gekochten Kerne koennen wie heisse Maronen geroestet werden, mancherorts werden sie auch zur Zubereitung von Suppen verwendet.
      ....
      die kerne schmecken dann nach dem kochen wie maronen (ohne rösten) ... interessant aber tipp... warm geniessen !!



      grüße
      stusi

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      • #3
        Zitat von Stusi Beitrag anzeigen
        ...hab ich letztens in der kleinmarkthalle in frankfurt bekommen kg/11€...
        Ach Du Sch...e, ich bin (fast) Millionär und hab's gar nicht gewusst!
        Auf meinem sítio fallen die Dinger duzendweise von den Bäumen und vermodern, da sie außer mir keiner so recht mag. :roll:

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        • #4
          Hallo,

          ich finde die Jacas toll, aber leider scheine ich drauf allergisch zu sein und es war vorbei mit der Atmung, nachdem ich die ersten paar Happen probiert hatte .... somit leider für mcih keine Frucht, die Anleitung hast du aber klasse hinbekommen

          LG

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          • #5
            Fuer unsere "Nahrungsmittelinhaltstoffe"-Fanatiker habe ich hier noch ein paar Daten, damit man mal sieht was alles in der Jaca enthalten ist und was nicht:

            Energiegehalt: 296 kJ oder 70 kcal je 100 g
            Wasser: 74,5 %
            Kohlenhudrate: 15,3 %
            Eiweiss: 1,1 %
            Fette: 0,5 %
            Rohfaser: 4,1 %
            Mineralstoffe: 407 mg Kalium, 27 mg Calzium und 38 mg Phosphor (jeweils auf 100 g)
            Vitamine: Provitamin A, Vitamin C und die B-Vitamine nur in maessiger Menge und von von Frucht zu Frucht in wechselnden Anteilen.

            Alle Prozentwerte sind Gewichtsprozent.

            Also nicht zuviel Jaca essen, sonst wird es nachts nicht mehr dunkel im Schlafzimmer ! )

            Und wenn ich wieder ein bisschen Zeit habe, gibt es einen Artikel ueber "Linamarin".

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            • #6
              Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen

              Also nicht zuviel Jaca essen, sonst wird es nachts nicht mehr dunkel im Schlafzimmer ! )
              Warum das?
              Alle Macht den Nasenbären

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              • #7
                Weil Phosphor (vor allem weisser) Chemolumineszenz zeigt, also das Leuchten im Dunkeln.

                War aber nur ein Spass, denn der Phosphor, der in Pflanzen oder Tieren vorkommt, ist immer in Form eines Phosphats chemisch gebunden.

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                • #8
                  Zitat von Tuxaua Beitrag anzeigen
                  .....
                  Auf meinem sítio fallen die Dinger duzendweise von den Bäumen und vermodern, da sie außer mir keiner so recht mag. :roll:....
                  dann gibt es doch nach hebinhos kleiner chemiestunde her zu urteilen besonders viele glühwürmchen bei dir ....

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                  • #9
                    Jetzt wird es zwar etwas "Off-Topic", aber ansatzweise war der Gedankengang Phosphor -> Leuchten -> Gluehwuermchen sogar richtig!

                    Denn ein wesentlicher Bestandteil beim Leuchtvorgang der Gluehwuermchen ist Phosphor! Allerdings in einer ganz "wilden" Verbindung:

                    Ausser Sauerstoff und dem Energielieferanten ATP (Adenosintriphosphorsäure, da ist der Phosphor!) sind beim Glühwürmchen an der biochemischen Leuchtreaktion vor allem Luciferin und Luciferase beteiligt.

                    Das "Luciferin", das eigentliche Leuchtmolekül, besteht nur aus wenigen Dutzend Atomen, das Enzym "Luciferase", das als Katalysator fuer die Leuchtreaktion dient, ist eine Molekuelkette von über 10000 Atomen (!!).

                    Dieses Kettenmolekuel ist raeumlich so angeordnet, dass die Luciferase eine ganz bestimmte dreidimensionale Form annimmt, bei der Hohlraeume entstehen, in denen wiederum das Luciferin und die beiden anderen Reaktionsstoffe ideal zueinander in Position gebracht werden koennen:
                    Das Luciferin wird durch den Energieträger ATP aktiviert und in einem weiteren Schritt durch Sauerstoff oxydiert. Bei der abschliessenden Reduktion des oxidierten Luciferins zurück in den Ausgangszustand wird Licht abgegeben. Das Luciferin wird also wieder "regeneriert".

                    Uebrigens haben Wissenschaftler ermittelt, dass nicht einmal die allerbesten Energiesparlampen auch nur ansatzweise den Wirkungsgrad erreichen, den diese "natuerliche Lichtquelle Biolumineszenz" hat!

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                    • #10
                      Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen

                      Dieses Kettenmolekuel ist raeumlich so angeordnet, dass die Luciferase eine ganz bestimmte dreidimensionale Form annimmt, bei der Hohlraeume entstehen, in denen wiederum das Luciferin und die beiden anderen Reaktionsstoffe ideal zueinander in Position gebracht werden koennen:
                      Das Luciferin wird durch den Energieträger ATP aktiviert und in einem weiteren Schritt durch Sauerstoff oxydiert. Bei der abschliessenden Reduktion des oxidierten Luciferins zurück in den Ausgangszustand wird Licht abgegeben. Das Luciferin wird also wieder "regeneriert".
                      Wusstest du das auswendig? Wenn ja, Respekt! Oder hast du gegoogelt!Ich hab gegoogelt, obwohl ich die Reaktion mal auswendig lernen musste! HeHe, lang ists her!
                      Alle Macht den Nasenbären

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