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kulinarischer horror

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  • supergringo
    hat ein Thema erstellt kulinarischer horror.

    kulinarischer horror

    über negative kulinarische erlebnisse aus brasilien kann ich leider nicht all zuviel berichten, aber wäre das nicht mal ein thema?

    in spanien fuhren wir mal übers land, hielten auf der landstraße im weit und breit einzigen fernfahrer-lokal. wir wussten nicht, was wir bestellen sollten, und zeigten auf das schmackhaft aussehende mahl, irgendein überbackenes fleisch, am nachbartisch. geschmeckt hat es nicht, der hunger trieb es rein. als wir wenig später weiterfuhren und im dictionary nachschlugen, hielten wir unverzüglich an und steckten uns den finger in den mund ...

    ein schwuler sprachlehrer empfahl uns ein andalusisches nationalgericht, eine pampe aus furchtbar trockenem kartoffelbrei und sardinen. wenn ich daran denke, meine ich, ich hätte die gräten immer noch im mund ...

    wenn ich daran zurück denke, was ich in indien alles essen musste. selbst gekochte sachen waren für mich ungenießbar. ich hasse koreander. wer von indischer küche schwärmt, wünsche ich, endlich einmal davon kosten zu müssen ...

    auch ich habe tabus. deswegen muss ich auf berichte aus dem restlichen asien verzichten ...

    hungrig lagen wir irgendwo am strand. endlich brachte der kellner den tintenfisch in die pralle sonne. ich weiss bis heute nicht, ob er nicht doch noch lebte ...

    eine carioca meinte es gut, und machte mich mit der bahianischen küche bekannt. auch ihr schmeckte es nicht, ich durfte den rest tatsächlich in einem mülleimer entsorgen ...

    in einer anderen brasilianischen stadt beklagte ich mich über das übel riechende fleisch. ich wurde für meine empfindlichkeit gerügt. der favelado probierte selbst zwei happen, sagte kein wort, warf den spiess dann weg ...

    in bukarest wurde ich zum essen eingeladen. herrlich, tomaten schmecken nach tomaten, alles war deftig, aber gut. leider musste ich aus höflichkeit auch vom panierten schweinehirn probieren ...

    irgendwo in nordafrika aß ich einen köstlichen lammspiess. blöd nur, dass ich in die wenige meter daneben stehende tonne mit den schlachtabfällen entdeckte ...

    eine küchenhilfe in budapest war über die dreisten gäste erbost. ich stand daneben, als sie das wasser mit ihrem urin verdünnte. später kam ein gast und lobte den wunderbaren ungarischen kaffee ...

    in griechenland teilten wir uns die kleine villa mit zwei engländern. als sie auszogen, liessen sie einige sache im kühlschrank zurück. auch zwei scheiben lachs. die ablösung kam auch aus england, freute sich beim frühstück über den vollen kühlschrank, verbrachte die nächsten zwei tage auf dem kloo ...

    im selben urlaub wollte mich meine schottische namorada ihren eltern vorstellen. vielleicht hätte sich mami anstelle von blumen über hochprozentiges mehr gefreut. sicher auch der tätowierte papi im rippstrick. zum dinner gab es eine große tüte chips, mayonaise und dosenbier ...

    abracos,
    s.

  • supergringo
    antwortet
    ich kannte mal eine, die hatte hunger.

    draußen regnete es mal wieder in strömen, man beschloss, das zimmer nicht verlassen zu wollen.

    auch ich hatte auf die lieblos zusammengestellten sandwiches, die man uns die hotelbar aufs zimmer brachte, keinen appetit. also stellte ich das nahe zu unberührte tablett auf den boden neben die frigobar.

    gut, dass ich die nummer des restaurantes um die ecke hatte. es ging schnell, die picanha mit allen beilagen war üppig und sah sehr aromatisch aus. war es auch, ich musste vom fleisch kosten, sie selbst lutschte nur 2 stück fritas. ich hatte sie noch vorher gefragt, was sie denn wolle, ihr wars egal, sagte sie, picanha sei eine gute wahl, sagte sie ...

    also stapelte ich das fast komplette menü auf das tablett zu den sandwiches neben der frigobar.

    jetzt endlich hatte sie die rettende idee. pizzaservice. bis sie endlich den richtigen am apparat hatte, der in der lage war, die bestellung aufzunehmen, verging eine weile. und bis im anschluss daran endlich einigung über den belag der pizza erzielt werden konnte, vergingen noch einmal 5 minuten ...

    auch die lieferung dauerte diesmal ein wenig länger. sie bemerkte mehrmals, wie sehr ihr magen knurre.

    endlich kam der lang ersehnte bote. der preis erschien mir zu hoch, der typ zeigte mir ein ansonsten unbeschriebenes und unbedrucktes stück papier, auf dem die zahl 20 gekritzelt war. er zuckte mit den schultern, nahm das geld und steckte den zettel wieder ein, den er wohl noch für die weitere kundschaft brauchte, um sie auszurauben. zerknirscht wünschte ich einen guten abend und schloss die tür.

    sie konnte es kaum erwarten, die schachtel zu öffnen, nahm und knabberte begeistert an einem achtel der vorgeschnittenen pizza, streckte mir das teil entgegen. obwohl ich selbst nicht hungrig war, musste ich auch ein stück probieren.

    schließlich, mit meiner hilfe, war knapp die hälfte des ersten achtels verzehrt. nun sei sie satt, sagte sie und griff zur fernbedienung ...

    ich stellte den pappkarton samt 15/16 pizza auf den wohl bekannten stapel. ich frage mich, was das arme zimmermädchen am nächsten morgen gedacht haben mag ...

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  • belinda
    antwortet
    Fresskiste

    ... wir hatten dann immer ein Paket Waffeln für unsere Tochter dabei, weil
    sie sich soooooooooooooooooo geekelt hat!!! :wink:

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  • brasilianer
    antwortet
    Da waere es ja fast ratsam selber eine kleine "Fresskiste" mitzubringen....

    Mani

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  • belinda
    antwortet
    Geht doch noch

    Oi,

    das Foto zeichnet aber wenigsten noch eine "ausgewogene" Mahlzeit aus.
    Zumindest sollen alle Nahrungsgruppen vertreten sein. Und was will man
    machen, wenn man Hunger hat? Nase zu und durch!!! So kann man's
    wenigsten nicht schmecken!!!

    Viel schlimmer sind doch dagegen die supertollen Snacks auf den
    Inlandsflügen. Sandwich!!! Die kriegt man doch noch fast während des
    Starts mit Alufolie ins Gesicht gestopft!!! Ekelhaft!!!

    Gruß
    belinda

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  • brasilianer
    antwortet
    @ Largon....

    Das schaut ja fast nach TAP aus.....

    Mani

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  • Largon
    antwortet
    Am schlimmsten ist es im Flugzeug, mehrmals wird dort ein Fraß serviert das sich der Magen umdreht:

    z.B. so was:

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  • brasilianer
    antwortet
    Re: Kulinarischer Horror

    Zitat von rave_66
    Außerdem gibt es noch einige -für mich ungeniessbare- Bestandteile der
    bras. Küche, z.B. "Panelada". Allein der Geruch vertreibt alle bösen und guten Geister.

    Gruss

    rave
    Das mit der Paneleda ist ja so eine Sache... Wenn man weiss was da genau drin ist..... Waere die beste Abmagerungskur....


    Liebe Gruesse...

    Mani

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  • rave_66
    antwortet
    Kulinarischer Horror

    Hallo,
    kulinarischen Horror habe ich schon einige Male erlebt.
    Für mich ist das aber eigentlich eher, dass das Essen in Restaurants höchstens lauwarm auf den Tisch kommt, manchmal sind die Beilagen zum Teil schon kalt.
    Reklamiert man dies, wird man mit nicht sehr freundlichen Blicken bedacht.
    Bei familiären Angelegenheiten werden meist immense Mengen aufgetischt, allerdings schon lange Zeit vorher. Dass dann das Essen ebenfalls kalt wird, ergibt sich selbstverständlich. Vorher wird aber alles stundenlang gekocht, um es dann später kalt zu essen.
    Da muss man dann durch. Hauptsache das cerveja ist nahe dem Gefrierpunkt...

    Außerdem gibt es noch einige -für mich ungeniessbare- Bestandteile der
    bras. Küche, z.B. "Panelada". Allein der Geruch vertreibt alle bösen und guten Geister.

    Gruss

    rave

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  • brasilianer
    antwortet
    Zitat von Lasagnemutti

    Achja, was gäb ich jetzt für einen Hackbraten von meiner Omi, mit lecker Rahmsoße, Kartoffeln und Karotten. Yammi. Oder a "Giggerl mit Kneel und Rahmsoß"

    Knutsch

    Lela
    Hackbraten....
    Das ist ja eine gute Idee auf die Du mich dabei gebracht hast....
    Jetzt weiss ich was es heute Abend zum essen gibt...

    Mani :lol:

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