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Ich bin wie Brasilien - niemals müde

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      Hochdynamischer, akrobatischer Tanz ist ein Markenzeichen der Star-Choreografin und Tänzerin Deborah Colker aus Brasilien. Im Gespräch mit unserer Zeitung mahnt sie an, dass eine zeitgenössische Choreografie vor allem auf einer starken Tanztechnik basieren muss.

      "Ja, ich bin immer noch eine schlaflose Perfektionistin. Ich bin wie Brasilien - niemals müde!", sagt die 46-jährige Deborah Colker und legt ihr temperamentvolles Naturell in das herzhafte Lachen ihrer rauen Stimme. "Ich muss meine Gefühle im Tanz ausdrücken, wenn ich nicht arbeiten würde, würde ich explodieren!" Doch dann erzählt die kleine, drahtige Frau, dass sie während der Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel so etwas wie eine leichte Erschöpfung empfunden habe. Das wäre kein Wunder: In ihrer Heimatstadt Rio de Janeiro steckt sie mitten in den Proben mit ihrer 16-köpfigen Kompanie für ihr neuntes Tanzstück und hat diese nun für eine viertägige Werbetour von Wien, Berlin bis Köln für das Sommergastspiel zum 15-jährigen Jubiläum ihres Ensembles unterbrochen.

      Doch wie sie nun so locker im Schneidersitz auf dem Sofa ihrer Hotelsuite in Köln sitzt, ständig mit ihren Armen gestikuliert, mag man ihr die Taxi-Episode kaum glauben. Colker, ehemalige Profi-Volleyballspielerin, scheint Stillstand nicht zu kennen, wie auch ihre zeitgenössischen Choreografien zeigen. Vor allem die Produktion "Rota", mit der sie international Erfolge feierte und in der sie wieder in Deutschland - teilweise auch als Tänzerin - zu sehen ist. In dem Stück lotet sie humorvoll, spielerisch unter anderem die Gesetze der Schwerkraft aus. Hingucker in dieser Choreografie ist ein sieben Meter hohes Rad im zweiten Akt, in dem die Tänzer fliegend leicht agieren.

      Colker, Tochter eines Dirigenten, hat bereits mit allen namhaften brasilianischen Schauspielern und Popstars zusammengearbeitet und pflegt privat engen Kontakt zu den verschiedensten Künstlern. Sie beobachtet aber auch die internationale zeitgenössische Tanzszene.

      Deren Produktionen präsentieren sich häufig als eine Art Patchwork aus unterschiedlichen Künsten, Kulturen und Tanztraditionen. Liegt darin die Zukunft des modernen Tanzes oder gibt es noch neue, eigenständige Bewegungsformen zu entdecken? "Ich teile die leise Kritik in dieser Frage. Einige zeitgenössische Choreografen sollten vorsichtig sein: Sie nutzen Vorhandenes und sprechen dann von Revolution. Sie arbeiten nur mit Ideen, Gefühlen und Einstellungen. Das reicht nicht. Wir brauchen auch eine starke Tanztechnik, Wissen und neue Erfahrungen", sagt sie und fügt energisch hinzu: "Manche wollen zeitgenössisch choreografieren, aber arbeiten nicht mit dem Körper, mit der Bewegung und mit der Musik, denen sage ich: Macht lieber Kinofilme oder Installationen und nicht Tanz."

      Wenn sie choreografiert, denkt sie nicht darüber nach, eine neue Bewegungssprache zu erfinden: "Es geht vielmehr darum, meine Künstlerpersönlichkeit weiterzuentwickeln und auszudrücken." Dass es auch Kritiker gibt, die in ihren Stücken konzeptionellen Tiefgang vermissen, damit könne sie leben: "Ich liebe es, simple Ideen aufzugreifen - wie Bewegungen aus dem Alltag. Mich fasziniert das Verhältnis von Räumen und die Bewegung darin. Das Rad in "Rota", die Kletterwand in "Dinamo" oder die Seile in "Nó" nutze ich nicht, um den größtmöglichen Wow-Effekt zu erzielen, sondern sie stehen immer in Verbindung mit den Ideen, Metaphern, die ich im Kopf habe", sagt sie über ihre Arbeit, zu der "vor allem Disziplin gehört".

      Während der Entwicklung eines neuen Stücks sei sie eine Chaotin, aber Aufgeben sei nicht ihr Stil - mit zwei Einschränkungen: "In meiner Jugend habe ich neben der Schule Ballett getanzt, Klavier und Volleyball gespielt. Mit 16 Jahren steckte ich dann in einer großen Krise. Ich habe für ein Jahr alles aufgegeben. Das hat mich fast verrückt gemacht, weil das nicht meine Art ist. Mit 17 habe ich mich für den Tanz entschieden." Dass sie mit Anfang 20 ihr Psychologiestudium kurz vor dem Abschluss abbrach, bereut sie heute. Doch zwei kleine Kinder, Studium und Tanzkarriere - das war selbst für die vielbegabte Deborah Colker irgendwann zu viel.
      http://www.neue-oz.de/information/no...ae22170418a0d6

    • #2
      Oder hört sich das nicht ????

      Zitat michaelsuico

      Überschrift seines Beitrages: Ich bin wie Brasilien niemals müde .

      Man könnte aber auch wenn man wollte schreiben . Ich bin wie Brasilien immer oder immer öfter müde .


      Männlein
      Geschmacksache sprach der Affe und biß in das Stück Kernseife
      Irren ist menschlich sagte der Hahn und stieg von der Ente und dann auf den Schwan .

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      • #3
        Brasilien ist aufgewacht....

        und sagt: Mist - ich hab`s total verpennt..... sei`s drum.
        Probleme sind auch keine Lösung

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