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BRASILIEN IN MUSIK UND TANZ (mal was allg.)

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  • BRASILIEN IN MUSIK UND TANZ (mal was allg.)

    BRASILIEN IN MUSIK UND TANZ


    In einer Stadt wie Rio de Janeiro ist überall Musik*- sie schallt aus den Plattenläden, dröhnt aus Reklame-Lautsprechern, aus Autofenstern und manchmal sogar live aus der einen oder anderen Bar*- besonders an den Wochenenden. Auf dem Sand der Strände bilden sich kleine Gruppen um eine Gitarre herum, oft geht das Instrument von Hand zu Hand, und jeder gibt seinen Beitrag, der Rhythmus kann mit einem Stäbchen auf einer Bierdose akzentuiert werden, oder auf einem Plastikbecher. ...

    quelle: Kultur in Brasilien » BrasilienPortal :: Alle Infos über Brasilien!
    (danke saskia)
    Zuletzt geändert von Christian.Thiessen; 03.01.2013, 22:12.
    Chechel


  • #2
    Re: BRASILIEN IN MUSIK UND TANZ (mal was allg.)

    Der Text stammt aber doch nicht von dir, Chechel, oder?

    Zitat von chechel
    Während Musik im europäischen Alltag zum blossen Hintergrundsgedudel verblasst ist, das man sowohl beim Spülen als auch beim Zeitungslesen eben laufen lässt*- denn den banalen Texten, in vorzugsweise amerikanischen Lautmalereien, hört sowieso niemand mehr zu*- ist in Brasilien die Musik noch ein wichtiges Medium der allgemeinen Kommunikation: eine schöne Melodie versetzt die Seele in Schwingungen und öffnet sie für einen informativen oder gefühlsbetonten Text.
    Es leben die Klischees! Das fängt schon damit an, daß hier pauschal von Europäern gesprochen wird. Die Musikrezeption ist aber a) schon in den einzelnen europäischen Ländern ganz unterschiedlich und b) gibt es in jedem Land noch regionale Unterschiede und verschiedene Szenen.

    Banale Texte gibt es in Brasilien auch zuhauf - schlimmstes, aber bei weitem nicht einziges Beispiel dafür ist die "Funk"-Szene Rios, aber der poetische Gehalt von den meisten Axé-Gruppen erschöpft sich ja auch in Aussagen wie "mexe a sua bundinha", "rebole, rebole", "bundinha pra lá, bundinha pra cá".

    Man darf die amerikanische Musik auch nicht nur auf Britney Spears und ähnliche Trullas beschränken. Für jeden anspruchsvollen brasilianischen Künstler, kann ich im Gegenzug bestimmt zehn amerikanische nennen, die nicht weniger gut sind.

    Außerdem habe ich den Eindruck, daß Musik gerade in Brasilien oft nur im Hintergrund läuft, um ein Grundrauschen zu schaffen, daß es zu übertönen gilt. Das kann man auch bei den Telenovelas feststellen, wo im Hintergrund oft und viel zu laut völlig unpassende Musik läuft, so daß manche Dialoge kaum zu verstehen sind.

    Zitat von chechel
    Aus diesen Reihen profilieren sich die singenden Dichter der neuen Generation*- wie Raul Seixas, Cazuza, Cassia Eller, Gabriel "O Pensador" (der Denker), Reginaldo Rossi, oder auch die Altmeister Chico Buarque de Holanda, Edu Lobo oder Milton Nascimento.
    Das ist aber eine ziemlich tote "neue Generation" und Reginaldo Rossi paßt ja nun gar nicht zu den vier davor genannten!

    Zitat von chechel
    Wo Musik gemacht wird, da ist auch Freude und Bewegung. Es gibt keinen Brasilianer, der Musik hört und dabei still sitzen bleibt. Ebenso gibt es keine Familienfeiern ohne Musik und Tanz*- Beerdigungen mal ausgenommen. Wenn einer unmusikalisch ist, auch so eine Seltenheit in Brasilien, dann trägt er wenigstens zum Rhythmus seinen Teil bei.
    Da möchte ich jetzt aber nur das Konzert erinnern, daß Tom Zé vor kurzem in Recklinghausen gab.. und bei dem er entsetzt war, als die Zuhörer tanzten. Es gibt auch in Brasilien Musik, die nicht zum Tanzen gedacht ist, sondern zum Zuhören. Und nur weil jemand mit dem Hintern zu wackeln versteht, ist er noch lange nicht musikalisch! :wink:

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    • #3
      Der Text kam mir gleich ziemlich bekannt vor. Er stammt vom Brasilien-Portal: http://www.sabiatravel.ch/index.cfm?nav=12,240
      Bei dieser Site war ich erst ziemlich beeindruckt von der Menge an Informationen, aber beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass dieses oder jenes nicht ganz stimmte. Vor allem im Kapitel Musik, da kenne ich mich noch am ehesten aus, steht einiges was z.T. nicht direkt falsch, aber auch nicht so ganz richtig oder zumindest verkürzt dargestellt ist.

      Tschau,
      Saskia (die zurück ist vom Segeln im Wattenmeer. Kalt wars!)

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      • #4
        Zitat von Sasdi
        Der Text kam mir gleich ziemlich bekannt vor. Er stammt vom Brasilien-Portal: http://www.sabiatravel.ch/index.cfm?nav=12,240
        Bei dieser Site war ich erst ziemlich beeindruckt von der Menge an Informationen, aber beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass dieses oder jenes nicht ganz stimmte. Vor allem im Kapitel Musik, da kenne ich mich noch am ehesten aus, steht einiges was z.T. nicht direkt falsch, aber auch nicht so ganz richtig oder zumindest verkürzt dargestellt ist.
        Moin Saskia, was mich dort an einigen Beiträgen gestört hat, ist, daß der Autor oder die Autoren sich über manche Brasilien-Clichés beklagen, andererseits aber fleißig selber welche vermitteln, die natürlich ausschließlich in die Kategorie der "positiven Clichés" fallen - da werden Brasilianer dann so beschrieben, wie sie sich selber gerne sehen, aber in der Regel auch nicht sind. In Bezug auf die Brasilianer mögen sie keine Pauschalisierungen, wenden sie aber bei "den Europäern" (als wäre das eine homogene Gesellschaftsgruppe) selber und noch viel gröber an. Aber diese Sorte Betrachtungen findest du zuhauf. Bewahr dir deine kritische Skepsis!

        Zitat von Sasdi
        (die zurück ist vom Segeln im Wattenmeer. Kalt wars!)
        Ich spiele mit dem Gedanken, im August meinen Freund in Südfrankreich auf seinem Boot zu besuchen und mit ihm einen kleinen Törn zu machen. Und er will mich nächstes Jahr hier eventuell mit dem Boot besuchen kommen, wenn er vernünftige, stressfreie Mitsegler findet. Ich sollte euch mal miteinander bekannt machen. Ihr würdet euch auf jeden Fall auch musikalisch gut verstehen, was bei einem solchen Trip ja nicht ganz unwichtig wäre! :lol:

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        • #5
          ...auf der Jagd nach den Klischees

          OI,

          jau, die Welt ist groß und voller Informationen. Offenbar kommen wir ohne Vereinfachungen und Verallgemeinerungen nicht aus, um sie irgendwie fassbar zu machen und schwupps... haben wir ein "Bild" im Kopf, wie die Welt sein könnte. Dazu kommt noch, dass dieses Bild oder Wissen sich häufig noch verstärkt, je häufiger es irgendwo wiederholt wird. Kennen wir ja zu genüge aus der Werbung! Bestimmte Klischees halten sich so unglaublich hartnäckig, leider... Immer wieder genau hinzuschauen und zu hinterfragen ist ja auch anstrengend.
          Die site fand ich wie Saskia auf den ersten Blick soweit auch ganz nett und informativ und ich denke, man muss sie auf dem Hintergrund betrachten, dass sie ja als indirekte Werbung für ein Reiseunternehmen fungiert.

          Zum Thema passt übrigens folgender Link:
          http://www.travessia.de/exotis.htm (beschreibt sich selbst als: eZeitschrift zu brasilianischer Musik und Kultur jenseits der gängigen Klischees.)
          Ist aber auch indirekt eine Werbesite, da sie von einer Sprachschule erstellt wurde...

          umamigo

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