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baile funk

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    oi gente,

    netter bericht über funk aus rio.
    interwiev von daniel haaksman dj hier aus berlin sowie journalist für groove und den tagesspiegel.

    http://www.hiphop.de/home.cfm?p=5994...TOKEN=49229502

    valeu
    pipoca :wink:

  • #2
    Die Spex hat auch was über dieses Album geschrieben:

    Wenn beim Post-Hippie/Post-Edel-Italiener demnächst wieder lamentiert wird, wie der böse Amerikaner die reiche Kultur Südamerikas ausblutet, lässt sich auch ohne Griff in die 280€/Stück-Plattenkiste der Gegenangriff lancieren: Zu oft und zu lange schon wird bei derlei – v.a. bossa-geschwängerten – Diskussionen unter den Tisch gekehrt, wie stark dieser Austausch auch zu Regimezeiten schon in beide Richtungen funktionierte. Die Beulen, die Hosen übermotivierter Beatdigger bekommen, wenn es sich um brasilianische Coverversionen klassischer Funkbreaks aus den Frühsiebzigern dreht, sollten Zeuge genug sein. Verfolgt man diese Linie von Carioca Funk einige Jahr(zehnt)e weiter, so kommt man wohl kaum um Rio de Janeiros DJ Marlboro rum – und viele der hier von Typen mit Hang zum wohltemperierten Geschmack versammelten Tracks wird man in den letzten Jahren auf seinen oder den Tapes des anscheinend immer noch Rio regierenden Soundsystems Furaçao 2000 gehört haben. Zum Einstieg wird das Prinzip Coverversion auf Cowbells und alles, was die 808 sonst noch Charakteristisches ratternd sequenziert zu bieten hat, runtergestrippt – statt Memphis und Detroit standen nun Magic Mikes Miami und Rick Rubins New York Pate. Bass in your Face, Rio. Das vorliegende Material gewinnt, wie dieser Ghetto-Tech-Remix im Allgemeinen, v.a. dann an Fahrt, wenn es über die arg abzählreimhaften Leiereien der MCs hinausgeht, wobei fairnesshalber erwähnt sein soll, dass der lokale Dialekt selbst für brasilianische Verhältnisse extrem breit herumnölt. Also gleich Track 11-18 auf Schleife schalten und vor Freude über Zitate zwischen Front 242s »Headhunter« und R&S-Ravehits mit New Jack Swing-Hooks auf Português der Nachbarin freundschaftlich auf die Hinterschenkel geklopft. Als Alternative zu sozialkitschtriefenden Reisetagebüchern und selbstfütternden Hype-Maschinen sei Roberto Maxwells halbstündige Doku »Tá Tudo Dominado« empfohlen, deren Soundtrack-Thema auch hier bei den SD Boys (N°12) anklingt. Für Menschen, die jüngere Rio-Stimmungen auch ohne dämliche Werbespots und Nahrungsmittelvergiftungen zwischenschieben möchten.

    Quelle: http://www.spex.de/web/rezensionen.p...940&type=1

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