Brasilianische Lebensfreude im Kölner Stadtgarten

Berimbrown im Stadtgarten
Am Ende der Show brach unter den Zuschauern das Capoeira Fieber aus. Kölner Fans dieses brasilianischen Tanzes mit Kampfsportelementen gaben spontan ihre Fertigkeiten zum Besten. Die Ausgelassenheit und der Bewegungsdrang der acht Musiker Gruppe Berimbrown waren auf das Publikum übergesprungen. Voller Energie performten die Brasilianer eine zweistündige Show aus Samba, Reggae, Soul und afrikanischer Musik. Immer wieder gaben die Musiker Kostproben ihrer Capoeira- Tanzkünste, hinzu kamen zahlreiche Percussion- und Bläser-Soli. Sänger Tom Nascimento suchte den Kontakt zum Publikum, forderte zum Mitsingen auf und tanzte mit den anderen Musikern von der Bühne ins Publikum.

Berimbrown wurde 1997 im brasilianischen Belo Horizonte gegründet, einer Gegend Brasiliens mit einem sehr hohen Anteil schwarzer Bevölkerung. Berimbau ist ein für den Capoeira charakteristisches Percussion-Instrument. Brown steht für James Brown, von dem die Gruppe sehr beeinflusst ist. Tom Nascimiento betont aber auch die starken afrikanischen Wurzeln der Musik Berimbrowns und nennt die Musik seiner Gruppe „Congopop“. In Brasilien trat die Gruppe schon bei MTV auf. 2004 erschien ihr zweites Album „Aglomerado“.

So ausgelassen die Musik der Gruppe auch scheint, haben die Texte doch einen ernsten Hintergrund. Die Gruppe singt von den Sorgen des Überlebenskampfes, den sozialen Ungerechtigkeiten in Brasilien und dem Traum vom Frieden. Um die in ihren Songtexten ausgedrückten Ideale zu verwirklichen, engagieren sich die Musiker sozial. Für die Kinder ihrer Heimatstadt veranstalten die Musiker Capoeira- und Musik Workshops. Um die Kinder durch Musik „zu guten Menschen“ zu machen, wie Tom Nascimento stolz sagt.

Weiter Infos: www.berimbrown.com.br