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Stuttgart: Afro Brasil Festival Zeitungsbericht Freitag

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      Viva Afrobrasil"
      Samba und kreisende Hüften



      Stuttgart -* Beinahe ekstatische bewegt sich Manuel zu den donnernden Rhythmen von "Bateria da Mangueira". Rios populärste Sambaschule bringt aber nicht nur den halben Brasilianer und gebürtigen Stuttgarter ins Schwitzen. Um Manuel herum wogte am Freitagabend ein Meer aus grellen Farben. Die reine Lebensfreude der Südamerikaner ist hier bei "Viva Afrobrasil" zu spüren. Zum 21. Mal stieg diesen Sommer das Festival der afrobrasilianischen Superstars und zum ersten Mal waren sie im Zentrum der Landeshauptstadt * auf dem Ehrenhof des Neuen Schlosses zu Gast.

      Die Trommelwirbel und der Gesang von "Bateria da Mangueira" fahren in die Beine. Menschen jeden Alters lassen locker die Hüften kreisen. Tanzen mit kleinen Trippelschritten über das heiße Pflaster. Nur wenige Minuten nach der Eröffnung des bis zum Samstagnacht dauernden Festivals ist Stuttgart für zwei Tage zur Sambahochburg geworden. Mehr als 100 Künstler bringen das Blut der Sambafreunde in Wallung. Wer etwas auf sich hält, zeigt viel gebräunte Haut und tanzt ausgelassen auf beängstigend hohen Plateauschuhen vor der Bühne.

      Auf dem Programm stehen neben "Bateria da Mangueira" auch Daniela Mercury, die außerdem Brasiliens UNICEF-Botschafterin ist; Maria Rita, Tochter einer früh verstorbenen Sängerinnen-Legende oder Dudu Nobre, der jüngste Sambista Rio de Janeiros. Manuel ist es egal, welcher Musikstil gerade gespielt wird. Er tanzt genauso gerne Samba wie Reggae, Rock und Lambada. Im gelb-grünen T-Shirt passt er sich gut an die übrigen Tänzer an.

      Auf der Bühne machen "Bateria da Mangueira" einige Sambaschritte vor. Ein paar federnde Hüpfer nach links, dabei die Hüfte leicht einknicken. Das Publikum zieht gekonnt mit. Und verabschiedet die Gruppe schließlich mit großem Jubel von der Bühne. Bei sommerlichen Temperaturen muss jetzt erst einmal etwas zu Trinken oder eine Stärkung her. Zum Beispiel eine fruchtige Erdbeer Colada von "Ave Marias Saftladen" oder ein goldgelber Maiskolben bei "Afro Gastro" direkt neben der Bühne.

      Aber dann geht es schleunigst wieder auf die Tanzfläche. "Ihr wollte doch sicher noch mehr Musik", ruft Elisabeth Maria Corsetti in die brodelnde Menge. Und wie das Publikum will. Auf das Stichwort der künstlerischen Leiterin des Festivals hin tanzt Dudu Nobre auf die Bühne. Der Platz davor wird immer voller. Nobre animiert seine Fans zum Mitsingen. Wer kein Portugiesisch kann, summt halt irgendwie laut mit. Darauf kommt es bei der erhitzten Stimmung ohnehin nicht an. Die Herzen seiner Zuhörer muss der jüngste Sambista Rios nicht mehr erobern. Die hat er von der ersten Minute an auf seiner Seite. Der Rhythmus der Trommeln drückt gegen die Brust, lässt den Boden scheinbar vibrieren. Und so geht das immer weiter. Denn ganzen Abend lang. Nach Dudu Nobre wirbeln Maria Rita und Carlinhos Brown über die Bühne. Bis spät in die Nacht wogt das üppige Farbenmeer. Die schwüle Luft tut ihr Übriges, um die Stimmung am Kochen zu halten.

      dpa/lsw
      15.07.2006 - aktualisiert: 15.07.2006, 15:28 Uhr
      Gruss brasilmen Thomas
      www.brasilmen.de

    • #2
      weniger Besucher als erwartet....

      Festival Viva Afrobrasil findet erstmals im Ehrenhof des Neuen Schlosses statt - Weniger Besucher als erwartet

      Stuttgart (ae) Die Premiere im Ehrenhof des Neuen Schlosses verlief durchwachsen: Trotz Sonnenschein und musikalischen Leckerbissen kamen zum zweitägigen Festival Viva Afrobrasil weniger Besucher als erhofft. Der guten Stimmung vor und auf der Bühne tat dies jedoch kaum Abbruch.

      Leichtbekleidete südländische Männer und Frauen, Palmen unter Sonnenschirmen, an den Flaggenmasten das gelb-grüne Logo des Festivals gehisst, mit einem Strohdach verzierte Caipirinha-Stände mancher Besucher erkennt den Ehrenhof des Neuen Schlosses kaum wieder. Auch die Geräuschkulisse ist anders als sonst: So sorgt am Freitagnachmittag Brasiliens angesagteste Sambaschule Bateria da Mangueira für einen donnernden Auftakt im wahrsten Sinne: Zu den Trommelwirbeln der Musiker tanzten mehrere hundert Besucher ausgelassen umher. Veronika Süss hat ihre Lieblingssängerin an diesem Tag schnell ausgemacht: Margareth Menezes, Bahias Botschafterin des Samba-Reggae. Wir haben zuhause all ihre CDs, sagt die Neunjährige und versucht, den Hüftschwung der vor ihr tanzenden Frau zu imitieren. Mutter Marianne verkneift sich ein Lachen. Ich habe vor zwölf Jahren in Brasilien gelebt, deshalb liebe ich die Musik, erklärte sie stattdessen. Auch Gerd Kohlhepp aus Tübingen, der mit Ehefrau Brigitte das Festival besucht, hat bei einem seiner unzähligen Aufenthalte in dem Land am Zuckerhut seine Leidenschaft für heiße Rhythmen entdeckt. Die Musik hat eine große Bandbreite. Selbige erleben die Besucher auch am zweiten Festivaltag: Mehr als 100 Musiker bieten auf der Bühne ein kontrastreiches Spektrum: Angefangen von karibischen Rhythmen, über bahianische Karneval-Beats bis hin zu gefühlsvollen Balladen. Die Zuhörer singen und klatschen mit, besonders schöne oder schwierige Passagen werden mit Zwischenapplaus honoriert. 250 Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf, anmoderiert werden die Künstler auf deutsch und portugiesisch. Bei uns steht die Qualität der Veranstaltung im Vordergrund, betont Organisatorin Elisabeth Maria Corsetti.
      Rund 10 000 Besucher wurden zu der 21. Auflage des Festivals erwartet, gekommen sind deutlich weniger. Die genauen Zahlen haben wir erst in vier Tagen. Allerdings sei dies eine Entwicklung, die man bereits erahnt hätte, und die nichts mit den Preisen (eine Tageskarte kostete knapp 50 Euro) oder dem Platz zu tun habe. Viele Brasilianer waren im Rahmen der Weltmeisterschaft aktiv, sind viel gereist, haben selbst Veranstaltungen organisiert. Ob es im nächsten Jahre eine Neuauflage des Festivals geben wird, will Corsetti nicht bestätigen. Sagen wir mal so, ich träume von einem Viva Afrobrasil 2007.
      Gruss brasilmen Thomas
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      • #3
        Die genauen Zahlen sind: 500 am Freitag, 1200 am Samstag. Das wars. Viva Afro Brasil ist tot!! 10000 wurden erwartet.

        Man kann dem Apotheker aus Tübingen (Marktplatz) nur gratulieren. Ein Mann hat es geschafft, ein komplettes Festival nach 21 Jahren zu zerstören. "Zu Gast bei Freunden" Darüber kann man nur lachen.

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        • #4
          oje...

          wenn das tatsächlich die Zahlen sind.... :confused:
          dann war es sehr teuer für den Veranstalter...
          Gruss brasilmen Thomas
          www.brasilmen.de

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          • #5
            Nachbericht, nur 500/1000 Zuschauer...

            Pop - Wenige Fans erleben das aus Tübingen weggezogene Afrobrasil-Festival bei der Schlossplatz-Premiere


            Stuttgart ist nicht die Copacabana


            STUTTGART. »Bei 55 Euro Eintritt darf man doch zumindest erwarten, dass die Bands auch spielen, die im Programmheft angekündigt sind.« Der enttäuschte Brasil-Fan des erstmals auf dem Hof des Neuen Schlosses ausgerichteten Afrobrasil-Festivals brachte auf den Punkt, was viele dachten.


            Der Missmut einiger Besucher beim Afrobrasil-Festival am vergangenen Wochenende war groß. Nicht nur, dass die Eintritts- und Verzehrpreise dieses Jahr sehr hoch ausfielen, auch die Organisation ließ manches zu wünschen übrig. So trübten die schmucklosen Zäune um das Festivalgelände ganz entscheidend die Party-Atmosphäre, die Umbaupausen waren sehr lange und die Informationen für die Fans rar. Margareth Menezes, die bereits vergangenes Jahr auf der Römerkastell-Bühne stand, rückte ins Programm, dafür fiel der Auftritt von Hauptact Fernanda Abreu ganz ins Wasser. Ärgerlich vor allem, dass die Änderungen nur im Internet und nicht im gedruckten Programmheft angekündigt wurden.

            Dabei waren die Erwartungen im Vorfeld hoch: So fand das europaweit größte Brasil-Spektakel erstmals inmitten des Stuttgarter Zentrums statt, und selten war das Zoo-Festival auf dem Papier derart gut und ausgeglichen besetzt. Dazu kam, dass es der Wettergott an beiden Tagen mit den Stuttgartern gut meinte.

            Browns experimentelle Mixtur

            Trotzdem blieb das Publikum der Veranstaltung weitestgehend fern. Während sich am Freitag zu Beginn gerade mal 200 - beim Topact Margareth Menezes dann 500 - Brasil-Fans auf dem Ehrenhof des Schlossplatzes verloren, waren es am Samstag rund 1 000 Besucher.

            Wenn jemand von den insgesamt acht auftretenden Formationen musikalisch herausstach, dann der freitägliche Auftritt von Carlinhos Brown. Die experimentelle Mixtur aus Salsa,- Funk- und Rockelementen, die die 16-köpfige Band aus Salvador de Bahia präsentierte, war ebenso partytauglich wie niveauvoll. Die vertrackten rhythmischen Ideen des Mannes mit dem überdimensionalen Kopfschmuck, die verschlüsselten Texte in portugiesisch-englisch-indianischem Kauderwelsch, überhaupt der unkonventionelle Einsatz von Stilmitteln aller Art brachte die Besucher schnell in Wallung.

            Kein Wunder, denn Brown relativiert mit Vorliebe die Klischees der Samba-Schulen und einheimischen Pop-Heroen, indem er ihre Stilinventarien im großen Mythenshaker vermengt und frisch gemixt präsentiert. Herbe Gitarrenriffs zu Axé-Klängen, Tropicalismo-Zitate und brasilianischer Reggae, Yoruba-Einflüsse und kerniger Funk, alles hat Platz im Kosmos des Querdenkers und wird mit brachialer, lärmender Wucht auf die Menschen losgelassen. Auch am Samstag stand in den meisten Gesichtern der Festival-Besucher noch einmal die pure Begeisterung, als zunächst Maria Rita und die legendäre Sängerin Gal Costa mit ruhigen und feinfühligen Songs überzeugten und zum Abschluss die temperamentvolle »Axé-Königin« Daniela Mercury ihr neues Album vorstellte.

            Ein versöhnliches Ende für ein Festival, dem man nur wünschen kann, dass es im nächsten Jahr die hoch gesteckten Ansprüche einlösen kann. (jüsp)



            --------------------------------------------------------------------------------

            © Reutlinger General-Anzeiger 2006
            Gruss brasilmen Thomas
            www.brasilmen.de

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            • #6
              das europaweit größte Brasil-Spektakel

              ich war dieses Jahr nicht in Stuttgart, war aber bereits in Tübingen 2x dabei, aber zu behaupten es sei das europaweit größte Brasil-Spektakel, sorry da kann ich nur lachen.
              Wenn ich in Zürich auf das Caliente gehe, klar ist nicht nur Brasi mehr Salsa aber da hat es an einem Wochenende 100000 Leute und mehr. Siehe dieses Jahr mit Ivette ! Da hat es an einem Abend mehr Leute als in Stuttgart an 2 Abenden.

              Mir tut es leid für Tübingen !! Dort war es wirklich schön.
              Es braucht nicht 100000 Leute um ein gutes Fest zu haben, aber die Ambiente muss stimmen, Preise auch und klar auch die Verpflegung.
              http://www.pousadacocoa.com
              ate logo

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              • #7
                Zitat von joachim2006
                Man kann dem Apotheker aus Tübingen (Marktplatz) nur gratulieren. Ein Mann hat es geschafft, ein komplettes Festival nach 21 Jahren zu zerstören. "Zu Gast bei Freunden" Darüber kann man nur lachen.
                Das sehe ich nicht so.
                Die Tübinger Altstadt hat was Besonderes, aber der Schlossplatz ist auch schön.
                Ich glaube nicht, dass der Apotheker schuld an den teuren Preisen ist.
                Auch bezweifle ich, dass die Zuschauer nicht kommen, nur weil es nicht in Tübingen ist.

                Die Hauptgründe für das Fehlen vieler Fans werden wohl gewesen sein:

                1. Der hohe Preis
                2. Als Alternative viele günstigere bras./lateinamerik. Veranstaltungen an jenem Wochenende
                3. Die bekloppte Uhrzeit! Selbst wer Freitag Urlaub hat, kann bei grosser Entfernung nicht kommen.
                4. Der Musikgeschmack, denn viele kennen neue Interpreten nicht, bzw. wollen nur Hüpf- und Bum-Bum-Musik sehen und hören. :lol:

                Zugegeben, ich hätte mir für ein Open-Air-Konzert auch mehr rhythmische Tanz-Musik gewünscht (obwohl ich auch ein Fan der ruhigen Musik von Maria Rita bin).
                "Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen"

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                • #8
                  erste Fotos auf der viva-page

                  guckst du hier:
                  http://www.viva-afro-brasil.de/2006/...6_image10.html
                  Gruss brasilmen Thomas
                  www.brasilmen.de

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                  • #9
                    ganze Fotoseite online:

                    guckst du unter:
                    http://www.viva-afro-brasil.de/FotosVAB2006/
                    Gruss brasilmen Thomas
                    www.brasilmen.de

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                    • #10
                      was habt ihr denn alle mit "teuer"? 55.- Euro sind doch nicht viel Geld für solche Stars. Robbie Williams kostet schließlich auch 72.-€

                      Jozinho

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