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      Ich habe hier mal wieder einen interessannten Artikel entdeckt:

      Rettung des Regenwalds - Ausverkauf am Amazonas - Wissen - sueddeutsche.de

      Dazu mein kleiner Kommentar:

      Amis und Euronen kaufen also unter dem Vorwand des Umweltschutzes munter grosse Teile des Regenwaldes. Das Problem ist ja schon laenger bekannt und in der Theorie vielleicht sogar von einem gutem Gedanken getragen. Das Verschwinden der Waelder ist ein Problem in Brasilien.

      Aber dieser Artikel erinnert mich schon wieder an meine lustige Idee, welche ich gern mal in Brasilia vortragen wuerde:

      Warum koennen Euronen, Amis und alle anderen Voelker dieser Welt, die bei sich daheim den Wald bereits vernichtet haben und noch immer nicht aufforsten statt weiter zu betonieren, nicht den Regenwald mieten? Zum doppelten Preis pro Hektar, den Baeume oder Agrarprodukte auf dieser Flaeche bringen wuerden.

      Die Industrievoelker brauchen Luft - Amazonas liefert! Und boese Geister koennen sich mal eine spaetere Preistreiberei so wie gerade beim Oel ausmalen ...

      Manaus - AM

    • #2
      AW: Amazonaswald im Angebot

      Eben diese "Machenschaften" der reichen Auslaender, die lauthals verkuenden dies und jenes in den von ihnen erworbenen Gebieten zu verbessern und auf gut Deutsch gesagt "einen Dreck tun", war am Sonntag zentrales Thema des "Fantásico" auf Globo.

      Videos sind noch hier Fantástico - A sua revista eletrônica zu sehen.

      Nachtrag:
      Man zeigte auch einen Immobilenhandler, bei dem jeder (auch Auslaender) ohne grosse Frage nach Dokumenten etc. Regenwald kaufen kann: fuer 1.000 Reais je Alqueire (Problem ist: 1 alq kann zwichen 2,42 ha (São Paulo) und 4,84 ha (Goiás, Minas Gerais e Rio de Janeiro) sein, und es gibt noch den "alqueire do norte" = 2,7225 ha)
      Zuletzt geändert von User_11889; 03.06.2008, 21:27. Grund: Nachtrag

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      • #3
        AW: Amazonaswald im Angebot

        Und endlich hat man die wahren Schuldigen gefunden: Die bösen reichen Ausländer!
        Ist ganz praktisch, weil man auf die mit dem Finger zeigen kann, ohne die eigenen Unzulänglichkeiten berücksichtigen zu müssen.
        Bei dem Thema, welches in den gestrigen Nachrichten aufgekocht wurde, sollte mann sich nur einige Fragen stellen.
        Warum verkauft der derzeitige Eigentümer? Aus Liebe zum Amazonas oder eher wegen dem Profit?
        Was hat der heutige Eigentümer für die Umwelt getan? Gelegenheiten hätte er ja gehabt.
        Warum ermöglicht die Gesetzgebung den Verkauf/Kauf von Flächen, die größer als São Paulo sind?
        Und überhaupt: wie kam der Verkäufer an das Land? Zur Beantwortung dieser Frage sollten die Brasilianer mal etwas mehr als 20 Jahre zurückblicken.

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        • #4
          AW: Amazonaswald im Angebot

          Da brauchen die Brasilianer keine 20 Jahre zurueckblicken, sondern sich lediglich mit den derzeit gueltigen Gesetzen beschaeftigen!

          Aber anstelle die dort enthaltenen Luecken zu schliessen, bruetet man lieber die Abschaffung einer Abgabe/Steuer und dafuer die Einfuehrung zwei neuer Abgaben/Steuern nach, ergeht sich bis zum Orgasmus in CPIs und sonstigen Regelungsgeschaeften, die fuer das brasilianische Volk den Naehrwert "zero" haben!

          Warum wohl hat die Umweltministerin das Handtuch geworfen? Nicht aus den Gruenden, die sie oeffentlich angeben durfte, sondern aus massiver Veraergerung darueber, dass alles, was in Brasilien mit der Umwelt zu tun hat, wegen der myzelhaften Verquickung von Staat-Industrie-Geld, der Jagd nach der nassen Seife am Boden der Gemeinschaftsdusche aehnelt: Wehe du duckst dich, um die Seife zu packen!

          Die Flaechenbegrenzung fuer den Kauf ruraler Immobilien durch Auslaender beispielsweise bezieht sich auf die Gesamtflaeche des jeweiligen Municipos. Wenn ich jetzt beispielsweise als Extrem den Landkreis Altamira im Budesstaat Pará nehme, dann wird klar, warum gerade in den Bereichen Amazoniens so riesige Flaechen an Auslaender verkauft werden duerfen (ganz offiziell): 161.445,9 km² ist der Landkreis gross (knapp die Haelfte der Flaeche Italiens). Wenn dort nun Auslaender "Grundstuecke" kaufen wollen, ist die Flaeche, die dafuer verfuegbar ist natuerlich riesig.

          Aber lasst doch die Auslaender fleissig kaufen, kommt Geld ins Land! Und dann hoffentlich eine Regierung, die mit einer desapropriação dem Spuk erst mal ein Ende setzt!

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          • #5
            AW: Amazonaswald im Angebot

            Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen

            Aber lasst doch die Auslaender fleissig kaufen, kommt Geld ins Land! Und dann hoffentlich eine Regierung, die mit einer desapropriação dem Spuk erst mal ein Ende setzt!
            Wer's glaubt wird seelig. Aber Wunder gibt's ja immer wieder und vielleicht gibt es in Brasilien ja auch bald einen Ivo Morales oder Hugo Chavez.(wobei letzterer gewaltig einen an der Dattel hat)
            Nur wenn es den gibt, wird der wahrscheinlich keine sehr hohe Lebenserwartung haben. Er würde dann womöglich bei einem Hubschrauberunglück oder ähnlichem ums Leben kommen.

            Es ist ja aber auch an der Zeit dieser sinnlosen Zerstörung des Regenwaldes ein Ende zu setzen. So viel Krombacher Bier, kann ich ja alleine gar nicht trinken.:p:p:p
            MfG Fiedel

            "Ist mir völlig egal wer Dein Vater ist, aber während ich angle, läufst Du
            hier nicht übers Wasser!"
            (Zitat aus dem 1. Jahrhundert, Autor unbekannt)

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            • #6
              AW: Amazonaswald im Angebot

              Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
              Aber lasst doch die Auslaender fleissig kaufen, kommt Geld ins Land!
              Und wem hilft das Geld, sofern es denn überhaupt "ins Land" kommt?
              Interessanterweise schreibt die bras. Verfassung vor, dass Käufe ab 2.500 Hektar öffentliches Land vom Nationalkongress genehmigt werden müssen. Von Privathandel steht da nichts :confused:

              Zitat von Fiedel Beitrag anzeigen
              Es ist ja aber auch an der Zeit dieser sinnlosen Zerstörung des Regenwaldes ein Ende zu setzen. So viel Krombacher Bier, kann ich ja alleine gar nicht trinken.:p:p:p
              Sinnlos - schon, aber leider nicht für alle.
              Das Holz der illegal eingschlagenen Bäume wird nicht nur von den Einheimischen verwendet, um damit ein paar neue Bretter an ihre Hütten zu nageln.
              Die Ergebnisse der Agraproduktion auf illegalen Flächen kommen nur selten den Bedürftigen oder der Allgemeinheit zu Gute.
              Da dürfen sich einige Politiker, Firmen oder Personen in der ach so tollen und umweltbewussten 1. Welt mal gehörig selber an der Nase zupfen, ebenso wie die Brasilianer.

              Zur Verbrauchssteigerung des Krombacher kann ich dir ein paar helfende Hinweise geben :mrgreen:

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              • #7
                AW: Amazonaswald im Angebot

                Das mit der Zustimmung durch den Kongress bei Verkaeufen ab 2.500 ha ist schon richtig, betrifft jedoch nur den Verkauf von Land, das dem Staat gehoert! Im falle der 160.000 ha war das aber Privatbesitz einer Firma, und damit gilt wieder die %-Regelung fuer die Landkreisflaeche.

                Zudem ist beim Verkauf von oeffentlichem Land mit mehr als 2.500 ha an brasilianische Kaeufer die Kongresszustimmung nur beim ERSTkauf erforderlich. Beispiel: ein reicher Brasilianer kauft 50.000 ha Land, das der Staat besitzt und zum Verkauf anbietet. Der Kauf wird vom Kongress gebilligt. Nach 2 Jahren verkauft der Brasilianer dieses Land an einen Auslaender und dafuer ist KEINE Kongresszustimmung mehr erforderlich! Und schon hat der Auslaender seine 50.000 ha (vorausgesetzt, die %-Regel wird eingehalten).

                Wollte man allerdings hier eingreifen, gaebe es Verzwickungen ohne Ende, denn welches Land war in Brasilien nicht irgendwann mal der Regierung abgekauft worden? Nur wenige Flaechen wurden auf andere Weise erworben.

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                • #8
                  Re: Amazonaswald im Angebot

                  Nun kam die Meldung, dass der brave Schwede Johan Eliasch fuer die Abholzung von 270.000 ! Baeumen auf "seinem" Land im Namen des Umweltschutzes umgerechnet fette 177 Millionen !!! USD
                  Strafe zu zahlen hat!

                  Manaus - AM

                  Kommentar


                  • #9
                    Re: Amazonaswald im Angebot

                    Zitat von onca preto Beitrag anzeigen
                    Nun kam die Meldung, dass der brave Schwede Johan Eliasch fuer die Abholzung von 270.000 ! Baeumen auf "seinem" Land im Namen des Umweltschutzes umgerechnet fette 177 Millionen !!! USD
                    Strafe zu zahlen hat!

                    Der Schwede dürfte wohl bei seinem Reichtum einen sehr guten Anwalt haben.
                    Der wird die Busse nie und nimmer bezahlen. Eher fällt Schnee da oben.:mrgreen::mrgreen::mrgreen:

                    abraço


                    fortal


                    Kommentar


                    • #10
                      Re: Amazonaswald im Angebot

                      Als Berater von Gordon Brown sicherlich. Aber vielleicht entschliesst sich die Regierung ja auch fuer einen Weg jenseits des Rechtsstaats:cool: Das konfiszierte Land kann man ja auch gut noch einmal verkaufen oder Wahlkampf tauglich an "Arme" verschenken :mrgreen:

                      Manaus - AM

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