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Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

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      Ich glaube viele, besonders die die in Deutschland leben oder die erst kurz hier leben wissen nicht wie es in Brasilien funktioniert mit Haushaltshilfen, mit der "criada" und der "empregada" und der "Diarista"
      In Urzeiten war es in Europa auch nicht anders.
      Ich bitte nur darum es genau durchzulesen,

      Also, es fing an als die Sklaverei abgeschafft wurde. Die Hausfrauen waren gewohnt sich eine oder mehrere junge Negerinnen in die Casa grande zu holen um die Arbeiten in Küche und Haus zu erledigen und um auf die Kinder aufzupassen.
      Das war für die Betroffene ein Grund zum Jubeln denn das Mädchen entkam der Feldarbeit und stand plötzlich unter dem Schutz der Patroa vor der sich selbst der Patrão fürchtete. Dadurch war sie (und ihr Mann) nicht mehr schutzlos dem Capitão do mato ausgeliefert und hatte ausserdem immer was Feines zum Essen, denn auch damals hungerte man nicht in Brasilien und in so einer Casa grande blieb viel über, was Gutes zum Anziehen, und der Patrão hatte immer ein offenes Ohr für Sonderwünsche, denn dies Mädchen waren meistens sehr hübsch und der Patrão nicht aus Holz.
      Der Patroa war es meistens recht, die hatte sowieso schon 6 Kinder auf die Welt gebracht und hatte kein Interesse mehr den alten Stinker jeden Tag auf dem couro zu haben..
      Dann kam die lei aurea, die abolição, und plötzlich gab es keine Sklaven mehr. Die Sklavinnen die schon in einem Haushalt arbeiteten waren plötzlich freie Empregadas und blieben meistens bei ihrer bisherigen Patroa, sie hatten ja nichts anderes (kennen)gelernt und im Grunde fehlte ihnen nichts und die Arbeit war erträglich.
      Ausserdem bekam sie auster Kost und logis noch ein Taschengeld drauf, war ja jetzt frei und musste bezahlt werden. Ich kann mir vorstellen das die eine oder andere sogar ihren Marido ziehen liess, der ja plötzlic frei war und bezahlte Arbeit suchen musste, was nicht so einfach war, die Konkurrenz der italienischen, deutschen und dann auch japanischen Billiganbietern qualitativ hochwertiger Arbeitskraft war erdrückend.

      Ich musste dies Einleitung mache damit die Perversität die voriges Jahr in die Presse und vor die Justiz kam verständliche wird: habe ich leider nur in portugiesisch: Ist aber mit sicherheit, wie im Artikel erwähnt kein Enzelfall.
      Polícia - Presa em Goiânia mulher suspeita de torturar filha adotiva

      Heute ist dieser Job immer noch begehrt. von Mädchen mit 7, 8 Jahren aus dem Inneren, die keine Schulbildung oder keine Möglichkeiten dazu haben. Eine Familie nimmt das Mädchen als „CRIADA“ auf. sie lebt mit den anderen Kindern im Haushalt, geht in die Schule, isst gut, ist gut gekleidet und muss dafür nur auf das Baby aufpassen, Geschirr abwaschen, halt im Haushalt etwas mithelfen. alle Tage, freine Tag gibts da ja nicht, man kann das Baby ja nicht in den Kühlschrank legen am Sonntag. Die Patroa verspricht der Mutter, das das Kind den Himmel auf Erden hat und die Mutter die nur die Hölle bieten konnte lässt die Kleine in der Hand der Senhora und zieht erleichter ab mit etwas Geld in der Tasche natürlich, und manchmal kommt sie zurück um ihre Tochter zu sehen und noch etwas Geld „auszuborgen“.
      Soweit so gut. in 90 % der Fälle, der Brasilianer ist wie alle anderen 90 % anständig, läufts auch so ab. Die Kleine geht in die Schulle, hilft im Haushalt mit ......
      Aber die Eriehung der Criada ist ein Training für die zukünftige Empregada. Das Mädchen gewöhnt sich für Kost und Unterkunft + ein Taschengeld sorgenlos zu leben und 12 Stunden am Tag 30 (28/31) Tage im Monat zu arbeiten und das ganz normal zu finden. (Ist ja auch normal, jede Hausfrau macht das, im günstigsten Fall, meistens muss sie statt dem Taschengeld noch dazuverdienen).
      Jetzt wird diese Criada 16 Jahre, hat meistens eine gute Schulbildung, ist hübsch, gepflegt und rollig. Sie lernt den José, die Liebe ihres Lebens kennen, und hat natürlich wie die Natur es will, sofort einen dicken Bauch.
      Ihre Herrschaft ist natürlich nicht besonders erfreut darüber, aber was soll man machen. Dass da nach so vielen Jahren ein schreiender Pamperletsch ins Haus kommt steht natürlich gar nicht zur Discussion. Ausserdem will die Maria ja mit ihrem José am abend zusammensitzen, die Novelle anschauen und, na ja ein glückliches Eheleben führen.
      Dass sie mitverdienen muss ist selbstverständlich den der José verdient als Maurergehilfe nur 30 R$ am Tag und das auch nicht jeden. Ausserdem trinkt er auch gerne sein Bierchen am Samstag und kommt erst am Sonntag nachmittag reuevoll nach Hause um seinen Kater auszuschlafen. Man hat also Spesen.
      So wird aus der Criada, die Empregada, meist in der selben Familie, man kennt sie ja schon. Nur muss sie halt jeden Tag um 5 Uhr einen Bus nehmen, 2 Stunden im Gedränge stehen damit sie um 7 Uhr das Frühstüch anrichten kann. Dann macht sie das Mittagessen wie immer, putzt die Wohnung, wäscht die Wäsche, bügelt und um 6:30 frühestens steht sie wieder Im Busgedränge, damit sie um 8:30 die Novela nicht versäumt.
      Zuerst muss sie aber was warmmachen von gestern und was für morgen kochen, der Jose kommt ja auch schon, oder ist schon da, denn Maurer lassen pünktlich um 5 das Hackl fallen. Wo sammer denn. Diaria ist diaria.
      Nach 5 Jahren hat sie 3 Kinder, der José ist schon lange verschwunden, im besten Fall zahlt er dann und wann Unterhalt wenn der Richter mit Haft droht und hat auch schon die Nase voll vom Empregadadasein.

      Aber da packt die Krise ihre Patroa und die kann sich das SM nicht mehr leisten, ausserdem will die Maria die Carteira unterschrieben haben, und eineinhalb SM .....
      da wird halt die Maria nach 15 Jahren mit besten Wünschen entlassen und darf für 30 R$ am Tag zwei mal in der Woche die ganze Dreckarbeit machen die sie vorher in einer Woche machte. Im gleichen Gebäude sind noch 2 Familien in der selben Situation, dort kriegt sie 35 oder gar 40 R$ und so rutscht die Maria auf die höchste Rangstufe hinauf, der Diarista.
      Sie verdient jetzt fast doppelt so viel wie früher, vergistt aber dass die Patroes Ferien machen, da schaut sie durch die Finger, dass immer einer absagt ....
      d.h. sie muss immer fest am Ball bleiben und patroas in Reserve haben. und Geld für schwache Zeiten zurücklegen, na ist nicht so einfach mit 3 Kindern.
      Deshalb glauben manche Brasilienunkundige, dass Diaristas habgierig sind und zuviel verdienen.


      So das wärs. ich glaube alle 3: Criada, empregada und besonders Diarista haben einen Anspruch auf einen freien Tag in der Woche, und eine Patroa die für ihre empregada Wochenendarbeit sucht damit sie weiterhin wenig bezahlen kann sollte nicht beleidigt sein, wenn sie kritisiert wird, was meint ihr?
      Prost
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      Skype''' robertwolfgangschuster

    • #2
      AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

      Danke für den interessanten Abriss.

      Nach meinem Kenntnisstand haben Angestellte grundsätzliche Rechte. Beispielsweise 30 Tage bezahlter Urlaub plus Weihnachtsgeld in Höhe eines halben Monatssalärs. Und natürlich haben sie Anspruch auf mindestens einen freien Tag. Geht ein gekündigter Angestellter zum Arbeitsgericht, kriegt er meistens Recht und zumindest eine Abfindung. Arbeitsverträge sind eigentlich überflüssig, der gewiefte Arbeitgeber begnügt sich mit der Eintragung ins Arbeitsbuch. Freiwillige Zusatz-Leistungen, auch einmalige, sollten vermieden werden, weil Arbeitsrichter dazu neigen, sie als Gewohnheitsrecht des Angestellten zu bewerten. Ich habe mir schon seit längerer Zeit bei vielen Dingen abgewöhnt, zu hinterfragen, ob etwas gut und richtig oder falsch und schlecht ist in Brasilien. Es ist halt so. Das gilt auch für das Verhalten der Dona. Mal sehen, ob sie anbeißt und Stellung nimmt ...

      Den verlinkten Artikel finde ich jetzt nicht so spannend. In einem Land, in dem kleine Jungs und Mädchen an Bordellbetriebe verkauft werden, Auftragsmörder-Unternehmen existieren und es Gang und Gäbe ist, sich mit zehn, elf oder zwölf Jahren zu prostituieren, was soll da noch überraschen ...

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      • #3
        Re: AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

        Zitat von supergringo Beitrag anzeigen
        Danke für den interessanten Abriss.

        Nach meinem Kenntnisstand haben Angestellte grundsätzliche Rechte. Beispielsweise 30 Tage bezahlter Urlaub plus Weihnachtsgeld in Höhe eines halben Monatssalärs. Und natürlich haben sie Anspruch auf mindestens einen freien Tag. Geht ein gekündigter Angestellter zum Arbeitsgericht, kriegt er meistens Recht und zumindest eine Abfindung. Arbeitsverträge sind eigentlich überflüssig, der gewiefte Arbeitgeber begnügt sich mit der Eintragung ins Arbeitsbuch. Freiwillige Zusatz-Leistungen, auch einmalige, sollten vermieden werden, weil Arbeitsrichter dazu neigen, sie als Gewohnheitsrecht des Angestellten zu bewerten. Ich habe mir schon seit längerer Zeit bei vielen Dingen abgewöhnt, zu hinterfragen, ob etwas gut und richtig oder falsch und schlecht ist in Brasilien. Es ist halt so. Das gilt auch für das Verhalten der Dona. Mal sehen, ob sie anbeißt und Stellung nimmt ...

        Den verlinkten Artikel finde ich jetzt nicht so spannend. In einem Land, in dem kleine Jungs und Mädchen an Bordellbetriebe verkauft werden, Auftragsmörder-Unternehmen existieren und es Gang und Gäbe ist, sich mit zehn, elf oder zwölf Jahren zu prostituieren, was soll da noch überraschen ...

        Weihnachtsgeld ? Nein, Anspruch auf ein 13. Monatssalär. Immer und alles unterschreiben lassen.
        Es gibt in den Papeterien spezielle Quittungsblöcke für "Empregadas Domesticas".
        So bekommt sie auch einen drittel des Saläres (oder was in der Carteira de Trabalho eingetragen ist)* als Feriengeld. Auch für Ferien einen Wisch ausstellen, (vor dem Urlaub) worin sie bestätigt, dass sie ordnungsgemäss 30 Tage nicht an ihrem Arbeitsplatz erscheinen musste.

        * Vielfach wird es so gemacht, dass in der Carteira nur ein Salário eingetragen ist, einen allenfalls höheren ausgehandelten Lohn bekommt sie die Differenz "por fora". Sie kann aber nur einklagen was in der Carteira unterschrieben ist. Wenn aber alle Quittungen über Salär und Ferien unterschrieben sind, hat sie in einem Streitfall vor Gericht ganz schlechte Karten.


        abraço


        James


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        • #4
          AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

          Robertwolfgangschuster hat vollkommen Recht. Wenn man den geschilderten Fall so trocken sieht, tut die HH. einem völlig Leid.
          Aber hier ein Gegenbeispiel von Februar 2009: Eine junge Haushaltshilfe bekam eine Anstellung bei einer älteren Dame für etwas unter 1000R$/pro Monat (inklusive INSS). Sie war bei der Anstellung schon im dritten Monat Schwanger, nur das verheimlichte sie. Sie verheimlichte dies der Arbeitgeberin dass sie so um die vier Monate Schwanger war. Dann verlangte sie 6 Monate Mutterschaftsurlaub (mit voller Bezahlung) und die Wiederaufnahme nach der Geburt. Die alte Dame wollte nur vier Monate zahlen (nur Staatl. Angestellte haben 6 Monate Schwangerschaftsurlaub; alle Anderen vier) und keine Wiederanstellung nach der Mutterschaft, da sie sich um eine neue HH. bemühen musste (Logisch!). Die HH. sah das nicht ein und ging vors Arbeitsgericht und bekam eine R$10.000 Entschädigung. Jetzt die Pointe: Die HH. war (danach) gar nicht (mehr) Schwanger. Übrigens habe ich vor zwei Jahren einen alten Mann kennen gelernt, der seit 25 Jahren für eine Familie arbeitet(e) und nie einen Vertrag noch ein Gehalt bekommen hat. Als er gehen musste, kauften sie ihm ein kleines Haus (Schlafzimmer, Badezimmer Küche) und zahlen ihm eine kleine Rente von R$300/Monat. Keiner kann das Wollen wie es in den Nordischen Ländern der Fall ist, denn dann können sich viele keine Niedriglohn Angestellte leisten und dann geht die Arbeitslosigkeit wieder nach oben. Und wer zahlt das? Direkt/indirekt, wir Alle. Aber Rechte und Pflichten sind für beide gültig!!! Übrigens, wer jemals Arbeitslos war, schätzt die Arbeit, auch wenn noch so wenig bezahlt wird.
          Im Augenblick haben Arbeitsgerichte, übrigens wie auch in Europa, eine Tendenz zum Arbeitnehmer. Es gibt solche und solche Fälle. Wenn man es ganz genau wissen will, erkundigt sich bei der „Delegacia do Trabalho“ beim Wohnort und fragt für seinen spezifischen Fall nach. Haushaltshilfe ist nicht gleich Haushaltshilfe!!!! So wie in Europa. In USA haben bisher Angestellte kaum Rechte. Heute Heuern morgen Feuern.
          Brasilen versucht die Reche und Pflichten Balance zu halten.

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          • #5
            AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

            Empregada,
            da sollte man sehr vorsichtig sein und sehr genau arbeiten, immer schön Quittungen unterschreiben lassen und Eintrag in die Carteira....

            Warum?
            Es gibt einige besonders Clevere und gute Rechtsanwälte, da findet man schnell eine Lücke, etwas Übersehenes und bei Ausländern ist da schnell was zu holen,
            ja und allgemein sind die Gerichtsentscheidungen häufig im Sinne der Empregada mit den in Brasilien üblichen Bonus für sagen wir mal die Schädigung des wohlempfindens....

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            • #6
              AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

              Mein lieber “Einbeck” …. Und es gibt besonders, klevere Angestellte. Wer in Deutschland mal eine solche Sache durchgezogen hat, weis das “dort” das Resultat für den Arbeitnehmer weitaus lukrativer (Potenz 10) ist. Könnte das einer der Gründe (und die erdrückenden Soziallasten) sein, warum in Deutschland die wenigsten Einstellen wollen? Hier wenn man Glaubt recht zu haben, nimmt man einen Arbeitsrechtlich erfahrenen Anwalt und zieht auf einen Vergleich hin. Richtig ist, man sollte alles was einen Angestellten betrifft, dokumentieren. Meine Erfahrung hier ist, das die Fehler von Einigen kommen, da diese nicht wissen wie man mit einer Haushaltshilfe bzw. Angestellten umgeht. Viele haben in ihrem Land noch nie eine Haushaltshilfe, ausser einer östlichen Reinemachefrau beschäftigt. Dies geht in die Rubrik “Denn sie wissen nicht was sie tun”. Randbemerkung: Mein deutscher Nachbar hat die übrigens sehr tüchtige (kochen, putzen, waschen usw.) Haushaltshilfe “Wochendanspruch” mit “ Wochendspass” verwechselt, und war dann ganz böse als die Haushaltshilfe einmal aus “ psychischen Gesundheitsgründen” das Wochende bei ihren Eltern verbringen wollte und er sie nicht lies, sie ihn zur Kasse bat. Er ist aber, Allem in Allem, mit R$100/Tag Tariflich gesehen sehr, sehr gut davongekommen. Sorry an alle Damen für dieses “Machokommentar”, aber sie dürfen darüber Lachen, das dies nicht ihr Ehemann ist. Übrigens, interessant wurde es, als er seiner Frau in Deutschland erklären musste wo das Geld und die Haushalthilfe geblieben ist. Gäbe es da einen Zusammenhang? NEIN, natürlich nicht.

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              • #7
                AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

                Zitat von rechtens Beitrag anzeigen
                Dies geht in die Rubrik “Denn sie wissen nicht was sie tun”. Randbemerkung: Mein deutscher Nachbar hat die übrigens sehr tüchtige (kochen, putzen, waschen usw.) Haushaltshilfe “Wochendanspruch” mit “ Wochendspass” verwechselt,

                Ist ja jahrhundertelange Tradition, nur die deutsche Patroa hat sicher was dagegen, schon wegem per Moneten
                und der Patrão hatte immer ein offenes Ohr für Sonderwünsche, denn dies Mädchen waren meistens sehr hübsch und der Patrão nicht aus Holz.
                Der Patroa war es meistens recht, die hatte sowieso schon 6 Kinder auf die Welt gebracht und hatte kein Interesse mehr den alten Stinker jeden Tag auf dem couro zu haben..
                Prost
                AMAZONASTOUREN, REISEBÜRO, BETRIEBSBERATUNG
                Skype''' robertwolfgangschuster

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                • #8
                  AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

                  Einbeck hat sowas von recht!!!

                  Ich weiss nicht wie die Situation in Deutschland ist, und das ist auch relativ egal - hier geht's ja um Brasilien, und man muss HÖLLISCH aufpassen um ja alles genauestens abzurechnen, genauestens jede Überstunde aufzuschreiben, ausbezahlen, sämtliche Rechte ja genauestens einzuhalten etc... sonst droht ein Arbeitsprozess, denn man GARANTIERT verliert, nicht weil man Ausländer ist oder sonstwas.... man hört das immer wieder, und immer mehr: VORSICHT mit Angestellten... es wird immer moderner den Arbeitgeber, jeden Arbeitgeber - nicht nur Hausangestellte - vor's Arbeitsgericht zu schleppen... und Arbeitgeber werden immer vorsichtihger damit, Leute einzustellen und sichern sich immer mehr ab, um jaaaa nichts falsch zu machen, und wenn sie ALLES richtig machen, werden sie TROTZDEM oft vor's Arbeitsgericht geschleppt und verlieren die Prozesse dann trotzdem... und oft sind sie dermassen an den Haaren herbeigezogen dass man sich grün und blau ärgern muss...

                  Das führt dann dazu, dass Viele überhaupt nicht mehr einstellen...

                  Nochwas:
                  Ich habe im Januar einen Agrônomo per Zeitarbeitsfirma eingestellt... okay.
                  Dann kam eine Mail von meinem Arbeitgeber in Form unserer Sekretärin: aufpassen - dieser Mann ist gefährdet den Arbeitgeber anzuzeigen.
                  Dann habe ich recherchiert.
                  Dann hat der Agrônomo mir gesagt, dass ein Jahr vorher jemand sein Auto zusammengefahren hat, und dass er deshalb vor dem Gericht streitet...
                  Daraufhin habe ich meinen Arbeitgeber informiert UND mich beschwert, wie es sein kann, dass die Zeitarbeitsfirma uns überhaupt so eine Information zugeleitet hat... ich fand nämlich das hätte sie uns garnicht mitteilen dürfen... mein Arbeitgeber (in Form des Projetleiters) war übrigens meiner gleichen Meinung!

                  Ihr seht: Brasilien ist ein verrücktes Land!!!

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                  • #9
                    AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

                    Das was robertwolfgangschuster beschreibt ist sicherlich angebracht. Takeo, Sie müssen eben halt im Haushalt, außer der täglichen Arbeit, SCHUFTEN. Ich nicht!! Dafür habe ich gerne Angestellte die Arbeiten! Habe seit dem 20. Lebensjahr Angestellte und ich liebe es. Halte mich zwar nicht akribisch an alle Sozialregeln, bin besser im „Geben“ als im „Nehmen“ und bisher ist keine(r) vor Gericht gegangen; Und sollte solch ein Fall mal auftreten werden wir uns sicherlich „gütlich“ Einigen und sollte dires nicht gehen, habe ich gute Anwälte, wenn der/die Angestellte meiner Meinung Unverschämt wird. Am Ende muss man sowieso zahlen: entweder den A. oder den A. Ist wie „Peter und Paul und Paul und Peter“! Erfahrung: Bei einer(m) Angestellten kann das schwierig sein; Ab zwei und mehr Angestellten, geht es wesentlich einfacher. Ich glaube robertwolfgangschuster kann das bestätigen.

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                    • #10
                      AW: Hat eine Haushaltshilfe Recht auf ein freies Wochenende?

                      stoeberer, Deine Worte in Gottes Ohren... ich sage Dir: SEI VORSICHTIG!!! Ich habe genau solche Geschichten schon sooooo oft und immer und immer wieder gehört: Arbeitgeber vollkommen okay... und hinterher musste er sich vor Gericht grün und blau ärgern... hinterher zählt Deine Freundschaft, sämtliche benefícios etc. nichts mehr... bedenke: hinter Deinen vollkommen in ordnungen Angestellten finden sich irgendwann plötzlich unzufriedene Verwandte, irgendwelche neuen Lebensumstände, irgendeine Blödheit und allerhand arbeitslose Rechtsanwälte, die nur darauf warten Dein Leben zur Hölle zu machen... das ist wie eine Zeitbombe!

                      Mein Opa hat immer gesagt:
                      Ist er Dein Freund? Hast Du schonmal Geschäfte mit ihm gemacht?

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