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"Abstauben in Rio de Janeiro"

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  • "Abstauben in Rio de Janeiro"

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      "Abstauben in Rio de Janeiro"
      Ein Hintergrunddossier zum Konflikt um das Stahlwerk TKCSA von ThyssenKrupp in Rio de Janeiro

      Kooperation Brasilien e.V. - Abstauben in Rio de Janeiro



      Salut
      Shroeder
      KCCO

    • #2
      AW: "Abstauben in Rio de Janeiro"

      Ich hab mir mal die übrigen Artikel, die dort gegen Gott und die Welt und gegen nahezu alle Entwicklungsprojekte in Brasilien geschrieben werden, durchgelesen.

      Wenn das die Zukunft unserer Gesellschaft ist, wenn die mal an die Macht kommen, hoffe ich bereits in der Grube zu sein.

      Angestrebt ist ja, die Hütte in Sepetiba zu schließen, damit es wieder Fisch vor der Haustür gibt. Ich kenne die anderen Stahlwerke in Brasilien, 5 von den großen Stahlwerken liegen mitten in den Städten, die kleineren sowieso. Der Stand der Umwelttechnik ist Jahre hinter dem Thyssen-Standard zurück, mal abwarten, wann die auch geschlossen werden.

      Das Stahlwerk erhöht den CO-Ausstoss in Rio um angebliche 70 %, um vom Werk nach Barra zu kommen, ist man bei flotter Fahrt 1 Stunde unterwegs, für mich ist das nicht Rio (ist auch noch eine Bergkette dazwischen) sondern reine Statistik-Manipulation.

      Kritische Beobachtung zur Industriellen Entwicklung, wie auch zur industriellen Lebensmittelproduktion (und andere Sachen) ist sicher notwendig, aber hier geht es um Profilierung von Umweltorganisationen, die hier bei den ungeschickt agierenden Thyssen-Leuten ein gefundenes Fressen haben. In anderen Artikeln werden deutsche Großunternehmen ans Kreuz genagelt, weil sie z.B. für Erdbewegungen bei Bauprojekten LKWs liefern (Mercedes) oder Turbinen (Voith). Das ist dann schon Hexenjagt.

      Gruß
      Tiradentes
      Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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      • #3
        AW: "Abstauben in Rio de Janeiro"

        Industrie und Umweltschutz - das passt irgendwie nicht. Ich kenne Firmenbögen (Schreibvorlagen) aus dem 19.
        Jahrhundert wo stolz die Fabrik mit qualmenden Schloten abgebildet ist = Fortschritt signalisierend. Hier (zB) im
        Erftkreis (westlich von Köln) werden lukrative (Arbeitsplätze) Projekte gestoppt weil man annimmt irgendwelche
        seltene Tiere dort brüten - irgendwie kann man auch übertreiben. Wer ist den wichtiger im Leben? Der Mensch
        oder das Tier (wenn es sich denn nicht um die Nahrungsquelle handelt)? Das in Brasilien der Umweltschutz sehr
        lasch gehandelt wird - ist bekannt (3. Welt allgemein, wer zählt denn unter 2. Welt?) Haarig wird die Sache, wenn
        Menschen = Indios betroffen sind. Um die Fischer zu entschädigen (Netto Jahreseinkommen) zahlt die Industrie doch
        aus der Portokasse. Hat jemand Infos aus Cubatao/SP - galt damals als verseuchtete Stadt der Welt.....
        Probleme sind auch keine Lösung

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        • #4
          Re: "Abstauben in Rio de Janeiro"

          Wenn nur die hälfte stimmt des Berichtes, finde ich es eine Ungeheurlichkeit wie sich die Deutsche Firma hier in Brasilien aufführt. Danke für den Bericht Peter.


          abraço

          James


          Kommentar


          • #5
            AW: "Abstauben in Rio de Janeiro"

            zum glück können sich in brasilien industrie und politik noch gegen solche ultralinken, sozialromatiker und ökofaschisten durchsetzten und wichtige projekte werden auch gegen deren wiederstand zum erfolg geführt. etwas das ich in deutschland vermisse und was der bevölkerung in deutschland eher früher als später leid tun wird.
            sigpic
            <---AQUI TEM UM BANDO DE LOUCO--->

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            • #6
              AW: &quot;Abstauben in Rio de Janeiro&quot;

              James
              ich bin ja nicht ganz unabhängig in dieser Sache, weil wir mit zu den Erbauern zählen, was mich aber nicht vom kritischen Denken abhält.
              Das Problem ist, dass die Gegner des Projektes (seit dem ersten Tag an) natürlich solche Plattformen haben, in der sie alles (bewiesen oder nicht) schreiben können und viele Leser, die solche Seiten aufsuchen um sich zu informieren, genau das suchen, was sie da finden.
              Der Normalbürger stößt nur selten auf solche Seiten, dank Peter hab ich mal dort gestöbert und natürlich auch den Artikel über das ach so erdbebengefärdete "umstrittene" Atomkraftwerk Angra gelesen und das dort das Werk im Meer versinkt. Keiner schaut da mal hin, wo das Werk wirklich liegt. Da hört es mit der Seriösität dann irgendwann auf.

              Ich war zur Zeit des Grafit-Problems vor Ort und kenne die Zusammenhänge und Hintergründe recht genau. Was da zusammengeschrieben wird ist schon seltsam. Bei der Stelle über geforderten Absaugvorrichtungen für das Ausgießen der Eisenpfannen, die nicht im Stahlwerk verarbeitet werden können, kann ich nur grinsen. Sowas gibt es nicht mal bei Thyssen Hamborn (mitten in der Stadt) oder früher bei Hoesch in Dortmund und der Staub (Grafit) ist ganz woanders entstanden, was aber bekannt ist. Lustig ist auch, wenn man Schwermetalle, die im Roheisen eingelagert wären, beim Ausgießen freisetzen würde (warum heißen die wohl Schwermetalle ?) Das ist übrigens schon solange her, dass ich schon nachschauen müsste, wann das war.

              Aber wie gesagt, ich bin da nicht ganz unparteiisch und warum sollte man mir glauben, wenn man Thyssen nicht glaubt. Und für Thyssen ist das ein laufendes Verfahren, wo man jedes Wort oder Entschluldigung auf die Goldwaage legen muss. Dazu. die Leute glauben in der Regel doch nur das, was sie grade glauben wollen.

              Gruß
              Tiradentes

              PS: hab den Artikel auch mal bei uns intern verteilt.
              Zuletzt geändert von Tiradentes; 08.01.2012, 16:48.
              Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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              • #7
                AW: &quot;Abstauben in Rio de Janeiro&quot;

                Es ist natürlich einfach, mit dem Finger auf einen Großkonzern zu zeigen. Vor allem, wenn es noch ein Chucrute ist.
                Effektiver und sauberer wäre es, gerade in Rio, vor der eigenen Haustüre zu kehren.
                -Partikelfilter für Dieselmotoren
                -Vermeidung von Plastikmüll und
                -keine wilde Müllverbrennung
                -Schlote wie die A12-São Paulo außer Dienst stellen
                -allgemeines Umweltbewußtsein förden (Schule, Erziehung)

                Gerade wenn ich mir die Armada von Bussen, LKW und Vans angucke, die ihre Emissionen in dunklen Wolken herausjauchen, so kann ich mir schwer vorstellen, dass das Werk einen solch großen Einfluss auf die Stinkeluft abseits der Zona Sul haben soll.

                Schon bevor das Werk angelaufen ist, konnte man von Niteroi aus schön die Dunstglocke über Rio sehen...
                Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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                • #8
                  AW: &quot;Abstauben in Rio de Janeiro&quot;

                  Ich kann nicht beurteilen, wer, wo, wann geschlamt hat, dass jetzt sogar der Standort angezweifelt wird. Sowas muss im Vorfeld ausgeraeumt werden und danach zaehlt oder sollte nur noch zaehlen, ob der Bau nach den vorher eingereichten Unterlagen ausgefuehrt wurde oder eben nicht und das sollte weltweit so gelten.

                  Traurig ist, dass - wer auch immer Schuld hat - es durch so einen massiven Vorfall schwierig wird, andere Investitionen aus dem Ausland "an Land zu ziehen". Ich bin sicher, dass z.Bsp. BMW die Stahlwerknummer genau im Auge behaelt, genauso wie die absolut investitionsfeindliche Nichtregelung bis zum Jahresende - wie vorher versprochen - fuer die Ausnahmeregelungen der 30%-Erhoehung der Steuer, fuer KFZ-Produzenten, wie z.Bsp. BMW, die ein Werk in Brasilien aufmachen wollen.

                  Aber wie schon erwaehnt: ch kann nicht beurteilen, ob Thyssen sich mit lascheren Umweltauflagen oder entsprechenden Korruptionszahlungen ueberdurchschnittlich bereichern wollte oder eben nicht. Solche Zahlungen im Ausland waren ja mal steuermindernd, da abschreibbar. Ich weiss aber nicht, ob das noch so ist.
                  Gruss aus Maceió
                  Thomas

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                  • #9
                    AW: &quot;Abstauben in Rio de Janeiro&quot;

                    hehe... die Landwirtschaft hat gerade kurze Verschnaufpause, zur Abwechslung sind mal Stahlkonzerne dran!

                    Kommentar


                    • #10
                      AW: &quot;Abstauben in Rio de Janeiro&quot;

                      Zitat von Tiradentes Beitrag anzeigen
                      Der Normalbürger stößt nur selten auf solche Seiten, dank Peter hab ich mal dort gestöbert und ....
                      Bei der Google-Suche nach dem Stichwort "Kobra" (dachte an die Schlange) war diese Seite an 3. Stelle gelistet. )
                      Den Inhalt hatte ich nur überflogen, weil das Stahlwerk schon öfters im Gespräch war im Forum.

                      Salut Shroeder (auch nur Normalbürger)

                      KCCO

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