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Steuern oder nicht Steuern in BR für CH Rentner?

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    Steuern oder nicht Steuern in BR für CH Rentner?

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      Guten Tag alle zusammen.

      Ohne die Landessprache zu beherrschen und ohne Kontakten zu Locals welche sich mit dieser Frage fur CH Rentner auskennen möchte ich einfach mal nachfragen ob es jemanden beim Konsulat gibt der dazu was nuetzliches wüsste?

      Einen Steuerexperten oder Lawyer kann ich mir natürlich von meiner Rente nicht leisten.
      Heute haben ich und meine Carioca Partnerin mal auf der entsprechenden website (IRPF 2019) nachgeschaut und das Steuer-Programm runtergeladen - aber da gibt es keinerlei Rubrik, Kategorie oder Unterkategorie welche auf mich als CH Rentner in irgendeiner Form zutreffen könnte.

      Die Frage waere also:
      Besteuert BR Personen mit unbefristeter Aufenthaltsbewilligung welche nur von einer CH Rente als weltweites Einkommen leben??
      Wenn nein, muss überhaupt eine Deklaration gemacht werden??
      Wenn ja, wie findet man sich in diesem IRPF überhaupt zurecht, resp. als was müsste man sich da kategorisieren wenn es "Rentner aus dem Ausland, ohne Einkommen in BR" so nicht gibt im Formular??
    • #2

      Der Brasilianische Staat besteuert jeden, der über eine Mindest-Grenze (lag früher so bei 12.000 Reais im Jahr ) weltweites Einkommen hat.
      Als Perma-Inhaber mit ausländischen Einkommen stellen sich 3 Fragen.
      1) Hat Brasilien mit der Schweiz ein Doppelbesteuerungsabkommen (DPA) Meiner Ansicht nach hast du da erst mal Glück, da ein DPA seit Mai 2018 besteht.
      2) Bist du in der Schweiz Einkommensteuerpflichtig bzw. hast du dort erklärt und Steuern bezahlt.
      3) Hast du Grundbesitz (BR oder CH)

      In der Regel musst du, wenn du über dieser Grenze liegst deine Steuererklärung in Brasilien machen (und solltest dann in der CH steuerbefreit sein).
      Im Online-Formular der Receita ist für Auslands-Einkommen eine Abteilung reserviert in der du monatlich deine Bezüge angeben musst. Ein wenig umständlich weil du deine SFr. erst in US$ umrechnen musst und die dann in Reais und das auch noch mit Kursen zu festgelegten Stichtagen.

      Für Rentner gibt es dann auch noch Freibeträge, sind nicht so hoch, aber helfen.

      Als Deutscher mit einer guten Rente ist das nicht sehr schön, weil die deutschen Vorteile mit Teilbesteuerung, Freibeträgen und Ehegattensplitting je nach Situation erst bei Renten ab ca. 35.000 Euro mit ein paar hundert Euro im Jahr Steuerlast anfallen. In Brasilien würdest du mit 140.000 Reais wahrscheinlich den Spitzensteuersatz zahlen.
      War für mich ein Grund, zum Rentenbeginn nach 20 Jahren Arbeit in Brasilien (und deutschem Gehalt) wieder nach Deutschland zurück zu gehen, samt brasilianischer Ehefrau. Von der gesparten Steuer kann man lange in Brasilien Urlaub machen.

      Also sag was zu den 3 Fragen. Solltest du für die Erklärung diese Umrechnung machen müssten könnte ich dir ein Formblatt (Excel-Tabelle) geben, wie man die Umrechnung standardisieren kann.

      Gruß
      Tiradentes

      PS: normalerweise hättest du monatlich eine Steuervorauszahlung leisten müssen (ab dem Tag der Perma-Beantragung)
      und durch den Internationalen Datenaustausch wissen die Brasilianer, was du in der Schweiz an Einkommen hast. Die früheren kreativen Gestaltungsmöglichkeiten gehen heutzutage nicht mehr.
      Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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      • #3

        http://receita.economia.gov.br/inter...ida-definitiva
        Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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        • #4

          Oi Ursinho
          war das Thema nicht, dass der TE ehr in Brasilien bleiben wollte. Die ...Definitive ist ja mehr der Abgang aus Brasilien

          Die Seite hat natürlich viele andere Informationen.
          z.B. ist die Grenze ab der man die Einkommensteuer-Erklärung machen muss heute bei 28.560 Reais/Jahr

          Useroo : Am besten mal durch die Seite "Perguntao" am linken Rand, stöbern.
          Die Texte kann man mit dem Google Übersetzerhalbwegs verstehen.

          Gruß
          Tiradentes
          Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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          • #5

            Zitat von Tiradentes Beitrag anzeigen
            Oi Ursinho
            war das Thema nicht, dass der TE ehr in Brasilien bleiben wollte.
            Olá Zahnzieher!
            Das wäre genau meine Frage gewesen, denn ich konnte aus dem Post vom TE nicht herauslesen, ob er in CH oder BR lebt. Es klang eher nach allgemeiner "Steuerproblematik".
            Vielleicht, oder hoffentlich, meldet er sich nochmals zu dem Thema... ischa nicht uninteressant. Wir kennen das ja aus eigener (bitterer) Erfahrung.
            Grüßle
            Ursinho
            Rio de Janeiro ist eine Drecksstadt...

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            • #6

              Wenn er sich mehr als 183 Tage im Jahr in der Schweiz aufhält, braucht er sowieso keinen Lstj-ausgleich in Brasilien machen. Man könnte das ja u.U. so einrichten.
              Man sieht sich,
              in der Unterschicht.


              http://lemi-buecher.de

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              • #7

                Zitat von Lemi Beitrag anzeigen
                Wenn er sich mehr als 183 Tage im Jahr in der Schweiz aufhält, braucht er sowieso keinen Lstj-ausgleich in Brasilien machen. Man könnte das ja u.U. so einrichten.
                Seine Steuern sollte man schon zahlen. Jedoch ist Steuervermeidung keineswegs illegal. Und in dieser Hinsicht habe ich mich - wenn auch eher zufällig - zu einem wahren Meister entwickelt.

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                • #8

                  Zitat von Lemi Beitrag anzeigen
                  Wenn er sich mehr als 183 Tage im Jahr in der Schweiz aufhält...……...
                  im Prinzip ja, aber...……………….
                  Useroo spricht aber von einer "unbefristeter Aufenthaltsbewilligung" (Perma) und damit ist er vom ersten Tag nach Beantragung seines Aufenthaltstitels in Brasilien steuerpflichtig. Bis zur erklärten "Saida definitiva". Ich habe in dem Jahr, in dem ich die Saida gemacht habe, noch meine Steuer erklären müssen, bis zum Monat meiner Ausreise. Und sei es, dass man erklärt, dass man ab dann seinen Wohnsitz ab jetzt in CH hat.

                  Klar, als Urlauber hab ich dann keine Erklärung mehr gemacht. Dazu muss man aber wissen, wie sich der Aufenthalt in Brasilien gestaltet.

                  Gruß
                  Tiradentes

                  PS: wäre auch verständlich, wenn sich Useroo nach den ersten "dünnen" Antworten nicht mehr meldet. Er hat hoffentlich erkannt, dass er mit einem Steuerfachmann sprechen muss. Dazu wird er hier nicht seine Lebensverhältnisse ausbreiten wollen, ohne die es aber nicht geht.
                  Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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                  • #9

                    Salü Tiradentes,

                    Das DBA mit der Schweiz, wurde von Brasilien noch nicht ratifiziert.
                    Was aber vom nächsten Jahr anfällt, ist der automatischer Info Austausch über Einkommen etc, wenn nach meiner Meinung, die Behörde, Banken etc, wissen das man im Ausland wohnt. Aufpassen nicht gemeldeter Besitzt im Ausland wird teuer. Besten in der Schweiz wohnen.

                    Felix

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                    • #10

                      Heute morgen sprach ich bei der receita federal vor.
                      Mein Anliegen war der 25-prozentige Steuerabzug von meiner 1-salario-Rente, nachdem ich meine letzte Lebenserklärung beim bras. Generalkonsulat in Ffm abgegeben hatte.

                      Die überforderte Sachbearbeiterin rief ihren Chef zu Hilfe, der in den elektronischen Unterlagen der Behörde keinerlei Abzüge an meiner Rente feststellen konnte.
                      Gegen eine caixa postal (ein Postfach) als bras. Adresse habe die receita federal keinerlei Einwände, erklärte er mir weiterhin. Ob ich eine Erklärung des definitiven Verlassens Brasiliens abgegeben habe, lautete die nächste Frage, die ich wahrheitsgemäß verneinen konnte. Zuguterletzt wurde ich zur INSS geschickt, um mir dort eine declaracao de renda de INSS ausstellen zu lassen.

                      Bei der nahen INSS-Niederlassung stattete man mich mit einer Internet-Zugangsnummer für mein INSS-Konto aus. Erst später am heutigen Abend werde ich nachschauen und die geforderten Unterlagen ausdrucken. Mir steht hier nur der Drucker meiner Schwägerin zur Verfügung, die vorher keine Zeit hat.

                      Morgen werde ich den Fortgang meines Falls weiterschildern, der immerhin schon einige Neuigkeiten bez. der bras. Postfach-Adresse und der Erklärung des Verlassens von Brasilien zutage brachte.

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