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      aus jobpilot.de


      KARRIERE INTERNATIONAL [ 10.05.2004 ]
      Bewerben in Brasilien - Wichtiges und Wissenswertes


      Brasilien ist in Latein- und Südamerika eine Wirtschaftsmacht und Deutschlands wichtigster Handelspartner in dieser Region.



      Der Bedarf an deutschen Mitarbeitern ist inzwischen jedoch gering. Denn auch in Brasilien selbst ist solides Know-how zu finden. Ausländische Arbeitskräfte können nur noch mit speziellem Expertenwissen punkten.

      Brasilien ist ein Land der Gegensätze. Einerseits produziert es High-tech für den Weltmarkt, andererseits leben große Teile der Bevölkerung in "Favelas", den Slums an den Rändern der Großstädte. Auch regional gibt es starke Unterschiede: Der Nordosten des Landes gilt als sehr arm, der Südosten mit seinen Metropolen São Paulo (rund 10 Millionen Einwohner) und Rio de Janeiro (etwa 5,5 Millionen Einwohner) dagegen als relativ wohlhabend.

      Auf der Achse zwischen São Paulo und Rio hat sich im vergangenen Jahrhundert die Industrialisierung des Landes vollzogen. Heute sind die wichtigsten Industrieunternehmen Brasiliens im Dreieck zwischen São Paulo, Belo Horizonte und Rio de Janeiro angesiedelt. Die Hauptstadt Brasilia (rund 2 Millionen Einwohner) ist durch ihre Lage auf einem Hochplateau ein wenig isoliert vom Rest des Landes. Dort ist das Verkehrschaos nicht so groß, die Luft sauberer und die persönliche Sicherheit der Einwohner größer als im Rest des Landes. Doch ausländische Firmen und Investoren engagieren sich weniger.

      Nach wie vor ist die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftszweig - heutzutage von Großbetrieben dominiert. Viele Beschäftigte in Brasilien arbeiten außerdem in der Metallverarbeitung, der Produktion von Textilien und Schuhen, im Maschinen-, Automobil- und Autoteilebau. Weitere wichtige Branchen sind Elektronik und Telekommunikation, Chemie sowie der Flugzeugbau. São Paulo gilt als Finanzmetropole des Landes. Der Anteil an Industriewaren und Dienstleistungen an der gesamten Produktion Brasiliens wächst ständig. Mit guten Fachkenntnissen, viel Engagement und einer guten Portion Glück können Bewerber in jedem Bereich eine Anstellung finden. Eine Branche, die besonderen Bedarf an ausländischem Fachwissen hätte, lässt sich nicht ausmachen.

      Chancen vor allem für hoch qualifizierte Bewerber

      Die Arbeitslosigkeit in Brasilien ist hoch. Somit ist es auch für ausländische Bewerber schwierig, eine Anstellung zu finden. Hinzu kommt, dass das Arbeitsministerium mit Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen geizt, um einheimische Arbeitnehmer zu fördern. Es werden in der Regel nur noch hoch qualifizierte Kräfte zum Arbeiten ins Land gelassen, wie etwa Führungspersonal für Banken, Versicherungen, Industrie und Tourismus. Auch Wissenschaftler, die in Brasilien forschen oder lehren wollen, gehören mitunter zu diesem Kreis. Womit Bewerber aus Deutschland quer durch alle Branchen noch punkten können, ist spezielles technisches Know-how.

      Expertentipp: Marktbeobachtung ist auch für Bewerber wichtig. Brasilianische Unternehmen, die neue Produkte entwickeln oder sich auf den deutschen Markt wagen wollen, können Bedarf an Spezialwissen von außen haben. Ein weiterer Ansatzpunkt für Bewerber sind deutsche Unternehmen, die planen, eine Niederlassung in Brasilien zu eröffnen. Sie holen sich mitunter Unterstützung aus Deutschland für die Anleitung brasilianischer Arbeitnehmer. (Dirk Meyer, Inhaber der Unternehmensberatung Forum Brasilien)

      Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit

      In einem Schwellenland wie Brasilien mit sehr großen Strukturunterschieden sind auch Initiativen der Entwicklungshilfe aktiv. Ansprechpartner für Interessenten sind da zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), der Internationale Christliche Friedensdienst (EIRENE), die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED). Eventuell bieten sich auch Jobchancen in der Bildungsarbeit der politischen Stiftungen. Ein Anruf bei ihnen oder eine E-Mail sind sicher nicht vergebens (siehe Interessante Links).

      Einkommen und Lebenshaltung

      Was ein deutscher Mitarbeiter in Brasilien verdienen kann, kommt auf die Firma an, bei der er angestellt ist. Handelt es sich dabei um ein brasilianisches Unternehmen ist das Gehalt normalerweise wesentlich geringer, als der Mitarbeiter es aus Deutschland gewöhnt ist. Im Land selbst wird er wahrscheinlich damit auskommen, Heimflüge und die Erhaltung des gewohnten Lebensstandards wird er sich davon aber kaum leisten können. Stellt ihn allerdings eine deutsche Firma an, entsendet ihn und bezahlt ihn somit auch nach deutschen Maßstäben, kann der Mitarbeiter in Brasilien in der Regel sehr gut davon leben - trotz extrem hoher Mieten in den Großstädten.

      Expertentipp: Zwischen den großen Städten und dem Nordosten des Landes herrscht ein starkes Lohngefälle. Gehälter in São Paulo zum Beispiel können durchaus mit einem Verdienst in Deutschland vergleichbar sein. In höheren Führungsetagen kann man eventuell sogar mehr verdienen als in Deutschland. (Gerhard Mahl, Inhaber des Internetportals brasilien.de)

      Nur wenige dürfen noch rein

      Brasilien handhabt seine Einwanderungspolitik sehr restriktiv. Der Arbeitgeber muss, wenn er einen Ausländer einstellen will, nachweisen, dass keine einheimische Arbeitskraft diese Stelle hätte besetzen können. Nur dann erhält sein neuer Mitarbeiter auch eine Arbeitserlaubnis. Je höher qualifiziert die Stelle ist, desto leichter fällt selbstverständlich diese Argumentation. Informationen zum Thema Arbeitsbewilligungen gibt es auf den Internetseiten des brasilianischen Arbeitsministeriums. Auch die Botschaft Brasiliens in Berlin ist ein erster Ansprechpartner

      Kulturelle Unterschiede

      Brasilien ist ein multikulturelles Land, und die Brasilianer gelten als ausländerfreundlich. In der Zusammenarbeit von deutschen und einheimischen Angestellten gibt es somit in der Regel keine Schwierigkeiten - Offenheit und Toleranz einmal vorausgesetzt, wie sie ausländische Arbeitnehmer in ihrem Gastland immer an den Tag legen sollten. Oft ergeben sich in der Zusammenarbeit sogar besondere Synergien, wenn die Disziplin und Strukturiertheit der Deutschen und die Flexibilität und Kreativität der Brasilianer aufeinandertreffen.

      Expertentipp: Brasilien übt auf viele Deutsche einen großen Reiz aus. Ich kann nur dazu raten, nicht zu blauäugig an den Wechsel nach Südamerika heranzugehen. Es gibt schon zu viele Gestrandete dort. (Dirk Meyer, Inhaber der Unternehmensberatung Forum Brasilien)

      (Andrea Pawlik)

    Brasilien Forum Statistiken

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