Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Suche Arbeit in Belo Horizonte ab März

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Suche Arbeit in Belo Horizonte ab März

    #Ad

    Kommentar

      Hallo alle,

      ich habe vor im März nach Brasilien zu ziehen. Würde mich über alle Informationen besonders zu Belo Horizonte freuen, die allgemeinen über Brasilien und MG hab ich schon gelesen. Ich hab auch ein paar Tausend Euro gespart, für die erste Zeit. Wäre auch warscheinlich im Januar drüben. Arbeitserlaubnis wär mir eigentlich am liebsten über Arbeitgeber zu klären, ist aber wenns für mich besser wäre, über Heirat möglich (meine Freundin ist aus BH).
      Gibts noch irgendwas besonderes, das ich beachten sollte? Weiß jemand, ob ich evtl. Probleme mit Wehrpflicht bekommen könnte? Ich hätte aber auch noch nen österreichischen Pass, wenn das praktischer ist. Spreche gut Spanisch, perfekt Englisch und natürlich Deutsch, Portuges só um pouco, estou aprendendo. Habe einen sehr guten Wirtschaftschulabschluss, kenn mich aus mit BWL, VWL, Rechnungswesen, und hab bald eine Ausbildung als Fachinformatiker fertig, bin ein _echter_ Computerspezialist (nicht so wie das Gros) und habe auch diverse Zertifikate (LPI, CCNA, Brainbench) und kenne mich ausserdem mit Telekommunikationstechnik sehr gut aus (SDSL, ADSL, HDSL, HDB, ISDN, ATM usw.). Hab auch vor kurzem ein Praktikum in Kanada gemacht.
      Wo meint ihr bestehen die besten Chancen einen ordentlichen Job zu finden, im Internet ist wohl nicht so viel ausgeschrieben. Deutsche Firmen drüben? AHK ? Oder einfach im Januar drüben suchen?

      Vielen Dank im Voraus

      Simon
    • #2

      http://www.catho.com.br/index.phtml

      Warst du schonmal länger in BH, ich meine, länger als ein paar Ferientage? Nur so interessehalber und aus Neugierde, wieviele Gedanken du dir darüber gemacht hast, bevor du die Entscheidung getroffen hast dorthin zu gehen.

      Gruß
      Klaus-Peter

      Kommentar

      • #3

        Nein, war bis jetzt noch nicht da, das werde ich im Januar nachholen. Die Entscheidung hat eher persoenliche Gruende. Festtage sind mir da garnicht so wichtig.

        Kommentar

        • #4

          War schon klar, dass es persönliche Gründe für die Entscheidung gibt. Diese Gründe gab/gibt es bei mir für BH auch. Nur diese Entscheidung zu treffen ohne vor Ort gewesen zu sein, halte ich für gefährlich/verfrüht/blauäugig...

          BH ist, wie andere Großstädte in Brasilien, nicht ganz ungefährlich. Nach 8 Uhr an der Bushaltestelle stehen, ist, je nach Viertel, nicht ganz ungefährlich, ebenso Nachts bei Rot an der Ampel zu halten (der bewaffnete Überfall auf einen Motoradfahrer, den ich mitte September fast life miterlebt habe, war nicht mal eine Meldung in der Lokalpresse wert). Wer etwas Geld hat, wohnt in Häusern/Wohnblocks hinter Stacheldraht und/oder Elektrozaun oder gleich ausserhalb der Stadt in ummauerten Wohngebieten mit Wachdienst. Zu Besuch bei manchen Bekannten fühlte ich mich zwar sicher, aber gleichzeitig auch wie ein Strafgefangener. Wenn's mal ein paar Tage richtig heiß wird, wie jetzt im September, ist die (Innen-)Stadt mit allem Lärm, Gestank und Abgasen ziemlich unangenehm (ich mochte Großstädte noch nie, nirgendwo auf der Welt).

          Was die Jobsuche anbetrifft, vor allem ohne Portugiesisch Kenntnisse, kann ich nur sagen: "Ganz schnell die rosarote Brille absetzen!" Europäer zu sein, heißt nicht automatisch, dass sich die Unternehmen um dich reissen werden. In größeren Unternehmen sind die Auswahlverfahren mindestens so streng wie in Deutschland und ohne Berufserfahrung wird's noch schwieriger.

          Versteh mich nicht falsch, ich will dich nicht von deinem Vorhaben abbringen, sondern dich nur anregen, dir ein paar Gedanken zu machen.

          Ich kann dir nur den Tipp geben, schau dir alles in Ruhe an bevor du eine endgültige Entscheidung triffst. Du hast allerdings jetzt den Vorteil, direkt nach der Ausbildung, keinen guten und langjährigen Job in der Heimat aufgeben zu müssen. Der Verlust, wenn es nicht klappt und du zurück willst, ist also nicht so groß (abgesehen von den persönlichen Bindungen natürlich).

          Gruß
          Klaus-Peter

          PS: Den Satz
          Festtage sind mir da garnicht so wichtig.
          verstehe ich nicht.

          PPS: In meinen Bookmarks bin ich noch über eine weitere Jobbörse gestolpert (wenn ich da mal sortieren würde, fände ich auch noch mehr :wink:
          http://www.infoemprego.com.br/home.a...r&Portal=3

          Kommentar

          • #5

            Zitat von kpneurohr
            War schon klar, dass es persönliche Gründe für die Entscheidung gibt. Diese Gründe gab/gibt es bei mir für BH auch. Nur diese Entscheidung zu treffen ohne vor Ort gewesen zu sein, halte ich für gefährlich/verfrüht/blauäugig...

            Naja, ich werde sicher nicht dorthin ziehen, ohne je die Stadt gesehen zu haben! Aber es ist schon mein primäres Ziel dort mit meiner Freundin zu landen

            <Gefährlichkeit, Wohnverhältnisse und Umwelt>

            Ich war schon länger in Toronto, NYC, Mexico City und Guadalajara, in einigen Städten war ich mit ähnlichen Problemen konfrontiert, bin aber immer gut damit klargekommen, ich denke, meistens hat ein Dieb genauso viel Angst wie ich, und mein Gott, dann soll er doch meine umgerechnet 10 Euro nehmen, ist mir schon ein paar mal passiert, auch in Deutschland, in Berlin. Und mir kam ehrlich gesagt vor, dass die Jungs aus Mexico weniger Interesse daran hatten, mich mit dem Messer zu vereinen als die Kollegen in Deutschland. Bin auch schonmal aus der Metro ohne Schuhe, Jacke und Walkman ausgestiegen, immerhin besser als die Klinge im Bauch. Aber im Prinzip habe ich damit kein Problem, bin ein eher atypischer Mensch, ich habe keine größeren Besitztümer sondern lieber große Lebensfreude! Bin auch schon in Mexico eine Woche in der Gosse gelandet, hab dann bei einem taller (Autowerkstatt) als Hilfsmechaniker gearbeitet bis ich wieder Kohle für was zum Essen hatte, wollts einfach wissen, hätte schon noch auf der hohen Kante gehabt.
            Ich hab mich die letzten Tage recht intensiv mit Portugues beschäftigt, das geht eigentlich dank der guten Spanischkenntnisse recht flott, nur muss man etwas aufpassen, da einige Sachen was anderes oder genau das Gegenteil bedeuten, und natürlich die Grammatik anders ist. Aber zum Telefonieren und Unterhalten geht es schnell aufwärts!
            Auch wegen Umweltverschmutzung, muss ich halt auf Mexico City verweisen, ich glaub das geht fast nicht schlimmer ...
            Ich hab echt überhaupt keine rosa Brille auf, ich weiß selbst wie schwer es ist in Deutschland einen Job zu finden, Bekannte von mir mussten sich auf eine Lehrstelle 30-mal bewerben, und haben dann doch nix bekommen, ich weiß auch nicht warum, aber ich hab mich nur 3 Mal beworben und 3 Zusagen bekommen, hatte wohl Glück, aber ich denke ich bin ein netter Mensch und hab schon was zu bieten.

            Ich hab mir mittlerweile schon etwas mehr Gedanken gemacht, estou aprendendo mais Portugues!! Und hab zwecks Jobsuche auch ein paar persönliche Kontakte an der Hand, was wohl nicht schaden kann. Aufgeben werde ich in Deutschland wohl eher wenig, bin sowieso nicht so der Deutschland-Fan. Ich sehe jede Minute drüben eher als Auslands- und Lebenserfahrung an als einen (finanziellen) Verlust. Denn wenn ich diese ganzen Leute angucke, die sich 60 Stunden die Woche den Arsch aufreissen, nur um dann die Kinder im nagelneuen BMW zur Schule zu bringen und garnicht merken, dass ihnen weder das Auto noch Haus, Schmuck und all der sonstige teure Schnickschnack der Kapitalismushirnvergiftung gehört, sondern alles der Bank, der Sie dann brav jeden Monat die anderen 40% ihres Bruttogehalts in die Hand drücken, ja dann wirds mir schlecht. Aber das geht wohl zu weit, ich will ja nicht, dass die Leute denken ich bin mit 20 so verbittert wie andere mit 60 nicht )

            Vielen Dank für die Tips, und keine Sorge, ich werde mich natürlich gut vorbereiten bevor ich große Schritte mache.

            Grüße

            Simon

            PS: Den Satz
            Festtage sind mir da garnicht so wichtig.
            verstehe ich nicht.
            Na weil du gemeint hast, ob ich ausser dem Feiertagen schon mal drüben war, wollte nur sagen, dass mir solche Feste- oder Feiertage (ich denke mal du meinst Karneval??) nicht so wichtig sind, wenngleich sie manchmal schon lustig sein können.

            Kommentar

            • #6

              Ähem, ich schrieb Ferientage..., also Ferien, Urlaub, Freizeit usw. :!: Naja und Mexico ist sicher eine gute Schule, wenn ich so die Erzählungen meines Bruders höre, der drei Jahre dort war :shock:

              Gruß
              Klaus-Peter

              Kommentar

              • #7

                Hallo Simon,

                an deiner Stelle würde ich auch nach Br. gehen. Belo Horizonte ist eine schöne Stadt mit weniger Favelas als Rio und Sao Paulo. Auch von der Gefährlichkeit ist BH nicht mit diesen Städten und schon auch nicht mit Mexiko City zu vergleichen. Klar soll man an gewissen Orten (Zentrum Nachts) aufpassen. BH ist eine Stadt mit einer der höchsten Lebensqualität und Standard in Lateinamerika. Geht dort fast schon ein bisschen zu europäisch zu.

                Zur Stellensuche.
                Ich glaube du bist ein schlaues Kerlchen und wirst in BH schon einen Job finden. Dieses Jahr ist es wahrscheinlich einfacher als 2003 und 2002 weil die Wirtschaft einen deutlichen Aufschwung erlebt und die Unternehmen wieder optimistischer sind. Es wird wieder mehr eingestellt. Klar ist es in Br. nicht einfach einen Job zu finden, aber du bist anscheinend gut ausgebildet. Das Problem wird die Arbeitserlaubnis sein. Wie Hr. Oberlehrer meinte, ist es wahrscheinlich von nöten, das jemand ein gutes Wort für dich einlegt. Als frag mal deine Freundin, ob sie Leute kennt. Ausserdem würde ich, wenn du in BH bist, auch persönlich bei Firmen mit deinen Unterlagen vorbeischauen.

                Kannst du bei deiner Freundin wohnen. Seit wann kennst du Sie??
                Ich an deiner Stelle würde rüberfliegen , die Sprache lernen und zur Überbrückung was anderes machen (Sprachlehrer Englisch, falls du Englisch gut kannst). Kannst damit gut Geld verdienen und wenn du bei deiner Freundin wohnst benötigst du auch wenig Geld. es wäre natürlich von Vorteil, wenn du Geld auf der Kante hast.

                Nach 6 Mo. kannst du Entscheiden was du machst. Heiraten oder nicht. Job in Br oder nicht.

                Nur nichts überstürzen. Kannst ja immer wieder zurück nach D.

                Zur Info bzgl. deiner Aussage, dass die Banken in D 50 % des Geldes nehmen. Das stimmt natürlich nicht. Sie sind zwar auch oft Banditen (Schlechte Beratung) aber 50 % sind es nicht. Du meinst vielleicht das Finanzamt in D, aber wenn du Verheiratet bist, zahlt du weniger.

                Viel Glück
                Robert

                Kommentar

                • #8

                  ausfuehrliche Antwort folgt noch, das mit den Banken habe ich anders gemeint, mir kommt in D es nur so vor, als ob dieser Teufelskreis des Sozialzwangs und des Kapitalismus immer schlimmer wird, fast jeder 200% ueber seine Verhaeltnisse lebt, dicken BMW oder Audi auf Pump von der Bank hat und und und. Meinte daher die 50% fuer den Staat (sogar mehr, gibt ja nicht nur Einkommenssteuer und Sozialabgaben, sondern auch Mehrwertsteuer, Mineraloelsteuer usw.) Effektiv werden es sicher ueber 60% sein. Und den Rest sackt die Bank fuer irgendwelche Abzahlungsraten, Versicherungen oder oder oder ein. Irgendwo laeuft doch da was schief, aber nicht mit mir.

                  Kommentar

                  • #9

                    Oh, oh, Simon!

                    Komm lieber runter von dieser Welle, wenn du nach Brasil gehen willst. Nur weil da ein sozialistischer Präsident an der Regierung ist?! Alles reine Theorie!

                    Rate einmal, welche Beträge sich die Banken dort einstecken? Und der Staat ebenfalls -- für jede Transaktion. Und Kredite, selten so gelacht. Da muss man fast Millionär sein, um sie bezahlen zu können.

                    Und dann vergleiche einmal die Sozialleistungen, die es in D immer noch gibt, zugegeben zu einem immer höheren Preis.
                    Aber in Brasil ist der Preis immens hoch, wenn du in diesen Genuss kommen willst. Da darfst du nämlich alles selbst finanzieren.
                    Krankenversorgung? Ja es gibt eine staatliche Krankenversorgung ---- aber da musst du oft lange warten, bis du dran bist. Und die Medikamente und das Material musst du dir auch selber kaufen, irgendwo in einer Apotheke außerhalb der Klinik. Ach ja, und das Essen auch.
                    Es sei denn, du bist versichert -- und das ist im Verhältnis zum Einkommen teurer als in D.
                    Und wenn du einmal Ausbeutung erleben möchtest, dann frage mal herum, wie es den vielen (Haus)Angestellten so geht, oder den Busfahrern, die für Schäden an den Fahrzeugen selbst aufkommen müssen.

                    P.S. Mineralölsteuer etc. gibt es in Brasil auch.

                    Kommentar

                    • #10

                      hallo simon, holger,

                      wegen eines anderen Systems würde ich nicht nach Br. auswandern, sondern wegen der Erfahrung und der anderen Lebenseinstellung.

                      Deutschland hat eine soziale Marktwirtschaft. Soll heissen leute die gut verdienen zahlen mehr und leute die es schlecht geht bekommen geld ohne was zu leisten. Aufgrund der Wirtschaftskrisen und vermehrten schmarotzertum ist das system allerdings dabei zu kippen.

                      Brasilien ist quase Kapitalismus pur. Die Reichen zahlen fast keine Steuer und die Arbeiterklasse wird ausgebeutet. Es gibt für die meisten keine soziale Absicherung.

                      Klar du hast vollkommen recht. In D habe ich mich auch verarscht gefühlt. Als Single zahlte ich 75 % Abgabenlast (Steuer (Direkte und indirekte), Sozialversicherung (Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil (ist schliesslich auch mein Lohn). Und dann wird den jungen Leuten noch gesagt ihr müsst selber Vorsorgen für die Krankenkasse und die Rente. Und das von den 25 % die noch verbleiben.
                      Vorteil ist allerdings, dass der Lohn wesentlich höher ist als in Br (im Normalfall)

                      In D gibt es allerdings auch sehr kommische Steuergesetze. Z. B. darfst du Millionen an der Börse machen, wenn du die Aktien über ein jahr besitzt, und musst keinen Cent steuern zahlen. Verlustpositionen innerhalb eines Jahres abstossen. Die Verluste kann man dann als Verlustvorträge in die Lohnsteuer eintragen.

                      Gewusst wie, dann kann man auch in D Steuern auf legale art sparen


                      ate logo
                      robert

                      Kommentar

                      Brasilien Forum Statistiken

                      Einklappen


                      Hallo Gast,
                      Du hast Fragen?
                      Wir haben die Antworten!
                      >> Registrieren <<
                      und mitmachen.

                      Themen: 24.371  
                      Beiträge: 179.434  
                      Mitglieder: 12.219  
                      Aktive Mitglieder: 68
                      Willkommen an unser neuestes Mitglied, Abel Grant.

                      P.S.: Für angemeldete Mitglieder ist das Forum Werbefrei!

                      Online-Benutzer

                      Einklappen

                      249 Benutzer sind jetzt online. Registrierte Benutzer: 2, Gäste: 247.

                      Mit 2.135 Benutzern waren am 16.01.2016 um 01:30 die meisten Benutzer gleichzeitig online.

                      Lädt...
                      X