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Brasiliens Eisenerzbranche am (bitteren) Ende

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    Brasiliens Eisenerzbranche am (bitteren) Ende

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      2015 Samarco, gestern die Vale mit einem Dammbruch mit vielen Toten und größeren Umweltschäden.

      Samarco ist bis heute, reichlich 3 Jahre nach dem Unfall in 11/2015 stillgelegt.

      Falls Vale das gleiche widerfährt, wäre das eine wirtschaftliche Katastrophe für Brasilien.



      https://g1.globo.com/mg/minas-gerais...rande-bh.ghtml
      Man sieht sich,
      in der Unterschicht.


      http://lemi-buecher.de
    • #2

      Da warten ja noch einige Rückhalte-Becken auf ihre Sanierung, etwa 40 von denen gelten als unsicher und ein paar davon befinden sich oberhalb von bewohnten Siedlungen. Das schlimmste Beispiel ist wohl Congonhas, da weis man schon das was passieren könnte.
      Die übrigen 700 Staudämme in Minas sind auch nicht so doll.
      Wenn man sich die wissenschaftlichen Beiträge zur Konstruktion dieser Dämme ansieht, merkt man, dass hier die kostengünstigste Methode zum Bau und vor allem zur Erweiterung diese Rückhaltebecken genutzt worden ist. Und alle Unfälle/Durchbrüche der letzten Jahre sind an dieser Bauform passiert.
      Nach Sanmarco ist ein Gesetzentwurf zur Verstärkung/Verbesserung der Normen und Prüfungen im Minas Parlament einfach in der Schublade verschwunden, Brasilianisch: archiviert.

      Gruß
      Tiradentes
      Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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      • #3

        Salü,

        Natürlich nicht vergessen, dass da einige Becken von der Ferteco (Thiessen-Krupp).

        Gruss

        Felix

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        • #4

          Ja Felix, das stimmt, aber ist auch schon 18 Jahre her. Da liegt die Verantwortung schon recht eindeutig bei der Vale, die das Ganze ja kontinuierlich überwachen muss. Mittlerweile dürfte es da sicher modernere Methoden als Laservermessung geben, wahrscheinlich sogar Online.

          Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es vorher keine Anzeichen gab, z.B. Risse oder Bewegungen. Sowas passiert doch nicht von einer Minute auf die andere. Nur im Falle eines Erdbebens oder vielleicht extremer Regenfälle, aber selbst dafür muss so ein Damm ausgelegt sein.
          Man sieht sich,
          in der Unterschicht.


          http://lemi-buecher.de

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          • #5

            Zwei Ingeneure vom TÜV Süd wurden verhaftet:

            https://g1.globo.com/sp/sao-paulo/no...umadinho.ghtml

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            • #6

              Auch in Deutschland ein Thema: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1250467.html
              Zitat von SPON
              Laut der brasilianischen Umweltbehörde Ibama sind die Dämme von mehr als 300 Abraumbecken unsicher. Aber die Ibama hat nicht mehr viel zu sagen in Brasilien - erst recht nicht unter Bolsonaro.
              Selbst wenn er JETZT NICHT für DIESES Unglück direkt verantwortlich gemacht werden kann, so muss er sich die Frage stellen, ob seine politischen Absichten in Bezug auf den Umweltschutz noch weiter haltbar sind.
              http://suedamerika-fuer-mich.de/

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              • #7

                Zitat von chato Beitrag anzeigen
                Zwei Ingeneure vom TÜV Süd wurden verhaftet:

                https://g1.globo.com/sp/sao-paulo/no...umadinho.ghtml
                Sieht so aus, als ob die TÜV-Prüfer mittlerweile entlastet wurden.

                http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...a-1252218.html

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                • #8

                  Der TÜV hat auf die Mängel im Drenagesystem hingewiesen. Als Halblaie kann ich so halbwegs abschätzen, dass solche Schäden bzw. Verstopfungen an den Drenagerohren einen Wasserstau im unteren Teil des Beckens verursachen können. Obwohl das Becken ja seit 3 Jahren stillgelegt war, schwemmt es vor allem in der Regenzeit (Nov-Mär) immer wieder auf. Wenn dann die Drenage nicht 100% funktioniert, kann passieren, was passiert ist. Der Druck auf den Damm nimmt zu und er bricht (in diesem Fall sehr weit unten, das Video hat das gezeigt). Alles andere war ein Kaskadeneffekt.

                  Fazit: Das Regenwasser hätte bei kaputter Drenage anders abgeleitet werden müssen. Man hätte z.B. eine Plane über den ganzen Teich spannen können und das Regenwasser in eine neue, an der Oberfläche angebrachte Leitung ableiten können. Aber das ich leicht gesagt, denn bei Starkregen, muss so eine Leitung riesig groß sein. Also nicht ganz so einfach zu lösen.
                  Man sieht sich,
                  in der Unterschicht.


                  http://lemi-buecher.de

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                  • #9

                    Es gibt Spezialisten für Drainage.
                    Aber alles in allem ist es verwunderlich, dass bei den Millionen angelernter Halblaien die Wirtschaft so einigermassen funktioniert. Nur wenn sowas passiert, sieht man, dass sie doch überfordert sind.

                    Gesendet von meinem LG-H860 mit Tapatalk

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                    • #10

                      Dazu prüft auch ein TÜV-Süd ein Objekt nur auf Konformität mit brasilianischen Regeln, Prozedere und Standards. Und ratet mal, welche Fachleute die festgelegt haben bzw. welche "Berater" daran mitgewirkt haben.
                      Wir haben ja auch in Brasilien Hochöfen und riesige Druckbehälter (Winderhitzer, 3-5 bar Auslegung) gebaut, die Standards dafür haben wir selber aus Europa mitbringen müssen. Die Brasilianer hatten da nichts eigenes, haben das höchstens mit früheren japanischen Standards abgeglichen. Und zum Schluss hat das kein "TÜV" abgenommen, was in Deutschland absolut Vorschrift ist. Dafür sind auch 2 Druckbehälter (Japanischen Ursprungs) während des Betriebes explodiert. Uns ist das in 1976 in Bremen passiert, seitdem wurden Standards und periodische Überprüfungen festgelegt. Und in Europa ist seitdem nix mehr passiert. Das nennt man verantwortlicher Umgang mit kritischen Aggregaten.

                      Gruß
                      Tiradentes
                      Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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