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Brasiliens Eisenerzbranche am (bitteren) Ende

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  • #11

    Zitat von Gordinho Beitrag anzeigen
    Es gibt Spezialisten für Drainage.
    Aber alles in allem ist es verwunderlich, dass bei den Millionen angelernter Halblaien die Wirtschaft so einigermassen funktioniert. Nur wenn sowas passiert, sieht man, dass sie doch überfordert sind.

    Gesendet von meinem LG-H860 mit Tapatalk
    Mit Halblaie meinte ich mich. Natürlich gibts Spezialisten. Jeder Bergbau-Ingenieur muss wissen, wie man solch einen Damm sichert und periodisch prüft.
    Man sieht sich,
    in der Unterschicht.


    http://lemi-buecher.de

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    • #12

      Am Wochenende gab es wieder neues Futter aus der Presse.

      Aus meiner Sicht verschlechtert sich die Lage der Vale zusehends. Der TÜV-Bericht vom September (es gibt wohl einen weiteren vom Juli) verbietet eindeutig die Benutzung von Sprengmitteln und schweren Fahrzeugen im Umkreis des Bergeteichs. Es wird darauf hingeweisen, dass das Drainagesystem nicht richtig funktioniert und es im Inneren des Schlammkörpers zu Verflüssigungen kommen kann, die zusätzlichen Druck auf den Damm ausüben können.

      Im Dezember .... und jetzt kommts dicke ... beantragt die Vale bei dem zuständigen Bergbauamt den Abbau des benachbarten Erzkörpers unter Benutzung von Sprengtechnik und schweren Minenfahrzeug. Zudem beantragt die Vale die Ausschachtung des Bergeteichs, der laut TÜV-Bericht ebenfalls zu Instabilitäten des Damms führen kann. Vale hat dem Amt dabei den TÜV-Bericht unterschlagen.

      Daraufhin hat die Behörde den Abbau freigegeben, hat aber jetzt nach dem Unfall klargestellt, dass sie ihr Urteil auf Basis von Gutachten trifft und nicht auf eigenen Untersuchungen in der Mine.

      Laut Zeugenaussagen waren kurz vor dem Unglück Sprengungen durchgeführt worden.

      Jeder kann sich ein eigenes Urteil bilden. Meines steht mittlerweile fest.
      Man sieht sich,
      in der Unterschicht.


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      • #13

        Zitat von Lemi Beitrag anzeigen
        Aus meiner Sicht verschlechtert sich die Lage der Vale zusehends.
        Und es kommt noch dicker.
        Die Vale bzw. deren Aktien haben ja durch die Ereignisse erheblich an wert verloren. Nun wird die Aktie ja auch in New York gelistet und hat viele Institutionelle Anleger in den USA.

        Inzwischen geht man davon aus, dass die Vale seit dem Vorfall in Mariana in ihren Veröffentlichungen die Aktionäre getäuscht und belogen hat, indem sie Risiken verschwiegen hat. Da werden sich die geschädigten Anleger nun drauf stürzen.

        Und den Opfern in Brumadinho sollte man vielleicht mal erzählen, dass sie ihren Ansprüche auch legal in den USA durchsetzen können und nicht, wie in Mariana geschehen, ihre Ansprüche durch die brasilianischen Institutionen direkt mit der Vale (als Miteigentümer) verhandeln zu lassen.

        Gruß
        Tiradentes

        Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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        • #14

          Auch in Brasilien kann man seine Ansprüche legal durchsetzen. Hab das gerade selber positiv erlebt .

          Eine Meldung die Tage war, dass Scharen
          ​von Anwälten die Opfer bedrängen und sogar auf den Beerdigungen versucht haben, neue Kläger auf sich einzuschwören. Das haben brasilianische Anwälte schon drauf.
          Schadensersatzansprüche können natürlich eine Art "Gold-Rush" unter Anwälten auslösen.

          Selbst in Brasilien kommen solche (hausgemachten) Katastrophen zum Glück selten vor.

          Leider hat Mariana Brumadinho nicht verhindert.
          Gruss aus Maceió
          Thomas

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          • #15

            Mir geht es weniger darum, wer hier was einklagen kann, sondern herauszufinden, wieso solche Unglücke passieren können. Nun stellt sich heraus, dass der (reiche) Minenbetreiber offensichtlich grob fahrlässig gehandelt hat. Und dass, obwohl er alle Informationen über die Gefahren in den Händen hatte. Sehr schlimm.
            Man sieht sich,
            in der Unterschicht.


            http://lemi-buecher.de

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            • #16

              Zitat von Lemi Beitrag anzeigen
              Mir geht es weniger darum, wer hier was einklagen kann, sondern herauszufinden, wieso solche Unglücke passieren können.
              Solange es gelingt Umweltschutz, Forderungen nach Anlagensicherheit und den Schutz von Menschen als "politisch motiviertes Gefasel" abzutun und Auflagen nur als "lästige und teure Formalität" betrachtet wird sich nichts ändern.

              Hauptsache die Strände an denen die Eigentümer ihren Gewinn verprassen können bleiben ordentlich gepflegt und sauber!

              Tatsächlich kann man diesen Leuten nur beikommen, indem man ihnen ihren Gewinn schmälert. Den erlittenen Schaden der Betroffenen (Menschen und Umwelt) kann Geld ohnehin nicht kurieren.

              Bevor sich in Brasilien etwas ändert werden wir wohl noch weitere ähnliche Katastrophen erleben. Ich kann nicht sehen, dass neben der aktuellen Aufregung irgendwelche tatsächlichen Maßnahmen ergriffen werden, insbesondere jetzt wo "Profit vor Umwelt" für die nächsten Jahre als Maxime gesetzt ist.
              http://suedamerika-fuer-mich.de/

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