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Aids in Brasilien.... Brisantes Thema !!!

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  • Aids in Brasilien.... Brisantes Thema !!!

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      ich war letztes jahr 6 monate in BR unterwegs hauptsächlich im bundesstaat SC / PR und RS , ich wohne wenn ich unten bin in bal. camboriu und hatte die möglichkeit leute aus der gay / lesben und travestie "Szene"kennen zulernen . ( ich bin kein sex-tourist !!! )sondern selber schwul und habe einen festen freund . mit entsetzen musste ich feststellen das junge menschen sich prostituieren um überleben zu können.das schlimmste daran ist das es kaum aufklärung gibt und das thema aids am liebsten todgeschwiegen wird ( im wahrsten sinne des wortes )ich habe auch jemanden mit aids kennen gelernt , er geht seit 10 jahren anschaffen und hat sich vor 3 jahren infiziert , von ihm konnte ich so einiges erfahren was da so abläuft. ich fragte auch ob es eine anlaufstelle für drogensüchtige/aidskranke u.s.w. in BC oder umgebung gibt . ja die gibt es.bin dann auch einmal dort gewesen und diese staatl. einrichtung macht weiter nichts als medikamente verteilen im massenabfertigungsverfahren. ich könnte noch andere unglaubliche zustände schildern die jenseits von aller menschenwürde liegen.als ich zurück in D war habe ich im internet nach projekten gesucht , diese gibt es auch , jedoch nur im nördlichen BR oder in SP welches über 1.000 km entfernt liegt . ich werde jetzt aktiv werden da ich nicht länger wegschauen will und zuschauen muss wie junge menschen ihr leben wegschmeissen b.z.w. keine richtige hilfe zukommt vom brasilianischen staat.mein erster schritt wird ein besuch bei der aidshilfe in münchen sein (mein derzeitiger wohnort) und werde mich über möglichkeiten informieren wie ich vor ort helfen kann. sollte jemand für mich infos oder adressen haben die dieses brisante thema in BR betreffen , würde ich mich freuen etwas von euch zu hören. ich bin auch dankbar über jede meinung oder erfahrung die ihr diesbezügl. in BR gemacht habt . sollte jemand fragen haben über meine erfahrungen vor ort, dann fragt einfach.
      PS : dieses thema betrifft alle menschen egal ob schwul / lesbisch oder hetero !Gruss Jens


      Wer auf Böses sinnt, betrügt sich selbst, wer heilsamen Rat gibt, erntet Freude. :!:

    • #2
      hallo jens , ich finde es sehr gut , dass du christliche nächstenliebe praktizieren willst und wünsche dir dabei viel erfolg.

      buggyman

      fome zero

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      • #3
        Re: Aids in Brasilien.... Brisantes Thema !!!

        Zitat von jens
        ... wie junge menschen ihr leben wegschmeissen b.z.w. keine richtige hilfe zukommt vom brasilianischen staat....
        Nach 6 Monaten Brasilien dürftest du aber einige "Varianten" dieser Tatsache geworden sein Jens, oder? Egal ob nun Aids, Strassenverkehr oder Drogen.

        Das Thema "Zukunft" wird in Brasilien, vor allem in den unteren bzw. "vorbelasteten" Schichten nicht sonderlich groß geschrieben. Hut ab, wenn du tatsächlich Arbeit, Zeit und Energie aufwendest, das ändern zu wollen. Ich wünsche Dir dabei auch viel Glück.

        Allerdings solltest du dir wirklich im Klaren sein, dass es in Brasilien weitaus mehr Probleme gibt als dieses. Und genau das wird dir wohl bei deinen Hilfsgedanken dort nicht sehr viel helfen.

        Trotzdem, boa sorte!

        Ciao,
        Mineiro
        Ciao,
        Mineiro

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        • #4
          ich verstehe deine frage nicht ! "teil dieser variante" . oder möchtest du wissen ob ich aids habe oder drogenabhänig bin / war ? das kann ich dir gleich beantworten . NEIN . ich weis das es ein kampf gegen windmühlen sein wird , aber wie heist es so schön : rettest du ein menschenleben , rettest du die welt . ausserdem zeigen andére länder das es durchaus früchte trägt , denn allein in europa ist die zahl an neuerkrankungen (Aids / HIV ) um ein vieles zurückgegangen , dank aufklärungsarbeit !!!
          und das liebenswerte volk brasiliens ( mit allen macken und mängeln ) ist es einfach wert das man sich darum kümmert und nicht nur 3 wochen am strand liegt und alle probleme vor ort ignoriert . denn spätestens der nächste urlaubsflirt könnte so manchen touristen auf den boden der tatsachen zurück holen , wenn er beim nächsten gesundheits - check erfahren muss , das er HIV oder Hepatitis A / B / C erkrankt ist . und dann ????
          ich danke dir allerdings über deine gedanken und würde mich freuen über weitere ehrliche und offene worte . :wink:
          boa noite
          Jens

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          • #5
            Oi Jens,

            ich meinte einfach nur Varianten, wie junge (wobei jung relativ ist) Menschen in Brasilien gewissermaßen ihr Leben wegschmeissen bzw. ein frühes Ende rausprovozieren. Davon hast du bestimmt dort vorort einige Varianten (wie halt z.B. Drogen + Straßenverkehr) gesehen, oder?

            Einen "Kampf gegen die Windmühlen", wie du es schön umschrieben hast, ist nicht aussichtslos. Aber es gehört schon eine gehörige Portion Willen und entsprechende Weltanschauung dazu. Gewisse Erfolge sind in Europa wohl wegen einer unterm Strich doch etwas besseren Bildung natürlich zu vermerken. Aber versuch mal den Brasilianern (und -innen) gerade zum Karneval in Punkto Safersex etwas beizubringen - viel Spaß!

            Im Urlaub (wirklich schon wenig Zeit genug) habe ich, und wohl auch die meißten anderen, eigentlich keine Lust, mich um Probleme zu kümmern. Davon habe ich den Rest des Jahres selber genug. Das die Probleme in Entwicklungsländern und Ländern wie Brasilien natürlich wesentlich gravierender sind ist mir klar. Deshalb bringt Hilfe auch nur dann wirklich etwas, wenn sie nicht alleine zur Urlaubszeit ankommt. Im Urlaub hilft man schon der Touristikbranche und vermutlich auch der einen oder anderern "Urlaubsbekannschaft". Wer so blöd ist (sorry für die Ausdrucksweise), sich entsprechende Mitbringsel durch Eigenverschulden einzuheimsen ist wirklich selber schuld.

            Ciao,
            Mineiro
            Ciao,
            Mineiro

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            • #6
              oi mineiro ,
              da geb ich dir recht , ich habe festgestellt das wenn einer in BR hört das wieder ein freund , bekannter oder verwandter gestorben ist ( drogen , krankeit , mord oder selbstmord ) zwar alle entsetzt sind und auch tränen vergiessen . aber wenn du die hintergründe erfahren willst ist "sendpause" in der diskusion oder man spricht vom "schicksal " o.ä. ausreden. manchmal habe ich das gefühl das der tod so gegenwertig ist das keiner sich mehr gedanken macht warum einer stirbt , er ist halt tod , so wie ein angefahrener hund der auf der strasse liegen bleibt. es hat so richtig keiner angst vorm sterben da es ja auch keine zukunfts perspektiven gibt . geschweige dem ne richtige aufklärung , das das leben mehr ist als nur auf den tod zuwarten. ein grosses problem dabei ist das die meisten brasilianer ein ausgeprägtes gegenwartsdenken haben , es zählt heute und nicht morgen. ich konnte in meinen 6 monaten dann doch den einen oder anderen in ausgedehnte gespräche verwickeln und man gab mir in vielen punkten recht oder hatte keine gegenantwort , da rollte auch die eine oder andere träne und man wunderte sich das sich ein gringo in ner touristen - hochburg , sich gedanken über seine einwohner (mitmenschen) macht . und genau hier werde ich ansetzen , denn ich weiss es lohnt sich !!! :!:
              gruss jens
              www.unicef.de/index.php?id=147

              Textausschnitt Internet :
              Zugang zu Aids-Medikamenten kann nur erreicht werden durch eine Gesundheitspolitik, in der Prävention und die Achtung der Menschenrechte, insbesondere des Rechtes auf Leben, Teil einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Aids-Epidemie sind. Ohne die Mobilisierung der Öffentlichkeit, einschließlich politischer Aktionen durch HIV-Infizierte, wäre es kaum möglich gewesen die staatliche Zusage der Medikamentenverteilung einzulösen. Die organisierte Zivilbevölkerung spielte eine entscheidende Rolle. Die Aids-Epidemie in Brasilien ist nicht zum Stillstand gekommen. Es fehlt im Vorsorgebereich an Laboratorien, die Tests durchführen können. Extrem arme Gegenden in den Peripherien der großen Städte bekommen nicht die notwendige Beachtung. Die Epidemie breitet sich in wenig geschützten Gruppen wie Afro-BrasilianerInnen, Frauen, junge Homosexuelle, Spritzen gebrauchende Drogenabhängige und Gefangene weiter aus. Dieser Herausforderung muss sich das Gesundheitswesen in Zukunft stellen.

              Das Prinzip der freien Marktwirtschaft der internationalen Pharmaindustrie darf nicht auf die Gesundheitssituation der Entwicklungsländer übertragen werden. Ökonomische Interessen dürfen nicht Priorität haben gegenüber dem Recht auf Leben und Gesundheit.

              Veriano Terto Jr. ist Koordinator der brasilianischen Aids-Organisation ABIA.

              Gekürzt und übersetzt von Sigrid Becker-Wirth

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              • #7
                Viel Glück!

                Hallo Jens,

                ich drücke Dir die Daumen und hoffe, dass Du mittlerweile Kontakte knüpfen konntest.
                Vielleicht kann Dir auch "Lambda" weiterhelfen- wobei die ja eher innerhalb Europas tätig sind...
                Wenn noch Interesse besteht, kann ich mich gerne mal im Raum Köln/Bonn umhören, ob dort schon Kontakte und projekte bekannt sind.

                Grüße,
                Birgit

                PS: Auch hier in D/Europa steigt die Zahl der HIV-Infektionen wieder- die Präventions-Kampagnen aus früheren Jahren sind vorbei, neue und bessere Medikamente lassen das Risiko "geringer" erscheinen und, und, und...

                Kommentar

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