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      Hallo Leute!

      Ich muss für meinen Kurs ein Referat über Brasiliens wirtschaftliche Lage machen.. Habe bis jetzt alles beieinander, im Internet konnte man viel finden =) . Eine Sache die ich unbedingt in meinem Referat aufführen möchte ist der Drogenhandel und der informelle Sektor in Brasilien. Alles was ich darüber gefunden habe, ist unterschiedlich und durchwachsen. Viele erzählen von durchweg korrupter Polizei, die beim Drogenschmuggel mithelfen, andere wiederum, das die Brasilianische Regierung die Drogenbauern aufhalten wollen. Auf jeden Fall bekomme ich keine richtig wertvolle Aussage. Abgesehen von meinem Referat würde mich auch so mal interessieren wie es in B. aussieht in der Hinsicht! Also dort wird Kokain angebaut und geschmuggelt, das ist allgemein bekannt. Nur wie, wo, womit, ... ich hab keine ahnung :oops:

      bitte um Rückantowort.
      Danke schonmal

      Elli

    • #2
      Hallo!

      Eine kurze Zusammenfassung über das Thema "Öffentliche Sicherheit":

      Während im Jahr 1940 nur 44% der Bevölkerung in Städten lebten, waren dies im Jahr 2000 bereits 81% . 53,22% leben dabei in Städten mit mehr als einer Million Einwohner. Die Zuwanderung aus den ländliche Gebieten betraf vor allem die großen Metropolen wie São Paulo und Rio de Janeiro und hält, wenn auch mit niedrigeren Zuwachsraten, weiterhin an.
      Das schnelle und unkontrollierte Wachstum der Städte überfordert die öffentliche Infrastruktur (z.B. von Transport, Wasserversorgung und Müllbeseitigung) und das Gesundheit-, Sozial- und Bildungswesen. Da geeigneter Wohnraum fehlt, wachsen die bestehenden Favelas und es entstehen neue. Arbeitslosigkeit führt zur Verarmung, Hunger und Bettelei, Verwahrlosung von Kindern ("Straßenkinder"), zur Bandenbildung und ansteigender Kriminalität.
      „Die Großstädte Brasiliens, insbesondere Rio de Janeiro und São Paulo, weisen eine hohe Kriminalitätsrate auf (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen)....
      Bei Überfällen wird empfohlen, keinen Widerstand zu leisten. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück“ wird in den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes gewarnt.
      Brasilien ist nach Kolumbien das Land mit der höchsten Anzahl von Tötungsdelikten. Im Jahr 2002 wurden fast 50.000 Menschen getötet . Die Mordrate lag im Jahr 2000 bei 27 Morde pro 100.000 Einwohner. Die höchste Mordrate erreichte die Stadt Recife mit 95,8 Morden pro 100.000 Einwohner. Die meisten Mordopfer sind zwischen 15 und 29 Jahre alt. In diesem Altersbereich beträgt die Mordrate über 175 Morden pro 100.000 Einwohnern. Die meisten Morde geschehen im kriminellen Milieu.
      Wenn die Gewalt eskaliert, wie z.B. bei den Drogenkriegen in den Favelas von Rio de Janeiro oder bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Landbevölkerung und von Großgrundbesitzern angeheuerten „pistoleiros“ wie z.B. nach dem politischen Mord an der prominenten amerikanischen Missionarin Dorothy Stang im Bundesland Pará im Februar 2005, kann die öffentliche Ordnung nur durch den massiven Einsatz der Streitkräfte wiederhergestellt werden. Und nur unter diesem Schutz ist es den Polizeibehörden möglich, Täter zu ermitteln und Verbrechen aufzuklären.
      Ein Problem ist der hohe Anteil von Waffen im Privatbesitz. Es sind zwar nur ca. 2,2 Millionen Waffen registriert, amtliche Schätzungen gehen von insgesamt fast 20 Millionen Waffen in privater Hand aus. Die Regierung hat im Dezember 2003 das Waffengesetz verschärft, insbesondere bezüglich der Registrierung der Waffen. In diesem Jahr ist eine neue Gesetzgebung für den Waffenhandel vorgesehen. Erfolgreich verläuft die im Jahr 2004 begonnene Entwaffnungskampagne. Sie sieht eine Entschädigung in Höhe von 30 bis 100 Euro für denjenigen vor, der seine Waffe bei der Bundespolizei abgibt. Die Polizei verzichtet auf eine Strafverfolgung. Bis Dezember 2004 wurden bereits 200.000 Waffen abgegeben. Es wird erwartet, dass bis zum Ende der Kampagne im Juni diesen Jahres 500.000 Waffen abgegeben werden.
      Entführungen sind an der Tagesordnung. Die Entführten werden aber recht schnell, in der Regel ohne Einschaltung der Polizei, nach Zahlung eines Lösegeldes freigelassen. Bei sogenannten „Blitzentführungen“ wird das Opfer unter vorgehaltener Pistole gezwungen, Geld an einem Geldautomaten abzuheben. Die Täter verschwinden schnell und unerkannt, nachdem sie das Geld bekommen haben.
      Überfälle bei Tag und Nacht sind „normal“, in letzter Zeit auch auf Überlandbusse, dem wichtigsten Transportmittel innerhalb Brasilien. Häusliche Gewalt, besonders gegen Frauen, ist weit verbreitet. Die Drogenkriminalität und der Drogenhandel breiten sich von den Favelas auf den Rest der Stadt aus.
      Manche Delikte werden aber nicht oder nur halbherzig verfolgt: Marken-, Software-, Musik- und Filmpiraterie, Illegale Bebauung in Naturschutzgebieten, illegale Abholzung des Regenwaldes, nicht genehmigte Wasserentnahme durch die Getränkeindustrie, illegale Einleitung von Industrieabwässern, Landvertreibung von Kleinbauern und Indios, Sklavenhaltung (!) und Morde bei Auseinandersetzungen zwischen Landbesitzern, Landlosen, Diamantensuchern und Indios (60 Tote im Jahr 2003).
      Die örtlichen Polizeibehörden sind oft überfordert oder korrupt, der Bundespolizei fehlt es an Personal und an Kompetenzen. Außerdem ist der politische Wille gering, diese Straftaten zu verfolgen, da viele Abgeordnete und politische Entscheidungsträger Nutznießer dieser Kriminalität sind.

      Ich weiss nicht, wo Du überall gesucht hast, aber vielleicht helfen Dir folgende Links:
      http://www.npla.de/
      http://www.topicos.net/

      Kokain wird in Brasilien meines Wissens nicht angebaut. Dafür ist Brasilien ein Hauptumschlagland für kolumbianische Kokain. Ankommende Flugzeuge aus Brasilien werden deshalb in Frankfurt oft intensiv überprüft.

      Gruss
      Thomas

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