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  • Ursinho4711
    antwortet
    Zitat von Max23 Beitrag anzeigen
    die auslaender neigen wohl schon dazu, dahin zu gehen, wo andere landsleute wenigstens in der naehe sind.
    Nö, muss absolut nicht sein. Nicht, dass ich etwas gegen Deutsche hätte, aber "suchen"....? Nee, wenn jemand nett ist, kann das ruhig nen Chinese, Brasilianer oder gar Deutscher sein. Ich mache das nicht an der Nationalität fest. Es gibt in jedem Land @rsche und nette Leute.
    Wenn ich Deutsche um mich haben will, dann mache ich Urlaub in Dland ;-)

    abs
    Ursinho

    P.S.: um gringofrei zu wohnen, muss man in Rio ja nur weg von der Zona Sul...

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Hier haelt niemand die Hand ueber wen. Zudem wuesste ich keinen "Kollegen" von mir im Sueden, aber da kannst du uns hier im Forum bestimmt aufklaeren (oder wie der Brasilianer sagt "Vai, desembucha!"

    Hamburg, London ?? Hier geht es um Brasilien mit seiner sozial betrachtet doch etwas anderen Zusammensetzung!

    Ausserdem habe ich ganz deutlich geschrieben
    "...a) sich selbst eingelebt hat ..."
    und nun die dazu die Preisfrage:

    Wenn mich die Umgebung nicht akzeptiert, habe ich mich dann eingelebt oder nicht???

    Ausserdem sehe ich da eine gedankliche Diskrepanz (hat ein wenig mit dem "Henne-Ei-Problem" zu tun), wenn du schreibst
    "...will damit sagen: nicht auf den kommt es an, der sagt, das ist meine (neue) heimat, sondern ausschliesslich und nur auf die, die ihn dort als einen der ihren akzeptieren oder auch nicht...."
    Dem Auswanderer, der richtig vorbereitet (materiell und von der inneren Einstellung her) nach Brasilien (oder ein anderes Land) geht, wird es nicht schwer fallen, von seiner Umgebung akzeptiert zu werden, es sei denn man ist ein chronischer Querkopf (was dann ja wieder mit der Vorbereitung (der inneren Einstellung) im Konflikt stehen wuerde!)

    Zwei Ausnahmen stelle ich allerdings zur Auswahl: Als Weisser in ein Dorf zu ziehen, dass als "Quilombo" anerkannt wurde oder in ein abgelegenes Indianerdorf. Da duerfte es in der Tat schwer fallen, als einer der dortigen Bewohner akzeptiert zu werden. Das entspraeche dann einem Versuch deinerseits als "Preiss" irgendwo in einem 200-Seelen-Inzuchtdorf im tiefsten Isarwinkel akzeptiert zu werden.

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  • Max23
    antwortet
    Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    Die Aussage mit dem "ich habe eine neue Heimat gefunden" kann man ruhig von sich geben, sie setzt aber voraus, dass man a) sich selbst eingelebt hat und b) dass auch die eigenen Kinder sich eingelebt haben, gross wurden und nicht mehr mit der Bitte kommen "Papa, hier gefaellt es mir nicht, warum gehen wir nicht zurueck nach Deutschland?". Wenn a) UND b) zutreffen, koennte man von "neuer Heimat" sprechen.
    naja, hebinho, ich merke schon, du haeltst wieder deine schuetzende hand ueber den kollegen aus dem sueden...

    weisst du, ich bin mal nach hamburg gezogen. da hat man mir als erstes beigebracht, dass man hamburger fruehestens dann wird, wenn man einen GROSSvater aus hamburg nachweisen kann (vater reicht nicht)

    und der chef von harrods in london, ein aegypter, multimillionaer, war deshalb so darauf erpicht, dass sein sohn dodi sich mit diana vermaehlt, weil er nur dadurch zugang zu englischen gesellschaft bekommen haette (und auch das erhoffte er nur).

    will damit sagen: nicht auf den kommt es an, der sagt, das ist meine (neue) heimat, sondern ausschliesslich und nur auf die, die ihn dort als einen der ihren akzeptieren oder auch nicht.

    naja, es duerfte wohl so sein, dass da manchmal diskrepanzen bestehen zwischen koennen und wollen.

    wie sagst du (leicht abgewandelt) sehr richtig?

    kaeme kunst von wollen, hiesse es wunst

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Ich denke mal, dass die Karte trotzdem ganz gut als Orientierungshilfe ist, denn die meisten Menschen wissen zwar, DASS Brasilien sehr gross ist, koennen sich jedoch keine richtige Vorstellung von der tatsaechlichen Groesse machen. Da ist dann so ein Vergleich durch Einblenden anderer Laender ganz hilfreich.

    Die Tatsache, dass die Auswanderer - ganz gleich, welcher Volksgruppe sie nun angehoeren - immer das Zusammenleben in "herkunftsgleichen Gruppen" suchen, waere an und fuer sich eine Doktorarbeit wert.
    Ich denke einmal, es koennte eventuell mit der Angst verbunden sein, als Einziger unter anderen irgendwie einen "Identitaetsverlust" erleiden zu koennen, und deshalb sucht man die "Gleichgemeinschaft". Ist aber reine Theorie, moeglicherweise spielen noch andere Gruende eine groessere Rolle oder auch nicht ....

    Die Aussage mit dem "ich habe eine neue Heimat gefunden" kann man ruhig von sich geben, sie setzt aber voraus, dass man a) sich selbst eingelebt hat und b) dass auch die eigenen Kinder sich eingelebt haben, gross wurden und nicht mehr mit der Bitte kommen "Papa, hier gefaellt es mir nicht, warum gehen wir nicht zurueck nach Deutschland?". Wenn a) UND b) zutreffen, koennte man von "neuer Heimat" sprechen.

    Bei vielen Deutschen, die erst von "Auswandern" sprechen wird dann nach einigen Jahren hoechstens eine "Verlegung des Wohnsitzes in ein anderes Land" daraus. Ich denke, ich hatte das schon mal in einem anderen Thread erwaehnt.

    Echtes "Auswandern" hat in Wirklichkeit viel mehr Randbedingungen, die von vielen "Auswanderern" anfangs garnicht bedacht werden.

    Deshalb halte ich ein "Brechen mit der Heimat" (um etwas anderes handelt es sich ja bei der Ablegung der deutschen Staatsbuergerschaft nicht), fuer einen sehr riskanten Vorgang, der meiner Meinung nach "verschoben" werden sollte, bis man der Meinung ist, dass man unter oben erwaehnten Punkten a) und b) von der neuen Heimat sprechen kann.

    Ein vorzeitiges Abreissen von Bruecken (mag sein, um an die Rente zu kommen, mag sein, um sich auch aeusserlich nicht mehr mit seiner bisherigen Heimat identifizieren zu wollen) halte ich daher fuer voellig uebereilt und Fehl am Platze.
    Nur mal als Gedankenspiel: Staatsbuergerschaft abgelegt, gerade mal ein paar Monate in Brasilien, schwerer Unfall, Behandlung nur im Ausland moeglich, Ruecktransport nach Deutschland waere empfehlenswert. Nun kommt da ein "Neubrasilianer" und moechte in Deutschland behandelt werden .....
    Wie gesagt, reines Gedankenspiel, soll aber als Anregung dienen, sich eine derartige Entscheidung reiflich zu ueberlegen.

    Hebinho

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  • Max23
    antwortet
    Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    Ausserdem muss man sich alleine schon einmal die Groessenverhaeltnisse vor Augen halten.
    gut, hebinho, aber ob diese geografische ueberlegung wirklich weiter hilft?

    mir hat tiradentes, der beruflich ab und zu auch im innern brasiliens zu tun hatte, mal gesagt: da siehste keinen einzigen auslaender.

    die auslaender neigen wohl schon dazu, dahin zu gehen, wo andere landsleute wenigstens in der naehe sind.

    man muss ja nicht, wie ich, unbedingt direkt an die copa cabana. auch, wer sich etwa in der naehe von recife oder natal seine bleibe sucht, hat die landsleute nicht weit.

    und ich bilde mir ein, die leute wollen das auch so.

    wer irgendwohin geht, wo er komplett von auslaendern umgeben ist - jetzt sind die einheimischen brasilianer diese "auslaender" in dem sinne, wie ich das meine -, der hat schon probleme, die er in einem einzigen leben nicht in den griff kriegen kann. seine kinder und enkel vielleicht, er selbst nicht, meine ich mal.

    ich bin jedenfalls aeusserst vorsichtig, wenn ein "Ausgewanderter" der ersten generation davon spricht, jetzt eine neue "heimat" zu haben.

    in den faellen, in denen ich das erlebt hab, war es bisher noch immer so, dass sich sehr schnell herausgestellt hat, dass sich diejenigen was vormachen.(an den, der bei jeder gelegenheit von seiner "neuen heimat hier im sueden brasiliens" redet, will ich da gar nicht erst denken)

    waere ja auch noch schoener, wenn man die heimat wechseln koennte, wie andere das hemd..

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Ausserdem muss man sich alleine schon einmal die Groessenverhaeltnisse vor Augen halten. Man koennte ganz Deutschland hierher expatriieren und es wuerde im wahrsten Sinne des Wortes im Urwald verschwinden, ohne weiter aufzufallen (siehe Bild)!
    Zuletzt geändert von User_11889; 03.03.2009, 12:49.

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  • paoamerelo
    antwortet
    ja max,du hast den nagel auf dem punkt getroffen,ich gebe dir vollkommen recht

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  • Max23
    antwortet
    Zitat von paoamerelo Beitrag anzeigen
    ich werde das gefühl nicht los,das die,die schon in brasilien leben angst haben,es könnten ja ein alemao mehr werden.
    also, das glaube ich allerdings nun wirklich nicht.

    ich war ja mal - auf zeit - "ausgewandert" nach havanna. da hatten "wir alten" doch beileibe keine angst vor den Neuen. die konnten uns doch 1) das wasser nicht reichen, aber 2) konnten sie ja vielleicht mal neue und interessante aspekte einbringen. also ich war/wir waren einem Neuen gegenueber immer sehr aufgeschlossen.

    nein, also angst der "Alten" ist das sicher nicht, wenn ein "Neuer" hier ab und an den eindruck kriegen mag, er sei nicht gewollt.

    ich hab viel eher den eindruck, dass bei manch einem "Alten", der immer so den eindruck erweckt, dass alles in seiner neuen "heimat" brasilien ach so toll sei, in wahrheit tief frustriert ist.

    hab gerade kuerzlich erlebt, wie bei einem Ausgewanderten, den ich bislang als ruhigen, ausgeglichenen und zufriedenen menschen eingeschaetzt hatte, urploetzlich tiefer frust hervorbrach. so jemanden erkennt man dann nicht wieder.

    und es ist auch die erwartungshaltung der andern, die die Ausgewanderten oft unter druck setzt. denn sie wissen: jeder denkt, sie muessten ja nun schliesslich gluecklich sein.

    und in wahrheit staut sich oft monat fuer monat, woche fuer woche, groesserer frust auf.

    ich bin damals aus havanna weggegangen. aber: ich konnte das halt, weil ich (ausnahmsweise) keine familiaere bindung meht hatte. andere haben bindungen, auch vielleicht berufliche, und die koennen das dann nicht.

    folge bei denen: siehe oben

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  • paoamerelo
    antwortet
    auswandern nach bras.

    oi blueligth,
    auch ich plane schon über 5 jahre,nach brasilien auszuwandern.
    bin 20 jahre mit einer brasileira recht glücklich verheiratet und haben eine 18 jähr. tochter.
    auch ich bräuchte noch einige informationen zum thema auswandern,verkneife es mir hier im forum anzusprechen,denn es kommt nur blablabla und bleib mal lieber in alemanha.
    ich werde das gefühl nicht los,das die,die schon in brasilien leben angst haben,es könnten ja ein alemao mehr werden.
    abraco

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  • bluelight00
    antwortet
    oi tartaruga,
    endlich spricht mir mal jemand aus der Seele..ich wieß auchnicht woran es liegt, vielleicht ist doch was dran, dass fast nur Sextouristen und niveaulose Menschen nach Brasilien fahren und dementsprechend auch nur solche Leute sich in Brasilienforen herumtreiben...mir gehts auch auf dei nerven, dass immer die erste Antwort auf Ehe mit ner Brasilianerin, Auswandern, Arbeiten in Brasilien ist: "Lass es Dummkopf, das bringt soweiso nichts"

    Traurig traurig..denn ich denke:

    Ausnahmen bestätigen die Regel:

    Thema Frauen nur kurz: ich bin auch in einer gescheiterten bras. Ehe, bin aber überzeugt, es geht auch anders..und es gibt auch andere..und außerdem gehören da immer 2 dazu.

    Thema Auswandern: Auch hier kommt es doch immer auf die Person drauf an, und was für Möglichkeiten man sich offen legt. Ich will und werde auch irgendwann rüber gehen. Aber nicht überhastet und erst wenn ich einen "sicheren" bzw einen Plan habe..

    Was ich aber eigentlich sagen will:Zum thema Rentenbeiträge auszahlen..das hört sich ja sehr interessant an, geht ja aber leider nur wenn man nicht länger als 60 Monate eingezahlt hat..und das hat man doch eigentlich mit 41 jahren ??!! Oder?

    Mich würde mal interssieren, wie machst du das also?

    schöne Grüße..abraco Markus

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