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Auswandern als Rentner

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  • #11
    5 Jahre

    Hi,

    Glueckwunsch zu deinem Entschluss, evtl laesst Du uns an deinen weiteren Problemen teilhaben.

    Warum ist nach 5 Jahren alles leichter ?

    Will evtl. in 2 Jahren mal probehalber in BR wohnen. Ob es dann laenger ein fester Wohnsitz wird, werden wir sehen.

    Gruss
    Patecuco

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    • #12
      Meine Gedanken haben nichts mit der eigentlichen Frage zu tun, aber ich schreib mal los.

      Wer 40 und noch mehr Jahre in Deutschland gearbeitet hat, dürfte Probleme haben,
      sich hier lange wohl zu fühlen.
      Speziell in der Region Rio de Janeiro aufwärts, geschweige denn, im Amazonasgebiet.
      Ein TÜV Beamter wird bei jedem 2. Auto Schweissausbrüche bekommen,
      ein Bautechniker wird kein 2 stöckiges Hochhaus mehr betreten.
      ( In Salvador brach vor Jahren ein Luxusmotel zusammen,
      die erste gefundene Leiche war die Frau vom Stadtrat.
      Der Stadtrat überlebte, er war nicht dabei ).
      Geschweige denn, ein Beamter, der seine Arbeitsjahre lieblos abgesessen hat
      und plötzlich von brasilianischen Kollegen schikaniert wird, schlimmer, wie er es
      von seiner Amtszeit gewöhnt war.
      Das ist eine Kampfansage an den Kreislauf .
      Versicherungsvertreter dürften in kurzer Zeit an Selbstmord denken,
      wenn sie sehen, wie sie ein Leben lang ihre Kunden verarscht haben und plötzlich bemerken,
      dass man auch ohne Sterbeversicherung etc. zufrieden alt werden kann.
      Meine über alles geliebten Verkehrsüberwacher laufen hier Gefahr,
      bei der ersten grünen Fussgängerampel von einem Auto plattgefahren zu werden.

      usw................

      Hier klappt alles, aber fast immer kommt es anders, als man denkt.
      Neulich hatte ich mein Auto zur Reparatur.
      Ich fuhr extra nach Salvador und fragte in einer vertrauenswürdigen Werkstatt nach, ob die Teile da seien.
      Logisch, in einer Stunde soll ich das Auto holen.
      Nach 2 Stunden kam ich an und siehe da, das Auto war prima zerlegt, aber keine Teile waren da.
      Frühestens morgen, hiess es.Aufgrund meiner freundlichen Art schafften sie es innerhalb 9 Stunden.
      Allerdings konnten sie nur 1 Stück Stossdämpfer auftreiben und bei meiner Ankunft zuhause um 22 Uhr
      hing der neue Auspuff fast zum Boden runter.

      Ich fuhr mal einen Nachbarn zum Arzttermin in ein öffentliches Krankenhaus.
      Siehe da, genau an diesem Tag hatten ALLE Ärzte frei!

      usw......dieses Land steckt voller Überraschungen.

      Ich beneide niemanden, der im gesetztem Alter hier ein Häuschen bauen will,
      vielleicht sogar mit Familienhilfe und ohne Grundkenntnisse.
      Das könnte die deutsche Rentenkasse schneller als gewollt entlasten.

      In Barra ´überfiel´ mich mal eine Rentnergang.
      Die plapperten mich voll, wo man um wie viel beschissen wird
      und wie man Rollmöpse selbst macht.
      Einer schwärmte von seiner millimetergenauen angepassten,
      aus Deutschland mitgebrachten Einbauküche.
      Dazu musste er seine Eigentumswohnung extra umbauen lassen.
      Sie schimpften viel über die Dummheit der Brasilianer.
      Irgendwann trank ich mein Bier aus und verabschiedete mich.
      Zumindest diese Gang schien nicht glücklich zu sein.

      Wenn jemandem im Landesinneren die Luft wegbleibt, dauert es ewig,
      bis professionelle Hilfe kommt.
      Da kann man die beste Versicherungspolice in der Tasche haben,
      es ist Durchhaltevermögen angesagt.Sonst hat man schlechte Karten.

      Ich wünsche jedem viele schöne Jahre im Rentenalter und es sich sicherlich eine angenehme Art
      in Brasilien zu leben, wenn man hier nicht auf´s Geldverdienen angewiesen ist.
      Je nach Rüstigkeit vielleicht ein bisschen langweilig, aber ganz sicher besser als im deutschen Altersheim
      durch den Eingang reinzukommen und durch die Kellertür rausgeschoben zu werden.
      Man braucht lediglich gute Nerven und ob man die im Rentenalter noch hat,
      nach einem Leben im ´perfektem´ Deutschland, weiss ich nicht.

      Es würde mich freuen, wenn hier ein paar Beiträge ausgewanderter Rentner kämen
      und wie es so voran geht.

      Ich will auch niemandem auf den Schlips treten, aber ich habe mir ganz einfach ein paar Gedanken zum
      Thema ´Auswandern als Rentner´ gemacht.
      Neto

      www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas

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      • #13
        Kurzer Beitrag eines Rentners

        Oi Neto,

        erst mal für deinen schon so lange überfälligen Beitrag.
        Ich hoffe, dass er YOGI nicht den Wind aus den Segeln nimmt.
        Es ist wirklich so, wie von dir beschrieben.
        Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass ein "rüstiger" Rentner mit sehr dickem Fell und einer üppigen Renten, sich in bestimmten Gegenden Brasiliens, sein kleines Germany aufbauen kann. Aber bestimmt nicht im Nordosten Brasliens.
        Auch der eventuelle Umbau einer Eigentumswohnung wegen einer überdimensionalen Einbauküche ist hier machbar, und das sogar weit aus günstiger als in D. Wobei man davon ausgehen muss, das er später die Küche wieder anpassen muss. :lol:
        Ich gehöre auch zum Rentner-Clan, allerdings muss ich mich mit meinen 46 Jahren nur mit einer kleinen Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung zufrieden geben. Um Probleme vorzubeugen habe ich Wohnsitz und Bankverbindung in D aufrecht erhalten.

        In diesem Sinne
        Einer aus der Rentner-Band

        Kommentar


        • #14
          Leben mit Vollkasko

          Oi Neto,

          hast den Nagel auf den Kopf getroffen (nicht wie bei Rede Record...)

          das Wohlfuehl-Problem ist wirklich psychisch bedingt. Wenn man ein Leben lang Wasser hatte sobald man den Hahn aufdrehte, immer Licht, sobald der Schalter umgelegt, dann stoert man sich evtl. an Kleinigkeiten die nicht notwendig und leicht zu beheben sind, doch nicht lebensbedrohend sind.

          Unser deutscher Drang alles perfekt zu machen ist aber auch im Rueckgang. Das merkt man wenn man nach ein paar Jahren Ausland in Deutschland lebt nicht sofort, doch so nach 6 Monaten dann doch.

          Natuerlich aergert es mich, dass in Brasilien ein Auto zulassen mehrere Tage dauern kann (bei mir auch schon mal 2 Wochen) da immer das System der Detran abstuerzt oder sonstwas. In D geht sowas in ner halben Stunde, aber bitte, ich lasse nicht jeden Tag ein Auto zu.

          Ein Freund hat mir neulich erzaehlt, er habe die Risse in seinem Haus einem befreundeten Bauingenieur gezeigt, mit klagender Miene ueber den Pfusch beim Umbau seines Hauses. Dieser Freund hatte nur eine Antwort parat : Was regst du dich heute ueber ein paar Risse auf, in 20 Jahren fressen dich die Wuermer. Das leuchtet ihm ein, jetzt schaut er nicht mehr so genau hin

          Dies ist doch die Grundlage fuer Zufriedenheit, sich mit dem Machbaren zu arangieren. In Brasilien stoert mich auch immer die Unkenntnis der Angestellten in Geschaeften etc. , aber das ist halt so, ist in D auch nicht viel anders, doch da kennen wir uns besser aus und brauchen keine Hilfe.

          Der Vergleich mit dem Tuev Mann ist gut, habe mal gelesen, dass die deutschen Rentner in Mallorca sich einen deutschen Tuev-Pruefer einfliegen liesen, da sie den spanischen Werkstaetten nicht trauten.

          Und 95 % der Dinge funktionieren doch, was sollen wir uns ueber die restlichen 5 % aufregen.

          Allerdings eines werde ich immer vermeiden, beruflich (also Geld verdienen) will ich in BR nicht, das mach ich lieber woanders wo es leichter geht. Das Ausgeben in BR macht dann mehr Spass.

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          • #15
            Auswandern als Rentner

            Liebe Forumsteilnehmer, ich hatte am 4.4.04 folgendes gefragt
            Hat jemand in diesem Forum Erfahrung mit der Beantragung eines Dauervisums als Renter ? (BU)
            :::::::::::::::::::::
            Wie man ein Dauervisum beantragt steht im Internet , aber besten beschrieben auf der berliner Konsulatseite, aber Vorsicht jedes Konsulat verfährt unterschiedlich.
            Die verschiedenen Überbeglaubigungen sind zu beachten, ob und wer den Rentenbescheid beglaubigt werde bei der Übergabe rausfinden.
            Leider hat sich keiner gemeldet der diese Prozedur schon hinter sich hat.
            Sollte jemand hier zu Fragen haben, nur zu, in Kürze weis ich mehr.
            Die 2.Frage:
            Was macht die BfA kürzt sie die Rente , weil das leben hier preiswerter ist und in Berlin die Kassen leer sind? :::::::::::::::::::::::::
            Hat Jürgen bereits ausführlich beantwortet, das Gleiche habe ich raus gefunden.
            Ich werde aber die Rente weiterhin in Deutschland beziehen, und bin für die BfA nur vorübergehend im Ausland, was auch stimmt.
            Ich werde also nicht Auswandern sondern nur lange Urlaub machen.
            Das Dauervisum brauche ich weil ich mehr als 180 Tage in Brasilien verbringen will ,aber keine 12 Monate im Jahr.
            Damit erübrigt sich die Frage zur Kkasse, ich schließe in Deutschland eine Auslandsversicherung ab für Brasilien.

            Ich möchte allen danken die konstruktiv geantwortet haben, denn wenn ein klappriger Rentner nach 60 Jahren wohl behütet von Mama, Staat, Gewerkschaft, Arbeitgeber, Arbeitsamt, Krankenkassen, kompetenten Ärzten und Autowerkstätten den Sprung nach Brasilien wagt,der kann jede Hilfe gebrauchen, nur kein Stammtisch Geschwafel .
            Tschau
            Werner

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            • #16
              deutsche rentner kriegen doch schon auf mallorca eine krise nach der nächsten.

              brasil ist nichts für "innentaschen-bügler"
              hier geht es hart ab,velho...

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              • #17
                Oi Gente
                Eine Frage, die immer wieder gestellt wird und auf die bis heute moch niemand geantwortet hat:
                Wenn ich eine Rentner Permanencia beantrage und meine US$ 2.000 oder mehr im Rentenbescheid stehen habe, muss ich dann meine Rente in Brasilien versteuern.
                Bei 48.000 Reais liegt man ja locker beim Höchststeuersatz.

                Hat da jemand Erfahrung.

                Gruß

                Manfred

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                • #18
                  Das ...

                  Zitat von niko
                  deutsche rentner kriegen doch schon auf mallorca eine krise nach der nächsten.

                  brasil ist nichts für "innentaschen-bügler"
                  hier geht es hart ab,velho...
                  ... ist genau eine jener super-hyper-qualifizierten Antworten, die das neue Team in Zukunft eigentlich nicht so gerne sehen moechte!

                  Lieber NIKO, wenn du KEINE sinnvolle Antwort auf AKTUELLE Fragen von Usern hast, dann macht ea auch wenig Sinn NICHT sinnvolle Antworten auf drei Jahre alte Fragen zu stellen!

                  Ergo:
                  sinnvolle Antworten (siehe Alex) gerne, ansonsten einfach laechelnd schweigen.

                  Danke fuer das Verstaendnis!

                  Kommentar


                  • #19
                    also ein technisch-orientiertes info-blog

                    völlig ohne ginga und giria, also völlig unbrasilianisch, na schön
                    to ligado.

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                    • #20
                      Ich denke ...

                      Zitat von niko
                      also ein technisch-orientiertes info-blog

                      völlig ohne ginga und giria, also völlig unbrasilianisch, na schön
                      to ligado.
                      ... nicht, dass du gerallt hast, dass Infos ohne Gehalt nichts bringen. Und wenn du schon das Bestreben hast, dich als "Neuzugang" beim BW besonders lustig hervorzutun: die Abteilung Stammtisch freut sich ueber alles, was wirklich lustig ist.

                      Ich meine beim BFN denken die auch nicht anders, oder?

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