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Lebensqualität in Brasilien??

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  • Brasiltropical
    antwortet
    AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Hast Du recht !!

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  • Aehne
    antwortet
    AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Ich wohne im Landesinnern von Minas Gerais und kann eigentlich nur einen Teil der von dir gemachten Erfahrungen bestaetigen.
    Das der Grossteil der brasilianischen Bevoelkerung geistig kaum ein deutsches Bauarbeiterniveau erreicht, duerfte jedem selbst bei einem Urlaub auffallen.

    Ehrlichkeit ist eine Sache die ich eher unterschaetzt habe. Faustregel je reicher desto unehrlicher. Ich habe hier einen Bau mit insgesamt mindestens 50 Arbeitern gemacht. In Deutschland waere da wesentlich mehr verschwunden. Ansonsten hilft ein gesundes Misstrauen.

    Die Politiker von Brasilien sind ein Spiegelbild der Bevoelkerung. Fuer Lateinamerika wuerde ich da behaupten, wie liegen im besseren Mittelfeld. Wo es keine Kontrolle gibt passieren solche Sachen.

    In Sachen Lebensmittel und Essen gibt es hier Artikel die besser und andere die schlechter sind. Fleisch halte ich z.B. in Brasilien fuer besser. Die Koeche sind es leider nicht. Kurioserweise gibt es Qualitaetsunterschiede bei Milch. Anscheinend ist das brasilianische Futter schlechter.

    Was gelegentlich nervt ist die Traegheit der Bevoelkerung. Man meckert und dann ist die Sache vergessen. Kollektives Alzheimer bei den Wahlen. Aber dass ist in Deutschland auch nicht besser.

    In Entwicklungshelferkreisen bezeichnet man die Brasilianer als Tagtraeumer. Aber gerade dass ist die Chance der Einwanderer. Wo kaum jemand sich bemueht, hat der der etwas leisten moechte viel bessere Startchancen.

    Als die 2 grossen Pluspunkte die ich in Brasilien sehe ist

    1. das Klima (das koennen sie nicht politisch beeinflussen) und

    2. eine groessere persoenliche Freiheit


    Ansonsten muss man halt abwaegen, welche Schwerpunkte man fuer sich persoenlich fuer wichtig haelt.

    Gruss

    Aehne

    (der sich oft auch fragt, ob er im richtigen Land wohnt):rolleyes:

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  • Alagomão
    antwortet
    AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Ich weiss aus meiner 15-jaehrigen "Freelanced soundman"-Taetigkeit, dass es folgende Steuerbefreiungsregel gibt:
    First land living, third land working and....
    vom 2. Land bekommst du den Auftrag.
    Beispiel:
    Angemeldet in Deutschland, Auftrag von CBS. Auftrag wird in Russland ausgefuehrt. Hab damals fuer 60 minutes 3 Tage an einem Beitrag ueber Stalin mitgearbeitet. In Moskau. War harte Arbeit, hat aber Spass gemacht.
    Zuletzt geändert von Alagomão; 02.12.2008, 01:59.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    Demzufolge faellst du ja auch nicht unter die Thread-Ueberschrift "Auswandern nach Brasilien" und bist eher der "Herumwanderer",
    Habe in einem frueheren Beitrag mal mit Yenz drueber diskutiert, dass es Auswandern in seiner frueheren Bedeutung eh nicht mehr gibt. Frueher war es etwas endgueltiges und ohne Rueckfahrkarte, heute ist es nicht nur bei mir ein zeitweiliger Wohnortswechsel. Und in Afrika heissen die Europaer muzungu, was von herumwandern abgeleitet ist (lt. wikipedia), da fuehl ich mich gut getroffen.

    Die Geschichte mit der Steuerbefreiung hat auch einen ganz einfachen Hintergrund. Wenn ein Auslaender in einem Land steuerpflichtig ist, muss er das ja in seiner Kalkulation beruecksichtigen, das Angebot wird dann teurer. Da man aber nicht 100%ig kontrollieren kann, dass der expat auch wirklich seine Steuer zahlt und nicht evtl. vorher abreist, kommt der Staat dann doch nicht an seine Steuern. Funktioniert natuerlich nur wenn der Staat der Auftraggeber ist.

    Bei privaten Auftraggebern gaebe es noch die Moeglichkeit eines Nettovertrags, d.h. der Auftraggeber haftet fuer die Steuern, wird aber meines Wissens nur bei Kuenstlern angewandt, die sehr kurz im Land sind.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Nicht uebel!

    Dazu faellt mir aber nur das Lied ein "Lustig ist das Zigeunerleben"

    Demzufolge faellst du ja auch nicht unter die Thread-Ueberschrift "Auswandern nach Brasilien" und bist eher der "Herumwanderer", ein absolut atypischer "Auswanderer", der sich Brasilien lediglich als "Operationsbasis" gewaehlt hat!

    Ob und wie oft das mit dem "Verschlafen" klappen wird??

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Re: AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    wird mit Sicherheit auch die ganz unverfaengliche Frage danach kommen, wie du denn die Familie unterhaelst.
    Kein Problem, mit dem Geld das ich schon vor der perma hatte zzgl. ab und zu ein Projekt.
    Und in BR bin ich Fischer.

    Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    Ansonsten gehe mal davon aus, dass du als echter Freelancer auch dort dein Einkommen versteuern nusst, wo du eine Stunde mehr als 50% des Jahres zuhause bist!
    Stimmt nicht ganz, habe oft Vertraege in denen der consultant vollkommen steuerfrei ist. Das wurde sogar in D akzeptiert wenn ich meine Steuererklaerung machte. Wenn man angestellt ist reichen uebrigens 92 Tage zur Steuerbefreiung, bei freelancer ist es schwieriger.


    Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    Wer anderes behauptet, luegt sich selbst etwas vor und stiftet andere zu gesetzwidrigem Handeln an. Und wenn du in Brasilien "Opfer" des "pente fino" wirst, dann viel Spass
    Du kennst auch nicht alle Moeglichkeiten. Es gibt Ausnahmen. Andereseits bin ich ja kein Flick, der Milliarden verschiebt.

    Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    Ich habe da lieber ein reines Gewissen, zahle brav Steuern, und der "leão" mit vollem Bauch ist zahm und laesst sich sogar kraulen.
    Kraule lieber meine Frau als den leão. Wenn ich ein Projekt in Afrika abwickle und dort explizit steuerfrei bin, waere ich ja bloed wenn ich es dann in einem anderen Land versteuern wuerde, hatte zu Anfang ein paar Probleme das den deutschen Finanzbehoerden zu verklickern, doch bei einem Gespraech mit der zustaendigen Finanzbeamtin erklaerte sie mir was ich machen muss damit das in D nicht beruecksichtigt wird. Lustigerweise haben sie mich dann in einem Jahr das ich vollstaendig in D verbrachte wie einen im Ausland ansaessigen Deutschen besteuert.

    Zitat von Hebinho Beitrag anzeigen
    Hinzu kommt, dass ich ruhig schlafen kann und nicht bei jedem Klingeln/Klopfen an der Haustuer aufschrecke und an Beamte der Receita Féderal denken bauche!
    Ich schlafe noch besser wenn ich mich nicht ueber zu hohe Steuern aergern muss. Allerdings bewege ich mich auf dem gesetzlich einwandfreien Weg. Schriftliche Auskunft vom deutschen Finanzamt. Und in BR wohne ich offiziell zwar, habe aber noch keine perma und werde deswegen dort auch nicht besteuert. Habe mir sogar schon ueberlegt, ob ich die Veroeffentlichung im DAO verschlafen sollte und dann das ganze Verfahren nochmals starte, waeren wieder 1 bis 2 Jahre . Zusaetzlich habe ich zur Zeit noch residence in 2 weiteren Laendern, sollte ich dort auch Steuern zahlen? man kanns auch uebertreiben.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Das war immer ein altes Ammenmaerchen, dass der Staat anhand der "Geldbewegungssteuer" nachforschte, was auf den einzelnen Konten bewegt wurde. Ich hatte dazu denke ich schon mehr als einmal geschrieben, dass mir mein Schwiegersohn (Filialleiter einer Bradesco) dazu bestaetigte, dass dieser Betrag als Sammelbetrag (OHNE Aufdroeselung nach Konten!) monatlich ueber die jeweilige Zentrale der Bank in jedem Bundesstaat an die RF abgefuehrt wurde.

    Das "Nachsehen, was auf einem einzelnen Konto bewegt wird", wird nur in wenigen Ausnahmefaellen unternommen, wenn entweder im Rahmen anderer Ermittlungen Verdachtsmomente vorliegen, die mit kriminellen Handlungen (beispielsweise Geldwaesche, Steuerhinterziehung bei Firmen, die im Import-/Exportgeschaeft taetig sind, usw.) oder bei auffaelligen Veraenderungen in den Steuererklaerungen (Vorjahr hohe Einkuenfte, Folgejahr starker Rueckgang oder Anstieg) vorliegen.

    Waere mal interessant, die Nummer des Gesetzes zu wissen, das den Kreditkartenprovidern die Meldung vorschreibt.

    Der Wegfall der Negativ-Steuererklaerung hatte ganz andere Gruende: bei der Positiv-Erklaerung muss der Erklaerende viel mehr Daten angeben und wird dadurch fuer die RF "durchsichtiger". Vielleicht hat da ja auch die Lobby der "contadores" (Steuerberater) ein wenig nachgeholfen??

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  • 007
    antwortet
    Re: Lebensqualität in Brasilien??

    @ Hebinho :Ist uebrigens eine der wenigen Ausnahmen, bei denen der Staat nachsieht, was auf einem Konto bewegt wird!


    Da bin ich aber nicht ganz sicher. Früher was es die CPMF die zur Kontrolle herangezogen wurde. Nach meinem Wissen wurde darauf ein Gesetz verabschiedet, dass der RF erlaubt die Daten der Steuerklärung mit den Bewegungen der Kontos abzugleichen.

    Desshalb ist doch auch die jährliche "isento" Deklararation weggefallen. z.B. Kreditkarteninhabern, die mehr als R$ 5.000,00 pro Monat ausgeben müssen per Gesetz duch die Organisationen wie VISA/MASTERCARD an die RF gemeldet werden.

    abraço

    James

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    AW: Re: AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Zitat von patecuco Beitrag anzeigen
    Ahm, wer ist der Leão ? sitz grad in Afrika und der Begriff sagt mir nichts.

    Da ich bis jetzt noch keine perma habe, ist zwar beantragt, darf aber ruhig noch lange dauern, auch keine cpf etc., muss ich dem BR Staat auch keine Steuererklaerung abgeben. Deshalb verdiene ich nochmals richtig Kohle bevor ich mich dann mit perma in BR dem Fischen widme. Einkuenfte bzw. Vermoegen vor Erteilung der perma unterliegen ja keinerlei Restriktionen. Bankkonto benutze ich seither von meiner Frau (eigentlich gehts auch ohne), Auto Tel etc. wird mit cpf der Frau zugelassen und wenn ich es vermeiden koennte je eine cpf zu haben, wuerde ich diesen Weg waehlen.
    Vorteil bzw. Bedingung, ich habe eine 100% verlaessliche, ehrliche und sparsame Frau (jaja das gibts auch in BR), die mir immer vorwirft ich wuerde fuer meine Hobbies zuviel Geld ausgeben.

    Nach Erteilung der perma arbeite ich auch nie in BR, wahrscheinlich auch nicht in D, so dass ich zwar was angeben kann, wo ich gearbeitet habe auf diesem Planeten, kann sowieso niemand nachpruefen. Vorteil des freelancers ist halt die Freiheit.
    Abgesehen davon, dass ich auch zu jenen gehoere, die eine Frau haben, die auf Geld achtet, wie eine Glucke auf die Kueken, sind diese Geschichten mit dem Geld uebers Konto der Frau laufen lassen und Freelancer, der nicht anzugeben braucht, was er und wo verdient, ein zweischneidiges Schwert, was die Receita Féderal angeht!

    Wenn du nach der Permaerteilung anschliessend von den netten Leuten der PF besucht wirst, die sich mal davon ueberzeugen werden, wie es denn so um die Familie bestellt ist, wird mit Sicherheit auch die ganz unverfaengliche Frage danach kommen, wie du denn die Familie unterhaelst. Und dann ueberlege dir gut, was du antwortest, die Jungs notieren sich das und anschliessend wird geprueft (auch die Kontobewegungen der lieben Gattin!). Ist uebrigens eine der wenigen Ausnahmen, bei denen der Staat nachsieht, was auf einem Konto bewegt wird!

    Und die Freiheit des Freelancers hoert dort auf, wo die Freiheit der Auslegung der Gesetze durch die Receita Féderal beginnt: ich habe fast ein Jahr gekaempft, um als Freelancer (Uebersetzer) nicht unter "Dienstleister" eingestuft zu werden und damit einen prachtvollen Steuersatz aufgebrummt zu bekommen!

    Diese "Freelancer-Freiheit" beschraenkt sich auf zwei Dinge:

    - Die Wahl, wo man sich niederlassen moechte
    - Die "Freiheit", sich die Arbeit einteilen zu koennen (die aber dann shcon weg ist, wenn enge Termine durch den Auftraggeber vorliegen)

    Ansonsten gehe mal davon aus, dass du als echter Freelancer auch dort dein Einkommen versteuern nusst, wo du mehr eine Stunde mehr als 50% des Jahres zuhause bist!

    Wer anderes behauptet, luegt sich selbst etwas vor und stiftet andere zu gesetzwidrigem Handeln an. Und wenn du in Brasilien "Opfer" des "pente fino" wirst, dann viel Spass!

    Ich habe da lieber ein reines Gewissen, zahle brav Steuern, und der "leão" mit vollem Bauch ist zahm und laesst sich sogar kraulen. Hinzu kommt, dass ich ruhig schlafen kann und nicht bei jedem Klingeln/Klopfen an der Haustuer aufschrecke und an Beamte der Receita Féderal denken bauche!

    Aber jedem das Seine, und wer diese Adrenalinstoesse braucht: nur zu!

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  • 007
    antwortet
    Re: AW: Lebensqualität in Brasilien??

    Zitat von gemic Beitrag anzeigen
    hahahaha, ja - der Leao und wenn er mal wieder zum Frisör wird... dann kämmt er mit dem "Pente fina", dem entkommt keiner -

    ........so ist es und so ist hier der Sprachgebrauch. Wenn Du in dem "Pente fina" (Feinkamm für die nicht informierten) hängenbleibst kannste bei der RF antraben und Dich rechtfertigen. Nicht's angenehmes, das sind ja keine Dummköpfe die dort bei der RF arbeiten !

    abraço

    James

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