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soziale Absicherung in Brasilien

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  • soziale Absicherung in Brasilien

    Hallo,
    habe vor innerhalb der nächsten 18 Monate mit meiner Frau (Brasilianerin) nach BRA auszuwandern. Ich selbst habe auch schon mal zwei Jahre in BRA gelebt und bilde mir ein, dass ich mich da wohl fühlen kann.
    Womit ich mich aber überhaupt nicht auskenne sind die verschiedenen Möglichkeiten der sozialen Absicherung für deutsche Staatsbürger in Brasilien.
    Deshalb hier ein paar Fragen, deren Antwort ich trotz ausgiebigen Suchens in diesem Forum vermisse.

    :?: Arbeitslosigkeit:
    Ist eine Absicherung gegen Arbeitslosigkeit möglich?
    Sollte ich im Falle eines Scheiterns nach D zurückkommen habe ich dann noch Anspruch auf Arbeitslosengeld bzw. sonstige Stütze?

    :?: Krankenversicherung:
    Kann ich mich bei einer dt. ges. Krankenkasse freiwillig weiterversichern und dann ich Brasilien behandelt werden?
    Wie sieht es in diesem Fall mit der Versicherung meiner Frau aus?
    Oder ist es statt dessen günstiger in BRA eine private Krankenversicherung (für uns beide) abzuschließen? Wenn ja welche?

    :?: Rente:
    Ist es ratsam hier in D die Rentenversicherung auf freiwilliger Basis weiterlaufen zu lassen?
    Welche Möglichkeiten der Altersabsicherung in BRA gibt es?

    :?: Steuern Allgemein:
    Kann ich meine Einkünfte weiterhin in D versteuern oder ist es besser alles in BRA zu vrsteuern? Was ist strategisch günstiger im Hinblick auf eine mögliche spätere Rückkehr nach D?


    Irgendwie häufen sich bei mir die Fragen und ich weiß nicht wie und was ich zuerst anpacken soll. Aus Büchern habe ich immer nur allgemeine Ratschläge gefunden, die echt nicht weiterhelfen, da es keine konkreten Aussagen gibt.

    Ich hoffe, dass ich hier im richtigen Forum gelandet bin und bin für jede Antwort dankbar.
    Abraços
    Tom

  • #2
    Gute Frage(n)

    Sollte ja eigentlich jeden interessieren, dieses Thema. Alle die schon drueben sind muessten ja eine Antwort auf die gestellten Fragen haben.

    Nur gehe ich mal davon aus das der grosse Teil beruflich hier vor Ort weilt. Da hat es dann das Personal Buero erledigt. Der andere Teil ist mehr dieser Pendlertyp. Kommt und geht, kennt Brasilien gut lebt aber in Deutschland. Und der Rest hatte vor der Abreise keine andere Wahl/Zeit und hat sich deshalb auch nicht erkundigt.

    @Arbeitslosigkeit
    Hier arbeiten heist auch in die Arbeitslosenversicherung einbezahlen. Doch was dich im Falle eines Falles erwartet ist eine lange Schlange und wenig Geld. Ein Bekannter (Hallo, wenn er das jetzt aus "Langweile" liest) hat mir gesagt das das Deutsche Arbeitsamt nach X(ich hab den Zeitraum vergessen) Monaten nichts mehr von dir wissen will.

    @Krankenversicherung
    Das staatliche System behandelt dich auch. Alles Lebensbedrohliche wird "sofort" erledigt der Rest bringt dich wieder in eine lange Warteschlange. Private KV gibt es und die sind regional unterschiedlich. Dort musst du nicht warten, aber fuer jeden Kram vorher eine Genehmigung holen. Die DKV bietet seit kurzen hier in Br. Vertraege nach deutschem Versicherungsrecht an. Vielleicht rentiert sich das!? Sich in Deutschland Versichern heisst du gehst in Vorkasse plus Reisekosten um dein Geld abzuholen.

    @Rentenversicherung
    Ich weiss ja nicht wieviel Entgeldpunkte du schon besitzt. Aber ich glaube jedes "Sparbuch" bringt dir mehr ein. Vielleicht taeusche ich mich aber ich erinnere mich noch genau an die Worte von Norbert B. " Die deutschen Renten sind sicher" Ansonsten mal Rechnen. 19,5% vom Bruttolohn, min. 35 Jahre, plus Zins und Zinseszins. Ich weiss nicht!?

    @Steuern
    Ich denke die Lohnsteuerpflicht richtet sich danach wo du dein Geld verdienst. Damit du dann nicht doppelt bezahlst haben D und BR ein Steuerabkommen. D.h. hast du kein Einkommen dann zahlst du auch keine Steuern.

    Ich denke dieses Thema ist Top aktuell. Aber aus den oben genannten Gruenden denke ich das die Antworten mehr schlecht als recht hier eintreffen. Ich wuerde mich freuen mehr darueber zu lesen.

    Gruesse aus´m Busch

    Stephan

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    • #3
      Nebenkosten

      Hallo Tom,

      geb einfach mal meinen Senf dazu :

      Du wirst sicher viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema hoeren, das ist eben eine grundsaetzliche Einstellung wie bereit man ist Risiken einzugehen, oder lieber in Vollkasko-mentalitaet aber unfrei zu leben. Diese Entscheidungen musst Du aber in D genauso treffen.

      Arbeitslosengeld

      Soweit ich mich erinnere verfaellt der Anspruch nach 3 Jahren. D.h. hast Du heute gekuendigt, kannst Du innerhalb der naechsten 3 Jahre einen Antrag auf Alo stellen, danach gibts nichts mehr. Betrifft mich als Selbstaendigen genauso.

      In Brasilien erhaelst Du nach einer abhaengigen Beschaeftigung vielleicht fuenf Monate Arbeitslosengeld, dann ist Schluss. Sogar das mickrige Kindergeld wird nur bezahlt wenn Du arbeitest (und wenig verdienst).


      Sozialhilfe in D

      Kannst Du immer stellen, auch nach 20 Jahren Auslandsaufenthalt, musst nur die deutsche Staatsbuergerschaft behalten. Man muss allerdings wirklich in der Scheisse sitzen um da was zu bekommen. Auch werden die lieben Verwandten zur Kasse gebeten falls dort was zu holen ist.

      Krankenversicherung

      Die dkv hatte einen guenstigen Tarif fuer weltweite Policen (ausser USA das war doppelt so teuer). Allerdings gilt das pro Person. Nach dem ersten Jahr wird es teurer (2x). Und dann frage auf jeden Fall nach, wie das mit deiner Frau sein wird. Es gibt da so Regeln fuer Auslaender im Heimatland !!!!

      In Brasilien gibts viele private Krankenversicherungen, da musst Du dir gut ueberlegen was du absichern willst, ob Du nur in einem Staat Leistungen in Anspruch nehmen willst etc. Diese Frage wuerde ich fuer die Zeit nach dem ersten Jahr aufschieben. Davor kommst Du mit einer Reiseversicherung auch gut zurecht und stehst nicht im Druck eine Entscheidung zu treffen bevor Du dich richtig auskennst.

      Rente

      Falls Du schon einen Anspruch hast (mindestens 60 Monate einbezahlt) kannst Du dich frei entscheiden, sonst ist es evtl besser diese Mindestzeit zu vollenden. Bei der negativen Verzinsung der Rente ist das nicht gerade verlockend. Allerdings ist die Rente der Inflation zumindest angepasst. Eine Lebensversicherung zahlt zwar mehr aus, aber eben nur in der vereinbarten Hoehe, eine Inflation vernichtet da sehr schnell alle Renditeversprechen. Ist zwar zur Zeit kein Thema, doch meine Grossmutter machte 3 Waehrungsreformen mit.
      Ich habe mich bei Beginn meiner selbstaendigen Taetigkeit sofort von der BfA verabschiedet und zahle den Kredit einer vermieteten Wohnung ab. Das bringt nicht nur bessere Rendite, ist auch in etwa Inflationssicher und man kann sein Renteneintrittsalter selbst bestimmen!
      In Brasilien in die Rente einzahlen halte ich fuer nicht erstrebenswert. Wieviele Waehrungen gab es in den letzten 20 Jahren ? Und auch Lula kapituliert vor den leeren Kassen. Da gilt das gleiche wie in D. Sachwerte sind sicherer.


      Steuern

      Natuerlich kann man brav alles versteuern, doch sehe ich keinen Sinn in Deutschland Steuern zu zahlen, wenn Du in Brasilien lebst. Andersrum genauso, also die Wahrheit wird wohl so dazwischen liegen. Die notwendigen Einkuenfte hueben wie drueben angeben, den Rest kann man mit kreativer Buchhaltung erledigen. Im ersten Jahr noch in D gemeldet zu sein ist evtl. nicht verkehrt.

      Auf jeden Fall wuerde ich einen Liquiditaetsplan aufstellen, wie lange reichen die Ersparnisse, welche Einkuenfte in D, wieviel musst Du in BR dazuverdienen, was hast Du monatlich zur Verfuegung, kannst Du dir jedes Jahr was extra leisten (Heimflug oder Urlaub etc.). Das mache ich auch immer. Nach meinem jetzigen Auftrag koennte ich fuer immer in BR leben, Mindesteinkommen waere gesichert. Bleibt noch zu entscheiden wo wir leben wollen. Allerdings lass ich mir immer eine Hintertuer offen. Das Leben in D ist nicht sooooooo schlecht, dass man dort nicht leben kann. Nur muss man aufpassen dass das eigene Leben nicht von den Zwaengen der Politik bestimmt wird - siehe aktuelle Rentendiskussion und Fragen ueber Sozialabbau. Also zuerst ne gehoerige Summe zusammensparen, dann laesst es sich leichter leben. Habe selbst einige Jahre in Afrika und Suedamerika gelebt. Doch fuer immer ohne Rueckkehrmoeglichkeit von Deutschland weggehen wollte ich nie. Also nicht alle Tueren zuschlagen.

      Patecuco

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      • #4
        Oi tomelain,

        hier mal meine Version und Meinung:

        @ Arbeitlosengeld wie in D gibts hier nicht. Bei Kündigung seitens der Firma gibt es eine "Abfindungspflicht". Ausserdem kannst du dir die
        deine "Fundo de Garantia" auszahlen lassen. Dabei handelt es sich monatliche gezahlte Pflichtbeiträge deines Arbeitgebers.
        Dein Anspruch auf Arbeitslosengeld in D verfällt nach einem Jahr.

        @ Auch die ges. Krankenkassen lassen mit sich handeln, aber dass diese auch Behandlungskosten in BR übernehme habe ich noch nie gehört.
        Ein private in BR kommt bestimmt günstiger. Welche? Unser Sohn hat die "Excelsior Saude". Mein Frau und ich sind nicht krankenversichert.
        Man wird hier auch kostenlos behandelt. Meiner Meinung nach wird eine private nur für evtl.Krankenhausaufenthalt und Folgebehandlungen
        interessant.

        @ Altersvorsorge: Die Schäflein im Trocken lassen und das in D. Wie? Rechnen, rechnen und rechnen.
        Altersabsicherung in BR? Fällt mir nichts zu ein.

        @ Steuern. Wie von Stephan schon beschrieben. Einkommen in D versteuert man in D. Einkommen in BR versteuert....
        Sobald du deine CPF hast (Nennen wir das mal eine persönliche Registrierungsnummer) hast du in BR dein Einkommen zu versteuern.
        Handelt es um eine Jahreseinkommen(ich glaube unter R$ 20.000) kannst du dich einmal im Jahr von der Erklärung freistellen lassen.

        Kommentar


        • #5
          Danke an alle

          Also ich danke erst mal für die ausführlichen Antworten.


          Was ich echt der Hammer finde ist die Geschichte mit dem Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung in D. Wenn der schon nach einem Jahr verfällt - na dann werde ich wohl das letzte halbe Jahr, bevor ich nach BRA gehe, Arbeitslos sein müssen, damit ich von den ganzen bezahlten Beiträgen überhaupt noch was habe........:?

          Das Angebot von der DKV sieht ja ganz passabel aus. Auf der Homepage ist aber eine Höchstlaufzeit von 36 Monaten angegeben. Hat jemand so eine Versicherung abgeschlossen? Gestaltet sich die Abwicklung problemlos und unbürokratisch?

          Hätte gerne über Krankenversicherungen in BRA etwas mehr gewusst. Gibt es vielleicht so etwas wie Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenkasse, wo man dann sozusagen Vorzugsbehandlung usw. bekommen kann?

          Até logo
          Thomas
          Abraços
          Tom

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          • #6
            Vegiss die staatliche Krankenversicherung. Wenn du hier Gehalt beziehst, wird dir der Beitrag abgezogen, aber rechne unter keinen Umständen mit dem öffntlichen Gesundheitssystem hier in Brasilien! (Ausser bei Unfall oder ganz akuten Notfällen).
            Suche dir hier eine private Krankenversicherung, du wirst überrascht sei wie wenig das kostet (zumindest verglichen mit D). Die zweite überraschung wirst du haben, wenn du siehst wie wenig die aber auch leisten. überleg dir genau, wieviel Sicherheit du brauchst und was du ausgeben kannst (willst).
            Medikamente sind hier immer auf eigene Kasse, und du kannst ja immer noch einen besseren Arzt gegen Bezahlung engagieren, wenn du es für notwendig hällst.
            Michael Röck

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            • #7
              Krankenkasse

              Hallo Tom,

              die Krankenkassen Auswahl in Brasilien ist so ne Sache fuer sich. Am besten sprichst du mit irgendeinem Krankenhaus, Arzt am Ort der dich behandeln soll etc. welche Kasse am besten bezahlt und wo es die wenigsten Probleme gibt. Schlieslich wollen alle die dich Behandeln ja Geld dafuer haben. D.h. wenn deine Kasse dauernd zicken macht wird das frueher oder spaeter dann auch dich treffen.

              Meine Erfahrung;
              Bradesco in Bahia ist der groeste Mist. Sowohl Krankenkasse als auch Auto. Viel Geschwaetze aber wenn du die mal brauchst dann wartest du bis zu 30 Minuten in der Hotline und bezahlt wird erst mal gar nicht. Stell dir vor, Sonntag morgen, du gehst Surfen, die Welle haut dich aufs Riff, bis du Zuhause bist ist der erste Liter Blut schon raus. Du kennst bereits den Posto de Saude in deiner naehe und faehrst lieber direkt in irgendeine 24 hr. Notfall Klinik. Bis jetzt sind schon 2 Liter Blut weg. Der Arzt untersucht dich und sagt dir dann was zu machen ist. Aber leider ist dein Zustand immer noch nicht Lebensbedrohlich und so kannst du erstmal zum naechsten Telefon rennen, ein bischen blutig aber du stirbst ja nicht, und um eine Freigabe Nummer betteln. Ohne diese Nummer ruehrt der Arzt keinen Finger es sei denn du stirbst. Tja so kann es dir mit der Bradesco gehen.
              Unimed z.B. bezahlt ein Hospital in Salvador und du wirst dort auch gut und schnell behandelt. Kurzer Anruf von der Sekraeterin und schon ist die Nummer dort und die Rechnung bezahlt. Einziger Nachteil die Unimed bezahlt keine Narkose. Tja, da bist du dann wieder gefragt. Blindarm raus mit Visa oder Mastercard oder du bist Live dabei.

              Die gleiche Unimed im Sueden funktioniert einwandfrei. Zahlt alles und wird an jeder Ecke akzeptiert. Wobei hier die Qualitaet der SUS im Gegensatz zum Nordeste brilliant ist. Obwohl ich halt nicht gerne warte bis ich dran bin und schon gar nicht auf eine OP waere das eine Alternative.

              Fakt ist das du bis ungefaehr 45-50 Jahre dich fuer 200 bis 300 Real, Ehepartner inkl. Versichern kannst. Ab 50 wirds empfindlich teurer. In Euro umgerechnet ist der Betrag fast laecherlich. Dafuer sind die Kosten hier auch guenstiger. Falls du nicht wirklich eine Transplantation oder 2 Jaehrige Reha selber bezahlen musst ist das alles noch finanziell machbar.

              Also Frage mal bei einem Arzt nach oder einem Krankenhaus was dich spaeter behandel soll und waehle danach deine Kasse aus. Oder du vereinbarst ein Paar pseudo Termine in irgendwelchen Kliniken. Dann wirst du ja feststellen was dir dort gesagt wird wenn du irgendeine Kasse am Telefon nennst.

              Gruesse

              Stephan

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              • #8
                alles nicht so einfach

                noch n Senf nachschlag

                mein Bruder hat gerade nach ueber 2 Jahren seit seiner Kuendigung Alo beantragt und bekommen

                Als ich mich selbstaendig machte (aus der Alo heraus) wurde mir gesagt ich koenne mich falls es schiefgeht innerhalb der naechsten 3 oder 4Jahre wieder melden. Also irgendwie passt da die Aussage von 1 Jahr nicht dazu die hier jemand erhalten hat. Oder gilt die vielleicht nur in Ossi land?


                Spass beiseite, es gibt eine Seite Arbeitsagentur.de da gibts ne Menge Hinweise.

                Ich hab mich selbstaendig gemacht und ne ich AG gegruendet. Die Hilfe im ersten Jahr geht zwar fast fuer die Sozialabgaben drauf, doch ist das Glueck den Tuechtigen hold. So habe ich nicht unter Auftragsmangel zu leiden und werde nach dem letzten Auftrag mal wieder ein Jahr in BR verplempern.

                Ciao
                Patecuco

                Kommentar


                • #9
                  mein Bruder hat gerade nach ueber 2 Jahren seit seiner Kuendigung Alo beantragt und bekommen

                  Als ich mich selbstaendig machte (aus der Alo heraus) wurde mir gesagt ich koenne mich falls es schiefgeht innerhalb der naechsten 3 oder 4Jahre wieder melden. Also irgendwie passt da die Aussage von 1 Jahr nicht dazu die hier jemand erhalten hat. Oder gilt die vielleicht nur in Ossi land?
                  Oi,

                  habe bis Anfang 1991 Abeitslosenhilfe bezogen(AA Hameln/Niedersachsen). Als ich mich ins Ausland abmeldete, wurde mir gesagt, dass der Anspruch auf Leistungen nach einem Jahr verfällt. Als ich Ende 1992 wieder nach der D kam, durfte ich mich zwar wieder melden, um einen Job zusuchen, aber der Anspruch auf Leistungen war definitv futsch.
                  Wenn man im Land bleibt und sich um einen Job bemüht, verfällt der Anspruch vielleicht nicht so schnell.

                  Kommentar


                  • #10
                    Hi Leute

                    Thema verfehlt )

                    Die Frage geht meines Erachtens schon von falschen Vorraussetzungen aus. Sieht nach vom sozialen Netz geprägtem Denken aus ( ohne jetzt beleidigend wirken zu wollen ) .

                    Aber um trotzdem zu antworten hinsichtlich der "sozialen Absicherung" genügen zwei Worte . Vergiß es.

                    Eigeninitiative ist gefragt und Eigenverantwortung, wie sie bei uns immer wieder eingefordert und leider im gleichen Atemzug in Keim erstickt wird.

                    Brasilien bietet hier schier unbegrenzte Möglichkeiten, aber alles privat und aus eigener Tasche bezahlt. Da sollte doch jeder was für sich finden.

                    Als Arbeitnehmer in Brasilien werden zwar Beiträge für das staatliche Gesundheitswesen "SUS", ebenso wie für die Rente eingezogen, aber nur wenn du als Arbeitnehmer regestriert bist. Das ist nicht immer der Fall und Betrügereien heirbei sind eher die Regel als die Ausnahme. Außerdem sind die Leistungen des Gesundheitssystems und der Rentenversicherung mehr als unzulänglich.

                    Arbeitslosenversicherung gibt es - unter den o.g. Bedingungen - aber auch hier sind die Leistungen minimal. Sehr begrenzte Bezugsdauer und nur ein "Salario Minimo", das sind momentan 260 R$, wenn ich mich recht entsinne. Kann man abhaken.

                    Zur Krankenversicherung wurde schon alles gesagt

                    Zur Rente siehe ebenfalls in vorherigen Beiträgen. Es geht nur über Sachwerte oder harte Devisen. Oder genung Kinder machen, die dann im Alter für dich sorgen, falls du Glück hast, aber dieses seit Menschengedenken bewährte Prinzip funktioniert immer noch )

                    Steuern müssen dort gezahlt werden, wo das Einkommen erwirtschaftet wird. Hat dich das deutsche Finanzamt erst einmal in seinen Fängen wird man es praktisch nie mehr los und die Unterlagen zur Einkommenssteuererklärung werden dir unaufgefordert zugesandt. Um dem zu entgehen, hilft wirklich nur noch auswandern und keine Einnahmen mehr in Deutschland zu haben, denn diese sind auch dann in D einkommenssteuerpflichtig, wenn der Steuerzahler im Ausland lebt. Falls also Zinseinkünfte oder Mieteinnahmen oder sonst was über die Freibeträge hinaus erzielt werden müssen sie hier versteuert werden. In Brasilien gilt prinzipiell das Gleiche, nur komm das Finanamt nicht so schnell dahinter.

                    Ansonsten kann ich nur noch einen kleinen Rat geben. Die o.g. Vollkaskomentalität schnellstmöglich aufgeben, sonst wird das in Brasilien ehe nix.

                    Gruß Martin

                    p.s. Noch nie was von Hartz gehört, die Zeiten wo man sich mit der Arbeitslosmeldung Zeit lassen konnte bzw. ewig lange Anspruchsdauer hatte sind vorbei. Ebenso wie das Wunschdenken einiger sich hier arbeitslos zu melden und dann mit der Knete von der Bundesagentur für Arbeit in Brasilien einen schönen Lenz haben.

                    Kommentar


                    • #11
                      voraussetzung fuer BR

                      Oi Martin

                      bin genau deiner meinung, man muss alles in der eigenen gewalt haben um sich in BR wohl zu fuehlen. Eine Abhaengigkeit von D oder BR ist toetlich. Also entweder ein selfmademan oder lieber mit vollkasko in Deutschland bleiben.

                      ciao
                      patecuco

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                      • #12
                        Zitat von patecuco
                        Eine Abhaengigkeit von D oder BR ist toetlich.
                        Harte Worte.
                        Ich stimme Martins Meinung auch voll zu.
                        Aber es gibt doch nichts Schöneres als seine Abhängigkeit von D in BR auszuleben.
                        Selfmademan in BR kann tötlich sein. Und glaub mir, ich weiss wo von ich rede.

                        Kommentar

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