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Christian
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Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

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    #11
    AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

    Mag ja sein, nur kenne ich rein zufaellig in unserer Gegend hier sogar zwei Schweizer "Mischpaare" (eines mit Pousada/Restaurant, das andere nur mit Restaurant) und hatte mich mit dem Pousadabesitzer schon mehrmals ueber das Thema "Pousada eines Auslaenders in Brasilien! unterhalten, weil ich den regelmaessig beim monatlichen Einkauf hier treffe. Aber solche "Warnungen", wie SG hier verteilt, habe ich von dem noch nie gehoert.

    Auch Neto (leider verstorben), hatte zu seinen Lebzeiten hoechstens mal ueber die von den Buergermeistern gern genommene Saisonsteuer geschimpft (uebrigens kein Schutzgeld, sondern ganz einfach eine "Gewinnbeteiligungssteuer der Gemeinde mit Absegnung duch die Vereadores". Und der hat mit seiner Frau lange Jahre erfolgreich zwei Pousadas gefuehrt, obwohl er als alter Rosenheimer aus dem Wintersportartikelgeschaeft kam).

    Mag aber auch daran liegen, dass die sich NICHT in solchen Kreisen herumtreibt wie SG, sondern ein stinknormales und unauffaelliges Pousada-mit-Restaurant-Besitzerdasein fuehren bzw.fuehrten. Noch dazu erfolgreich und seit vielen Jahren. Der Schweizer hat Stammgaeste, die bis aus Curitiba kommen und viele europaeische Stammgaeste.

    Nun, bei soviel Erfahrung muesste SG es doch schon laengst zum Besitzer einer brasilianischen Pousadakette gebracht haben, aber ich schaetze dafuer darf man sich dann nicht in jenen Kreisen aufhalten, die er alle mal "kennenlernen" wollte.

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      #12
      AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

      Was ist unter "krimineller Energie" zu verstehen?
      Eine "caixa dois" zu haben? Mitarbeiter nicht anmelden? Anfallende Handwerkskosten unter dem Tisch zu bezahlen? Das Restaurant betreiben, obwohl eine von vielen Lizenzen fehlt? Der Polzei die täglich vorbeifährt zwei Dosen CocaCola zu geben?
      Zu solchen Dingen muss schon eine positive Grundeinstellung vorhanden sein.
      KCCO

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        #13
        AW: Re: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

        Zitat von bruno strahm Beitrag anzeigen
        dir deine ideen madig machen, ist nicht schoen, und geholfen ist dir auch nicht.
        wenn du arbeiten kannst, und eine frau hast, die zu dir steht, dann ist schon viel gewonnen.
        am anfang wird es sehr schwer sein, ein wenig geld sollte schon vorhanden sein, um die erste zeit zu ueberbruecken, und eventuelle rueckschlaege zu verkraften. ich weiss nicht, ob du brasilien kennst. wenn nicht, so ist es eine gute investition, einmal herzukommen, so 2-3 monate, um eine erste erfahrung zu machen.
        meine vorredner haben schon recht, ich habe auch schon leute weinen sehen, vor heimweh, und vor scham, weil sie alles verloren haben, aus dummheit oder naivitaet.
        komm her, schau dir die sache an, glaube nicht alles, was dir gesagt wird, (speziell von landsleuten) auf der anderen seite musst du auch nicht alles besser wissen wollen, weil man es in der schweiz so und so macht.
        als angestellter in einem hotel waere am anfang gut. da kannst du aus der ferne zuschauen wie das hier geht. (in deinem fall)
        kueste fortaleza, recife waere von mir aus empfehlenswert.

        alles gute, es wird schon gehen

        bruno strahm,manaus
        Hallo Bruno

        Danke Dir als erstes mal für die positiven Worte. Ja ich kenne Brasilien ein bisschen. Du sagtest Fortaleza. Genau dorthin ziehts mich. Meine Frau ist von dort und wir haben bereits eine Wohnung dort.

        Mir gehts hier einfach um einen Erfahrungsaustausch um vieleicht gewisse Fehler zu vermeiden.

        in diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend.
        gruss
        Andi

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          #14
          AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

          Hallo zusammen

          Möchte mal kurz etwas zu unserer Person sagen. Meine Frau ist eine ziemlich iinteligente Frau. Optikerin von Beruf. Sie wohnt mit mir nun seit
          1 1/2 Jahren in der Schweiz und ist sich nicht zu schade in einer Fabrik zu arbeiten. Auch Deutsch redet sie schon fast perfekt, was ich leider von meinem portugisiesch noch nicht ganz behaupten kann. Ich arbeite daran.

          Ich bin gelernter Speditionskaufmann. Arbeite sein 20 Jahren in der Logistik, Verkauf und organisiere zur Zeit weltweite Umzüge. Gastroerfahrung habe ich, da meine Eltern (geschieden) beide ein Restaurant, bzw. Hotel/Restaurant besitzen und ich in diesem Geschäft aufgewachsen bin und viel gearbeitet habe. Auch hinter den Kulissen im kaufmänischen Bereich bis hin zur Menuekalkulation. Meine Frau wiederum hat in Ihrem Beruf als Optikerin aber auch Bijouterieartikel verkauft.

          Darum habe ich die verschiedenen Optionen aufgeführt. Wir besitzen bereits eine Wohnung in einem Condemino in Fortaleza und versuchen natürlich auch über Bekannte/Freunde/Familie an nützliche Informationen zu kommen. Nur mich interessieren auch Erfahrungen, egal ob positiv oder negativ, von "Gringo".

          So, ich habe fertig.....

          lg
          Andi aus Basel (ach ja, ich bin Deutscher)

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            #15
            AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

            Dann ist Eure Ausgangslage doch gar nicht so übel!
            KCCO

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              #16
              AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

              Zitat von shroeder Beitrag anzeigen
              Dann ist Eure Ausgangslage doch gar nicht so übel!
              Das Problem ist nur, wie macht man den Ersten Schritt?
              Man will ja nicht blindlings einfach ins "verderben"rennen.
              Ich bin dann doch eher der organisierte Mensch. Erst einen Plan, dann loslegen und nicht umgekehrt. Und jetzt sind wir halt in der Planungsphase.

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                #17
                AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

                @supergringo
                Deine Postings sind schon eine Klasse für sich. Du hast ja scheinbar die Weisheit eimerweise gefressen. Ich schlage den Moderatoren hiermit vor Dir eine eigene Rubrik einzurichten, so nach dem Motto: Frag doch mal den SUPERGRINGO(der weiß zwar nicht alles, aber gibt überall seinen Senf dazu)
                @Logistiker
                Laß Dich mal nicht so entmutigen. Natürlich ist es verdammt schwer Fuß zu fassen und erst recht im Gastronomiegewerbe. Speziell in Fortaleza schein es mit dem Tourismus momentan auch nicht so gut bestellt zu sein. Schau mal hier herein www.fortalezaconsult.com . Was mich dabei stutzig macht ist, das mehrere der Strandbarraca's am Praia do Futuro zum Verkauf stehen. Auch im Shoppingcenter Aldeota sind mehrere Landengeschäfte und Lanchonette's im Angebot. Das zeugt nicht gerade von guten Geschäften mit dem Tourismus. Auch ich hatte bei meinem letzten Besuch in Fortaleza den Eindruck, das es so langsam den Bach herunter geht(ausser Dez.-Feb.).
                Also meine Empfehlung an Dich, wenn Du einen Gastronomiebetrieb eröffnen willst, suche dir etwas aus, womit du Brasilianer und Touristen ansprichts. Mach dich nicht von einer Klientschaft abhängig. Und hab vor allem immer genügend Kleingeld in der Tasche, um die Schmiergelder zu bezahlen, die die Angestellten der Kontrollbehörden haben möchten.
                Ich für meinen Teil wünsche Dir viel Glück und viel Erfolg. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
                Laß es mich wissen, wenn du in Fortaleza lebt und arbeitest. Würde deiner gastronomischen Einrichtung dann selbstverständlich bei meinem nächsten Aufenthalt, einen Besuch abstatten.
                MfG Fiedel

                "Ist mir völlig egal wer Dein Vater ist, aber während ich angle, läufst Du
                hier nicht übers Wasser!"
                (Zitat aus dem 1. Jahrhundert, Autor unbekannt)

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                  #18
                  AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

                  An Deiner Stelle würde ich mir zuerst überlegen, ob es wirklich erstrebenswert ist den Lebensmittelpunkt nach Brasilien zu verlegen. Du hast eine Arbeit in der Schweiz. Allein für diese Tatsache beneiden Dich 99,9% der Brasilianer.

                  Dann solltest Du ganz genau wissen was Du willst. Deine Vorstellungen sind noch viel zu schwammig.
                  Stelle anschließend einen richtigen Business Plan auf in dem wirklich alles Berücksichtigt wird.
                  Im Internet gibt es gute Infos was alles in einen Business Plan gehört. Mit einem guten und vollständigen Business Plan ersparst Du Dir viele böse Überraschungen.

                  Diesen Geschäftsplan kannst Du schon in der Schweiz erstellen. Deine Frau kann im Internet nach den brasilienspezifische Informationen recherchieren. Ich denke da zum Beispiel an Einkaufs- und Verkaufspreise, Höhe der anfallenden Gehälter und Steuern, welche Anträge müssen gestellt werden, Kosten für Einrichtungen usw.

                  In Brasilien dann in aller Ruhe vor Ort nach einem geeigneten Objekt suchen, dass den Vorstellungen entspricht.
                  Auf irgendwelche Consultings oder auch Franchising würde ich ganz verzichten.


                  Viel Glück
                  KCCO

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                    #19
                    AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

                    @Logistiker
                    @shroeder hat nicht nur in Bezug auf Deine Lebenspartnerin sehr gute und entscheidende Punkte angesprochen. Auf seinen Rat kannst Du erst einmal gut bauen, denn auch die anderen Anmerkungen waren fundiert.

                    Und siehe da, Deine Ausgangsposition klingt vor allem wegen Deiner Ehefrau nicht mehr ganz so chancenlos, wie beim, Verzeihung, etwas naiv formulierten Eingangspost.

                    Ich versuche nach diesem meinen Beitrag, weitere Kommentare von mir in diesem Thread zu vermeiden, wenn auch sicher irgendwann sehr stark die Finger jucken werden.

                    Einige Dinge kann ich mir jedoch leider nicht verkneifen.

                    Zitat von Fiedel Beitrag anzeigen
                    Du hast ja scheinbar die Weisheit eimerweise gefressen.
                    Ja, genau. Weil andere davon leider ganz offensichtlich viel zu viel im Eimer belassen haben.

                    Diese anderen - @shroeder ausdrücklich ausgenommen und meinetwegen auch @bruno strahm (obwohl eine Dose Coca Cola natürlich bei den Straßenbullen als Beweihräucherung nicht reicht, außerdem kommen sie zu zweit, zu dritt, zu viert ...) - also, jene anderen, die sich bisher zu Wort gemeldet haben, sind überwiegend rosarote Brillenträger und/oder vermischen ihre eigene (bequeme) Situation bei der Auswanderungsentscheidung (Ingenieure oder sonstige Fachkräfte mit gut dotiertem Entsendevertrag, Rentner mit Vermögen oder Immobilieneigentümer mit festem, ausreichendem monatlichen Einkommen etc. pp.) mit Deiner persönlichen Ausgangslage. Kinder werden diese "Optimisten" übrigens keine in Brasilien haben, denn das Schulsystem ist mies, die Kids können nur höchstens im Hinterland halbwegs sicher auf die "Straße", sonst sind sie außerhalb von Kindergarten oder Schule im Condomino-Ghetto eingesperrt.

                    Und zu den angesprochenen Beispielen über (angeblich) erfolgreiche Gastronomiebetreiber kann ich nur folgende Gegenfragen stellen:

                    Wie oft hat der leider kürzlich verstorbene Neto seinen Standort gewechselt? In vier Jahren drei mal.

                    Und warum? Etwa freiwillig?

                    Wie oft ist er somit auf die Nase gefallen?

                    Wie oft dann aber, mein voller Respekt, wieder zurück auf die Beine gekommen?

                    Und wie hat er das geschafft?

                    Wie viele Jahre hatte er durch Reisen vor der endgültigen Auswanderungsentscheidung Erfahrung mit dem Land Brasilien?

                    Wie gut sprach er die Sprache?

                    Was hatte er als Pfand aus Bayern (sprich Investitionsvermögen, also GELD)?

                    Wieviele Urlaubsziele gibt es in Brasilien?

                    Wie viele Pousadas?

                    Wie viele in Fortaleza?

                    Wie sieht es dort denn dort mit dem Wirtschaftsfaktor Tourismus aus?

                    Und, ich nehme die Antwort der Vorfrage vorweg, warum ist sie denn derzeit in dieser Stadt so mies, die Konjunktur?

                    Kennen die "Optimisten" Fortaleza? Kennen sie sie wirklich? Hebinho, etwa Du???

                    Dann kommen Sachverhalte hinzu, von denen diese Theoretiker nicht den blassesten Schimmer haben. Wer sich auf Brasilien einlässt, sollte entweder (gut bewacht und gut vergütet) in seinem priveligierten Erste-Welt-Ghetto bleiben, aber sich dafür bei Tipps für weniger mit Geld gesegneten Auswanderungskandiadaten zurück halten oder endlich einmal den fetten Arsch aus der "heilen Welt" bewegen und gucken, wie es draußen wirklich ist! Oder, das wäre vielleicht auch eine Alternative, den Rest aus dem Eimer Weisheit schlürfen, den ich für sie übrig gelassen habe.

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                      #20
                      AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

                      Respekt, SG,
                      da hast du dir aber einen Prosa-Erguss geleistet, da ist ja fuer jeden etwas (an Abrechnung) dabei!

                      Was mich angeht:
                      Ja, ich habe mir Fortaleza angesehen (auch Natal, João Pessoa, Recife und Salvador, mit meiner Frau) und wir waren beide der Meinung, dass wir da "nicht einmal tot uebern Zaun haengen moechten", alles "Ambiente" fuer die juengere Generation, Leute, die so ein wenig das Flair von Benidorm der 80er Jahre oder Mallorca der 90er suchen.

                      Was Neto angeht:
                      ist er in den letzten vier Jahren nur von Jacuipe nach Itacare gewandert und nach seiner damaligen Aussage auch nur, weil er "Halodris" als socios hatte, die sich mehr in Kreisen des Rotlichtmilieus bewegten, als sonst wo (ich hoffe nicht, dass unser sg mit dabei war ) )

                      Was nun jeder plant, der nach Brasilien auswandern moechte, dafuer ist derjenige schon selbst zustaendig! Dazu gehoeren auch mehrere Besuche zur Sondierung und um sich die "Marktlage" fuer das geplante Vorhaben naeher anzusehen. Nur darf man dann nicht zu lange warten, denn meistens haben immer zuviele Leute am gleichen Ort dieselbe Idee und dann ist selbst der beste Geschaefts- und Marketingplan zum Scheitern verurteilt.

                      Das Tourismussegment ist in Brasilien immer noch in der Aufwaertsentwicklung, was das Ausland angeht (solange der Dollarkurs niedrig ist, was sich unter Umstaenden mit einem neuen US-Praesidenten schnell aendern kann). Wenn der Dollar wieder anzieht, muessen auch die Brasis wieder zuhause Urlaub machen. Und die Urlauber aus Europa bekommen erst mal wieder eine kraeftige Kerosin-Steuer fuer die Langstreckenfluege aufgebrummt und werden sich ueberlegen, ob sich dann der Urlaub im "fernen" Brasilien ueberhaupt noch lohnt.

                      Ich hatte ja schon einmal gesagt: Leute schaut euch doch mal an, wie ihr mit euren Sommerpousadas auch im hiesigen Winter Geld rein bekommt. Sind kilometerlange Straende vorhanden? Sehr gut! Holt euch drei oder mehr Strandsegler oder die Kite-Version davon, und schon bekommt ihr auch im Winter Zulauf, denn da braucht sich kein Brasi im "kalten" Wasser den Hintern abzufrieren und hat trotzdem "action"! Aber so sitzen halt die Pousada-Besitzer da und beten jeden Abend, dass auch in der Nebensaison der Rubel rollt!

                      Und der beruehmte Rest Weisheit in deinem "letzten" Eimer ist auch schon schimmlig geworden!

                      In diesem Sinne

                      Gruesse von einem, der mit einem Koffer Klamotten und einem Notebook nach Brasilien auswanderte! Keine Investitionssummen in der Unterhose oder auf der Bank!

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