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Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

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  • #21
    AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

    Zitat von supergringo
    Wir haben beide einen Denkfehler gemacht. Er ist auch innerhalb von Jacuipe einmal umgezogen (von der Strandpension zum Flußrestaurant), was damit lediglich zwei und nicht drei Umzügen, wie zuvor von mir geschrieben, aber damit immerhin insgesamt drei verschiedenen Gastronomiebetrieben in vier Jahren entspricht.
    1. Neto hatte nie eine Strandpension in Jacuipe (war ein Sitio, 10 Autominuten vom Strand weg "in die Berge" wie er immer sagte)
    2. Das "Flussrestaurant" war ja auch ihm (resp. seiner Frau) und da war er dauernd am Pendeln. wir sind mit seinem Ford immer dahin gefahren, wo das Skol kaelter war!

    Demzufolge ist er gut 150x umgezogen )

    (Bevor die Thread-Entgleisung noch staerker wird: lassen wir's dabei!)

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    • #22
      Re: AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

      Zitat von Fiedel Beitrag anzeigen
      @supergringo
      Deine Postings sind schon eine Klasse für sich. Du hast ja scheinbar die Weisheit eimerweise gefressen. Ich schlage den Moderatoren hiermit vor Dir eine eigene Rubrik einzurichten, so nach dem Motto: Frag doch mal den SUPERGRINGO(der weiß zwar nicht alles, aber gibt überall seinen Senf dazu)
      @Logistiker
      Laß Dich mal nicht so entmutigen. Natürlich ist es verdammt schwer Fuß zu fassen und erst recht im Gastronomiegewerbe. Speziell in Fortaleza schein es mit dem Tourismus momentan auch nicht so gut bestellt zu sein. Schau mal hier herein www.fortalezaconsult.com . Was mich dabei stutzig macht ist, das mehrere der Strandbarraca's am Praia do Futuro zum Verkauf stehen. Auch im Shoppingcenter Aldeota sind mehrere Landengeschäfte und Lanchonette's im Angebot. Das zeugt nicht gerade von guten Geschäften mit dem Tourismus. Auch ich hatte bei meinem letzten Besuch in Fortaleza den Eindruck, das es so langsam den Bach herunter geht(ausser Dez.-Feb.).
      Also meine Empfehlung an Dich, wenn Du einen Gastronomiebetrieb eröffnen willst, suche dir etwas aus, womit du Brasilianer und Touristen ansprichts. Mach dich nicht von einer Klientschaft abhängig. Und hab vor allem immer genügend Kleingeld in der Tasche, um die Schmiergelder zu bezahlen, die die Angestellten der Kontrollbehörden haben möchten.
      Ich für meinen Teil wünsche Dir viel Glück und viel Erfolg. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
      Laß es mich wissen, wenn du in Fortaleza lebt und arbeitest. Würde deiner gastronomischen Einrichtung dann selbstverständlich bei meinem nächsten Aufenthalt, einen Besuch abstatten.

      Hallo Fiedel

      In deinem Beitrag erwähnst du meine Hompage mit dem Hinweis, dass verschiedene Läden und Lanchonetes im Aldeota-Shopping zu verkaufen sind.
      Nur zur Berichtigung : Es ist ein Parfümladen und eine Lanchonete im besagten Shopping im Angebot bei mir.Dies bei über einhundert Geschäften unter dem selben Dach. Das sind gerade mal 2%.

      Auch mit den Strandbaracken ist das so eine Sache. Es gibt an der Praia do Futuro etwa 130 Baracken. Wenn da drei davon zum Verkauf stehen kann man ja sicher nicht von Ausverkauf sprechen.

      Vergiss nicht, dass Fortaleza inzwischen 2.5 Mio. Einwohner hat. Da gibt es tausende von Restaurants, Läden und Lanchonetes. Man sollte immer alles im Verhältniss sehen. Als Tourist hat man da sicher nicht den Durchblick.

      Ich mag nur erinnern, das z.B das Hofbräuhaus, dass auch zum Verkauf steht, das Sprungbrett war für den Besitzer, sich ein schönes Hotel-Resort zu bauen in Guaramiranga. (In den Bergen von Ceará auf etwa 900 Meter ü/Meer. Er verkauft das Rest. in Fortaleza), weil er nicht immer die ca. 130 km hin- und herpendeln will

      In diesem Sinne

      um abraço

      fortal
      Zuletzt geändert von 007; 10.06.2008, 13:24.


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      • #23
        AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

        Oi Gente
        Schöne alljährlich wiederkehrende Diskussion.

        Ich gehöre ja selber zu den Entsandten, kann also aus eigener Erfahrung nichts zur Selbstständigkeit sagen, obwohl ich mal eine Tochterfirma einer deutschen Mutter in Brasilien gegründet hab. Aber mit den mir zur Verfügung stehenden Ressourcen war das sicher keine große Kunst, aber schwer genug. Aber auf eigenes Risiko mit knappen Portefeuil, nein danke.

        Und unter meinen vielen D/Ö/S Bekannten in BH war auch kein Selbstständiger, mit Ausnahme von IT-Menschen die ihren Kundenkreis in Europa weiter betreuten und neue Kundschaft in B erobern wollten oder Internethändler.

        Was mir bezüglich Selbständigkeit mehr zu denken gibt ist die Tatsache, dass unter den tausenden von Usern hier im Forum (werden ja nicht alles Karteileichen sein) sich niemand als halbwegs erfolgreicher Selbstständiger (außerhalb des bereits angesprochenen IT-Sektors) outet. Weder mit Tipps, noch mit Warnungen.
        Wenn ich einem der Postert unrecht getan habe, sagt was.

        Wenn ich es aber denn müsste, (auch ich habe eine brasilianische Frau mit Heimweh, was uns irgendwann nach Brasilien zurückbringen wird und die dann was unternehmen will), dann würde ich es da tun, wo sich meine Frau auskennt. Sie ist Biologin und Pharmazeutin, wobei sie in letzterem noch ihren Abschluss machen müsste.

        Mit einem für Europa geringen Eigenkapital kann man in Brasilien problemlos ein Geschäft, in unserem Fall eine Drogaria, eröffnen, allerdings außerhalb der Zentren wie z.B. BH. Solange man nicht ausschließlich mit Fremdkapital in Mieträumen macht, gewinnt man in der Regel ausreichend Zeit, sich am Markt zu etablieren, dass genau fehlt nämlich den meisten Micro-Empresas.

        Wir hätten natürlich den Vorteil, dass wir nicht von den Einkünften aus dem Geschäft leben müssten, allerdings sollte die Drogeria auch kein Zuschuss-Geschäft sein, aber damit hat man halt den längeren Atem)

        Also wäre für Andi und Frau die Frage, warum es nicht mit einem Optiker-Laden laufen sollte. Ich muss aber eingestehen, dass ich mich mit den Marktchancen im Nordosten nie beschäftigt habe.
        Pousadas am Strand sind was für Aussteiger/Rentner, die damit ihr Investoren-Visum begründen wollen, aber nicht unbedingt ihren Lebensunterhalt oder höchstens den auf niedrigstem Niveau bestreiten wollen. Alle guten Plätze sind längst vergeben und nur noch mit viel Kapital (und mit dem damit verbundenen hohen Risiko) zu erwerben.


        Gruß
        Tiradentes

        PS: Und Neto ist wohl unter anderem von Jacuipe weggegangen, weil die Linha Verde autobahnmäßig ausgebaut wurde, und weil man grade dort keine Kreuzung/Brücke vorgesehen hatte, war seine Pousada in den „Bergen“ nun gänzlich vom Strand abgeschnitten. Ich war kurz vorher und nachher noch da.
        Jedes Volk hat wohl doch die Regierung und die Politiker, die es verdient

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        • #24
          AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

          Boa tarde

          Ich bin hier fleissig am mitlesen. Vielen Dank für Eure Informationen. Das mit dem Optikergeschäft hatte wir uns echt schonmal überlegt. Ist einfach die Frage wie hoch das Kapital dafür sein müsste, da Brillen ja doch ziemlich kostspielig sind. Andererseits könnte man ja evtl. versuchen sich einer etablierten Kette anzuschliessen. Aber dies sind erst vage Ideen.

          Wie gesagt. Im Augenblick sind wir ja beide "gut versogt". Ab irgendwann muss man ja mal mit dem planen anfangen, wenn man ein Ziel erreichen will.

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          • #25
            AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

            @Fortal

            1.Zuerst einmal wollte dir sagen, das ich keinesfalls deine Geschäfte ruinieren will und ich deinen Link nur mal als Beispiel genommen habe, da sie ja sowieso fast jedem hier im Forum bekannt ist.

            2. Ich bin kein Touri, der 1x für 2 Wochen im Jahr da ist. Die Familie meiner Frau lebt in Fortaleza und da sind längere Besuche Pflicht. Daher bin ich auch recht gut informiert. Sicher passiert da jeden Tag was neues und ich sage nicht das ich alles weiß , was in Fortaleza passiert.

            3. Wenn du ehrlich bist, mußt du aber auch zugeben das die Tourismuszahlen in Fortaleza rückläufig sind. Was ich allerdings als gar nicht mal so schlecht empfinde. So trennt sich hoffentlich die Spreu vom Weizen.

            P.S. Ich hoffe du findest für's Castello Beach schnell einen Käufer und der wiederrum führt den Laden so wie Bruno und Co. (Der Name von seinem Co ist mir leider entfallen). Es waren immer sehr schöne Stunden bei den beiden. Ich hoffe die haben sich nicht zerstritten oder schlimmeres?

            Also nochmal, ich wünsche dir gute Geschäfte und es war nicht meine Absicht deinem Geschäft zu schaden.
            MfG Fiedel

            "Ist mir völlig egal wer Dein Vater ist, aber während ich angle, läufst Du
            hier nicht übers Wasser!"
            (Zitat aus dem 1. Jahrhundert, Autor unbekannt)

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            • #26
              AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

              also wenn ich mir das hier in natal anschaue :
              ganze strassenzuege mit brillengeschaeften , eine drogerie nach der anderen ,
              pousadas , hotels , restaurants und lanchonetes in massen ; jede menge leerstehende lojas und jeder , der mal an ner ps2 gespielt hat , schimpft sich hier computerexperte ..............
              hier wuesste ich nicht , was der burner sein koennte , bzw. wie man hier halbwegs vernuenftig geld verdienen kann . 30 grad im schatten das ganze jahr sind meines erachtens nicht lustig , wenn es am geld fehlt oder man nur rumkrebsen muss .

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              • #27
                Re: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

                Nein Fiedel, ich habe das nur in's rechte Licht rücken wollen. Ich bin mit meinem Geschäftsgang eigentlich recht zufrieden.

                Natürlich will man immer mehr, aber die Wechselkurse sind ja im Moment nicht eben berauschend und eine Trendumkehr in dieser Sache ist leider nicht in Sicht.

                Bruno hat mit seinem Partner (Ruedi heisst er übrigens) gerade eine Pousada
                in der nähe der Monsenhor Tabosa "gepostet".

                Das sind zwei Personen die arbeiten....und den Erfolg sehen.Ohne nichts, kommt auch in Brasilien nichts. Certo ?

                abraço

                fortal


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                • #28
                  Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

                  Ich will in BR nicht arbeiten, das würde mir gerade noch fehlen.

                  Als Geschäftsidee hätte ich einen Tipp:

                  die Schwester meiner Frau arbeitet als Verkäuferin/Projetista in einem Möbelhaus. Als ich mal neugierigerweise die Preise der Möbel abfragte verschlug es mir den Atem. Ein mit Melamin furnierter Schrank mit 2 Spiegeltüren kostet 6000 R$. Kein Wunder dass sie mit ihren Provisionen gut lebt. Ich würde da nichts kaufen, aber hunderte Brasilianer, die ein neues Apartement in einem Condominio haben, kaufen dort. In Deutschland wären die Möbel ca. 50% billiger zu haben.

                  Ausserdem gibts einen Mangel an Fachverkäufern, sie hat mehrmals den Laden gewechselt.

                  Wer als Selbständiger das Kapital hat, eine Vertretung eines Möbelherstellers aufzubauen, hat gute Verdienstaussichten.

                  Neto konnte seine pousada nicht vergrößern, da sein deutscher Partner klemmte, mit 2 cabanas war sie zu klein und deshalb verkaufte er seinen Anteil an seinen Partner. Als er in Lencois nichts rechtes fand blieb er in Jacuipe. Den Umzug in Jacuipe machte er nur halbherzig von seinem Haus zu seiner Frau/Freundin. Als er aber die Familie der Frau ertragen mußte, zog es ihn schnell wieder ins sitio, besonders wenn bicirico lief.
                  Auf meiner Rückreise von Itacare besuchte ich ihn das letzte mal in Jacuipe, er suchte gerade eine pousada zu mieten. Zuerst wollte er sich was auf der Insel Itamarica(?) suchen. Ich erzählte ihm von Itacaré und das gefiel ihm. Einige Monate später war er dort. Die pousada hat er gemietet, denn zu Anfang sollte man die Lage peilen und nicht sein Geld in den Sand setzen, war sein Ausspruch.

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                  • #29
                    AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

                    Ich lese hier immer wieder vom Mieten einer Poussada oder Restaurant.
                    Ist das üblich in Brasilien? Kommt man da finanziell überhaupt durch?

                    Wäre dankbar über Erfahrungen.

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                    • #30
                      Re: AW: Erfahrung mit Selbständigkeit in Brasilien

                      Zitat von Logistiker Beitrag anzeigen
                      Ich lese hier immer wieder vom Mieten einer Poussada oder Restaurant.
                      Ist das üblich in Brasilien? Kommt man da finanziell überhaupt durch?

                      Wäre dankbar über Erfahrungen.

                      Hallo Logistiker


                      Da halte ich persönlich gar nichts davon. Vermietet wird in der Regel nur, wenn das Geschäft schlecht läuft.

                      Wenn man aber ein gemietetes Objekt auf Vordermann bringt, und es einen rechten Ertrag abwirft, verlängert der Vermieter einfach den Mietvertrag nicht mehr, um es dann wieder selbst zu übernehmen oder vermietet es einem neuen Mieter zu einem wesentlich höheren Preis.

                      Du hast die Arbeit für den Vermieter gemacht und stehst im Regen.

                      Mieten würde ich nur den Punkt, nie das ganze Geschäft. Solange die Miete regelmässig eingeht, ist der Besitzer in der Regel zufrieden.


                      Kaufen nur das bestehende Geschäft. So kannst Du auch sehen, was der Vorbesitzer erwirtschaftet hat und mit neuen Ideen den Umsatz und Ertrag verbessen.Das mit einer neuen, zu gründenden Firma, damit du nicht automatisch "Altlasten" von Steuerbehörden und Arbeitsgerichtliche Probleme mitkaufst. Also kein aditivo bei der "Junta Comercial".
                      (Auf gut deutsch = kein Gesellschaftsvertragsübernahme).



                      Wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung und Erfahrung aus ähnlichen
                      Fällen.

                      abraço

                      fortal


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